Gastgewerbe Gedankensplitter



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Samstag, Juni 14, 2008

Kneipensterben in Hamburg.

Auch Zahlen der Hamburger Finanzbehörde belegen das dramatische Kneipensterben seit Einführung des gesetzlichen Rauchverbots: "Jeder zehnte Hamburger Pinte hat dichtgemacht", in: Hamburger Morgenpost vom 14. Juni 2008.

So ist im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der sogenannten Schankbetriebe bis Ende März 2008 von 928 auf 832 gesunken, also um mehr als 10 Prozent. Die Zahl der Imbisstuben verringerte sich von 691 auf 639, also um mehr als 7,5 Prozent. Nur die Anzahl der Restaurants ist gering gestiegen von 1252 auf 1266, also um etwas mehr als 1 Prozent.

Wenn man bedenkt, daß vom Rauchverbot insbesondere Einraumgaststätten betroffen sind und die statistisch erfassten Schankbetriebe sowohl Einraumgaststätten als auch Betriebe mit mehr Räumen umfassen, dürfte die Entwicklung für Einraumgaststätten noch viel dramatischer verlaufen sein.

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Kommentare:
Entschuldigen Sie dass ich den Beitrag erst so spät kommentiere, aber hier wird die Statistik vergewaltigt.

Die Statistik vergleicht den Bestand am Ende des 1. Quartals 2007 mit dem Bestand am Ende des 1. Quartals 2008.

Von diesen 12 Monaten sind 9 Monate ohne Rauchverbot gewesen, 2 Monate mit Rauchverbot aber mit Schonfrist (es wurde also genauso weitergeraucht) und nur einen Monat lang galt das Rauchverbot und wurde auch umgesetzt. Kaum ein Gastwirt wird durch einen Umsatzrückgang in einem (oder von mir aus auch zwei) Monat(en) sich entschliessen seine Gaststätte zu schliessen und in die Arbeitslosigkeit zu gehen. Hier sind andere, langfristige Gründe und Probleme (z.b. in der Geschäftsführung, Ausrichtung der Gaststätte oder verändertem Publikumsgeschmack) viel wahrscheinlicher.
 
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