Gastgewerbe Gedankensplitter



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Dienstag, September 09, 2008

Kalte Kueche.

Baden-Württemberg will den Gastronomen von "Eckkneipen" vom gesetzlichen Rauchverbot ausnehmen, wenn sie folgende Bedingungen erfüllen (Quelle:"Wirt von Eckkneipe darf rauchen lassen" von Peter Reinhardt, in: Heilbronner Stimme vom 9. September 2008):
  • nur ein Schankraum. Dies wirft die Frage auf, ob man, wenn man weitere Räume hat, diese anders als Schankraum nutzen kann und dann unter diese Regelung fällt.
  • Die Kneipe darf höchstens 75 Quadratmeter groß sein. Dies wirft die Frage auf, wie man die Größe mißt.
  • neben Getränken darf nur kalte Küche angeboten werden.
    "Die erlaubten Speisen, etwa Frikadellen oder gekochte Eier, sollen im Gesetz beispielhaft aufgezählt werden."
    Eine beispielhafte, also nicht abschließende Aufzählung, schadet nicht. Man kann die Liste dann kreativ erweitern.

    Es stellt sich aber die Frage, was eine kalte von einer warmen Speise unterscheidet. In dem Artikel "Kalte Küche" von Wikipedia heißt es dazu:
    "Als Kalte Küche bezeichnet man in der Gastronomie den Bereich, wo Speisen angerichtet werden, welche vor dem Servieren nicht mehr erhitzt werden. In der Rezeptur werden damit gekühlte, abgekühlte und nicht erwärmte Speisen bezeichnet.

    Die Speisen der Kalten Küche werden allgemein serviert als Frühstück, Imbiss, Zwischenmahlzeit und Abendbrot. Sie bestehen überwiegend aus kalten Saucen, Buttermischungen, Salaten, Vorspeisen, kalten Speisen aus Eiern, Fisch, Gemüse, Fleisch von Schlachtvieh, Geflügel und Wild. Dazu kommen Speisen aus Obst, Käse und anderen Milchprodukten. Die vorbereiteten Zutaten und Rohstoffe werden häufig durch andere Küchenbereiche hergestellt, oder als Halberzeugnisse erworben."
    Nicht zuletzt könnte man sich fragen, wie der Fall zu werten ist, wenn dem Gast eine nicht erwärmte Speise ausgegeben wird und etwa eine Mikrowelle oder ein Grill zur Verfügung steht, sich diese kalte Speise selbst zu erwärmen oder zu grillen.

    Zudem besteht die Möglichkeit, daß sich Gäste mit Einwilligung und freundlicher Unterstüztung des Gastronomen warme Speisen von außerhalb in den Gastraum liefern lassen.
Ich kann mir die Anmerkung nicht verkneifen, daß ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, warum die Ausgabe von warmen Speisen verboten werden soll. Was hat das mit dem Rauchverbot bzw. der Aufhebung des Rauchverbots zu tun? Dies würde nur einen Sinn machen, wenn der Verzehr von warmen Speisen die Aufnahme von gesundheitlich schädlichen Stoffen beim Aktiv- und Passivrauchen fördern sollte. Wollen die Sesselfurzer im Landtag von Baden-Württemberg ernsthaft behaupten, es sei gesünder beim Rauchen eine kalte Frikadelle zu essen als eine heiße?

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Kommentare:
Wenns mit dem Rauchverbot nicht klappt, muß wenigstens ein Essverbot her!O heilige Einfalt.
Wird jemand in einem Lokal zum
Essen gezwungen?? Eine Retourkutsche von beleidigten Egos.
Michael Weber
 
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