Gastgewerbe Gedankensplitter



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Sonntag, Juli 27, 2008

Den Mund spitzen, aber nicht pfeifen.

Da mache ich mir aber in die Hose: "SPD-Expertin droht Ländern mit Bundesgesetz zu Rauchverboten", in: AFP vom 27. Juli 2008:
"... muss man überlegen, ob man nicht doch noch einmal auf der Bundesebene aktiv wird.."
Vielleicht sollte Dr. Carola Reimann, die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, nachdenken und sich erst danach an die Öffentlichkeit wenden. Auch wenn die Sauregurkenzeit lockt und Abgeordnete auf den hinteren Bänken froh sind, ihre Namen in der Zeitung zu lesen.

Die Idee, ihren Gesetzesentwurf für ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie noch einmal in den Bundestag einzubringen, ist gewagt. Damit haben sich die Antiraucherfanatiker schon einmal den Mund verbrannt (siehe dazu: "Keine Bundestagsmehrheit fuer ein gesetzliches Rauchverbot in Gaststaetten"). Glaubt Dr. Carola Reimann wirklich, ihre Kollegen wären so blöde, sich kurz vor der Bundestagswahl 2009 mit uns Gastronomen anzulegen? Vielleicht sollte sie bei der CSU-Landtagsfraktion nachfragen, den Experten für die Erregung öffentlichen Ärgernisses, was es heißt, von den Wählern für ein Rauchverbot abgestraft zu werden.

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Kommentare:
"Vielleicht sollte sie bei der CSU-Landtagsfraktion nachfragen, den Experten für die Erregung öffentlichen Ärgernisses, was es heißt, von den Wählern für ein Rauchverbot abgestraft zu werden."

Das abstrafen der CSU wird kräftig werden: Neben den Nichtraucherschutzorganisationen lehnt auch der bayerische Gaststättenverband sowie alle Nichtzeltgastronomen die aktuelle Regelung zum Rauchverbot ab. Wirte wie auch Gaststättenverband fordern eine Regel für alle.

Da die CSU gegen den Willen von 98% der Gastronomen willkürliche Ausnahmen für Festzelte wiedererlaubt hat, werden viele Wähler ihr den Rücken zeigen. Das die Wählereinbrüche nicht so hoch ausfallen kann die CSU nur damit begründen das sie den Eckkneipen und Einraumlokalen half, indem sie Mehrraumlokale durch das Erlauben von Raucherzimmern nicht bevorteilte, und alle gleich behandelte. Prozesse wie in RLP oder Berlin gibt es in Bayern nicht, da Einraumlokale gegenüber Mehrraumlokalen keine Nachteile haben, da in beiden das rauchen untersagt ist, egal ob man über einen ,zehn oder fünfhündert Räume verfügt.
 
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