Gastgewerbe Gedankensplitter



« Home | Kunden fuer Partyservice-Auftraege gewinnen. » | Internet fuer europaeisches Gastgewerbe immer wich... » | Freiwilliges Rauchverbot ein Flop. » | BGH-Urteil zur Verguetungspflicht von PCs hat kein... » | Oeko-Test: Neumarkter Lammsbraeu Glutenfrei ist "s... » | Krimi-Lesungen bei Starbucks. » | Bloggertreffen waehrend Biofach 2009 und auf der N... » | Video ueber das Castlecamp. » | Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz: Rauchverbo... » | Spaete Einsicht. »


Dienstag, Oktober 07, 2008

Glutenfreies Catering.

Angebote für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen, religiöser Überzeugung oder aus ideologischen Gründen besondere und/oder besonders zubereitete Speisen und Getränke wünschen, wielohnen sich in der stationären Gastronomie nur, wenn im Einzugsgebiet ausreichend viele Gäste angesprochen werden können, die solche Speisen bevorzugen oder zumindest akzeptieren.

Beim Catering kann es anders aussehen:
  • Gastgeber wünschen möglicherweise ein in dieser Hinsicht besonderes Angebot, unabängig von den individuellen Präferenzen der Gäste, etwa weil ein Gastgeber auch seinen nichtjüdischen Gästen koschere Speisen und Getränke demonstrieren will.
  • Gäste mit besonderen Präferenzen kommen anläßlich eines Events zusammen.
Das Brauhaus Goldener Engel KG in Ingelheim hat schon einige Veranstaltungen mit komplett glutenfreien Produkten, Buffets für Veganer und auch Vegetarier gemacht. Das Brauhaus beschäftigt aber unter anderen auch einen Koch der eine Zusatzausbildung zum Diätkoch absolviert hat. Im stationären Betrieb wird hingegen kein glutenfreies Gericht ausgewiesen. Nach Meinung von Johannes Winkelser, der das Brauhaus zusammen mit seiner Frau Christina betreibt, wissen die betroffenen Gäste genau, was sie essen dürfen und was nicht.

Wolfgang Stöger hat im letzten Jahr einen Businessplan für die Zielgruppe jener Allergiker erstellt, welche normalerweise nicht in der herkömmlichen Gastronomie speisen können. Er hat mir mitgeteilt, daß nach amtlichen Statistiken bereits 10 Prozent der europäischen Bevölkerung an einer Glutenunverträglichkeit leiden - mit steigender Tendenz. Die Gäste würden üblicherweise nicht mehr nach glutenfreien Produkten in der Gastronomie fragen, da sie kaum in der Gastronomie erhältlich sind. Und selbst wenn sie erhältlich sind, der Gastronom selten dafür garantieren kann, da auch Spuren vom Klebereiweis schwer aus der Küche zu verbannen sind.

Er schreibt mir weiter:
"Bei den Speisen ist ein eigener Bereich für die Zubereitung der glutenfreien Produkte notwendig, sowie auch eigenes Kochgeschirr."
Seiner Meinung nach, ist der Bedarf definitiv vorhanden. Es gäbe auch Lieferanten, z.B. für die Herstellung von glutenfreiem Brot, glutenfreie Nudelprodukten, Pizzas und vieles mehr.

Erwähnenswert seien auch die positiven Erfahrungen, die Eltern von autistischen Kindern mit der gluten- und kaseinfreien Ernährung haben. Viele berichten über merkliche Verbesserungen der Symptomatik durch einen Verzicht auf Gluten und Kasein im Speiseplan - für den vorausschauenden Gastronom eine Zielgruppe die zu bedienen sich lohnt, vor allem im Hotelgeschäft.

Wolfgang Stöger ist bereit, seine Rechercheergebnisse gegen eine geringe Gebühr zur Verfügung zu stellen. Anfragen leite ich gerne an seine Adresse weiter.

Labels: ,