Gastgewerbe Gedankensplitter



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Montag, Juli 28, 2008

Geisterfahrer.

Wenn einem alle auf der Autobahn entgegen kommen, sollte man nicht glauben, der einzige zu sein, der auf der richtigen Spur ist. In fast allen Kommunen Nordrhein-Westfalens werden Raucherclubs akzeptiert, wie sie auch der DEHOGA Nordrhein-Westfalen empfiehlt ("DEHOGA NRW: Unterstuetzung von Raucherclubs"). Überall? Nein, Dr. Uwe Friedl, CDU, ein zugereister Berater, seit 1999 Bürgermeister von Euskirchen, glaubt es besser zu wissen wie der Rest des Landes: "Wirte wütend über Amtswillkür", in: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung vom 27. Juli 2008.

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Kommentare:
Herr Friedl sagt das, was 95% der Gastronomen in NRW denken: Sie werden durch die Raucherclubs benachteiligt, deswegen lehnt Herr Friedl sie ab. Gesetzkonform handelnde Kneipen verlieren Gäste durch die Einführung von "Raucherclubs". Da diese weniger als 5% des Umsatzes ausmachen ist es logisch das sich die Mehrheit der Wirte darüber aufregt. Klar, würde ein paar weniger in ihren Lokalen das Bier verdünnen, die anderen dürften das hingegen nicht, würde die Nichtverdünner auch aufbegehren und gerechtigkeit fordern.

Die Empfehlung eines Raucherclubs ist schon betriebswirtschaftlich "dämlich": leben Kneipen doch nicht vom "geselligen Zusammentreffen ein paar Raucher die nebenbei Getränke in geringem Umfang konsumieren", sondern vom Verkauf von Getränken.

Während also "Raucherclubs" nicht gewinnorientiert arbeiten können/dürfen und als Orte zum Tabakkonsum dienen (wie will der Wirt die Miete zahlen wenn die Gäste nur kommen um zu rauchen) stehen normale Kneipen allen offen, verkaufen Getränke, können davon leben und die Miete zahlen.
 
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