Gastgewerbe Gedankensplitter



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Donnerstag, Dezember 18, 2008

EU will Gluehlampen verbieten.

Die EU will die klassischen Glühbirnen verbieten: "Tage der Glühbirne sind gezählt", in: Handelsblatt vom 18. Juni 2008.

Meines Erachtens wäre das ein Fehler. Es gibt immer noch keine adäquate Alternative zum Licht einer Glühbirne. Auch bei "warmweißen" Sparlampen-Modellen wird der Lichteindruck durch ein anderes Lichtspektrum erzeugt als bei Glühlampen. Mehr dazu: "Glühlampe contra Energiesparlamp", in: Newsletter 04/2008 des österreichischen Insituts für Licht und Farbe.

Deshalb sollte es zumindest für die Gastronomie zulässig sein, weiterhin im Gastraum Glühbirnen zu verwenden. Notfalls kaufen wir uns das Zeug halt außerhalb der EU ein. Fast-Food-Unternehmen können in ihren Gasträumen leichter auf Glühbirnen verzichten, denn sie legen es geradezu auf eine hohe Gästefrequenz an, also daß Gäste schnell wieder verschwinden.

Politisch steht hinter dieser Initiative eine unheilige Allianz von Umweltschützern und Herstellern von Energiesparlampen wie Philipps und der Siemens-Tochter Osram. Beide verdienen mittlerweile kein bzw. nur noch wenig Geld mit Glühbirnen wegen der Konkurrenz von außerhalb der EU und wollen sich mit Energiesparlampen höhere Profite sichern. In Europa müssten 3,7 Milliarden herkömmliche Glühbirnen ersetzt werden. Der behauptete ökologische Vorteil ist zweifelhaft, weil die größeren ökologischen Nachteile der Herstellung und der Entsorgung von Energiesparlampen bei Vergleichen nicht angemessen berücksichtigt werden.

Siehe dazu auch ein Plädoyer für die Glühbirne: "Der Gegenspieler der Sonne", in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 17. Dezember 2008.