Gastgewerbe Gedankensplitter



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Donnerstag, Dezember 04, 2008

Deutsche blicken pessimistisch in die Zukunft.

Stuttgart, 04. Dezember 2008. Angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise geht die Mehrheit der Deutschen davon aus, dass sich die Wirtschaftslage in Deutschland im kommenden Jahr verschlechtern wird, jeder fünfte sieht sogar den eigenen Arbeitsplatz gefährdet. Dementsprechend wollen die Verbraucher auf größere Anschaffungen verzichten und vermehrt bei Discountern einkaufen. Das sind Ergebnisse einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young. Basis der Studie ist eine repräsentative Umfrage unter 3.000 Verbrauchern.

Inflation und unsichere Wirtschaftslage führen zu einer spürbaren Veränderung des Einkaufsverhaltens der Deutschen: Zwei von drei Verbrauchern achten stärker auf den Preis und auf Sonderangebote, 45 Prozent kaufen häufiger bei Discountern ein, jeder fünfte legt mehr Geld zurück.
"Gewinner sind vor allem Discounter und Anbieter im Niedrigpreissegment"
folgert Peter Schommer, Partner bei Ernst & Young. Vor allem Familien mit Kindern und Personen mit niedrigen bis mittleren Einkommen wollen insgesamt den Gürtel enger schnallen und kaufen verstärkt bei Discountern ein. Immerhin: Die Hälfte der Befragten will dennoch nicht auf gelegentlichen Luxus verzichten.

Große Anschaffungen wie Autokauf werden besonders häufig vertagt (44 Prozent), jeder dritte verzichtet häufiger auf den Restaurantbesuch. Am Urlaub will ebenfalls jeder dritte Befragte sparen.

Derzeit sei die Lage noch deutlich besser als die Stimmung, gibt Thomas Harms, Partner bei Ernst & Young, zu bedenken und warnt vor übertriebenem Pessimismus.
"Ob es tatsächlich zu dem von vielen befürchteten heftigen Konjunktureinbruch kommt, hängt letztlich von jedem Einzelnen und seinem Konsumverhalten ab."
Wenn aus Sorge vor einer Wirtschaftskrise Unternehmen und Verbraucher Investitionen und Konsum in großem Umfang reduzieren, sei ein Konjunktureinbruch tatsächlich sehr wahrscheinlich.
"Man kann eine Krise auch herbeireden – zurzeit findet genau das statt"
stellt Harms fest.

Lebensstandard gesunken

Fast die Hälfte der Deutschen ist der Meinung, dass ihr Lebensstandard in den vergangenen zehn Jahren gesunken ist - nur jeder vierte sieht eine Verbesserung seines Lebensstandards. Vor allem ältere Personen beklagen eine Verschlechterung ihrer Situation.
"Obwohl die Arbeitslosigkeit in den vergangenen Jahren deutlich zurück ging und die Wirtschaft florierte, haben viele Menschen in Deutschland das Gefühl, dass sie sich weniger leisten können"
so Harms.

Die Verbraucher stellen sich auf schwierigere Zeiten ein: 61 Prozent der Befragten erwarten, dass sich die Wirtschaftslage in Deutschland im kommenden Jahr verschlechtern wird. Dementsprechend zurückhaltend sind die Prognosen für die eigene Situation im Jahr 2009: Knapp jeder Dritte geht von einer Verschlechterung seiner eigenen wirtschaftlichen Lage aus, nur jeder Fünfte erwartet eine Verbesserung.

Gutverdiener machen sich kaum Sorgen um ihren Arbeitsplatz

Angesichts der schwachen Entwicklung der Wirtschaft befürchten relativ viele Menschen den Verlust ihres Arbeitsplatzes: Jeder fünfte Befragte ist der Meinung, dass sein Arbeitsplatz eher unsicher oder sogar sehr unsicher ist.
"Die Finanzkrise ist zu einer realen Wirtschaftskrise geworden, die die Industrie mit großer Wucht getroffen hat - die Arbeitnehmer stellen sich darauf ein, dass dies auch Auswirkungen auf die Beschäftigung haben wird"
stellt Schommer fest. Die größten Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen sich Geringverdiener und Singles sowie kinderlose Paare. Fast jeder dritte Arbeitnehmer mit einem Haushaltseinkommen von unter 25.000 Euro sieht seinen Arbeitsplatz gefährdet – von den Personen, die über mehr als 50.000 Euro verfügen können, ist nur jeder dreizehnte über die Sicherheit seines Arbeitsplatzes besorgt.

Sie haben die Möglichkeit, die Studie als Download (PDF - 204 KB, 17 Seiten) zu lesen.

(Quelle: Pressemitteilung der Ernst & Young AG).

Anmerkung: Auffällig in den Ergebnissen der Studie sind die extremen Unterschiede in den Bundesländern.

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