Gastgewerbe Gedankensplitter



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Mittwoch, Juli 23, 2008

Schadstoffmessungen in gastronomischen Betrieben.

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel, Genuß und Gaststätten hat im Rahmen einer Studie zu Passivrauchen von Januar bis August 2007 insgesamt 60 Arbeitsbereichsanalysen und Sonderuntersuchungen in verschiedenen gastronomischen Betrieben durchgeführt. Dabei wurden wegen der Dosis-Wirkungssituation und der Frage nach individueller Vulnerabilität die expositionelle und dispositionelle Problematik der Beschäftigten vor allem im Servicebereich besonders eingehend untersucht.

Bestimmt wurden u. a. Schichtmittelwerte von 46 Einzelstoffen, außerdem wesentliche Randparameter, wie z. B.
  • die Luftwechselrate,
  • die Gäste- und Raucheranzahl,
  • die Anzahl gerauchter Tabakprodukte sowie
  • Art und Anzahl sonstiger Emissionsquellen wie Küchendämpfe, Straßenverkehr und brennende Kerzen.
Als Messort wählte man jeweils den räumlichen Schwerpunkt des Aufenthaltsortes der Beschäftigten. Das war häufig der Tresen.

Ergebnis der Messungen: In keinem Fall wurden Grenzwerte überschritten.

In Einzelfällen konnte nachgewiesen werden, daß höhere Werte auf andere Ursachen als das Passivrauchen zurückzuführen waren:
  • ein Holzkohlegrill mit defekter Abzughaube in der Küche der Gaststätte konnte als Emittent identifiziert werden. "Die Abzughaube erfasste die Dämpfe und Rauche nicht vollständig, wodurch sie bis in den Servicebereich vordrangen. Nachdem die Haube repariert worden war, lagen die Werte der genannten Stoffe sowohl in der Küche als auch im Servicebereich in den üblichen Konzentrationsbereichen."
  • "Auch ein mit Brennholz betriebener, schlecht ziehender Kachelofen (hohe Kohlenmonoxid-Werte), brennende Kerzen (hohe Partikelanzahlkonzentration) oder Brat- und Frittierprozesse in der Küche (Aldehyde) wurden als Emissionsquellen identifiziert."
Der Bericht im Ganzen: "Schadstoffmessungen in gastronomischen Betrieben" (PDF) vom 15. Juli 2008. Danach liegen alle Schadstoffe weit unter den gesetzlichen Grenzwerten. Das gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie basiert demnach auf falschen Voraussetzungen.

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