Gastgewerbe Gedankensplitter



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Donnerstag, Juli 17, 2008

Leitungswasserzaehler.

In einer Kolumne der Wiener Tageszeitung "Der Standard" kocht mal wieder wie in jedem Sommer in irgendeiner Zeitung eine Debattte um das leidige Thema "kostenloses Leitungswasser in der Gastronomie" hoch: "Wasserzähler". Die Diskussion in Österreich ist wohl auch so heftig, weil der Anteil des Leitungswassers am ausgeschenkten Wasser in der Gastronomie dort angeblich schon 30% beträgt. Zahlen für Deutschland sind mir nicht bekannt. In meinem Betrieb ist es deutlich weniger (unter einem Liter pro Tag), auch weil es kostenloses Leitungswasser auf Wunsch nur zusätzlich gibt, etwa zu Kaffee oder Wein.

Anlaß des hitzigen Streitens ist ein Marketinggag des österreichischen Mineralbrunnens Vöslauer. Gastronomen werden aufgefordert, zählen zu lassen, wie oft Gäste Leitungswasser bestellen. Daraus wird auf einen entgangenen Umsatz geschlossen, wenn die Gäste statt kostenlosem Leitungswasser Mineralwasser gegen Entgelt bestellen würden. Dazu wird den Gastronomen ein Hilfsmittel zur Verfügung gestellt: der Leitungswasserzähler:
  1. "Kleben Sie den Leitungswasserzähler für Ihre Mitarbeiter gut sichtbar und gut erreichbar an die Schank.
  2. Bitten Sie Ihre Mitarbeiter bei jedem Glas (oder Karaffe) Leitungswasser, das sie servieren auf den Zählknopf zu drücken.
  3. Lesen Sie die Zahl am Ende des Tages (oder der Woche) ab und rechnen Sie sich aus, wie viel Umsatz Sie gemacht hätten, wenn auch nur 1/4 der Menge Mineralwasser gewesen wäre (mit oder ohne Kohlensäure).
  4. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter ausrechnen, wie viel Trinkgeld (meist abhängig vom Umsatz) ihnen der entgangene Mineralwasserumsatz gebracht hätte.
  5. Entscheiden Sie selbst, ob es sich in Zukunft lohnt, aktiv Mineralwasser mit oder ohne anzubieten."
Siehe dazu auch meinen früheren Beitrag "Trink wasser wie das liebe Vieh".

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