Gastgewerbe Gedankensplitter



Mittwoch, April 30, 2008

Eine Frage des Anstands.

"Es ist eine Frage des Anstands und des guten Benehmens, auf den Einsatz von Werbeblockern zu verzichten."
Dieses Zitat hat Martin Oetting bei n-tv ausgegraben: "Zitat des Tages", in: Connected Marketing vom 30. April 2008.

Es ist zweifelsfrei auch unanständig und unmoralisch:
  • Fernsehsendungen, die durch Werbung unterbrochen werden, aufzuzeichnen und die Werbespots zu überspringen,
  • Kinositzplätze erst zu Beginn des Hauptfilms einzunehmen,
  • sich Dauerwerbesendungen wie Fußballübertragungen nicht anzuschauen.
  • im Wald spazieren zu gehen statt Schaufenster zu bummeln.

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Nullmeldung.

Wie treibt man einen Arbeitgeber in den Wahnsinn?
"Wird ausschließlich nur eine Mitarbeiterin - die sich in Mutterschutz befindet - geringfügig beschäftigt, muss der Arbeitgeber für die Monate, für die kein Entgelt gezahlt aber das Beschäftigungsverhältnis arbeitsrechtlich fortgeführt wird, einen Beitragsnachweis mit "0" einreichen."
Gefunden im Minijob-Newsletter - Nr. 2/2008 - 30. April 2008 der Minijob-Zentrale.

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Winzer 2.0.

Deutschlands Weinmacher verschlafen das Web 2.0. Diese provokante These des Weinreporters erregt derzeit im Drink Tank und bei twitter die Gemüter: "Web-Schlafmützen" von Mario Scheuermann.

In der Gastronomie sieht es überwiegend nicht besser aus. So sind zum Beispiel in Bamberg nur zehn Gastronomen und Gastronomie-Mitarbeiter Mitglieder von Xing, obwohl Bamberg über 400 gastronomische Betriebe hat, als Weltkulturerbestadt und Hauptstadt des Bieres eine touristische Destination mit hohem Besucheraufkommen ist und dank der Bamberger Universität voller Menschen, die das Internet nutzen. Siehe dazu auch: "Lohnt sich eine Webpräsenz für ein gastronomisches Unternehmen?".

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Auswirkungen des Rauchverbots auf das Ausgehverhalten.

Michael Stickel und Katrin Rechthaler haben in einer mit sehr gut benoteten Betriebswirt-Arbeit "Auswirkungen des Landesnichtrauchergesetzes auf die Gastronomie - Analyse über das Ausgehverhalten von Rauchern und Nichtrauchern seit dem Inkrafttreten am 1. August 2007" an der Reutlinger Fachschule für Betriebswirtschaft die Auswirkungen des Landesnichtrauchergesetzes untersucht. 500 Menschen in Kneipen in Reutlingen und Weitingen, in einem Baumarkt in Metzingen, an der Fachhochschule in Kehl und an der Uni Tübingen wurden in der Zeit von September 2007, also vor Inkraftreten des gesetzlichen Rauchverbots in Baden-Württemberg, bis März 2008, also nach dem Inkrafttreten, 20 Fragen gestellt.

Die Ergebnisse:
  • Nichtraucher fühlen sich zwar in rauchfreien Wirtschaften wohler, deswegen gehen sie aber nicht häufiger aus.
  • Raucher bleiben eher daheim. Sie laden lieber Freunde nach Hause ein oder suchen sich Wirtschaften, in denen es Raucherräume gibt.
  • Mehr Essen oder Getränke werden durch das Rauchverbot nicht konsumiert.
  • Man lernt beim Rauchen mehr Menschen kennen.
Mehr darüber: "'Komm, wir rauchen eine!'" von Volker Schmied, in: Neckar-Chronik vom 30. April 2008.

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Dienstag, April 29, 2008

Geldbeutel weg.

Groß war die Aufregung in einer Gasthausbrauerei im Bamberger Landkreis, als eine Bedienung - ausgerechnet am Abend eines Bockbieranstichs mit Hunderten von Gästen - bemerkt hat, daß sie ihren prall gefüllten Geldbeutel irgendwo an einem Tisch vergessen hat. Leichenblaß lief sie durch die Reihen auf der Suche nach ihrem Beutel. Gottseidank hatte sie ihn am Tisch von ehrlichen Stammgästen vergessen, die ihr den Geldbeutel sofort zurück gegeben haben. Da war aber eine Runde fällig!

Weniger erfreulich ist eine Episode im Landkreis Freising am 13. November 2007 ausgegangen. Im Pressebericht der Polizei Bayern Direktion Erding liest sich das so:
"Zechpreller stiehlt Bedienungsgeldbeutel

Freising. Als eine 24-jährige Hotelfachfrau aus Geroldsbach am Montag, 12.11.2007 gegen 20.00 Uhr in einem Lokal in der Dr.-von-Daller-Straße ihren Bedienungsgeldbeutel nur für wenige Minuten unbeobachtet an der Theke liegengelassen hatte, um aus der Küche eine Bestellung zu holen, wurde dieser gestohlen. Die Geschädigte und ihre Kollegin haben einen ca. 50-jährigen Gast, der bereits um 17.00 Uhr das Lokal aufsuchte in Verdacht, dass Portmonee entwendet zu haben. Als sie aus der Küche zurück kam war auch er verschwunden, jedoch ohne seine Zeche in Höhe von 33,60 Euro bezahlt zu haben. Der korpulente, ca. 170 cm große Gast mit Vollbart und Brille hatte den Angestellten recht mitteilungsfreudig erzählt, dass er ein 'Freiherr' wäre und das letzte Wochenende in einem Hotel am Flughafen verbracht hätte. Außerdem rühmte er sich, der Keyboarder eines bekannten Schweizer Sängers zu sein. Wie sich bei der Anzeigenaufnahme jedoch herausstellte, waren seine Erzählungen lediglich Prahlerei. Das einzig wahre an seiner Geschichte war, dass er tatsächlich ein Hotel am Flughafen besucht hatte. Auch dort hatte er eine Zeche in Höhe von 50,-- Euro nicht bezahlt."

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Gastro Online Award (GOA) 2008: Die Gewinner.

Heute morgen wurden die Gewinner des Gastro Online Awards (GOA) 2008 bekannt gegeben: "Das sind die Gewinner!", in: Restaurant-Kritik.de vom 29. April 2008.

Eine Jury, der ich angehörte, bestimmte aus einer Vielzahl eingereichter Bewerber 30 Restaurant-Websites, aus denen dann anschließend via Publikumswahl der Sieger gekürt wurde. Hierbei wurden 623 Stimmen abgegeben.

Platz 1 ging an die Website des Restaurants Visione in Kaiserslautern. Das Visione ist ein Gastro-Projekt, dass sich der Integration behinderter Menschen verpflichtet. Deshalb verfügt die Website auch über ansonsten eher selten festzustellende Barrierefreiheit. Positiv sind mir auch die Suchfunktion und eine Rubrik mit Neuigkeiten aufgefallen.

Die weiteren Gewinner.

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Nicht ganz so clever.

In Paragraph 8 des Gaststättengesetzes heißt es:
"Die Erlaubnis erlischt, wenn der Inhaber den Betrieb nicht innerhalb eines Jahres nach Erteilung der Erlaubnis begonnen oder seit einem Jahr nicht mehr ausgeübt hat. Die Fristen können verlängert werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt."
Sinn dieser Regelung ist es, Betriebe, die längere Zeit geruht haben, z.B. weil sie nicht verpachtet werden konnten, vor Erteilung einer Gaststättenkonzession erneut prüfen zu können und nicht zu letzt noch einmal Gebühren zugunsten der Gemeindekasse zu schinden. Wenn eine Gaststätte längere Zeit nicht betrieben worden ist, kann es in der Zwischenzeit zu Änderungen der Bestimmungen gekommen sein. Bei einer "normalen" Neukonzessionierung z.B. nach einem Pächterwechsel ohne Umbau und Änderung der Nutzungsart werden üblicherweise bestehende Konzessionen einfach auf den neuen Betreiber umgeschrieben, ohne das Objekt selbst erneut zu überprüfen. Schließlich ist es den Kontrolleuren aus unterjährigen Kontrollen ohnehin gut bekannt.

In der öffentlichen Debatte um das gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie wurde wiederholt von Ordnungsamtsleitern aber auch von Verfechtern dieses Rauchverbots behauptet, Gaststätten, die zu einem Raucherclub mutieren, würden riskieren, nach einem Jahr ihre Konzession zu verlieren.

Das Münchener Kreisverwaltungsreferat galt zumindest unter der Leitung von Dr. Peter Gauweiler, den die CSU mittlerweile in die hinteren Bänke des Bundestags entsorgt hat, als überaus scharf, aber auch als grenzwertig clever. Es ist schwer, in solche Fußstapfen zu treten.

