Gastgewerbe Gedankensplitter



« Home | Getraenkekarten-Beratung. » | Held Vodka. » | Gluehbier. » | Decken statt Heizstrahler. » | Trotz Rechtsunsicherheit Bussgeldbescheide verhaen... » | Google Friend Connect. » | Die bayerische FDP mimt Ypsilanti. » | Kaffee essen. » | Kampagne gegen hoehere Biersteuern in Grossbritann... » | Brauerei-Videos. »


Dienstag, Dezember 09, 2008

Im Kaffeehaus ueber das Bloggen reden.

Robert Basic, ein mir ans Herz gewachsener Frankfurter Blogger, der mit seinem Blog Basic Thinking mehr Leser erreicht als alle anderen deutsch sprachigen Blogger und sich insoweit auch vor Redaktionen mit zahlreichen Journalisten nicht zu verstecken braucht, hat gestern geschrieben:
"Ab nächsten Dienstag sitze ich einmal die Woche am Nachmittag in einem Frankfurter Cafe und werde jedem zur Verfügung stehen, der Fragen rund ums Bloggen hat. Das Cafe werde ich mir raussuchen (WLAN-Access…), wird wohl sicher auch wechseln. Location und Uhrzeit werde ich am Sonntag bekanntgeben."
Sagen wir es mal so: Wenn meine Bamberger Gaststätte in Frankfurt ihren Standort hätte, wäre es die preiswerteste Werbung, um nicht zu sagen ein Schnäppchen, Robert Basic wenigstens zum Essen und Trinken einzuladen.

Im Kaffeehaus sitzend, seinen Geschäften nachgehen, hat eine lange Tradition. Ein Kommentator zu Robert Basics gestrigen Beitrag hat darauf hingewiesen, daß Martin Roell, einer der ersten deutschen Blogger, der sich mittlerweile dem Coaching verschrieben hat, früher schon gerne Cafetermine angeboten hat, also die Möglichkeit, ohne Voranmeldung ihn zu besuchen und mit ihm zu reden. Aber bereits viel früher waren das Café Hawelka in Wien, das Café Gerbeaud in Budapest, das Café Slavia in Prag, um nur drei berühmte Beispiele für Kaffeehäuser zu nennen, Wohnzimmer und Zufluchtsort in einem. Die Ober nahmen Anrufe oder Post für ihre Stammgäste entgegen, und Peter Altenberg, der berühmte Wiener Kaffeehaus-Literat der Jahrhundertwende, gab das Café Central sogar als seine Adresse an. Vom luxuriösen Café New York in Budapest heißt es, der Komponist Ferenc Molnár hätte den Türschlüssel in die Donau geworfen, damit das Café für seine Gäste immer geöffnet hätte. Im Kaffeehaus wurde Politik gemacht, Literaturgeschichte geschrieben, gelacht, geschimpft und natürlich auch gegessen und getrunken.

Gregor J. Rottfuss hat diese Idee weiter gesponnen: "Das Kaffeehaus als Buero".

Labels: