Gastgewerbe Gedankensplitter



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Mittwoch, Juni 18, 2008

Gaeste loeschen.

Das muß ich mal ausprobieren. Oliver Sehorsch stellt den "Touristenlöscher" , in: Ideentower vom 25. Juni 2008, vor, das Tool Snapmani:
"Um störende Objekte wie Touristen oder Autos automatisch aus dem Bild seines Lieblingsbildes entfernen zu lassen, der muss 3 - 10 zeitversetzte Fotos schießen. Diese Bilder muss man dann auf den 'Tourist Remover' legen und und die Software snapmania berechnet ein neues Bild. Schon kurze Zeit später findet man in einer neuen Fotomappe verschiedene retuschierte Varianten ohne die störenden Elemente vor."
Gäste beim Feierhof 2008Ich würde keine Touristen löschen wollen, sondern Gäste. Warum? Wenn man Bilder der Innenräume von Gaststätten veröffentlichen will, sind Gäste lästig. Man kann in der Regel nicht verlangen oder sie bitten, den Raum zu verlassen, und es ist diffizil zu entscheiden, ob man Fotos, auf denen sie drauf, sind, ohne ihr Einverständnis veröffentlichen darf.

Das "Recht am eigenen Bild" ist in den Paragraphen 22 bis 24 des KunstUrhG geregelt. Paragraph 22 verlangt grundsätzlich die Einwilligung des Abgebildeten. Die Ausnahmen stehen in den Paragraphen 24 (Ausnahmen für Behörden) und im Paragraph 23:
"Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt werden:
  1. Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte;
  2. Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen;
  3. Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben;
  4. Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient.
Die Befugnis erstreckt sich jedoch nicht auf eine Verbreitung und Schaustellung, durch die ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten oder, falls dieser verstorben ist, seiner Angehörigen verletzt wird."
Im konkreten Fall einer Aufnahme des Innenraums einer Gaststätte wäre die Frage zu entscheiden, ob die abgebildeten Personen nur "Beiwerk" sind oder mehr. Mehr darüber: "Fotorecht Teil 12: Beiwerk, Versammlungen und höhere Zwecke der Kunst", in: Law-Blog vom 6. Februar 2006.

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