Wilfried Blume-Beyerle, aktueller Kreisverwaltungsreferent der Stadt München, wurde in der ZDF Heute-Sendung vom Sonntag mit den Worten zitiert:
"Per definitionem muss eine Gaststätte öffentlich zugänglich sein, und wenn man eben einen Club ohne öffentliche Zugänglichkeit über längere Zeit hat, dann ist es in der Tat keine Gaststätte mehr und er verliert seine Konzession."
Das klngt gegenüber der Süddeutschen Zeitung schon ganz anders ("Rauch ohne Feuer", in: Süddeutsche Zeitung vom 28. April 2008):
"Am Montag ließ Blume-Beyerle auf SZ-Anfrage wissen, dass dies alles nicht so gemeint gewesen sei. Er könne sich nicht mehr so genau an die Reporter-Frage und seine Antwort erinnern, in jedem Fall aber habe er nur die Rechtslage erläutern wollen. Danach, so Blume-Beyerle, erlischt eine Gaststätten-Konzession, wenn der Wirt über ein Jahr lang keinen Gebrauch von dieser Erlaubnis macht, also nicht jedermann den Zugang ermöglicht. Dies aber treffe auf die in München infolge des Rauchverbots gegründeten Clubs nicht zu."

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Gastgewerbe-Marketing per Twitter.

Testweise habe ich mir auch mal einen Twitter-Account zugelegt: twitter.com/abseits. Aber zugegeben: Ich weiß noch nicht, was ich damit machen könnte - außer rumzuspielen. Falls Sie nicht einmal wissen, was "Twitter" ist, hilft Ihnen Martin Recke weiter: "Was ist Twitter?", in: Fischmarkt vom 23. August 2007. Wenn Sie sich mit Twitter versuchen wollen, bietet Ihnen das "Das deutsche Twitter-Handbuch" von Oliver Ueberholz eine Einführung in die Benutzung.

In ihrer Einführung zu einem Artikel von Jeremiah Owyan ("7 Ways Marketers Can Use Twitter", in: MarketingProfs Daily Fix vom 9. Dezember 2007) nennt Ann Handley sieben Einsatzmöglichkeiten:
  • die Reichweite von Blogs erweitern. Zum Beispiel hat Matthias Metze vom Viva-Vino Biowein Blog während der Biofach 2008 in Nürnberg und der Prowein 2008 in Düsseldorf per Twitter Kurzmeldungen verschickt. Sein Twitter-Account: twitter.com/MatthiasM.
  • als Verkäufer Sonderangebote verkünden. Ähnlich wie Dell und Amazon ("Blue-light specials") könnte man als Gastronom zum Beispiel kurzfristige Angebote machen, um freie Kapazitäten zu füllen oder Produkte, die weg müssen, Stammgästen zu offerieren, so wie das einige schon per SMS machen. Dafür ist aber sicherlich eine größere Verbreitung von Twitter erforderlich.
  • Blogs oder Websites schneller aktualisieren. Dafür bindet man den Inhalt seines Twitter-Accounts auf der Website bzw. im Blog ein. Andererseits kann man etwa bei Blogger.com bereits Beiträge per E-Mail veröffentlichen, was genauso schnell geht.
  • Twitter--Beiträge anderer Twitterer abonnieren und selbst abonniert werden ("followers"). Man kann eine Art Fan-Gemeinde bilden, gewinnt z.B. einen Überblick über Stammgäste oder Interessenten/Teilnehmer einer bestimmten Veranstaltung. Dabei muß die Kommunikation nicht einseitig bleiben, denn Twitter erlaubt Kommentare.
  • Geschäfte ankurbeln, etwa neue Gäste gewinnen. Man profitiert dabei von der Präsenz in der wachsenden Twitter-Szene.
  • Aktualisierung von Konferenzen und anderen Veranstaltungen. Als Veranstalter kann man die Besucher auf dem Laufenden halten.
  • Das persönliche Netzwerks auf dem Laufenden halten. In ähnlicher Weise nutzen z.B. einige Discjockeys Gruppen von StudiVZ.

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Montag, April 28, 2008

Regionales Veranstaltungsportal Frankentipps.

Zur Zeit teste ich das regionale Veranstaltungsportal Frankentipps.de von Klaus Wolfrum in Erlangen. Ich bewerbe damit eine Veranstaltung von uns, den Feierhof, der im Rahmen der Bamberger Sandkerwa vom 21. bis 25. August 2008 im Innenhof von Schloß Geyerswörth in der Bamberger Altstadt stattfindet.

Die Einstellung und Pflege der Daten, Beschreibungstexte und von bis zu vier Bildern je Veranstaltung ist für die Veranstalter komfortabel gestaltet. Neue Veranstaltung werden von der Redaktion moderiert (überprüft und freigegeben). Neue Veranstaltungsorte können selbst eingestellt werden. Um Doppelarbeiten zu vermeiden, kann man die auf diesem Portal eingstellten Veranstaltungen auf der eigenen Website einbinden. Das kann dann z.B. so aussehen:


Das Aussehen läßt sich an das Design der Website des Veranstalters anpassen.
Beeindruckt bin ich von der Funktionalität dieses Veranstaltungsportals. Unter anderem erhält man wöchentlich Statistikreports, die man als Veranstalter auch online einsehen kann, in denen die Anzahl der Aufrufe der beworbenen Veranstaltung, die Anzahl der externen Klicks zur verlinkten Website des Veranstalters bzw. der Veranstaltung und die Klickrate berichtet werden. Dafür daß unsere Veranstaltung erst in vier Monaten stattfindet, wird schon erstaunlich viel Traffic generiert. Ich habe unsere fünftägige Veranstaltung als fünf Events eingetragen. Jede der fünf Konzerte wurde in zehn Tagen zwischen 39mal und 144mal aufgerufen und zwischen 15mal und 32mal geklickt.

Woraus resultiert dieser hohe Traffic?
  • Das Veranstaltungsportal hat eine große regionale Reichweite. Das Portal selbst wurde im März 2008 von weit über 170.000 Nutzern besucht (doppelt so häufig wie im Vorjahresmonat) und wird im April 2008 auf über 200.000 Nutzer monatlich wachsen.
  • Der hohe Traffic wird unterstützt durch die Möglichkeiten, den Inhalt zu syndizieren. Jornalisten sowie Redaktionen von z.B. Tageszeitungen und Stadtmagazinen bietet Frankentipps.de die Möglichkeit, Veranstaltungen von Frankentipps.de einschließlich Veranstaltungsbeschreibung, Terminen und Zeiten für eigene Veröffentlichungen zu übernehmen. Websites können den Tagestipp oder einen Veranstaltungskalender einbinden. Internetangeboten aus Franken wie z.B. Online-Stadtmagazinen, Stadt-/ Regionalportalen und Internetangeboten von Lokalzeitungen bietet Frankentipps.de vielfältige Möglichkeiten einer Medienkooperation.
  • Frankentipps.de verzichtet auf Werbung und andere Inhalte und konzentriert sich stattdessen auf die Präsentation der eingetragenen Veranstaltung. Die Finanzierung erfolgt durch Gebühren, die von den Veranstaltern erhoben werden.
  • Die Darstellung der Internetadresse der veranstaltereigenen Veranstaltungsbeschreibung wurde verbessert, um mehr Traffic auf den Websites der Veranstalter zu generieren.
  • Das Veranstaltungsportal Frankentipps.de informiert nicht über alle Veranstaltungen in der Region sondern konzentriert sich auf die Veranstaltungen der Veranstalter, die Gebühren entrichten.
  • Die Anzahl der Veranstalter, die Frankentipps.de bereits nutzen wächst stetig.

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Sonntag, April 27, 2008

Profi-tabel bietet ein neues Full-Service-Dienstleistungspaket für den Um- und Neubau von inhabergefuehrten Hotels an.

Stuttgart. Betriebskosten einsparen, Aufwand reduzieren und trotzdem ein Hotel erfolgreich neu- oder umbauen. Um das zu ermöglichen, bietet Profi-tabel Resultants als einziges Unternehmen der Branche ein qualifiziertes Full-Service-Dienstleistungspaket an. Dieses umfasst von der Planung über die Beschaffung bis hin zur Prozesssteuerung eine Reihe von Aufgaben, die der Bauherr oder Kunde gezielt auslagern kann. Die Kompetenz der erfahrenen Stuttgarter Unternehmensberater überzeugte auch das Management des neuen Hotel Empire Riverside in Hamburg.

Wer schon mal ein Hotel gebaut hat, weiß wie mühsam es ist, die vielen Schritte und Aufgaben zu koordinieren: Gewerke auszuschreiben, die Liefertermine und den Einbau mit beteiligten Firmen abzustimmen und vor allem darauf zu achten, dass der Kostenrahmen eingehalten wird. Schnell kann der Um- oder Neubau für Hoteliers, Gastronomen, Entwickler und Architekten zur Planungs- und Kostenfalle werden. Mit dem neuen Dienstleistungsangebot von Profi-tabel erhalten Auftraggeber mehr Sicherheit in allen Projektphasen. Dabei arbeiten die Fachplaner wie eine ausgelagerte Abteilung nach strengen Effizienzkriterien. Dazu gehören beispielsweise die Planung von Küche, Gastronomie und Bar, das komplette Beschaffungsmanagement im FFE-Bereich (Furniture, Fixtures und Equipment), wie auch die gesamte Prozesssteuerung. Auch die Planung und Umsetzung der Inneneinrichtung ist Teil des Profi-tabel Service Pakets. Einmalig ist, dass das neue Konzept alle Leistungen aus einer Hand bietet. Es gibt nur noch einen Ansprechpartner.

Erfolgreich genutzt hat diesen Full-Service beispielsweise das neue Empire Riverside Hotel in Hamburg. Bauherr Andreas Fraatz hat schon während der Bauphase die Gesamtplanung und Steuerung von Gastronomie und Ausstattung in die Hand der erfahrenen Gastronomie-Unternehmensberatung Profi-tabel gelegt.

Das "Outsourcing" brachte für Hamburgs neues Lifestyle-Hotel eine Menge Vorteile: Aufwändige Abstimmungen mit Lieferanten, das Controlling und auch das Qualitätsmanagement entfielen ganz. Damit war eine enorme Zeit- und Kostenersparnis verbunden, da alles bis ins Detail geplant war.
"Für uns lief alles reibungslos und ich konnte mich auf meine eigentlichen Aufgaben konzentrieren"
so Fraatz. Mit Profi-tabel hatte das Hotel einen Partner im Boot, der sich in der Branche auskennt und der den Bedarf inklusive des Budgets für ein Haus dieser Größenordnung genau kalkulieren kann. "Schlüsselfertig" wurden so die 328 Zimmer, die vier gastronomischen Bereiche, die Küche und die Lobby inklusive des ganzen Kleininventars in Betrieb genommen ebenso der Ausbau des gesamten Back-of-the-House.

(Quelle: Pressemitteilung von Profi-tabel).

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Schnitzelriese, Burgwindheim.

Auf den Trend XXL Food setzt auch das neue Restaurant "Schnitzelriese" in Burgwindheim in der Nähe von Bamberg. Es wird am 30. April 2008 offiziell eröffnet. Am Abend davor findet die inoffizielle Eröffnung für geladene Gäste statt. Am 1. Mai wird dann die Gartensaison eröffnet. Alle Schnitzelvariationen gibt es in den Größen normal (250 Gramm), XL (500 Gramm) und XXL (1000 Gramm).

Das "Schnitzelparadies" bekommt im Herbst eine grandiose PR. Denn im September 2008 wird es Austragungsort des täglichen Lifestyle-Magazins "Deine Chance! 3 Bewerber - 1 Job" des Fernsehsenders Prosieben. Gesucht wird ein Auszubildender für den Ausbildungsberuf Koch.

Prosieben schreibt darüber:
"In jeder Folge kämpfen drei junge Menschen um einen begehrten Lehrvertrag in ihrem Traumberuf. Dabei müssen sie sich in der für sie neuen Berufswelt beweisen. Sie erleben Erfolg und Niederlage, Freundschaft und Feindschaft, Glück und Leid.

Drei Bewerber kämpfen um einen Ausbildungsplatz, doch nur einer gewinnt. Die Konkurrenz ist hart - für zwei von ihnen zu hart. Es gilt seinen Job ordentlich zu machen, die Chefs zufrieden zu stellen und sich von seiner besten Seite zu zeigen. Nur wer in allen Disziplinen punktet, bekommt den Lehrvertrag. Wie schlagen sich die drei angesichts ihrer Konkurrenten? Wie verstehen sie sich mit dem Chef? Wann wird der Mitstreiter zum schlimmsten Feind im Rennen um die begehrte Stelle? Diese Fragen stellt "Deine Chance!" in jeder Folge der neuen täglichen Doku-Soap auf ProSieben."

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Wenig Europaeisches beim World Beer Cup.

Die Gewinner des diesjährigen World Beer Cup haben wir schon vorgestellt: "Wolrd Beer Cup 2008: Die Gewinner".

Bierpapst Conrad Seidl, der als Juror dabei war, hat sich in seinem Blog zum Abschneiden europäischer Brauereien beim World Beer Cup geäußert: "Wenig Europäisches beim World Beer Cup" vom 20. April 2008.

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Die Kochprofis auf dem Campingplatz.

Am Montag, 28. April 2008, zeigt der Fernsehsender RTL2 in der Zeit von 20.15 Uhr bis 21.15 Uhr eine weitere Folge von "Die Kochprofis - Einsatz am Herd". In dieser Episode kümmern sich die "Kochprofis" um das Restaurant "Campino" auf dem Hegau Bodensee Campingplatz in Tengen.

Die Campingplatz-Pächter Astrid und Ueli haben vor kurzem das Restaurant übernommen. Der Eröffnungsabend gab Anlaß zu Klagen:
  • Das Essen schmeckt nicht.
  • Der Service läuft nicht rund. Getränke werden vergessen, hinter der Theke herrscht Unordnung.
  • Die Gerichte gehen zu spät raus.
  • Gäste beschweren sich.
  • Die Kinderkarte kommt nicht an.
Zur Bildergalerie.

Samstag, April 26, 2008

Gastro Power Letter.

Die Unternehmensberaterin und Autorin Franziska Schumacher (Gastropower), die Floristin und Referentin Sabine Merz und der Layouter und Werber Dirk Busch haben die vierte Ausgabe ihres kostenlosen Newsletters Gastro Power Letter Ausgabe 2/2008 (PDF) vom April 2008 online gestellt. Themen dieser Ausgabe sind unter anderem "schlanke Produkte" wie etwa eine freie Beilagenauswahl in Restaurants, wertschätzende Kommunikation mit Mitarbeitern und Gästen, Strategien für Familienbetriebe, Gestaltungstipps für "Hobby-Layouter" und Farb- und Dekotrends in der Gastronomie.

Alternativ zum kostenlosen Download kann man sich den Newsletter auch als Printausgabe zum Sammeln zuschicken lassen (für 4,99 EUR zzgl. 2,– EUR Porto).

Lokal werben mit Google Adwords.

Wenn man sich die neben stehenden Abbildung einer Google Adwords-Anzeige anschaut, könnte man meinen, ich sei für unser Bamberger Café Abseits größenwahnsinnig geworden. Was haben wir unter solchen anderen Werbetreibenden zu suchen? Diese Anzeige ist erschienen, als ich mir die Seite "Kaffeehaus des Jahres 2008" der österreichischen Fachzeitung Gast.at angeschaut habe.

Das Geheimnis liegt im "Regional Targeting". Wenn man Anzeigen im Anzeigennetzwerk Google Adwords schaltet, kann man den Raum begrenzen, wo sie Usern angezeigt werden. So mag eine Anzeige für das Bamberger Café Abseits zwar durchaus erscheinen, wenn man eine österreichische Zeitung online liest, aber halt nur, wenn man - so meine Option - im Umkreis von 35 Kilomater um unseren Standort ins Internet geht. Dabei läßt sich das Zielgebiet vielfältig begrenzen:
  • auf eine Zielregion
  • auf einen Umkreis um einen Kartenpunkt
  • auf eine benutzerdefinierten Zielregion auf einer Karte. Darunter ist ein nicht kreisförmiges Zielgebiet zu verstehen, daß durch beliebige Eckpunkte auf einer Landkarte definiert wird.
  • Man kann auch ein Gebiet in einer ausgewählten Zielregion ausschließen. Z.B. wenn man nicht am eigenen Heimatort, sondern nur im Umland werben möchte.
Mehr darüber: "Ausrichtung von Anzeigen auf Zielregionen".

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Wiener Kaffeehaus des Jahres 2008.

Das österreichische Magazin LiVe und die Fachzeitschrift Café-Journal hatten zur Wahl des Kaffeehauses des Jahres in fünf Kategorien aufgerufen. Im Rahmen der Messe "Alles für den Gast – Wien" beteiligten sich am Wiener Kaffeehaustag mehr als 1.000 LiVe-Leser. Gesamtsieger wurde das Café Landtmann. Die Ergebnisse im Einzelnen:

Sieger der Kaffeehauswahl 2008

Kategorie: Traditionelles Wiener Café
1.Platz: Café Landtmann
2.Platz: Café Prückel
3.Platz: Café Sperl

Kategorie: Szene
1.Platz: Café Hawelka
2.Platz: Kunsthalle Wien
3.Platz: Bar Italia

Kategorie: Frühstücks-Hit
1.Platz: Café Blaustern
2.Platz: Café Landtmann
3.Platz: Café Deli

Kategorie: Stammcafé im Grätzl
1.Platz: Café Weimar
2.Platz: Café Dommayer
3.Platz: Café Falk

Siehe dazu: "Kaffeehaus des Jahres 2008", in: Café-Journal vom 24. April 2008.

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Freitag, April 25, 2008

Biershop Bamberg.

Mit Unterstützung der Bamberger Brauereien Schlenkerla, Mahr, Spezial, Fässla und Keesmann haben Florian Heß und Ralf Lade aus Merkendorf den Onlineshop Biershop-Bamberg.de eröffnet. Merkendorf ist ein Dorf und ein Ortsteil der Gemeinde Memmelsdorf am Rande der Fränkischen Schweiz unweit von Bamberg. Online bestellbar sind Biere von Brauereien aus der Stadt Bamberg sowie der beiden Merkendorfer Brauereien Hummel und Wagner.

Im Angebot sind z.B. Sixpacks, Geschenksets mit zwei Flaschen und einem Bierglas, Partyfässer und vieles mehr, je nach dem Angebot der Brauereien. Für alle diejenigen, die fränkische Biere noch nicht kennen, sind besonders die Packages aus 12 oder 24 unter- oder obergärigen Bieren mehrerer Brauereien zu empfehlen. Damit macht man Bierliebhabern eine besondere Freude, nicht nur zum Geburtstag, auch zum Vatertag oder Muttertag und Weihnachten. Mein Tipp ist der Bamberger-Bier-24-Mix mit 24 verschiedenen Bieren. Die Mischung wird je nach Verfügbarkeit variiert.

Da ich als Wahl-Bamberger und Liebhaber fränkischer Biere dem Projekt zugetan bin, würde ich mich darüber freuen, wenn Sie nicht nur etwas bestellen, sondern sich den Online-Shop auch einmal unter dem Aspekt anschauen, was man noch besser machen könnte. Ein paar Verbesserungsvorschläge habe ich schon gemacht, die auch umgesetzt worden sind

Siehe zu dem Thema Online-Bier-Shops auch meine früheren Beiträge sowie ein paar exemplarische Links zu Online-Shops mit Bieren anderer Bierregionen:

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Hotels: Mit Kaffeespezialitaeten wird mehr Geld verdient.

Hamburg, 25. April 2008. In Kaffeespezialitäten steckt der Gewinn. In der Hotellerie wird mit den immer beliebteren Heißgetränken wie Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato eine anständige Marge eingefahren. Während in Mittelklasse-Hotels (drei Sterne) die Tasse Cappuccino durchschnittlich 2,13 Euro kostet, können Tophotels (vier und fünf Sterne) dafür 2,41 bzw. 3,46 Euro verlangen. Die durchschnittlichen Spitzenpreise für Espresso in der First-Class- und Luxushotellerie betragen 2,20 bzw. 2,71 Euro. Dies geht aus einer Studie des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert Deutschland hervor. Für die Untersuchung "Bedeutung von Kaffeespezialitäten in Hotellerie und Gastronomie" wurden Ende vergangenen Jahres 2.300 Betriebe befragt. Bei Latte Macchiato werden Höchstpreis erzielt: In Luxushotels kostet ein Glas der Kaffeespezialität durchschnittlich 3,58 Euro, fast doppelt soviel wie in Economy-Hotels. In First-Class-Häusern wird noch im Durchschnitt 2,64 Euro für eine Latte berechnet.
"Drei von vier Hotelbetrieben servieren regelmäßig Kaffeespezialitäten wie Espresso oder Milchkaffee"
sagt Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert Deutschland.
"Cappuccino wird sogar von über 80 Prozent der Hotels angeboten, dagegen die aufwändiger herzustellende Latte Macchiato nur von rund 65 Prozent der Häuser."
Auch in der gehobenen Gastronomie (A la carte-Restaurants) spielen aufwändige Kaffeespezialitäten eine größere Rolle als das "Arbeitspferd Filterkaffee". Speise-orientierte Gastrobetriebe schenken sogar mehr Espresso (94%) und Milchkaffee (89%) aus als gefilterten Bohnenkaffee (75%).

Grundsätzlich gilt in der Gastronomie: Je kostspieliger ein Lokal desto höher auch der Kaffeepreis. In der mittleren Preisklasse (Gästebon von acht bis zwölf Euro) wird eine Tasse Filterkaffee mit durchschnittlich 1,60 Euro berechnet. In der Topgastronomie (Gästebon von über 30 Euro) kostet die Tasse Kaffee dann im Schnitt 2,27 Euro.
"Mit dem gastronomischen Anspruch steigen auch die Ausstattungsmerkmale bei Kaffeeporzellan und zusätzlichen Services wie ein Glas Wasser und eine Etagère mit feinen Süßigkeiten"
so Lambracht.

Kaffee ist nach wie vor das meist konsumierte Getränk Deutschlands. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch lag zuletzt bei 146 Litern im Jahr (Quelle: Deutscher Kaffeeverband). Zum Vergleich: Der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier betrug zuletzt nur noch 112,5 Liter im Jahr. Deutschland ist weltweit der drittgrößte Kaffeemarkt nach USA und Brasilien. Selbst im Espresso-Land Nr. 1 Italien wird zehn Prozent weniger Kaffee getrunken.

Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift "Wissen und machen!". Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

(Quelle: Pressemitteilung von CHD Expert).

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Verwaltungsgericht Schleswig: Rauchverbot in Eck-Kneipen ohne Angestellte.

24. April 2008. In Eck-Kneipen ohne Angestellte darf vorläufig geraucht werden. Das hat das Schleswig-Holsteinische Verwaltungsgericht gestern in einem Eilverfahren entschieden.

Antragstellerinnen des Verfahrens waren vier Lübecker Gastwirtinnen von typischen "Stammkneipen". Sie können in ihren Lokalen keinen separaten Raucherraum einrichten, weil die räumlichen Voraussetzungen nicht gegeben sind. Bislang hatten sich die Gastwirtinnen strikt an das seit Jahresbeginn geltende Nichtraucherschutzgesetz gehalten. Dadurch hätten sie viele Stammgäste verloren und seien mittlerweile nach drei Monaten in einer existentiell bedrohlichen wirtschaftlichen Notlage.

Das Gericht hat verfassungsrechtliche Bedenken am Nichtraucherschutzgesetz geäußert, weil das Gesetz keine Ausnahmeregelung für solche Gaststätten vorsieht, die keinen getrennten Raucherbereich in ihren Betrieben einrichten können und daher gezwungen sind, das Rauchen vollständig zu untersagen. Das Gericht folgte damit den u.a. vom Landesverfassungsgerichthof Rheinland-Pfalz zum dortigen gleich gelagerten Nichtraucherschutzgesetz erhobenen Bedenken.

Zur Abwendung schwerer wirtschaftlicher Nachteile hat das Gericht durch den Beschluss vorläufig bis zu einer Entscheidung eines Verfassungsgerichts über diese Frage das Rauchen in diesen Gaststätten zugelassen.

Dies gilt jedoch nur für Gaststätten, in denen keine Arbeitnehmer beschäftigt sind. Diese können sich nämlich - anders als nichtrauchende Gäste - den gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht entziehen. Hier überwiegen die überragenden Belange des mit dem Gesetz bezweckten Gesundheitsschutzes, den das Gericht respektierte.

Gegen den Beschluss vom 22. April 2008 (Az. 12 B 13/08) ist die Beschwerde zum Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgericht möglich.

(Quelle: Pressemitteilung des Schleswig-Holsteinische Verwaltungsgerichts).

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Tips, das Rauchverbot in Nordrhein-Westfalen auszutricksen.

Thomas Kolaric, Rechtsanwalt und Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands Nordrhein, gab jetzt den Krefelder Gastwirten Tipps, wie sie die umsatzschwächenden Auswirkungen des Nichtraucherschutzgesetzes minimieren können: "Tricks beim Rauchverbot", in: RP online vom 25. April 2008.

Das gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie ist in allen Bundesländern im Détail unterschiedlich geregelt. Deshalb lassen sich erfolgreiche Tricks aus anderen Bundesländern, das Rauchverbot zu umgehen, nicht immer und nicht immer genauso im eigenen Bundesland anwenden.

