Gastgewerbe Gedankensplitter



« Home | Schuettel-Schorsch sprachlos. » | "Flexiblere Loesung" des Rauchverbots in Niedersac... » | Gruenes Licht für blauen Dunst - Rauchverbot ade? ... » | Zubereitete Speisen. » | Castlecamp auf der Burg Kaprun. » | Rauchverbot wird wichtiges Thema der bayerischen L... » | Keine Angst vor Bussgelder in Eckkneipen. » | Espresso-Trinkgewohnheiten der Deutschen. » | Verfassungsbeschwerde aus Bayern wird im September... » | Schlechter Verlierer. »


Samstag, August 02, 2008

Berliner Bezirke sehen sich ausserstande, zu entscheiden, was "zubereitete" Speisen sind.

Gestern habe ich in meinem Beitrag über "Zubereitete Speisen" darauf hingewiesen, daß man die Frage, was "zubereitete Speisen" sind, die das Bundesverfassungsgericht zu einem der Unterscheidungskriterien heranzieht, ob in Einraumkneipen geraucht werden darf oder nicht, nicht praktikabel ist. Die Frage der Zubereitung läßt sich nicht an dem messen, was beim Gast ankommt, sondern hängt von dem Prozess ab, den die Speise bis dahin durchläuft. Wie soll ein in den Feinheiten der Lebesnmittelhygiene-Verordnung nicht geschulter Ordnungshüter, der oberflächlich durch die Kneipen tappt und dem eine Ausbildung in einem lebensmittelverarbeitenden Beruf, z.B. Koch, fehlt, auf die Schnelle feststellen können, ob die angebotenen Speisen "zubereitet" werden oder nicht?

Dies haben mittlerweile auch einige Bezirksämter Berlins gelernt: "Rauchverbot-Urteil: Ordnungsamt lehnt Kontrollen ab", in: Die Welt vom 2. August 2008:
"Nach der Aufhebung des Rauchverbotes in Eckkneipen durch das Bundesverfassungsgericht haben mehrere Bezirke angekündigt, das Speisenangebot in den Gaststätten nicht zu kontrollieren. Die entstandene Rechtslage sei nicht umsetzbar, hieß es gestern aus dem Ordnungsamt Charlottenburg-Wilmersdorf. Gleiches gilt für Steglitz-Zehlendorf und Pankow. Die Bezirke warten auf konkrete Ausführungsvorschriften durch die Berliner Verwaltung, bevor sie tätig werden."

Labels: ,