Gastgewerbe Gedankensplitter



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Mittwoch, November 19, 2008

Spuerbare Konsumzurueckhaltung im Thueringer Hotel- und Gaststaettengewerbe.

Erfurt, 19. November 2008 / Das Gastgewerbe wurde im Oktober 2008 nach der Einschätzung der zurückliegenden Sommersaison und den Erwartungen für die bevorstehende Wintersaison befragt. Diese Befragung erfolgte deutschlandweit und wird in der Einzelauswertung auf die einzelnen Bundesländer herunter gebrochen.

Insgesamt kann eingeschätzt werden, dass die befragten Unternehmer im Thüringer Hotel- und Gaststättengewerbe die Lage der Branche für die vorangegangene Saison als besonders angespannt, in Bezug auf die Erträge, Umsatz und Gästezahlen/ Zimmerauslastung sehen. Die Ursachen hierfür liegen nach Einschätzungen der Unternehmer vor allem in der allgemeinen wirtschaftlichen Situation und der daraus folgenden Konsumzurückhaltung der Gäste, der kürzeren Verweildauer und dem Gästerückgang.

In der Hotellerie hat sich der positive Trend der weiteren Steigerung der Gästeankünfte- und Übernachtungen fortgesetzt. Allerdings ist der Umsatz leider weiter rückläufig. Nach Aussage der Unternehmer lässt sich der Umsatzrückgang vorrangig mit der Situation am Markt und der aktuellen Wettbewerbssituation begründen. Ferner sind insgesamt eine Verkürzung der Aufenthaltsdauer sowie ein gestiegenes Preis- und Qualitätsbewusstsein der Gäste zu beobachten.

Erdrückend für die Unternehmen im Gastgewerbe sind weiterhin die hohen Steuer- und Sozialabgaben, die gestiegenen Betriebskosten insbesondere aufgrund der exorbitant gestiegenen Energiepreise. Die Erträge werden dadurch immer geringer, da die enorme Kostenlast der Unternehmen aufgrund der Wettbewerbssituation nicht an den Gast weitergegeben werden kann.

Als klaren Nachteil auch im Rahmen des internationalen Wettbewerbs wird die Benachteiligung der Branche durch den für das Hotel- und Gaststättengewerbe erhobenen vollen Mehrwertsteuersatz gesehen. Hier wird die Forderung gegenüber der Politik formuliert, nicht länger der Branche die dringend notwendige Konjunkturspritze zu verweigern, wenn zeitgleich für andere Branchen Hilfefonds in Milliardenhöhe aufgelegt und Bürgschaften gegeben werden.

Daraus schlussfolgernd wird bei den Investitionen weiter ernsthaft darüber nachgedacht und im Zweifel eher gespart, weil auch die Finanzierung in unserer Branche aufgrund der Eigenkapitalschwäche und der Finanzmarktlage schwieriger geworden ist. Die Arbeitsplätze jedoch sollen auf dem aktuellen Niveau und weitestgehend erhalten bleiben.

Die Aussichten auf die kommende Wintersaison, vor allem in den Gastronomiebetrieben, verheißen leider nach Einschätzung der Unternehmer keine deutliche Besserung der Lage. Die überwiegende Zahl der befragten Gastronomen erwartet für die kommende Saison eher sinkende Gästezahlen. Dies spiegelt sich auch deutlich in den negativen Ertrags- und Umsatzerwartungen wider.

(Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Thüringen).

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