So wird der Begriff "geschlossene Gesellschaft" in Bayern anders interpretiert wie in Nordrhein-Westfalen. In Nordrhein-Westfalen erlaubt das Gesetz das Rauchen bei geschlossenen Gesellschaften nur für solche geschlossene Gesellschaften, die sich nicht regelmäßig treffen. Also muss man nach Anlässen für geschlossene Gesellschaften suchen, die nicht regelmäßig anfallen, wie z.B. Jubiläen, Geburtstage, Verlobungen, Trauungen, Beerdigungen, Abitur und andere Prüfungen jeglicher Art usw. Dabei kann man seinen Geburtstag sicherlich nicht nur an seinem Geburtstag feiern. Man kann in den Geburtstag hineinfeiern, Geburtstagsfeiern nachholen und vieles mehr.

Siehe dazu auch den "DEHOGA Flyer Nichtraucherschutz" (PDF), den die DEHOGA gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium von Nordrhein-Westfalen erarbeitet hat. Darin werden geschlossene Gesellschaften im Sinne von Paragraph 4 des nordrhein-westfälischen Nichraucherschutzgesetzes wie folgt erläutert:
"Eine geschlossene Gesellschaft ist gegeben, wenn alle Räume oder ein Raum einer Gaststätte für eine Veranstaltung gebucht werden. Hierbei entscheidet der Veranstalter darüber, wer Zugang hat. Persönliche Beziehungen zwischen dem Veranstalter und den Gästen sind nicht maßgebend. Auch öffentliche Versammlungen wie Parteiveranstaltungen und Podiumsdiskussionen können geschlossene Gesellschaften sein."

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Donnerstag, April 24, 2008

"Ein Tag in der Wachau fuer Ihren webERFOLG".

Nur eine schöne Website zu haben ist in der Zeit des "Web 2.0" längst nicht mehr ausreichend um das Internet erfolgreich als Werbemedium zu nutzen. Dennoch schrecken viele Betriebe - oft aus Unwissenheit und damit verbundenen unbegründeten Ängsten - davor zurück, das Potential des Internets voll auszuschöpfen. Dabei bietet ja gerade das vielbeschworene "Web 2.0" auch viele kostenlose und leicht anzuwendende Möglichkeiten, den Geschäftserfolg im Internet zu steigern.

Dazu veranstaltet "webERFOLGSpartner" Stephan Schmatz am 13. Mai 2008 in der Römerhalle Mautern den "webERFOLGStag Tourismus", der sich an Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe wendet und in dem die BesucherInnen viele Ideen für ein erfolgreiches Arbeiten mit dem Internet erhalten werden. Nähere Informationen sind auf www.weberfolg.info zu finden.

Der Internetexperte Mag. (FH) Stephan Schmatz hat in den letzten 12 Jahren über 170 Webprojekte umgesetzt und betreut als Werbegraphiker und Webdesigner Kunden in Österreich, Deutschland, der Schweiz und den USA. Darüber hinaus ist er als Vortragender an mehreren Institutionen wie z.B. der Donau-Universität Krems tätig. Im Februar 2008 veröffentlichte er das vielbeachtete e-Book "Weberfolgsbuch Tourismus", das kostenlos unter http://ebooks.schmatz.cc heruntergeladen werden kann. Weitere "Weberfolgsbücher" sind in Planung und werden in den nächsten Monaten fertiggestellt.

Die "webERFOLGStage" finden in der Römerhalle Mautern statt - einer Seminar- und Eventlocation in einer der ältesten Städte Österreichs im Herzen der weltbekannten UNESCO-Kulturlandschaft Wachau.

Facts:
  • webERFOLGStag Wein: 6. Mai 2008, 09:30 - 18:00, Römerhalle Mautern
  • webERFOLGStag Tourismus: 13. Mai 2008, 09:30 - 18:00, Römerhalle Mautern
  • webERFOLGStag Gesundheit: 20. Mai 2008, 09:30 - 18:00, Römerhalle Mautern
  • webERFOLGStag Fotografie: 14. Juni 2008, 09:30 - 18:00, Römerhalle Mautern
Kosten: EUR 300,- inkl. 20% MWSt. Seminarunterlagen, Mittagessen (2 Menüs zur Auswahl, darunter auch das gesunde "Glyx-Menü"), Kaffeepausen und Getränke sind inkludiert.

Veranstaltungsort: Römerhalle Mautern, Am Limes 1, A-3512 Mautern an der Donau.

Trau ihr nicht.

Sie hat Erziehungswissenschaften studiert, über das Thema "Ausreisserinnen und Trebegängerinnen - theoretische Erklärungsansätze, Problemdefinitionen der Jugendhilfe, strukturelle Verursachung der Familienflucht und Selbstaussagen der Mädchen" promoviert und ist noch die Gesundheitsministerin des Landes Schleswig-Holstein. Der Sozialdemokratin Dr. Gitta Trauernicht paßt das jüngste Urteil des Verwaltungsgerichts Schleswig (siehe dazu: Rauchverbot in Schleswig-Holstein teilweise aufgehoben") gar nicht. Deshalb behauptet sie frech, die Begründung der Verwaltungsrichter sei "nicht überzeugend". Das Verwaltungsgericht Schleswig habe lediglich in zwei Fällen einer Klage stattgegeben und dieses Urteil gelte nicht in anderen inhabergeführten Kneipen ohne Angestellte: "Trauernicht: Rauchverbot weiterhin auch in Eckkneipen", in: HL-Live vom 24. Aprl 2008.

Dieses inkompetente Geschwätz dürfte das Verwaltungsgericht Schleswig wenig beeindrucken, allenfalls motivieren, sie im Hauptsacheverfahren gehörig abzuwatschen. Ich hoffe, Frau Dr. Trauernicht hat wenigstens in Fragen der Gesundheitspolitik halbwegs kompetente Berater.

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Behinderten-Sponsoring.

Schon wieder belästigt mich jemand telefonisch. Diesmal geht es angeblich um "Behindertenförderung". Die Masche ist alt. Angebliche Produkte aus Behindertenwerkstätten werden gegen teures Geld vertrieben. Bei der ganz dreisten Variante handelt es sich nicht einmal um Produkte, die in Behindertenwerkstätten hergestellt worden sind. Die nicht ganz so dreisten Gauner vertickern tatsächliche Behindertenprodukte zu Wucherpreisen.

Heute wollte man mir einen Karton Papier aufschwatzen. Erstaunlicherweise nannte man mir den angeblichen Namen der Firma und sogar eine Telefonnummer, legte dann aber wortlos auf, als ich wissen wollte, ob es sich um eine gemeinnützige Firma handelt. Leider war die angegebene Telefonnummer mit der Vorwahl von Frankfurt/Oder falsch.

Mein Tipp: Wenn Sie Behinderte unterstützen wollen, Die Behindertenwerkstätten bieten jetzt schon zahlreiche Leistungen und Produkte an, die auch für die Gastronomie nützlich sein können. Bei den Arbeitsämtern gibt es ein kostenloses Verzeichnis mit einer groben Beschreibung der von den einzelnen Behindertenwerkstätten angebotenen Leistungen.

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Inserate bei Polizeiverlagen.

Gerade eben hat mich ein Kollege angerufen, der den Besuch eines Vertreters erwartet, der ihm eine Anzeige in einer Polizei-Zeitschrift aufschwatzen will. Er war durch meinen Beitrag "Inserate in Polizei-Fachzeitschriften" auf mich aufmerksam geworden.

Ich habe ihm diese Warnmeldung der Polizei Baden-Württembergs zur Lektüre empfohlen: "Vorsicht bei Anzeigenwerbung mit dem Namen der Polizei".

Außerdem habe ich ihm geraten, auf keinen Fall etwas zu unterschreiben. Stattdessen soll er versuchen, eine Visitenkarte oder schriftliche Unterlagen dieses Vertreters in die Hände zu bekommen und mir zu faxen. Schauen wir mal, ob es klappt.

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Listino Prezzi.

ListinoEin "Listino Prezzi" ist ein fast vergessenes Symbol für die Espressobar-Kultur im Süden, auf dem das Angebot einer italienischen Caffèbar mit Steckbuchstaben in die Rillen der Preistafel verewigt ist.

1955 erließen die Behörden der aufblühenden Tourismusdestination Italien ein Gesetz, nach dem alle Lokale die Preise ihres Angebotes aushängen mußten. So konnten die deutschen Wirtschaftswunder-Touristen in Rimini oder Taormina, auf Elba und am Lago di Garda gleich nachrechnen, ob Speisen und Getränke so teuer sind wie daheim. Und manche italienischen Kollegen freuten sich, die Preise schnell (nach oben) anpassen zu können.

Manfred Gerber, ein alter Bekannter aus Bamberg, den es mittlerweile nach Regensburg verschlagen hat, wollte ein solches Listino Prezzi einer Freundin schenken. Also machte er sich auf die Suche. Zuerst in Deutschland: Gastrohandel? Fehlanzeige! Im Internet vielleicht? Auch nichts! Dann versucht er bei Reisen nach Italien fündig zu werden: "No, non si trova piu" lauteten die bedauernden Antworten der Gastronomen. Die Listino Prezzi wurden in Italien nicht mehr hergestellt, sie galten als veraltet. Und weil es hektisch blinkende elektronische Beschriftungssysteme gibt, wird so etwas Nostalgisches in Bars auch nicht mehr so oft verwendet.

Enttäuscht gab er die Suche auf und überlegte, wie er seiner Freundin trotzdem ein "Listino Prezzi" schenken könnte...

Mittlerweile baut er die Listino Prezzi nach originalem Vorbild nach. Sie werden Stück für Stück in Handarbeit in einer kleinen "Listino Prezzi-Manufaktur" gefertigt. Die Steckbuchstaben für die Listino Prezzi werden von einem Hersteller aus Italien importiert. Der Chef der kleinen italienischen Firma ist fast 75 Jahre alt und denkt allmählich ans "dolce far' niente". So bleibt es spannend, wie lange die Buchstaben von ihm noch beziehbar sind...

Die Listini Prizzi sind ein nützliches und dekoratives Accessoire, verwendbar auch als Speise- und Getränkekarte für Cafes, Eisdielen, Bars und Restaurants.

Das Listino Prezzi ist 30 cm breit 40 cm hoch und wird in aufmerksamer Handarbeit gefertigt. Die Rillentafel hat ca. 32 Zeilen und ist mit einem robustem schwarzem Filzstoff überzogen. er Rahmen ist aus hochwertigem anodisiertem Aluprofil mit stabilen Aufhängehaken für die Montage an der Wand. Die mitgelieferten 285 Steckbuchstaben und Ziffern ermöglichen die individuelle Beschriftung des Listino Prezzi. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Website www.listino.de.

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Reputations-Management.

Ein Großteil der touristischen Basis in Österreich sei noch immer von einem zumindest semi-professionellem Monitoring der Web-Präsenz ihres touristischen Angebotes weit entfernt, schreibt Martin Schobert in seinem Beitrag "Hotel, TVB & Co: Online Reputation steuern", in: "Tourismus-Know How zum Angreifen" vom 24. April 2008.

Auch in Deutschland scheren sich die meisten Destinationen und Anbieter touristischer Leistungen einen Scheiß darum, was man im Netz über sie schreibt. Allenfalls ärgert man sich über die eine oder andere miese Bewertung in einem Bewertungsportal oder schaltet gar einen Anwalt ein. Wenn Sie es besser machen wollen, lesen Sie Martin Schoberts Beitrag und die dort angegebenen Links, z.B. "Advice for Managing Negative Reviews of Hotels or Small Businesses" von Andy Beal, in: Marketing Pilgrim vom 15. April 2008.

Daß es bei Restaurants nicht besser aussieht, zeigt das Beispiel: "Hausverbot für Restaurantkritiker".

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Rauchverbot in Schleswig-Holstein teilweise aufgehoben.

In einer Pressemitteilung "Rauchverbot versemmelt" vom 23. April 2008 gibt Monika Heinold, Landtagsabgeordnete und parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion Bündnis 90/Die Grüne im Landtag von Schleswig-Holstein zu:
"Dass sich die BetreiberInnen von Gaststätten mit nur einem Raum betrogen fühlen, ist klar. Sie sind tatsächlich benachteiligt, denn wer nur einen Raum zur Verfügung hat, kann logischerweise keinen Nebenraum zum Raucherraum erklären."
Ihre Mitteilung war eine Reaktion auf ein neues Urteil des Verwaltungsgerichts Schleswig, das in einem Eilverfahren ergangen ist. Demnach darf in Schleswig-Holstein in Eckkneipen vorläufig wieder geraucht werden. Allerdings nur dann, wenn keine Angestellten beschäftigt sind. Geklagt hatten vier Lübecker Wirte, die befürchteten, wegen des Rauchverbots in die Pleite zu schlittern. Siehe dazu auch einen Bericht der Bild-Zeitung über eine gestrige Demonstration von 400 Hamburger Kollegen: "'Rauchverbot = Kneipentod'" vom 24. April 2008 und einen Kommentar in den "Lübecker Nachrichten vom 24. April 2008: "Kommentar: Ganz dicke Luft".

Siehe dazu auch: "Flensburger Wirtin, die sich beharrlich weigert, ihren Gaesten das Rauchen zu verbieten, bekommt vor Gericht Recht".

Wichtig an diesem neuen Urteil ist über den seltenen Fall hinaus, daß eine Kneipe ohne Mitarbeiter vom Wirt betrieben wird, daß das Gericht in seiner Urteilsbegründung verfassungsrechtliche Bedenken an dem seit Jahresbeginn geltenden Nichtraucherschutzgesetz geäußert hat, weil es keine Ausnahmeregelung für Gaststätten vorsieht, die keinen getrennten Raucherbereich einrichten können (Az. 12 B 13/08).

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Mittwoch, April 23, 2008

Schinderhannes-Marketing VII.

Den Begriff "Schinderhannes-Marketing" habe ich für Marketing-Aktionen eingeführt, bei denen vorsätzlich gegen Gesetze verstoßen wird oder fragliche Rechtssituationen oder rechtliche Grauzonen ausgenutzt werden, um in den Genuß kostenloser Werbung zu kommen, die sich daraus ergibt, daß Wettbewerber, der Staat oder andere Organisationen dagegen vorgehen oder auch nur wettern und die Medien darüber berichten. Beispiele unter "Schinderhannes-Marketing VI".

Eine umgekehrte Variante nutzt Klagen gegen bekannte Persönlichkeiten oder Unternehmen, um Menschen oder Unternehmen, die kaum jemand kennt, ins Rampenlicht zu stellen: "Blogger will Schadenersatz von Facebook", in: Computerwoche vom 23. April 2008.

Die Klage erscheint nicht ganz aussichtslos, denn der Gebrauch natürlicher Namen ist nach § 12 BGB geschützt, auch wenn sie nicht als Marke nach § 3 Markengesetz eingetragen sind. In diesem Fall kommt es aber auch darauf an, ob die Verwendung von Marken- und anderen Namen in der Weise, daß, wenn jemand in einer Suchmaschine danach sucht, eine Anzeige eines Inserenten automatisch geschaltet wird, der diese Namensrechte nicht besitzt, zulässig ist. Dies ist juristisch umstritten.

Opportunismus pur.

Vor einem guten halben Jahr wurde im Berliner Abgeordnetenhaus mit den Stimmen der CDU-Fraktion das gesetzliche Rauchverbot in der Berliner Gastronomie beschlossen. Jetzt hat der CDU-Landesvorstand die CDU-Fraktion aufgefordert, sich dafür einzusetzen, das Rauchverbot wieder aufzuheben. Die Inhaber traditioneller Berliner Eck-Kneipen, die nur aus einem Raum bestehen, sollen entscheiden dürfen, ob sie eine Raucherkneipe haben oder rauchfrei bleiben wollen: "CDU will Rauchverbot abschwächen", in: Berliner Morgenpost vom 23. April 2008.

Kommentar: Die CDU/CSU ist ebenso wie die FDP unglaubwürdig. In den Bundesländern, wo sie als Opposition nichts zu sagen haben, sind sie gegen das Rauchverbot. Dort, wo sie die Regierung stellen, stimmen sie dafür.

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34. Jahreshauptversammlung der Food & Beverage Management Association e.V. in Hamburg.

Frankfurt, 22. April 2008. Die 34. Jahreshauptversammlung der Food & Beverage Management Association (FBMA) fand vom 18. bis 20. April 2008 in Hamburg statt. Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung am 19. April in der EDEKA-Zentrale standen die Berichte sowie die turnusmäßigen Wahlen für zwei Vorstandsämter. Vizepräsident Michael Bläser (Hotel Bayern, Tegernsee) und Schatzmeister Peter Martin (Steigenberger Hotel Langen) wurden für eine weitere zweijährige Amtsperiode gewählt.

Im anschließenden Fachprogramm stellte Dietrich von Albedyll, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH, das touristische Potential, die Vermarktungsstrategie und die Perspektiven für die Entwicklung Hamburgs vor.

Seit über 20 Jahren leitet von Albedyll die touristische Vermarktung der Hansestadt, die mit 7,4 Millionen gewerblichen Übernachtungen und 111 Millionen Tagesgästen im Jahr 2007 einen neuen Rekordwert erreicht hatte. Seine Zielsetzung lautet: 13 Millionen Übernachtungen im Jahr 2020 und Positionierung unter die Top 10-Destinationen in Europa. Michael Moritz, Inhaber von MORITZ Communications und internationaler Business Coach, zeigte in seiner Präsentation Wege zu Spitzenleistung durch mentale Stärke und Eigenmotivation auf, die in eine angeregte Fragenrunde durch die anwesenden Mitglieder überging.

