Gastgewerbe Gedankensplitter



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Dienstag, Juni 03, 2008

Knapp 30% Umsatzrückgang seit Einführung des Nichtraucherschutzgesetzes.

Hamburg, 2. Juni 2008 - Übereinstimmend negative Erfahrungen gibt es auch in Hamburg auf Seiten der Gastronomen mit dem im Januar 2008 in Kraft getretenen Nichtraucherschutzgesetz. Bei einer Umfrage des DEHOGA Hamburg unter seinen Mitgliedsbetrieben haben ca. 150 Betriebe auf freiwilliger Basis und anonymisiert einen Fragenkatalog ausgefüllt, dessen Auswertung heute präsentiert wird. Durchschnittlich gehen die Betriebe davon aus, dass der Umsatzrückgang seit Einführung des Nichtraucherschutzgesetzes zwischen 15% und 45% beträgt. Genau liegt der Durchschnitt bei 28,3% der teilnehmenden Betriebe. Lediglich sechs Betriebe gaben an, dass sie von der Einführung des Nichtraucherschutzgesetzes profitiert hätten und seither einen höheren Umsatz erzielen konnten. Wie dramatisch dieser Umsatzrückgang die Betriebe tangiert, ist daraus ersichtlich, dass immerhin 88 Betriebe oder 65% angaben, sich in ihrer Existenz gefährdet zu sehen. 43% der Betriebe gaben zudem an, dass Kündigungen ausgesprochen werden bzw. unmittelbar bevor stehen.

Die Meinung der Branche nach der besten Lösung für einen effektiven Nichtraucherschutz ist genauso eindeutig, denn 89% der Betriebe sprachen sich dafür aus, ähnlich dem erfolgreichen Beispiel in Spanien für die Betriebe eine Kennzeichnungspflicht vorzusehen. Demgegenüber waren nur 6% der Betriebe der Ansicht, dass das aktuell gültige Gesetz nicht geändert werden solle. Sicher interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass 84% der Betriebe von negativen Reaktionen durch ihre Gäste sprachen, dem gegenüber standen lediglich 13%, die überhaupt über positive Reaktionen berichten konnten.

Jeder zweite Betrieb berichtet zudem, dass es bereits Probleme mit Anwohnern wegen zunehmender Belästigungen in den Abendstunden gegeben habe. Sicher ebenfalls eine Zahl, die zum Nachdenken anregt und belegt, dass die ersten Erfahrungswerte mit dem Gesetz alles andere als positiv sind, denn es werden auch Dritte und Unbeteiligte entsprechend nachhaltig tangiert.

Rose Pauly, Präsidentin des DEHOGA Hamburg meint deshalb:
"Insgesamt decken sich die Erfahrungen unserer Umfrage mit den Ergebnissen in den anderen Bundesländern. Positive Erfahrungen oder gar Umsatzzuwächse finden allenfalls in ganz bestimmten Segmenten statt. Insgesamt überwiegen aber die negativen Erfahrungen von Gastronomen und Gästen gleichermaßen, sodass das Gesetz als glatter Fehlschlag und bürokratischer Unsinn bezeichnet werden kann."
Am 11. Juni 2008 wird sich das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mit dem Nichtraucherschutzgesetz beschäftigen und sodann, so hofft man auf Seiten des DEHOGA, zu einer vernünftigen und sachgerechten Lösung gelangen.

Von den Betrieben, die sich an der Umfrage beteiligt haben, gaben 71% an, dass sie zu den sogenannten Einraumgaststätten gehören. 25% rechnen sich dem Bereich der Mehrraumgaststätten zu und 4% sind Diskotheken. Vier von fünf Betrieben gehen davon aus, dass langfristig negative Auswirkungen des Rauchverbotes zu verzeichnen sind.

(Quelle: Pressemitteilung des DEHOGA Hamburg).

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Kommentare:
Wenn man eine Umfrage, anonym (!), unter gerade einmal 5% der Hamburger Wirte als represäntativ betrachtet, bitte schön!

Zumal geschätze 90% der Umfrageteilnehmer aus den Eckkneipen bestehen, die das rauchen erlauben. Und wenn Kneipen, die das rauchen erlauben, behaupten sie hätten "60%" Rückgänge ist das einfach nur Dünnpfiff.

Die zahlen des Statischen Amtes aus Hamburg zeigen im übrigen einen 1%-Beschäftigungsanstieg in der Gastronomie mit dem Rauchverbot an. Die Umfrage ist also großer Unsinn.
 
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