Gastgewerbe Gedankensplitter



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Montag, August 11, 2008

Rauchverbotsfanatiker reicht Ruecktritt ein.

Eine gute Nachricht für die Gastronomie Nordrhein-Westfalens. Prof. Dr. med. Stefan Winter, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und ein Verfechter eines strikten gesetzlichen Rauchverbots in der Gastronomie, hat seinen Rücktritt als Staatssekretär im Gesundheitsministerium eingereicht: "Streit ums Rauchverbot: NRW-Staatssekretär reicht Rücktritt ein", in: Ruhr Nachrichten vom 11. August 2008.

Prof. Dr. med Stefan Winter ist studierter Arzt und Molekularbiologe. Seit 1992 ist er Funktionär, von 1999 bis 2001 bei der Bundesärztekammer, bis 2005 Abteilungsleiter im Bundesgesundheitsministerium und seitdem im NRW-Gesundheitsministerium. Siehe Lebenslauf (PDF).

Seine in dem Artikel zitierte Aussage
"Tag für Tag sterben in Nordrhein-Westfalen zwei Menschen an Passivrauch, das sind in unserem Land 700 unschuldige Menschen im Jahr, welche niemals selbst eine Zigarette angefasst haben."
ist eine für Funktionäre und Politiker typische, emotionalisierende Halbwahrheit, ein rhetorischer Trick. Kein Schwein weiß, ob und wieviele Menschen an einem bestimmten Tag in Nordrhein-Westfalen an den Folgen von Passivrauchen sterben. Diese aufrüttelnde Zahl, bei der man sich fast schon eingezwängt sieht zwischen zwei Krankenbetten, in denen zwei arme Opfer gerade ihr Leben aushauchen, ist lediglich eine pseudo-genaue Herunterrechnung einer Zahl von 3.300 angeblichen Passivrauchtoten pro Jahr im gesamten Bundesgebiet. Diese Zahl selbst ist aber lediglich eine Schätzung und differenziert zudem nicht nach dem Ort, in dem passiv geraucht worden ist. Niemand weiß, ob irgendwo irgendwann ein Mensch nicht sterben würde, wenn ein Rauchverbot in der Gastronomie eingeführt werden würde.

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