Gastgewerbe Gedankensplitter



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Freitag, Oktober 10, 2008

User entscheiden ueber Getraenkekarte.

Ein interessantes, um nicht zu sagen waghalsiges Experiment startet das Restaurant in Gründung Waku Waku (mehr darüber in meinem früheren Beitrag "Waku Waku". Die Gründer lassen ihre Website-Besucher darüber abstimmen, welches Getränk nicht gelistet werden soll: "Getränke, Getränke, Getränke - Was sagst Du!".

Sind sie verrückt? Mitnichten:
  • Sie müssen ja nicht unbedingt dem Votum folgen. Wobei man das durchaus machen kann, selbst wenn das Ergebnis überrascht und die Betreiber irritiert. Ein großer Schaden wird kurzfristig nicht eintreten. Wenn Gäste sich beschweren, weil es z.B. kein Cola gibt, kann man es ihnen erklären und kommt so ins Gespräch. Dies gilt zumindest für Getränke, die in Flaschen ausgeschenkt werden. Anders sieht es aus bei Getränken, die aus KEGs ausgeschenkt werden oder Maschinen erfordern (z.B. Kaffee). Dann sollteß das geplante, konzeptionelle Getränkesortiment schon eingeplant werden, bevor man die Theke und die Thekeneinrichtung plant, um teure Umbauten zu vermeiden.
  • Ein jedes gastronomisches Sortiment wird ohnehin der Nachfrage laufend angepasst. Getränkegruppen, die wenig gefragt sind, wird man reduzieren; Getränkegruppen, die angesagt sind, ausbauen.
  • Nach der Eröffnung wird ohnehin auf die wirklichen Gäste hören. Wenn nicht wenige Gäste nach Cola jammern, führt man es halt wieder ein.
  • Das wenig repräsentative Ergebnis der Besucherumfrage, bei dem man zudem nicht weiß, ob sie sich mit den wirklichen Gästen decken, ist sicherlich objektiv weniger nützlich als etwa die Auswertung von Verbraucherstatistiken oder Betriebsvergleichen. Aber es geht ja auch eher darum, das Interesse potentieller Gäste und der Medien zu wecken und Mundpropagandaeffeke zu erzielen. Wer würde nicht gerne eine Gaststätte besuchen, bei dessen Getränkekarte er - wenn auch nur per Voting - das Sortiment mitbestimmt hat?
Mehr zum Thema Getränkeauswahl:

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