Gastgewerbe Gedankensplitter



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Montag, Oktober 06, 2008

Freiwilliges Rauchverbot ein Flop.

Anfang des Jahres 2008 hat die österreichische Weinhandels- und Gastrokette Wein & Co freiwillig ein Rauchverbot in ihren Räumen eingeführt. Dafür wurde sie von der österreichischen Ärztekammer für vorbildlichen Nichtraucherschutz ausgezeichnet. Wein & Co hat in Österreich 16 Filialen mit 120 Mitarbeitern. An fünf Standorten in Wien, Salzburg und Graz werden Bars betrieben, wo es auch Speisen gibt.

Doch es kommt, wie zu erwarten war: die rauchenden Gäste sind ausgeblieben und haben Wein & Co. bei gastronomischen Produkten einen Umsatzrückgang von rund 20 Prozent beschert (Quelle: "Rauchverbot in Lokalen: Wirte setzen auf Zeit" vom 2. Oktober 2008).

Die Mitarbeiter haben sich jetzt, motiviert auch durch deutlich weniger Trinkgeld, in einer Ur-Abstimmung für die Aufhebung des Rauchverbots ausgesprochen. Mehr dazu verrät Mario Scheuermann: "Rauchverbot aufgehoben".

Zum Hintergrund: Die große Koalition von ÖVP und SPÖ hat ein Nichtraucherschutzgesetz verabschiedet, das ab Januar 2009 gelten soll. Anders als in Deutschland gesteht man darin der kleinen Gastronomie Ausnahmen zu. Kleingaststätten unter 50 Quadratmetern entscheiden selbst, ob sie als Raucher- oder Nichtraucherlokal firmieren. Für Gastronomen mit mehreren Räumen gibt es die Möglichkeit, Rauchern separate Räume einzurichten. Beide Parteien wurden aber bei der Wahl am 28. September 2008 abgestraft, am selben Tag, an dem auch die CSU für ihr striktes Rauchverbot in der Gastronomie abgewatscht worden ist. In Bayern legten die FDP und die Freien Wähler stark zu, die sich beide gegen das Rauchverbot ausgesprochen. In Österreich gewannen die FPÖ und die BZÖ viele Stimmen. Beide österreichischen Parteien haben sich dafür ausgesprochen, es den Gastronomen selbst zu überlassen, ob in ihren Räumen geraucht werden darf oder nicht. Siehe dazu:

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