Gastgewerbe Gedankensplitter



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Sonntag, Dezember 21, 2008

Drogenbeauftragte zieht Schwanz ein.

Angesichts heftiger Kritik (auch von mir: "Die selbst ernannte Koordinatorin der Arbeit aller Bundesressorts will Wein und Bier massiv verteuern") an der Schnapsidee, Wein und Bier durch höhere Steuern massiv zu verteuern, zieht Sabine Bätzing, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, den Schwanz ein: "Bätzing rudert bei Alkoholsteuer zurück", in: Financial Times Deutschland vom 21. Dezember 2008.

Weil die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing behauptet, das Aktionsprogrmm Alkoholprävention enthalte keine Forderung nach einer Steuererhöhung für alkoholische Getränke, zitiere ich zur Dokumentation aus der umstrittenen Studie ("Empfehlungen für nationale Aktionsprogramme zur Alkoholprävention" (PDF) vom 9. Juni 2008, das ganze Kapitel "Alkoholkonsum durch Preisgestaltung reduzieren":
"Deutschland verfügt im europäischen Vergleich über niedrige Steuersätze für Alkohol. So entsprechen die Sätze für Wein und Bier gerade den EU-Minimalsteuersätzen oder liegen nur leicht darüer (Bier), so dass in der Konsequenz auch die Einzelhandelspreise im europäischen Vergleich relativ niedrig sind. Dies trägt auch dazu bei, dass Alkohol für die meisten Menschen - insbesondere auch für Jugendliche - leicht verfügbar sind.

Maßnahmen zur Preisregulierung über Steuererhöhung können einen unmittelbaren und relevanten Effekt auf die Senkung des Alkoholkonsums ausüben. So führte das Alkopopsteuergesetz aus dem Jahre 2004 in Deutschland bereits im Folgejahr zu einem beträchtlichen Rückgang des Alkopop-Verkaufs.

Es zeigte sich allerdings, daß eine auf eine bestimmte Getränkeart beschränkte Sondersteuer eine Reduzierung der Konsummenge pro Kopf nur vorübergehend bewirkt. Jugendliche nutzen die Möglichkeit, auf andere alkoholische Getränke zurückzugreifen, wenn deren Preise nicht gleichermaßen angehoben werden."

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Kommentare:
"Es zeigte sich allerdings, daß eine auf eine bestimmte Getränkeart beschränkte Sondersteuer eine Reduzierung der Konsummenge pro Kopf nur vorübergehend bewirkt. Jugendliche nutzen die Möglichkeit, auf andere alkoholische Getränke zurückzugreifen, wenn deren Preise nicht gleichermaßen angehoben werden."

Frau Bätzing, muss man ein Studium gemacht haben, um das vorauszusehen? Da hilft nur Prohibition.
Wann kommt die Steuer auf Ihrem geliebten Organgensaft, Frau Bätzing, der doch sicher nicht CO2-neutral produziert und eingeführt wird?
 
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