Gastgewerbe Gedankensplitter



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Mittwoch, Juni 04, 2008

Nationale Verzehrstudie II: Lebensmittelverzehr, Naehrstoffzufuhr und Supplementangebote.

Am 29. Mai 2008 wurde der zweite Bericht der Nationalen Verzehrstudie veröffentlicht: "Ergebnisbericht, Teil 2 (Lebensmittelverzehr, Nährstoffzufuhr, Supplementeinnahme)" (PDF). Über die Hintergründe siehe unseren Beitrag über den 1. Teil: "Nationale Verzehrstudie II".

Die Ergebnisse des 2. Teils faßt der aid infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V. in seinem Newsletter vom 4. Juni 2008 wie folgt zusammen (von mir gekürzt):
"Männer in Deutschland essen doppelt so viel Fleisch, Wurstwaren und Fleischerzeugnisse wie Frauen....Demnach essen Männer täglich 103 Gramm Fleisch und daraus hergestellte Erzeugnisse, Frauen nur 53 Gramm. Brot und Getreide stellen die wichtigste Lebensmittelgruppe in Deutschland dar.

87,4 Prozent der Befragten nehmen nicht die empfohlenen 400 Gramm Gemüse am Tag zu sich. 54 Prozent der Frauen und 65 Prozent der Männer essen weniger als 250 Gramm Obst am Tag.

Der Jodbedarf der Bevölkerung, der auch über mehrere Portionen Seefisch pro Woche gedeckt werden könnte, wird zu einem großen Anteil durch Jodsalz und mit Jodsalz hergestellte Lebensmittel gedeckt.

Frauen und Männer mit einem niedrigen sozioökonomischen Status essen weniger Gemüse, Obst und Fisch als solche mit einem höheren Einkommen und einer besseren beruflichen Stellung. Dafür nehmen sozial Benachteiligte mehr fett- und zuckerreiche Lebensmittel, zum Beispiel Fleisch, Wurst, Süßwaren und gezuckerte Getränke zu sich.

Das Ernährungsverhalten in Ost und West ist weiterhin unterschiedlich: Brot, Obst, Fett, Fleisch und Fleischerzeugnisse werden im Osten Deutschlands mehr gegessen. Dafür stehen andere Getreideerzeugnisse als Brot, Milch, Kaffee und Tee seltener auf dem Speiseplan.

27,6 Prozent der Befragten konsumieren Nahrungsergänzungsmittel."
Die Nationale Verzehrstudie bietet damit ein Datenwerk, um Verzehrgewohnheiten, auch nach alten und neuen Bundesländern, nach Männer und Frauen unterschieden, auf die Spur zu kommen und so das Speisenangebot einer Gaststätte auf diese Gewohnheiten auszurichten oder auch Angebote zu machen, die Defizite beseitigen helfen.

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