Gastgewerbe Gedankensplitter



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Freitag, August 15, 2008

Kurze Beine.

Es ist erstaunlich, mit welcher Dreistigkeit Bundestagsabgeordnete öffentlich lügen. So schreibt der Bonner Bundestagsabgeordnete Ulrich Kelber (SPD), unter anderem stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und einer der Erstunterzeichner des im Bundestags gescheiterten Gesetzentwurf für ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie, im Abgeordnetenwatch vom 15. August 2008:
"Wie Sie sicher noch selbst sehr gut wissen, war es einem Nichtraucher bis vor kurzem nicht möglich sich für eine rauchfreie Kneipe oder Gaststätte zu entscheiden, weil es die schlicht nicht gab."
Diese Lüge läßt sich leicht widerlegen, sogar mit Zahlen, die von den Rauchververbotsbefürwortern veröffentlicht worden sind (siehe dazu: "Freiwillige Selbstverpflichtung der Gastronomie zum Nichtraucherschutz gescheitert - spottet die Drogenbeauftragte der Bundesregierung"). Im Februar 2007 haben die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und der Bundesverband der Verbraucherzentralen e.V. vermeldet, daß in 33,2 Prozent aller untersuchten Gastronomiebetriebe Nichtraucherregelungen existiert haben. 15,5 Prozent aller aufgesuchten Betriebe erfüllten sogar die Vorgaben einer freiwilligen Selbstverpflichtung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes.

Warum nutzt dieser Abgeordnete nicht seine drei wisenschaftlichen Mitarbeiter (in Vollzeit) zu einer Recherche, bevor er die Unwahrheit verbreitet?

Oder kennt er einfach die deutsche Gastronomie zu wenig? In den letzten Jahren war der frühere Juso auf Kosten des Steuerzahlers:
  • 3 Tage in Kuba
  • 4 Tage in Finnland
  • 5 Tage in Estland und Lettland
  • 10 Tage in China und im Tibet
  • 10 Tage in Brasilien
  • 2 Tage in Guatemala
  • 8 Tage in Südafrika
  • 5 Tage in New York
  • 2 Tage in Island
  • 2 Tage in Brüssel
  • 2 Tage in Paris
  • 7 Tage in den USA (Seattle, San Francisco, Silicon Valley, Los Angeles)
  • 2 Tage in Washington
Ich hoffe, Ulrich Kelber traut sich, als Kandidat um die Nachfolge von Bärbel Dieckmann anzutreten, die nicht mehr als Bonner Oberbürgermeisterin kandidieren will. Dann können die Wähler zeigen, was sie von einem Lügner halten.

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