Gastgewerbe Gedankensplitter



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Mittwoch, August 20, 2008

Burger King Bad.

Timothy Tackett, ein Mitarbeiter von Burger King in der Orange Street in Xenia (Ohio), macht sich an seinem Geburtstag den Spaß, in einem Spülbecken des Restaurants nackt zu baden und ein vierminütiges Video davon drehen zu lassen. Irgendwie landet dieses Video auf MySpace und wird dort und auf Videoportalen sehr häufig angesehen. Siehe etwa: "Burger King Bath" auf Youtube. Ein für die Lebensmittelkontrolle Zuständiger bekommt das Video zu sehen und veranlaßt eine gründliche Reinigung des Beckens. Timothy Tackett und die anderen an diesem Spaß Beteiligten werden daraufhin entlassen. Der Rest des Teams wird in Lebensmittelhygiene nachgeschult.

Mittlerweile hat sich Timothy Tackett in seinem Blog auch bei Burger King und allen, "die ihn hassen", entschuldigt, erhebt aber zugleich auch Vorwürfe wegen schlechter Behandlung: "To Burger King and the People that HATE me".

Als ich die ursprüngliche Meldung "Video shows Burger King employee bathing in sink", in: wdtn vom 12. August 2008, zum ersten Mal gesehen habe, habe ich vermutet, es handele sich um eine Viral-Marketing-Kampagne von Burger King. Aber von der los getretenen Welle profitiert zur Zeit wohl eher Timothy Tackett als Mr. Unstable und seine Band MiSANTHROPE MUSiCK.

Das Blog Millus hat dafür Verständnis, daß Tomothy Tackett gefeuert worden ist:
"Irgendwo hört der Spaß auf und Hygiene ist bei Restaurants extrem wichtig"
In der Tat mag die Vorstellung, sie essen oder trinken etwas, das mit gebrauchtem Badewasser in Berührung gekommen sein könnte, bei Gästen Ekel hervorrufen. Irgendeine gesundheitliche Gefahr kann ich aber nicht erkennen, wenn das Becken danach gründlich gereinigt worden ist, was ja ohnehin mehrmals täglich gemacht werden sollte. In Spülbecken von Gaststätten, die nicht ausschließlich Einweggeschirr verwenden, landen über den Kontaminationsweg Toilettenbenutzung der Gäste, Hände, Teller und Besteck bzw. Gläser sogar Kolibakterien. Aber an den Edelstahloberflächen bleiben sie nicht haften, wenn man sie reinigt. Ich würde eher aus einem geputzten Spülbecken eine Suppe löffeln als an einer Tischoberfläche eines Restaurants zu lecke, die in vielen Fällen seltener und nicht so gründlich gereinigt werden. Aber ein auch nur geringer Zweifel an der Hygiene eines Restaurants kann sicherlich fatale Folgen bei den Gästen haben. Auch bei nur vagen Zweifeln geht man sicherheitshalber lieber woanders essen.

(via: "Badespaß bei Burger King hatte Folgen", in: Pommeswelt Frittenblog vom 19. August 2008).

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