Gastgewerbe Gedankensplitter



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Freitag, November 07, 2008

The Vanishing Newspaper.

Meine letztes Inserat in einer Zeitung habe ich im August 2003 geschaltet, also vor über fünf Jahren. Eine Brauerei, deren Bier wir zum ersten Mal als "Bier des Monats" ausgeschenkt haben, wollte, daß wird dies per Inserat in unserer regionalen Tageszeitung verkünden, und hat, nachdem ich gezögert habe, weil Zeitungsinserate für unsere stammgästeorientierte Gaststätte nichts bringen, die Kosten übernommen.

2004 ist das Buch "The Vanishing Newspaper: Saving Journalism in the Information Age" erschienen. Darin prognostiziert Prof. Philip Meyer, Professor für Journalismus an der School of Journalism and Mass Communication der University of North Carolina in Chapel Hill, daß in nicht allzu ferner Zukunft es keine auf Papier gedruckte Zeitungen mehr geben werde. Und da bislang noch kein Geschäftsmodell existiert, das online teure Journalisten erlaubt, würde die Qualität journalistischer Inhalte sinken. Eine Alternative könnte sein, daß Stiftungen oder der Staat Qualitätsjournalismus finanzieren, etwa analog des Modells des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und Fernsehen.

Er geht aus von der Beobachtung, daß seit mehr als 30 Jahren Zeitungen Leser verlieren. Das Internet sei nur die letzte Technologie einer langen Serie, die den Zeitungen das Massenpublikum raube. Immer kleinere Gruppen würden immer speziellere Informationen nachfragen. Kern der Presse wären nicht mehr Informationen oder Nachrichten, sondern Meinungsmache bei sozialen und kommerziellen Themen.
Siehe dazu auch: "'Gemetzel unter den westlichen Medien'", in: Neue Züricher Zeitung vom 7. Oktober 2008.

Was ergibt sich daraus für das Gastgewerbe:
  • die Preise für Werbung in Zeitungen sinken. Man kann diesen Trend unterstützen und hart verhandeln. In den meisten Fällen sind Öffentlichkeitsarbeit und Internetmarketing ohnehin kostengünstiger und zielführender.
  • Zeitungen suchen händeringend nach lokalen Inhalten. Sie betteln geradezu nach Stories. Schreiben Sie welche!
  • Journalisten geht es auch finanziell immer schlechter. Stillen Sie Ihren Hunger und Durst nicht nur nach Informationen.

Kommentare:
Kleine Korrektur:
vanishing statt vanashing bitte!
 
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