Gastgewerbe Gedankensplitter



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Freitag, August 01, 2008

Rauchverbot wird wichtiges Thema der bayerischen Landtagwahlen.

Die sture, bornierte Haltung der bayerischen CSU, die auf ihrem Rauchverbot (mit Ausnahmen für Bier- und Festzelte und Raucheclubs) beharrt, macht das gesetzliche Rauchverbot zum wichtigen Thema der bayerischen Landtagswahlen vom 28. September 2008. Schon bei den Kommunalwahlen im Frühjahr hat die CSU deswegen viele Stimmen aus ihrer Kernwählerschaft verloren. Andere Wahlkampfthemen wie den Transrapid hat die CSU nach dem Kommunalwahldebakel abgeräumt, auf der Tretmine Rauchverbot ist sie hocken geblieben:
  • Mit dem Ohr am Volk hat sich Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) für eine Lockerung der bundesweit strengsten Regelung ausgesprochen. Er sprach sich dafür aus, das Rauchen in Nebenräumen zuzulassen und Betreibern von Einraumgaststätten eine Wahlmöglichkeit einzuräumen: "Nach Raucherurteil ist der Streit erst richtig entbrannt", in: Augsburger Allgemeine vom 1. August 2008.
  • Der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur e.V. hat nicht nur Wahl der FDP und der Freien Wähler aufgerufen, sondern kandidiert mit drei Vereinsmitgliedern auf deren Listen.
  • Die CDU hat keine Lust, ihren besserwisserischen Verwandten in Bayern zur Seite zu springen. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble ist gegen ein Rauchverbot des Bundes und empfiehlt stattdessen, die Landesgesetzgeber zu beschimpfen.

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Kommentare:
Nichtraucherschutzverbände, Volk, und der bayerische Gaststättenverband wollen der CSU einen Denkzettel verpassen dafür das sie Ausnahmen vom Rauchverbot zuließ (geschlossene Gesellschaften, Festzelte), und die NR vor den Kopf stieß.

Die bayerischen Gastronomie, die mit dem Rauchverbot bereits sehr gut leben, fordern endlich die Abschaffung der Ausnahmen weil ihnen sonst die Umsätze weglaufen. Die Bayern-FDP will der bayerischen Gastronomie einen Bärendienst erweisen und noch mehr Ausnahmen erlassen, also noch mehr Ungerechtigkeit.

Bayern stünde als Depp der Nation dar, wenn, während im Norden Skandinavien, Italien oder Frankreich mit klaren Gesetz, den Touristen in die Suppe spucken, weil sie in Bayern nicht atmen dürfen. 10.000 Arbeitsplätze stünden in Bayern auf dem Spiel würde das Rauchverbot gelockert, ca. 20% des Touristenumsatzes würde wegfallen, Gasthäuser blieben leer, und die Raucherwirte auf ihren Aschern sitzen.

Auch die Wirtschaftsteile der Politik scheinen inzwischen kapiert zu haben: auch sie wollen nicht nochmalige teure Umbauten für Bayern Wirte, nochmalige Rechtsunsicherheit und Prozesse aller derer denen keine Ausnahme zugestanden wird, und sehen ein das es Kamikaze wäre, in Anbetracht des Fakts das über die EU eh ein Rauchverbot kommt, nicht jetzt auch simpel, einfach und fair, die Ausnahme der geschlossenen Gesellschaft zu streichen und dann Ruhe und Frieden zu haben. Die bayerische Kleingastronomie wird es der Politik danken wenn Sie die Ausnahmen abschafft, und keine neuen Ausnahmen für Raucherräume einführt, die kleine sowiso nicht einrichten können.

Politiker die also diesen Willen von Gaststätterverband, Wählern, Gästen, Nichtrauchern ignorieren, und die Ausnahmen nicht streichen, werden nicht gewählt: so einfach ist das.

Ein Proteststurm der 98% der bayerischen Wirte mit (gut laufendem) Rauchverbot würde losbrechen, würden weitere Ausnahmen erlassen.
 
Ich kann verstehen, warum Sie diesen Unsinn anonym schreiben.
 
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