Gastgewerbe Gedankensplitter



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Samstag, August 09, 2008

Berliner Weisse mit Schuss Schwarze Johannisbeere.

Die Brauerei Berliner Kindl hat Ende März 2008 ihr Sortiment um eine weitere Sorte "Berliner Weisse" erweitert: Berliner Weisse mit Schuss Schwarze Johannisbeere. Sie tritt neben die traditionellen Geschmacksrichtungen Himbeere und Waldmeister.

Beliner Weisse ist ein ganz besonderes Bier, das früher nur pur ohne Aromen erhältlich gewesen ist. Man mischte dann vor dem Servieren einen klaren Schnaps, meist Kümmel oder Korn, hinzu. Politisch korrekter war die Kombination mit ca. 2 cl Waldmeister- oder Himbeersirup.

Die Gärmethode kombiniert obergärige Hefe, die auch zur Herstellung von Weißbier bayerischen Stils verwendet wird, mit Milchsäurebakterien, wie sie z.B. in der Schweiz zur Herstellung von Rivella eingesetzt werden. Nach der eigentlichen alkoholischen Gärung wird in einem zweiten Schritt durch Milchsäuregärung Milchsäure erzeugt. Heraus kommt ein leicht moussierendes, schwach säuerliches, erfrischendes Bier. Siehe dazu auch: "Berliner Weiße", in: Wikipedia. In Kombination mit süßem Sirup wird daraus ein schwach alkoholisches süß-säuerliches Getränk, das im aktuellen Trend zu Biermixgetränken wieder mehr Aufmerksamkeit erregt. Die Sorte Schwarzer Johannisbeere wurde wohl aus diesem Grunde wie die anderen Sorten auch in eine 0,33-l-Longneck-Flasche gesteckt, statt in die klassische gedrungene Flasche, in der die pure Berliner Weisse auch erhältlich ist.

Man schenkt Berliner Weiße in breiten Kelchgläsern mit Fuß aus, einem sogenannten "Pokalglas" ähnlich wie belgische Weißbiere ("Bière blanche", in: Wikipedia), etwa der Marke Hoegaarden, oder in gedrungenen, flachen Bechern, einer erkleinerte Form des ursprünglich größeren, wannenformartigen Klauenglases.

Siehe dazu auch: "Die wahre Berliner Bierkultur", in: Berliner Morgenpost vom 4. Mai 2005.

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