Gastgewerbe Gedankensplitter



« Home | Umsatz des Gaststaettengewerbes im April 2008 um r... » | Ein Ordnungsamtmitarbeiter soll die Einhaltung des... » | Praktikantin erstreitet Lohn eines Arbeitnehmers. » | Passivrauch-Forschung im Bermudadreieck. » | Hotel-Blogs. » | Preisaktionen. » | Wettbewerb wird deutschen Biermarkt neu ausrichten... » | Heftige Reaktionen auf Bionade-Preiserhoehung. » | Kneipensterben in Hamburg. » | Werbeverbot fuer Alkohol. »


Montag, Juni 16, 2008

Branchenbezogene Mindestloehne nutzen.

Zwei Schwachpunkte aller branchenbezogenen Mindestlöhne sind:
  • Kunden dieser regulierten Branchen können Arbeiten, die sie früher vergeben haben, selbst ausführen. So reagieren clevere Gastronomen auf die bereits bestehenden gesetzlichen Mindestlöhne für die Baubranche, die Maler und Lackierer, in der Weise, daß sie für nicht zu komplexe Arbeiten, die im eigenen Haus fällig werden und die sie selbst dirigieren können, Fachkräfte dieser Branchen lediglich für die Zeit der Bau- und Renovierungsarbeiten einstellen und nach dem niedrigeren Tarif des Hotel- und Gaststättengewerbes entlohnen oder den Lohn frei vereinbaren, weil in vielen Bezirken für das Hotel- und Gastgewerbe überhaupt kein Tarifvertrag mehr abgeschlossen worden ist.
  • Branchengrenzen sind nicht eindeutig zu definieren. So erledigen inzwischen viele Landschaftsgärtner einfache Bauarbeiten. Reinigungsarbeiten werden von Hausmeister-Service-Unternehmen und Gärtnern angeboten. All dies ist legal, wenn die eingesetzten Mitarbeiter nicht hauptsächlich reinigen. Nur dann gilt der allgemeinverbindliche Mindestlohntarif. Siehe dazu: "Gebäudereiniger tarnen sich als Gärtner", in: ka-news vom 16. Juni 2008.
So ist es mittlerweile in der Event-Gastronomie und beim Catering nicht unüblich, anfallende Reinigungsarbeiten beim Kunden selbst mit anzubieten, weil es den Kunden teurer kommt, wenn er dafür ein Reinigungsunternehmen engagiert.

Labels: