Gastgewerbe Gedankensplitter



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Donnerstag, Dezember 25, 2008

St. Oskar.

Über Weihnachten ist der heilige Geist in Oskar Lafontaine gefahren. Vielleicht hat er auch einfach nur zuviel getrunken. Sein jüngster Vorschlag ist, die Pendlerpauschale bar auszuzahlen: "Lafontaine will das Steuersystem revolutionieren", in: Die Welt vom 25. Dezember 2008.

Vermutlich hat der Oberökonom schlichtweg den Unterschied zwischen einem Betrag, der das steuerpflichtige Einkommen rechnerisch mindert, und einer Komponente des Bruttolohns nicht verstanden.

Wenn er konsequent wäre, müßte er auch andere Werbungskosten bar erstatten lassen wollen. Dies könnte den Staat noch teurer kommen. Ersetzen müsste er dann auch unter anderem neben den Kosten für Fahrten vom Wohn- und Arbeitsort:
  • die Kosten der doppelten Haushaltsführung
  • Bewerbungskosten
  • Kosten für Arbeits- und Dienstbekleidung
  • Kosten für Arbeitsmittel, z.B. (Fachliteratur, Werkzeuge, Bürobedarf)
  • Kosten für ein Arbeitszimmer und dessen Ausstattung, falls der der Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit ist.
  • Beiträge zu Berufsverbänden
  • Prozesskosten bei Verfahren vor dem Arbeitsgericht
  • die berufliche Haftpflichtversicherung und der berufliche Anteil an einer Rechtsschutzversicherung sowie der berufliche Anteil an einer Unfallversicherung (pauschal sind die Beiträge zu 1/2 den Werbungskosten zuzurechnen).
  • Fortbildungskosten, soweit nicht vom Arbeitgeber erstattet.
  • Kontoführungsgebühren, soweit erhoben (pauschal 16 € pro Jahr für beruflich veranlasste Buchungen, mittels Belegen höher absetzbar)
  • Internet, falls es beruflich gebraucht wird.
Von den Werbungskosten bei den Einkunftsarten Kapitaleinkünfte und Vermietungseinkünfte (Schuldzinsen und Abschreibungen!) ganz zu schweigen.

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