Gastgewerbe Gedankensplitter



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Dienstag, August 19, 2008

Ministerialbeamtenlyrik: "Wenn ich mich im Freien befinde, und lediglich einen Regenschutz ueber mir habe, ist das kein umschlossener Raum."

Wann ist ein Zelt ein Zelt? Das verrückte gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie zwingt erwachsene, intelligente, ernsthafte Menschen, die sich eher um wirkliche Probleme der Welt kümmern sollten, mit so einem Scheiß zu beschäftigen. Wir haben darüber bereits mehrfach berichtet:Jetzt hat sich auch Winfried Funk, Referatsleiter der Thüringer Ministeriums für Gesundheit und Soziales, mit dieser Frage beschäftigen müssen."Rauchverbot zur Kirmes: Planen hoch", in: Thüringer Allgemeine vom 19. August 2008:
"Doch ein Zelt ist eben nicht mehr umschlossen, sobald ein direkter Luftaustausch gewährleistet ist. Eine Plane, oder bei größeren Zelten zwei Planen, nach oben zu klappen, würde das Problem schon lösen. 'Wenn ich also, übertrieben gesagt, mich im Freien befinde, und lediglich einen Regenschutz über mir habe, ist das kein umschlossener Raum. Das Rauchverbot gilt dann also nicht', lenkt der Referatsleiter ein."
Feierhof

Das wirft dann natürlich die Folgefrage auf, wieso dies für ein Zelt gilt, nicht aber für Gebäudeteile, etwa wenn die Glasfront einer Gaststätte per Schiebetür aufschiebbar ist. Bei Gebäuden sei allerdings kein Freiraum für Diskussionen, wendet Winfried Funk ein:
"Mit geöffneten Fenstern hier für Frischluft zu sorgen, würde das Rauchverbot dennoch nicht entkräften. 'Da ist die Luftkonzentration eine ganz andere', macht Funk klar."
Es kommt also auf die "Luftkonzentration" an? Was ist das denn? Meint Herr Funk vielleicht, die Konzentration mit Schadstoffen in der Luft dürfe den zulässigen Wert nicht überschreiten? Dann ist das Rauchverbot in den meisten Gaststätten obsolet. Eine empirische Studie zum Passivrauchen in Gaststätten im Auftrag der überaus seriösen Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten hat nämlich gezeigt, daß die zulässigen Grenzwerte von Schadstoffen nicht überschritten werden "Schadstoffmessungen in gastronomischen Betrieben".

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Kommentare:
Die Messungen des BGN wurden auch durch das LGL Bayern bestätigt, allerdings hat man dort den Vergleich mit den Grenzwerten durch Propaganda ersetzt.
Hier wurde der Vergleich nachgeholt:
http://www.passiv-rauchen.de/Gefahrstofftabelle_2008-LGL.html

Und nicht nur das, es wurde auch gezeigt, dass die Konzentrationen einiger Gefahrstoffe nicht proportional zur Nikotinkonzentration verlaufen.
http://www.passiv-rauchen.de/Gefahrstofftabelle_2008_LGL_Bewertung.htm

Es besteht der Verdacht, dass sich z.B. die Benzolquelle hinter den Diskotheken befindet: Der Parkplatz.
 
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