Gastgewerbe Gedankensplitter



« Home | Bezeichnung als "Dummschwaetzer" nicht zwingend ei... » | Sklaverei in der Gastronomie Deutschlands. » | Arbeitsbeschaffungsmassnahme. » | Baumarkt-Artikel bei Amazon. » | Welche Rechte Gaeste haben. » | St. Oskar. » | FBMA Region West tagt im Kloster. » | Weihnachtszeit, Zeit des Gänsebratens. » | Fast-Journalismus. » | Alsfelder Bio-Landbiere. »


Dienstag, Dezember 30, 2008

Anschubfinanzierung durch Vorauszahlungen von Gaesten.

In meinem Artikel "Finanzielle Hilfen" weise ich darauf hin, daß besondere solche Finanzierungen interessant snd, die potentielle und wirkliche Gäste an der Finanzierung beteiligen. Diese Formen gehen davon aus, daß die Art und Weise der Finanzierung dazu führt, daß diese Geldgeber als Stammgäste an das Objekt gebunden werden. Im Anschluß erläutere ich denkbare Formen.

Finanzielle Hilfen von Gästen können auch beim Turn-Around helfen, also dem Versuch, eine finanzielle Krise zu bewältigen. So etwas ist in der Gastronomie wenig üblich. Aber man kann durchaus Vorausahlungen verlangen:
  • bei Reservierungen
  • für Gutscheine, welche die Einladenden an die Gäste verteilen, etwa beim Oktoberfest.
  • Oder man kurbelt den Absatz von Gutscheinen durch Rabatte an.
Burkhard Schneider schildert in seinem Beitrag "Mit der essbaren Aktie wurde die Anschubfinanzierung vom Slow Imbiss in Berlin realisiert", in: Best Practice Business vom 30. Dezember 2008, wie der Existenzgründer Hans-Georg Schmid seinen Slow-Imbiss in der Prenzlauer Allee in Berlin teilweise finanziert hat, indem er Gutscheine an Gäste verkauft hat.

Eine Co-Finanzierung gastronomischer Betriebe durch Vorauszahlungen von Gästen ist sicherlich nicht ganz so einfach, weil man darüber mit vielen Menschen kommunzieren muß, statt wenige Gespräche mit Finanziers, Banken und Lieferanten (Brauereien, Kaffeelieferanten, Getränkefachgroßhändlern usw.) zu führen. Man kommt darüber bereits in der Planungs- und Voreröffnungsphase ins Gespräch mit potentiellen Gästen.

Aber man sollte aufpassen, daß man sein Konzept nicht verwässert, den Betrieb all zu sehr auf die Geldgeber ausrichtet, statt auf solche Menschen, die den Betrieb später besuchen sollen. Nicht jeder, der Geld hat, paßt zum gastronomischen Konzept. Für den laufenden Betrieb und die laufenden Einnahmen wichtiger als die Geldgeber sind solche Gäste, die den Betrieb rege nutzen werden, auch wenn sie sich nicht finanziell engagieren können oder wollen. Ein lehrreiches Beispiel, wie man es nicht machen sollte: "Goyas Ende".

Labels: ,