Gastgewerbe Gedankensplitter



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Sonntag, November 02, 2008

Brauerei Bischofshof / Weltenburger uebernimmt Gottsmannsgruener.

Die Regensburger Brauerei Bishofshof, zu der auch die Marke und Weltenburg gehört, übernimmt zum 1. November 2008 75 Prozent der Gottsmannsgrüner Brauerei GmbH (vormals: v. Kochsche Brauerei GmbH & Co (Gottsmansgrüner Brauerei)) in Gottsmannsgrün, einem Teil der Gemeinde Berg. Der Brauereistandort soll erhalten bleibt. Überlegt wird die Abfüllung nach Regensburg zu verlagern: "Bischofshof stillt Durst auf Pils", in: Frankenpost vom 29. Oktober 2008.

Die Sortimente ergänzen sich ideal. Gottsmannsgrün ist vor allem für sein gutes Pils bekannt, auch wenn ihr Schwarzbier beim European Beer Star Award ausgezeichnet worden ist und man mit dem "Whiskey Bier" eine unfiltrierte Bierspezialität im Köcher hat, die auf Holz aus einer weltbekannten Destillerie reift und so sein ganz besonders Aroma gewinnt. Die Regensburger Stiftungsbrauerei hat mit den im Kloster Weltenburg gebrauten "Kloster Weltenberg Barock-Dunkel" und "Kloster Weltenburg Asam-Back" zwei auch international hervorragende Biere im Sortiment und ihren Schwerpunkt bei dunklen und Weißbieren. Siehe dazu auch meinen früheren Beitrag "Statt jammern exportieren".

Die Gottsmannsgrüner Brauerei profitierte nach der Wende von ihrer extremen Zonenrandlage. Anfangs konnte man die Nachfrage nur mit großen Kraftanstrengungen befriedigen, so rissen die Ostdeutschen Gottsmannsgrün ihr Pils aus den Händen. Verkauft wurde es vor allem in Thüringen und Sachsen, aber auch in Berlin. Nachdem die Ostdeutschen mittlerweile wieder mehr auf ihre eigenen vor Ort produzierten Marken stehen, ist der Absatz der Gottsmannsgrüner Brauerei auf nur noch 8.000 Hektoliter per anno und das Personal auf acht Mitarbeiter gesunken. Nun kann man mit 8.000 Hektolitern durchaus gutes Geld verdienen, dafür braucht man aber eher familiäre Kostenstrukturen.

Mehr über das "Brauereisterben".

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