Den glanzvollen Abschluss bildete die Verleihung der 53. Brillat Savarin-Plakette durch die FBMA-Stiftung auf dem Süllberg. Rund 200 hochrangige Gästen, darunter die DEHOGA Spitzenvertreter Ernst Fischer, Rose Pauly und Siegfried Gallus, erfreuten sich an der kurzweiligen, mit Überraschungsgästen und Videobotschaften prominenter Persönlichkeiten gespickten Vorstellung von Leben und Wirken des Preisträgers Wolfgang Schmitz. Er wurde für 25 Jahre journalistische und verlegerische Tätigkeit für die Tophotellerie mit der Brillat Savarin Plakette 2007 geehrt. Die Laudatio hielt Carsten Rath, Vorsitzender der Geschäftsführung Arabella International GmbH & Co. KG.

Gastgeber der Jahreshauptversammlung waren neben EDEKA das Mövenpick Hotel im Wasserturm beim Get-together am Freitagabend und Karlheinz Hauser mit seinem Team auf dem Süllberg.

Die FBMA ist der Fachverband für Führungskräfte aus der Hotellerie und Gastronomie. Die FBMA bietet ihren Mitgliedern Erfahrungsaustausch, Weiterbildung sowie Aufbau und Pflege von Kontakten in Kreisen von Kollegen und zur Industrie.

(Quelle: Pressemitteilung des FBMA).

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Dienstag, April 22, 2008

Ueberwachung des Gastraums per Videokamera.

Laut einer Meldung der Financial Times Deutschland vom 22. April 2008 untersagt ein noch nicht rechtskräftiges Urteil der Kaffeehauskette Balzac, "die Kundenbereiche in ihren Filialen in Hamburg, die durch Tische und Sitzgelegenheiten ausgestattet sind, mit Videokameras zu überwachen": "Kaffeeshop darf Kunden nicht bespitzeln".

Leider enthält die Meldung weder Détails des Falls noch der Begründung dieser komischen Entscheidung noch einen Link auf das Urteil (falls es schon veröffentlicht sein sollte). So bin ich skeptisch über die Relevanz dieses Urteils. Zumal Urteile aus Hamburg mitunter ungewöhnlich ausfallen.

Etwa mehr verrät der Artikel "Kaffeehaus-Kette Balzac darf Gäste nicht per Video überwachen", in: PAZ-Online.de vom 22. April 2008. Danach hatte der Anwalt des Klägers mit einem Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz argumentiert (leider wird nicht erwähnt, gegen welche Einzelvorschrift verstoßen sein soll). Nach einer Stellungnahme der Balzac-Geschäftsführerin Vanessa Kullmann dürfe Balzac weiter Kameras zur Absicherung der Kassen- und Verkaufstresenbereiche einsetzen, doch seien mit Rücksicht auf die Kunden bereits vor einer Woche sämtliche Kameras auch jenseits der Sitzbereiche abgebaut worden. Die Sicherheit der Balzac-Filialen, von denen allein 19 in Hamburg sind, solle nun durch andere Systeme gewährleistet werden.

Schade, daß damit die Frage, ob Gastronomen Kameras einsetzen dürfen, um sich vor Zechprellern zu schützen bzw. sie zu identifizieren, nicht entschieden ist. Tankstellen wehren sich mit solchen Kameraaufzeichnungen gegen Benzindiebe.

In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage der Rechtmäßigkeit von Webcams, die Aufnahmen von den Innenräumen von Gaststätten ins Netz übertragen.

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Wertsicherungsklauseln: Wenn die Inflationsrate die Miete beeinflusst.

WIESBADEN - Vergangene Woche veröffentlichte das Statistische Bundesamt (Destatis) die Inflationsrate für März 2008. Mit 3,1% ist diese derzeit vergleichsweise hoch. Dies spürt der Verbraucher nicht nur beim Einkaufen. Auch Vertragspartner, die langfristige Geldzahlungen an einen Verbraucherpreisindex gebunden haben, sind von der Teuerung betroffen - wenn etwa die Miete wieder einmal angepasst werden soll.

Wertsicherungsklauseln (auch: Preisgleitklauseln) sind weit verbreitete vertragliche Vereinbarungen, wie sie zum Beispiel in Pensions-, Miet-, Pachtverträgen vorkommen können. Etwa 10 000 Anfragen erhalten allein die Preisstatistiker jährlich zum Thema Wertsicherungsklauseln. Vor kurzem wurden die Serviceleistungen für Nutzer von Wertsicherungsklauseln aktualisiert und erweitert. Diese sind im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes zu finden.

Eine interaktive Rechenhilfe bietet eine komfortable rechnerische Hilfestellung bei der Anpassung von Wertsicherungsklauseln. Mehr als 100 000 Zugriffe auf diese Rechenhilfe wurden allein im Jahr 2007 registriert. Das Programm wurde vor kurzem um die Zusatzfunktion erweitert, dass Veränderungsraten für Kalendermonate und -jahre mit flexiblen Anfangs- und Endzeitpunkten berechnet werden können. Darüber hinaus steht eine ausführliche Anleitung zur Verfügung. Als weitere Serviceleistung - gegen Kostenerstattung in Höhe von 30,- Euro - besteht die Möglichkeit, dass das Statistische Bundesamt die Anpassungsberechnung durchführt.

Anlass für die Bereitstellung dieser umfangreichen Hilfestellungen war der Wegfall von Verbraucherpreisindizes für spezielle Haushaltstypen und getrennter Indizes für Ost- und Westdeutschland im Jahr 2003, die sehr häufig für Wertsicherungsklauseln verwendet wurden. Mit diesem Wegfall wurde der Umstieg auf den Verbraucherpreisindex für Deutschland erforderlich, der zum Teil mit aufwändigen Berechnungen verbunden sein kann.

Ein Großteil der zum Thema Wertsicherungsklauseln anfragenden Nutzer benötigt Hilfe bei Berechnungen für sogenannte Punkteregelungen. In diesen aus statistischer Sicht problematischen Klauseln ist der Anpassungszeitpunkt durch eine festgelegte Veränderung in Punkten oder Prozentpunkten definiert. Das Statistische Bundesamt empfiehlt die Verwendung der besser nachvollziehbaren Prozentregelungen. Erläuterungen und Empfehlungen für Nutzer von Punkteregelungen ergänzen seit dem 22. April 2008 die Serviceleistungen in Form eines Merkblattes.

Alle Unterlagen können auch unter der Telefonnummer 0611/75-3777 angefordert werden, falls kein Internet-Zugang zur Verfügung stehen sollte.

(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

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Weltmeister gekuert.

San Diego/München, 22.04.2008: Schneider Weisse Original wurde beim World Beer Cup in San Diego mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Die Hauptmarke der Privaten Weissbierbrauerei G. Schneider & Sohn GmbH ist Sieger der Kategorie "bernsteinfarbenes Weissbier". Zudem gewann das Weizenstarkbier Aventinus die Bronzemedaille in der Kategorie "süddeutscher Weizenbock". Die Entscheidung fiel am 19. April in San Diego. Eine zusätzliche europäische Preisverleihung findet am 08. Mai in Höhr-Grenzhausen in Deutschland statt.

Der World Beer Cup gilt als Olympiade unter den Bierwettbewerben. Der weltweit größte Bier-Qualitätswettbewerb genießt ein hohes Ansehen. Pro Kategorie werden maximal eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille vergeben, entsprechend wertvoll und begehrt sind die Auszeichnungen:
"Wir haben einen sehr hohen Anspruch an unsere Produkte und darum stellen wir uns regelmäßig Produktwettbewerben. Der World Beer Cup ist darunter der internationalste und größte Wettbewerb. Hier treten die absoluten Spitzenbiere der Welt an. Die Auszeichnungen bedeuten uns sehr viel und geben uns den Antrieb, den eingeschlagenen Weg kompromisslos weiter zu gehen"
sagt Georg Schneider, geschäftsführender Gesellschafter der unabhängigen Familienbrauerei.

644 Brauereien aus 58 Ländern aller Kontinente haben sich mit insgesamt 2864 Bieren in 91 Kategorien beworben. Eine Jury von 129 internationalen und unabhängigen Bierexperten aus 21 Ländern hat diejenigen Biere ausgezeichnet, die jeweils charakteristisch für den Bierstil stehen. Entscheidend dafür sind Optik, Geschmack und Aroma. Der World Beer Cup wurde 1996 von der Brewers Association in Amerika ins Leben gerufen und findet seither alle zwei Jahre statt. Zielsetzung ist es, die Qualität und Vielfalt von Bieren stärker ins Bewusstsein der Konsumenten zu rücken. Dies gilt gleichermaßen für traditionelle und innovative Bierstile.

