Gastgewerbe Gedankensplitter



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Sonntag, Oktober 12, 2008

Michael Dean.

Wer sich als Gastronom nicht mit einem Betrieb begnügen mag, hat zwei Möglichkeiten der Expansion:
  • Er dupliziert erfolgreiche Konzepte an weiteren Standorten.
  • Er entwickelt ein neues Konzept.
Beide Strategien haben Vor- und Nachteile. Nachteile der Duplizierung:
  • Standardisierte Konzepte funktionieren nicht überall.
  • Man findet keine Standorte, die dem Standort ähneln, an dem das Konzept bewiesen hat, daß es erfolgreich ist.
  • Man macht sich von einem Trend abhängig und wird durch unvorhersehbare Ereignisse überall getroffen. So haben Steak-Restaurants gelitten, als der Rinderwahn Thema gewesen ist.
Deshalb gibt es nicht wenige Gastronomen, die lieber für Standorte, die ihnen angeboten werden, passende Konzepte entwickeln. Dann können sie Standortfaktoren, die Geschichte des Gebäudes, aktuelle Trends usw. immer wieder neu berücksichtigen. Es gibt aber noch einen weiteren, sehr persönlichen Grund, immer wieder Neues zu wagen. Es macht einfach mehr Spaß.

Michael Dean aus Raleigh (North-Carolina) hat seit 1998 verschiedene gastronomische Konzepte entwickelt, die in der Holdung Rocky Top Hospitality zusammen gefaßt sind. Außerdem gibt es ein gemeinsame Catering, genannt Raleigh Catering. Seine Begründung:
"Dean's philosophy has always been that it’s more fun to introduce a whole new concept to the area rather than simply open another location, so chances are, when you hear about a new Rocky Top Hospitality restaurant, it will be just that."
Seine Konzepte:
  • "Michael Dean's", sein erster Betrieb, ein Holzofen- und Seefisch-Restaurant.
  • "170 Prime", ein Steakhouse.
  • "Bogart's American Grill, ein komfortables Grill-Restaurant im Retro-Stil.
  • "Hi5", eine Sportsbar mit Multimedia-Loungs mit für Sportbars ungewöhnlichen Speisen wie amerikanischen Tapas und Cheesburgern mit dem Fleisch von Kobe-Rindern.
  • "The twisted Fork", eine Bar mit eigener Bäckerei mit einem hohen Anteil von Ausser-Haus-Verkauf.
  • "Red Room", eine Tapas-Bar mit einem tiefen Wodka-Sortiment, einem DJ und Livemusik an Samstagen.
  • "The Mash House", eine Gasthausbrauerei mit einem Fokus auf Steaks und Fisch.
  • "The Dessert Bakery Raleigh", ein Konditoreicafé würde man dazu in good old Europe sagen. In den USA funktionieren solche singuläre Dessertkonzepte aber auch mit Desserts als "Hauptmahlzeit".
Interessant ist auch, daß er in seinen Gaststätten nicht nur sein eigenes Bier als Faßbier verkauft, sondern auch nationale Marken vom Faß ausschenkt. Siehe z.B. die Bierkarte des "Hi5", in der es neben drei Sorten Bier aus dem "Mash House" auch Sam Adams Seasonal, Bud Light, Yuengling, Blue Moon, Bass und Newcastle aus England und Guinness gibt. Das Flaschenbiersortiment ist mit fast 100 Soren sehr umfangreich bis hin zu den Spezialitäten der "Reserve List".

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