Gastgewerbe Gedankensplitter



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Montag, Dezember 22, 2008

Erwartungen von Hotelgaesten im Jahr 2008.

(Berlin, 17. Dezember 2008) Im Jahr 2009 stehen die Kriterien der Deutschen Hotelklassifizierung erneut auf dem Prüfstand. Wie schon in den Jahren 1998 und 2003 befragte vor diesem Hintergrund das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) und erstmals auch des Fachverbandes Hotellerie Österreich mehr als 1.300 Gäste zu ihren Erwartungen an Hotels der unterschiedlichen Sternekategorien. Die Ergebnisse dieser repräsentativen Umfrage liegen jetzt vor.

Unter dem Titel "Die Erwartungen der Hotelgäste 2008" gibt die mehr als 700 Seiten umfassende Studie detailliert Auskunft über die Bedürfnisse der Gäste, ihre Bewertung einzelner Angebote und über ihre Ansprüche an die einzelnen Sternekategorien.
"Wer seine Gästestruktur kennt, kann ein indi-viduelles Anforderungsprofil für sein Haus herauslesen"
erklärt Helmut Otto, Vorsitzender des zuständigen Ausschusses Hotelklassifizierung.

Wie in den vorangegangen Parallel-Studien aus den Jahren 1998 und 2003 liegen die Merkmale, die zu den Kernkompetenzen von Hotels zählen, wie
  • "Dusche/Bad und WC" (Platz 1),
  • "Ruhiges Schlafen" (Platz 2) und
  • "Frühstücksbuffet" (Platz 3),
weiter auf den Top-Positionen des Rankings der Gästeerwartungen. Die Ausstattungsmerkmale
  • "Fernseher auf dem Zimmer" (Platz 4),
  • "Zimmergröße" (Platz 5) sowie die
  • "Äußere Erscheinung" (Platz 6)
werden von den Hotelbesuchern darüber hinaus als besonders wichtig angesehen.

Die größten Veränderungen gab es bei den Kriterien rund um das Thema Wohlfühlen/Freizeit. So kletterte das "Hallenbad/beheizte Freibad" von Platz 13 auf Platz 9. Der Punkt "Sauna/Dampfbad" rückte um fünf Plätze von Rang 24 auf 19 vor. Die Bedeutung von Wellness-Angeboten allgemein stieg sogar um elf Plätze – von Platz 33 auf Platz 22. Auch das Vorhanden-sein von Nichtraucherzimmern gewann weiter an Gewicht: 2003 noch auf Platz 16, finden sich die Nichtraucherzimmer heute auf Platz 11 der Rang-liste wieder.

Damit die Sterne der Deutschen Hotelklassifizierung ihren Glanz nicht verlieren, wird der Ausschuss Hotelklassifizierung im Januar 2009 erstmals mit den Konsequenzen für die Kriterienfortschreibung – übrigens erstmals in enger Abstimmung mit den Kolleginnen und Kollegen aus Österreich und der Schweiz – befassen. Zum 1. Januar 2010, so der ehrgeizige Fahrplan, sollen die überarbeiteten Kriterien dann in Kraft treten.
"Mit einschneidenden Veränderungen werden die klassifizierten Hotelbetriebe wohl eher nicht rechnen müssen"
so Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des federführenden Hotelverbandes Deutschland (IHA), in einer ersten vorsichtigen Einschätzung. Ohne das Ergebnis der Beratungen vorweg nehmen zu wollen, sieht er durch die TNS Infratest-Studie den auf der Grundlage der Befragung im Jahr 2003 eingeschlagenen Weg zur verstärkten Integration der "Softskills" und des Qualitätsmanagements grundsätzlich bestätigt.

Die regelmäßige Anpassung der Kriterien für die Sternevergabe an die Erwartungen und die Bedürfnisse der Gäste gilt als wesentlicher Grund für den Erfolg der Hotelklassifizierung, der sich inzwischen bundesweit fast 8.000 Hotels angeschlossen haben.
"Nicht zuletzt deshalb, weil neben der persönlichen Empfehlung die Zahl der Sterne nach Deutscher Hotelklassifizierung zum entscheidenden Kriterium für die Hotelwahl geworden ist"
verweist Helmut Otto auf die Resultate der repräsentativen TNS Infratest-Befragung 2008.

Unter dem Titel "Die Erwartungen der Hotelgäste 2008" ist die neue TNS Infratest-Studie zu den Gästeerwartungen auf CD-ROM für jedermann erhältlich. Die Studie kostet 117,00 Euro, klassifizierte Betriebe zahlen nur 86,00 Euro für die CD-ROM (jeweils zzgl. Mehrwertsteuer). Die Studie kann über die Agentur Elbgraphen per Fax an 040/38 62 92 08 oder via E-Mail an info@elbgraphen.de bestellt werden. Ein Bestellformular steht auch im Internet unter www.hotelsterne.de zum Download bereit.

Hintergrund

Nach Vorläufersystemen in Bayern, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz hat der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) im Herbst 1996 mit dem Markenprodukt Deutsche Hotelklassifizierung das erste bundesweit einheitliche Klassifizierungssystem eingeführt. Bis heute erfolgt diese Klassifizierung auf freiwilliger Basis, so dass jeder Betrieb selbst entscheiden kann, ob er sich am Verfahren beteiligen möchte. Die Hotelsterne bieten Privat- wie Geschäftsreisenden Transparenz und Sicherheit. Längst sind die Sterne dabei zum begehrten Markenzeichen geworden. Gegenwärtig nehmen 7.614 Betriebe an der Deutschen Hotelklassifizierung teil. Die meisten klassifizierten Betriebe befinden sich in Bayern (1.773) und Baden-Württemberg (1.122). Die Verteilung der Hotels über die international üblichen fünf Sternekategorien entspricht wie bei einer freiwilligen Hotelklassifizierung nicht anders zu erwarten einer Gaußschen Normalverteilung mit einem deutlichen Schwerpunkt im 3-Sterne-Segment:

KategorieAnzahlAnteil
1 Stern841,1%
2 Sterne773 10,2%
3 Sterne4.508 59,2%
4 Sterne2.108 27,7%
5 Sterne141 1,9%
SUMME7.614 100%

Stand: 1. Juli 2008

Alle Informationen und Statistiken zur Hotelklassifizierung sind im Internet unter www.hotelsterne.de abrufbar.

(Quelle: Pressemitteilung des DEHOGA Bundesverbandes).

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