Gastgewerbe Gedankensplitter



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Mittwoch, Dezember 24, 2008

Fast-Journalismus.

"Abgespeist" von Gottfried Knapp, in: Süddeutsche Zeitung vom 24. Dezember 2008 und eine Widerlegung von Dr. Benedikt Köhler: "Die Süddeutsche Zeitung - eine plumpe Kreation", in: molekularkueche vom 24. Dezember 2008.

Siehe dazu auch meinen früheren Beitrag: "McDonald's kulinarisch betrachtet".

Man könnte in dem kritisierten Artikel in der Süddeutschen Zeitung noch mehr bemängeln. Z.B. heißt es darin:
"Bei McDonald's frisst der Kunde also aus der Hand."
Dazu möchte ich sagen:
  • Wieso läßt ausgerechnet einem Autor, der kulturbeflissen daher kommt, die Kinderstube vermissen, in der man lernt, daß Menschen essen und Tiere fressen?
  • Historisch gesehen ist selten mit Messer und Gabel gegessen worden und ohnehin nur in einem Teil der Welt. In vielen Kulturen wird seit jeher mit den Händen gegessen. Mehr als doppelt soviel essen mit Stäbchen statt mit Messer und Gabel. Mehr dazu: "Messer, Gabel, Schere, Licht, fehl'n in vielen Kuechen nicht".
Weiter schreibt Guido Knapp:
"Saucen unterscheiden sich bei McD weniger durch ihren Geschmack als durch ihre Farbe."
Über Geschmack kann man nur begrenzt streiten. Doch der Ketchup, der Senf, die Saucen und Dressings sowie die Gurken, die McDonald's in Deutschland verwendet, stammen von Develey, einem Hersteller, dessen Produkte in vielen Gastroküchen verwendet werden, ohne daß sie dort von den Gästen in dieser abfälligen Weise bewertet werden.

Zur Entschuldigung von Guido Knapp muß man aber sagen, daß er, als er in diesem Herbst von der Bayerischen Akademie der Schönen Künst die Hausenstein-Ehrung erhalten hat, als Kunstkritiker und Architektur­experte gelobt worden ist. Es gibt demnach Themengebiete, von denen er etwas versteht. Wobei es nicht unbedingt für die Süddeutsche Zeitung spricht, wenn sie ihn über kulinarische Themen schreiben läßt.