Gastgewerbe Gedankensplitter



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Freitag, November 14, 2008

TessaNova oder Grinsekatze.

Das Restaurant "TessaNova" in Leipzig oder das Restaurant "Grinsekatze" in München - welches der beiden Existenzgründungsprojekte der VOX-Doku-Soap "Mein Restaurant" wird heute Abend nach der Zuschauerabstimmung, die am Dienstag abgeschlossen worden ist, schließen müssen?

Wenn man die Häufigkeit, mit der nach beiden Restaurants bei Google gesucht wird, als Indikator nimmt, bleibt die "Grinsekatze" im Spiel. Siehe dazu eine vergleichende Statistik von Google Trends.

Ich bin mir aber nicht sicher, ob es wirklich so kommt. Ist wirklich die Qualität des gastronomischen Konzepts ausschlaggebend für Sieg und Niederlage? Spielen nicht auch Emotionen, die die Existenzgründerpärchen wecken, und der Wettbewerb zwischen den Standortregionen beim Zuschauer-Voting eine große Rolle? Die Größe der Region München könnte deshalb der "Grinsekatze" zum Vorteil gereichen.

Für das "TessaNova" in Leipzig spricht, daß dieses familienfreundliche Familienrestaurant eine Art Abstimmung über die Familienfreundlichkeit in unserer Gesellschaft provoziert.

Zugleich stimulieren die Existenzgründer in allen Betrieben einen Wettbewerb der Standortregionen. Vermutlich ist dies auch von VOX beabsichtigt. Dafür spricht, daß die fünf Teilnehmerpärchen schön über Deutschland verteilt worden sind: Hamburg, Köln, München, Berlin und Leipzig. So generiert man eher ein größeres Zuschauerinteresse im gesamten Ausstrahlungsgebiet, als wenn man fünf Bewerber etwa nur in München gegeneinander hätte antreten lassen.

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Kommentare:
Die Entscheidung welches Restaurant jetzt schliessen muss, fiel wohl sehr typisch für Deutschland aus.Ich hätte gedacht, das auch wir inzwischen familienfreundlichkeit zu schätzen wissen!Da habe ich unserem Volk wohl diesbezüglich zu viel zugetraut!!!Oder waren alle nur geimpft von den ersten Worten der Jury...."das ist eine totale Scheiss Idee.....".....Und so schliessen die mit dem besten Konzept, die endlich mal hätten ein Zeichen setzen können.......es leben die Schiki-Miki Buden und der vorrangige Kapitalismus!Bravo!!!
 
Diese Entscheidung allein auf Familienfreundlichkeit Deutschlands zu redzieren, halte ich für kurzsichtig. Zahlreiche Faktoren, ob nun irrational oder nicht, haben hier zusammengespielt. Bei einer solchen Medienveranstaltung auch noch über ein Mehr oder ein Weniger an Kapitalismus zu diskutieren, ist unnötig, da sich hier (wenn überhaupt) nur graduelle Unterschiede finden lassen.
 
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