Gastgewerbe Gedankensplitter



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Montag, Oktober 20, 2008

Der richtige Gast.

Jörg Meyer schreibt in seinem Beitrag "Marcelinos, ein sehr selbstkritischer Charles Schumann und warum es besser ist, nicht die BESTE Bar zu sein", in: Bitters Blog vom 20. Oktober 2008:
"Wichtig ist, das der Gast zufrieden das Lokal verlässt. Ebenso wichtig, das es der 'richtige' Gast war. Berichterstattung führt zu Gastrotourismus, ohne Sinn und Verstand. Es kommen Gäste, die von der Sache nichts verstehen, aber jetzt gelesen haben, das sie ein Lokal besuchen sollten."
Er illustriert dies mit einer netten Geschichte von sechs Damen, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

Ich fühlte mich an eine Debatte erinnert, die ich mit einem Beitrag "Ich will keine neuen Gäste" losgetreten habe.

Tatsächlich sind Gäste, die nicht zu einem Betrieb passen, insbesondere nicht zu den anderen Gästen, gefährlich. Wenn Hotels in touristischen Gebieten, die stark von Russen frequentiert werden, auf ihre "internationalen Gäste" hinweisen, wollen sie vermeiden, daß es zu Konflikten kommt, etwa bei der Schlacht am kalten Buffet. Wobei Destinationen mit zu vielen Deutschen mir persönlich auch zuwider sind. Gute Diskotheken nennen so etwas "Türpolitik" (siehe dazu: "Diskriminierung beim Eintritt in Diskothek"). Gutmenschelnde Politiker kapieren dies nicht und jammern über Diskriminierung, würden aber jeden Aso, der es wagt, sie in ihrer Bundestagskantine beim Saufen zu stören, am liebsten standrechtlich erschießen lassen.

Deshalb ist es wichtig, beim Marketing, aber auch bei der Öffentlichkeitsarbeit (sei es per Mundpropaganda, in der Presse oder in Online-Portalen und -Communities) darauf zu achten, daß möglichst ein Bild entsteht, das solche Gäste anlockt, die man kommen sehen will. Man sollte die Berichterstattung in den Medien und Online-Portalen forcieren, die von ihrer Zielgruppe gelesen werden, und in anderen Medien zu vermeiden suchen.

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