Gastgewerbe Gedankensplitter



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Donnerstag, Juli 17, 2008

Sorgenkind Lebensmittelueberwachung.

Bei der Vorlage des Jahresberichts zur Lebensmittelüberwachung Baden-Württemberg n Stuttgart sagte der Referatsleiter Manfred Edelhäuser, ein großes Problem sei der häufige Besitzerwechsel bei Gaststätten. "Werde der Name geändert, fielen die negativ aufgefallenen Restaurants und Imbissbuden wieder durchs Raster. Allein im Großraum Stuttgart seien 30 Prozent der Gaststätten 2007 in andere Hände gekommen": "'Sorgenkind Gastronomie': Lebensmittelkontrolle schließt 228 Betriebe".

Nun, die Bürokraten hätten hinzufügen sollen, daß der Staat mit seinem bürokratischen Wahnsinn mit für eine Pleitewelle in der Gastronomie sorgt. So braucht man sich über den häufigen Betreiberwechsel nicht zu wundern.

An mangelnder Hygiene kann es nicht gelegen sein:
  • In Baden-Württemberg gibt es 208.688 Lebensmittel verarbeitende Betriebe.
  • Kontrolliert wurde davon im letzen Jahr 65.740. Da die Kontrolleure ihre Pappenheimer kennen, kann man davon ausgehen, daß sich die Kontrollen auf solche Betriebe konzentriert haben, bei denen Verstöße vermutet werden konnten. Das heißt: knapp 143.000 Betriebe arbeiten aus der Sicht der Kontrolleure unbedingt sauber.
  • In den 65.740 kontrollierten Betriebe wurden 53.140 Proben genommen. Sie wurden chemisch, physikalisch und mikrobiologisch untersucht.
  • Als gesundheitsschädlich wurden insgesamt 121 (0,2 %) Proben (Lebensmittel und Bedarfsgegenstände) beurteilt – insbesondere wegen pathogener Keime (z. B. Bacillus cereus, Salmonellen, Listeria monocytogenes), mikrobiell verursachter toxischer Eiweißabbauprodukte (Histamin) und wegen scharfkantiger Fremdkörper oder chemischer Verunreinigungen (z. B. Spüllauge).
  • Das macht unterm Strich 121 kritische Proben bei insgesamt 208.688 Lebensmittelbetrieben, bei 80 Kontrolleuren also 1,5 kritische Proben pro Mannjahr. Auf die Bevölkerung Baden-Württembergs (10,8 Millionen Einwohner) bezogen sind dies etwas über eine kritische Probe auf 100.000 Einwohner.
Diese Fakten beißen sich mit der hetzerischen Überschrift "Sorgenkind Gastronomie".

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