Gastgewerbe Gedankensplitter



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Dienstag, September 09, 2008

"Im Februar der Bauer die Roesslein einspannt ...".

Neumünster. Wir stecken schon mitten im Klimawandel, und die Landwirtschaft spürt das. Das ist das Ergebnis der Fachvorträge auf dem "Tag der offenen Tür" der Gut Rosenkrantz Handelsgesellschaft in Neumünster. Der Meteorologe Dr. Meeno Schrader, Landwirtschaftsberater Gustav Alvermann und Ernst-Friedemann Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Gut Rosenkrantz Handelsgesellschaft, diskutierten am Wochenende mit Bio-Landwirten und Bio-Bäckern über die Auswirkungen des Klimawandels auf Schleswig-Holstein.
"Die Winter in Schleswig-Holstein werden in den nächsten 100 Jahren im Mittel zwei Grad, die Sommer um etwa einen Grad wärmer"
sagte Meterologe Dr. Meeno Schrader. Er stellte eine Studie vor, die die Klimaänderung für Norddeutschland betrachtet. Die Sommer werden trockener. Dabei ist die Veränderung im Binnenland stärker als an den Küsten. Die Winter an der Küste werden sehr nass sein. Dr. Meeno Schrader rechnet mit bis zu 80 Prozent mehr Regen im Winter an Nord- und Ostseeküste.

Warme Winter und trockene Sommer, das bringt der konventionellen Landwirtschaft in Schleswig-Holstein Vorteile, den Bio-Bauern aber nicht. Milde Winter bedeuten auch, dass sich die Vegetationsperiode verlängert. Daraus folgen bessere Wachstumsbedingungen für das Wintergetreide, das im Herbst gesät wird. Ein milder Winter bedeutet auf der einen Seite gute Startbedingungen für den Pflanzenwuchs, auf der anderen Seite aber auch mehr Unkraut, mehr Schädlinge und Pflanzenkrankheiten. Anders als konventionelle Landwirte verwenden Bio-Landwirte keine chemischen Pflanzenschutzmittel.

In naher Zukunft wird der Frühling einen Monat früher in Schleswig-Holstein einziehen als noch vor Jahren.
"In diesem Frühjahr haben wir schon Mitte Februar Hafer gesät"
sagte Ernst-Friedemann Freiherr von Münchhausen, der selbst einen landwirtschaftlichen Betrieb am Nord-Ostsee-Kanal bewirtschaftet.
"Langfristig wird es heißen: Im Februar der Bauer statt im Märzen der Bauer...".
"Das Erntejahr 2008 war schwierig"
sagte Ernst-Friedemann Freiherr von Münchhausen. Die Erträge waren gut, aber die Qualität schwankt stark. Am besten behauptete sich der Dinkel, ein Getreide, das im ökologischen Landbau weit verbreitet ist. Hier sind sowohl Qualität wie Quantität besser als im Entejahr 2007. Das freut Bäcker und Verbraucher, denn im vergangenen Jahr war Bio-Dinkel so knapp, dass viele Bäcker ihre Dinkel-Backwaren aus dem Sortiment genommen hatten.

Die Gut Rosenkrantz Handelsgesellschaft ist Norddeutschlands größte Handelsgesellschaft im Bio-Bereich. Sie handelt 40.000 Tonnen Getreide im Jahr und verarbeitet in Neumünster ein Viertel davon selbst zu Mehl für den Bio-Bäcker.

(Quelle: Pressemitteilung von Gut Rosenkrantz).

Kommentare:
Wenn die Meteorologen einmal in der Lage sein werden, das Wetter für eine ganze Woche mit 90% Sicherheit vorhersagen zu können, werde ich mich für solche "Klima-Vorhersagen" interessieren.
Im Augenblick sieht es aus, als ob 2008 eines der kühlsten Jahre des letzten Jahrzehnts war. Seit 10 Jahren zeigen Satellitenmessungen stationäre oder leicht fallende "globale" Temperaturen.
 
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