Gastgewerbe Gedankensplitter



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Mittwoch, Juli 23, 2008

Thueringer Gastgewerbeumsatz im Mai 2008 real um 4,2 Prozent gesunken.

Das Thüringer Gastgewerbe kommt nicht aus dem Tief. Der Gastgewerbeumsatz ist im Mai 2008 nominal, d.h. in jeweiligen Preisen, um 1,8 Prozent und real, also preisbereinigt, um 4,2 Prozent gegenüber Mai 2007 gesunken. Auch bundesweit musste das Gastgewerbe im Mai 2008 reale Umsatzverluste gegenüber Mai 2007 in Kauf nehmen, die aber mit 0,6 Prozent geringer ausfielen und nominal mit einem Umsatzplus von 1,9 Prozent verbunden waren.

Die Unternehmen des Thüringer Gastgewerbes erzielten nach vorläufigen Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik im Mai 2008 nominal, d.h. in jeweiligen Preisen, 1,8 Prozent weniger Umsatz als im Mai 2007. Real, also unter Ausschaltung der Preisveränderungen, bedeutet dies ein Minus von 4,2 Prozent.

Auch bundesweit musste das Gastgewerbe im Mai 2008 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes reale Umsatzverluste gegenüber Mai 2007 in Kauf nehmen, die aber mit 0,6 Prozent geringer ausfielen und nominal mit einem Umsatzplus von 1,9 Prozent verbunden waren.

Alle drei Bereiche des Thüringer Gastgewerbes (Beherbergungsgewerbe, Gaststättengewerbe, Kantinen und Caterer) mussten Umsatzverluste in Kauf nehmen (siehe Tabelle). Besonders die getränkegeprägte Gastronomie (Schankwirtschaften, Diskotheken und Tanzlokale) musste im Mai 2008 (wie auch schon in den Vormonaten) überdurchschnittliche Umsatzeinbußen von real 14,3 Prozent und nominal 12,8 Prozent verkraften. Lediglich die speisengeprägte Thüringer Gastronomie (Restaurant, Cafes, Eissalons, Imbiss-Stuben) konnte die Umsatzverluste im Mai 2008 in Grenzen halten (real - 1,8 Prozent, nominal + 0,5 Prozent).

Die sinkenden Umsätze führten zu einem weiteren Rückgang der Beschäftigtenzahlen um 10,2 Prozent (Vollzeitbeschäftigte - 6,7 Prozent, Teilzeitbeschäftigte - 14,1 Prozent).

Von Januar bis Mai 2008 erzielte das Thüringer Gastgewerbe nominal 3,6 Prozent und real 6,1 Prozent weniger Umsatz als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Beschäftigten sank dabei um 8,3 Prozent. Sie resultiert aus einer Abnahme der Zahl der Teilzeitbeschäftigten um 10,5 Prozent und einer Abnahme der Zahl der Vollzeitbeschäftigten um 6,4 Prozent.

(Quelle: Pressemitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik).

Anmerkung: Das Rauchverbot kostet massiv Arbeitsplätze, insbesondere in der getränkegeprägten Gastronomie und noch vor allem bei den Teilzeitbeschäftigten. Der Rückgang von 6,4 Prozent bei den Vollzeitbeschäftigten über alle Segmente des Gastgewerbes ist angesichts der Tatsache, daß Gastronomen versuchen, Mitarbeiter weiter zu beschäftigen, so lange es irgendwie geht, ein deutlicher Hinweis auf das, was noch bevorsteht an Personalabbau. Es bleibt zu hoffen, daß das Bundesverfassungsgericht Ende dieses Monats dem gesetzlichen Rauchverbot in der getränkegeprägten Gastronomie und insbesondere in Einraum-Kneipen den Todesstoß versetzt. Die Stagnation der speisengeprägten Gastronomie ist ein deutlicher Hinweis darauf, daß die Raucher einfach wegbleiben, ohne daß ausreichend neue Gäste aus dem Kreis der Nichtraucher acquiriert werden können.

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Kommentare:
Erstmal richtig recherchieren, dann schreiben.

In Thürigen gilt das Rauchverbot (effektiv) erst ab Juli 2008. Rückgänge die im Mai 2008 aufgetreten sind, auf ein erst im Juli geltendes Rauchverbot zu schieben ist dumm.

Alles in allen heißen die Ergebnisses des Statischen Amtes das die Umsätze und Beschäftigungszahlen OHNE Rauchverbot massiv eingebrochen sind, viele Mitarbeiten wurden ohne Rauchverbot entlassen, Gäste blieben mit Rauch aus.

Die Zahlen zeigen das der Todesstoß in Kneipen, insbesondere kleinen (jedes Jahr vor dem Rauchverbot mussten ca. 2000 getränkeorientierte Kneipen in Dt. schließen) weitergeht, obwohl geraucht werden darf.

Bliebe es also bei einer Raucherlaubniss müssten tausende Thüringer Wirte zusperren, Bars müssten schließen und Kneipen in kleinen Orte dichtmachen. Alles mit Raucherlaubnis.
 
alamierende Zahlen vor dem Rauchverbot: 6,9% weniger Beschäftigte in getränkegeprägter Gastronomie Thüringen / Umsatzeinbruch von 11,5% im Jahr 2007 in getränkegeprägter Gastronomie
April 2007: Viele Kneipen kurz vor dem Ruin

http://www.statistik.thueringen.de/presse/2007/pr_176_07.htm

Diese Zahlen aus dem Jahr 2007 (in Bezug auf die Zahlen aus dem April 2006) zeigen wie massiv die Rauchbefürworter manipulieren. Während also in 2007 ohne Rauchverbot die Umsätze in den Bars und Eckkneipen in Thüringen laut dem Thüringer Landesamt für Statistik um 11,5% (!!) einbrachen, und es keinerlei Rauchverbot gab, argumentieren die Rauchbefürworter, das sehr viel kleinere Rückgänge im Jahr 2008 in Thüringen plötzlich auf das Rauchverbot zurückzuführen seien.
 
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