Gastgewerbe Gedankensplitter



« Home | Zahlenmenue 2008: Die wichtigsten Fakten vom Foods... » | Bierreise auf Google Earth. » | EU will Gluehlampen verbieten. » | Mein Restaurant: Finale. » | Hotel Zur Hammerschmiede's Weblog. » | Die Kehrseite des Web 2.0. » | Donau Tourismus 2.0. » | Domaingrabbing bei einer Betriebsuebernahme. » | Uebernahme der Gmeiner-Fachbuchreihe durch die KSB... » | Café im Kunstverein, Frankfurt am Main. »


Freitag, Dezember 19, 2008

Abnehmende Messebeteiligung von Fernsehbrauereien.

Rolf Zamponi und Melanie Wassink beklagen die geringe Beteiligung von Brauereien auf der Hamberger Internorga vom 13. bis 18. März 2008: "Brauereien zeigen der Internorga die Rote Karte", in: Hamburger Abendblatt vom 19. Dezember 2008.

Nicht mehr vertreten seien neben der Radeberger Gruppe auch die Warsteiner Gruppe, die Krombacher Brauerei, Veltins und InBev. Vertreten seien aber weiterhin als Hamburger Brauerei die Holsten-Brauerei (Teil der Carlsberg-Gruppe).

Einen Trend zu einer geringeren Beteiligung von Fernsehbrauereien an den Gastronomie-Fachmessen konnte ich auch bei anderen Regionalmessen beobachten. Die Gründe sind einleuchtend, aber auch selbst verschuldet. Statt interessante Inhalte zu bieten, bietet man nur Freibier und Kontakte zu den Aussendienstmitarbeitern, die man ohnehin schon kennt. Bei Fachmessen, bei denen auch Publikum geduldet oder gar gezielt angelockt wird, schütten sich dann Schulklassen gelangweilt zu. Innovationen sind ohnehin selten und so bin ich sogar schon einmal über einen Brauereimessestand gestolpert, auf dem voller Stolz ein neuer Bierkasten vorgestellt wird und das auf einer Gastromesse, so als ob wir Bier in der Regel kastenweise verkaufen würden.

Besser macht es z.B. die Biofach mit einem Beer Tasting oder die Handwerkskammer für Oberfranken mit einer Bierverkostung auf der Münchener Handwerksmesse 2003 oder die Brau Beviale mit dem European Beer Star Award.

Der Rückzug von den Gastromessen ist nur ein weiterer Beleg dafür, daß die deutschen Brauereien nicht bereit sind, die Notwendigkeit eines generischen Biermarketings zu akzeptieren. Wahrscheinlich müssen sie erst so unter Druck geraten wie Anheuser-Busch in den USA seitens der micro breweries. Anheuser-Busch hat notgedrungen eine Website Here's to beer online stellen müssen, in dem man auf vordergründige Markenwerbung verzichtet und stattdessen fachliche Inhalte wie Sortenkunde oder Kulinarisches zum Produkt Bier offeriert.

Labels: , , ,