(Quelle: Pressemitteilung der Private Weissbierbrauerei G. Schneider & Sohn GmbH).

Siehe dazu auch unseren Überblick über die Gewinner aus Deutschland und Österreich).

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World Beer Cup 2008: Die Gewinner.

Die Liste der Gewinner des World Beer Cup 2008 der amerikanischen Brewers Association wurde veröffentlicht.

Ausgezeichnet wurden zum einen Brauereien und Gasthausbrauereien, zum anderen Biere in 91 Kategorien.

Aus Deutschland wurde die Privatbrauerei Hoepfner mit dem "World Beer Cup Champion Brewery and Brewmaster" in der Kategorie "Mid-Size Brewing Company" ausgezeichnet.

Bei den Bieren wurden folgende Biere aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet:
  • In der Kategorie "Non-Alcoholic Malt Beverage" erhielt das "Hefeweizen alkoholfrei" der Alpirsbacher Klosterbräu Glauner GmbH & Co. KG eine Silbermedaille. Bronze erhielt die Neumarkter Lammsbräu für ihr "Organic Saps-Fit Sparkling Malt Drink".
  • In der Kategorie "American-Style Hefeweizen" gewann die Apostel Bräu in Hauzenberg eine Bronze-Medaille.
  • In der Kategorie "Rye Beer" (Roggenbier) gewann die Bierbrauerei Schrems mit ihrem "Schremser Roggenbier" Silber.
  • In der Kategorie "Specialty Beer" gewann die das "Orig. Dinkel Bier" der Apostel Bräu in Hauzenberg eine Auszeichnung in Silber.
  • In der Kategorie "Cellar or Unfiltered Beer" (Kellerbiere oder unfiltrierte Bier) gewann die Privatbrauerei Hoepfner GmbH in Karlsruhe eine Goldmedaille für ihr "Hoepfner Kräusen".
  • In der Katgegorie "European-Style Low-Alcohol Lager/German-Style Leicht(bier)" gewann das "Waldhaus Light Line" Gold für die Privatbrauerei Waldhaus Joh. Schmid GmbH in Weilheim/Waldhaus.
  • In der Kategorie "German-Style Pilsener" gewann das "Waldhaus Diplom Pils" der Privatbrauerei Waldhaus Joh. Schmid GmbH in Weilheim/Waldhaus Silber.
  • In der Kategorie "Münchner (Munich)-Style Helles" wurde das "Urtyp Hell" der Engelbráu Rettenberg in Rettenberg mit Gold ausgezeichnet. Die Privatbrauerei Hoepfner GmbH in Karlsruhe gewann Silber mit ihrem "Hoepfner Export". Die Schlossbrauerei Stein Wiskott GmbH & Co KG in Stein an der Traun gewann Bronze für ihr "Chiemgau Hell".
  • In der Kategorie "German-Style Märzen" gewann die Brauerei Goss in Deuerling mit ihrem "Goss Märzen" Gold. Die Klosterbrauerei Weltenburg GmbH gewann mit ihrem "Weltenburger Kloster Anno 1050" Silber.
  • In der Kategorie "European-Style Dark/Münchner Dunkel" gewann die Klosterbrauerei Weltenburg GmbH mit ihrem "Weltenburger Kloster Barock Dunkel" Gold. Die Ottenbräu in Abendsberg wurde für ihr "Ottenbräu 1348 Dunkles Lager" mit Bronze ausgezeichnet.
  • In der Kategorie "German-Style Heller Bock/Maibock" ging die Goldmedaille an den "Hoepfner Maibock" der Privatbrauerei Hoepfner GmbH in Karlsruhe.
  • In der Kategorie "German-Style Strong Bock" wurde der "Freudenberger Märkator" der Brauerei Märkl in Freudenberg mit Gold ausgezeichnet. Silber ging an den "Doppelbock Dunkel" der Brauerei Schloss Eggenberg in Vorchdorf, Österreich.
  • In der Kategorie "South German-Style Hefeweizen/Hefeweissbier" ging die Goldmedaille an das "Freudenberger Hefe Weizen" der Brauerei Märkl in Freudenberg. Bronze erzielte das "Plank Hefeweizen" der Brauerei Michael Plank in Laaber.
  • In der Kategorie "German-Style Pale Wheat Ale" erzielte das "Distelhäuser Kristallweizen" der Distelhäuser Brauerei Ernst Bauer GmbH in Tauberbischofsheim Gold. Die Bronzemedaille ging an das "Weihenstephan Kristall-Weissbier" der Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan in Freising.
  • In der Kategorie "German-Style Dark Wheat Ale" ging die Goldmedaille an "Schneider Weisse Original" der Brauerei Schneider Weisse in Kelheim. Mit Silber wurde das "Original Plank Hefeweizen" der Brauerei Michael Plank in Laaber ausgezeichnet und mit Bronze das "Fendt Vario-Weizen" der Aktienbrauerei Kaufbeuren AG in Kaufbeuren.
  • In der Kategorie "South German-Style Weizenbock/Weissbock" ging die Goldmedaille an das "Plank Heller Weizenbock" der Brauerei Michael Plank in Laaber. Die Bronzemedaille erzielte das "Aventinus" von Schneider Weisse in Kelheim.
Für mich ist bei solchen Wettbewerben immer wieder erschreckend, daß in Deutschland nur Biere einer Minderheit der insgesamt 91 Kategorien gebraut werden. Kaum eine Brauerei wagt es, sich mit Bierspezialitäten zu profilieren.

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Gauner am Telefon: "Kostenloses" Probeexemplar einer Gastronomie-Fachzeitschrift.

Vorsicht! Ich bin gerade von der Mitarbeiterin eines Call Centers angerufen und gefragt worden, ob man mir ein kostenloses Exemplar einer angeblich neuen Gastronomie-Zeitschrift zusenden dürfe. Ich habe mich verwundert gezeigt und gesagt, es sei ja jedem unbenommen, etwas zu verschenken. Ich könne das Geschenk ja in den Müll schmeißen, wenn es mir nicht gefalle. Wieso man mich deswegen mit einem Anruf belästige? Die Call-Center-Tussi wies darauf hin, ich müsse innerhalb von 14 Tagen Bescheid geben, sonst würde daraus ein kostenpflichtiges Abonnement. Leider hat sie dann meine Bitte, mir ihren Namen und die Namen und die Anschriften ihres Arbeitgebers und des Auftraggebers zu verraten, nicht erfüllt, sondern einfach aufgelegt. Offenbar hat sie gewußt, daß solche Anrufe verboten sind.

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Luebeck: "Ueberzogene Kontrollen in Sachen Nichraucherschutz".

Die Interessengemeinschaft der Lübecker Wirte, die sich per Gerichtsklage gegen das gesetzliche Rauchverbot in Schleswig-Holstein wenden, beklagt sich darüber, daß sie von der Kommune gezielt kriminalisiert würden: "Rauchverbot: Wirte fühlen sich zu stark kontrolliert", in: Lübeck News vom 22. April 2008.

Die städtischen Kontrolleure bespitzeln die Kollegen anonym und geben sich erst bei angeblichen Verstößen zu erkennen. Will man so den starken Mann markieren und den juristischen Widerstand brechen, bevor das Verwaltungsgericht entschieden hat? Befürchtet man ähnliche Urteile wie in anderen Bundesländern?

Clevere Kontrolleure hüten sich, anonym zu kontrollieren:
  • Kontrolleure im Außendienst sind langjährigen Gastronomen ohnehin bekannt wie bunte Hunde.
  • Sie können, wenn sie einmal versuchen würden, anonym zu kontrollieren, nie mehr in Ruhe privat eine Gaststätte in ihrem Zuständigkeitsgebiet aufsuchen, weil sie jedesmal Gefahr laufen, nicht als Gäste sondern als Kontrolleure behandelt zu werden. Und wer mag schon versalzene Suppen und abgestandenes, lauwarmes Bier? Wer will ewig auf den Service warten?
Deshalb weisen sich gescheite Kontrolleure aus, wenn sie eine Gaststätte dienstlich betreten, und outen sich, wenn sie privat da sind.

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Rechtliche Rahmenbedingungen: Fussball-Europameisterschaft 2008.

Stefan Hinck von der Rechtsabteilung der Brauerei Inbev hat zusammengestellt, was rund um die EM 2008 erlaubt und was verboten ist: "EM 2008 - Rechtliche Rahmenbedingungen".

Montag, April 21, 2008

Ortolan.

Man lernt nie aus. Da werde ich von einem Professor der Hochschule München in einem aufgeregtem Leserbrief darauf aufmerksam gemacht, daß ich ein Kochbuch empfohlen habe (" Grand livre de cuisine d' Alain Ducasse"), in dem "auf Seite 749" ein Ortolan-Rezept angepriesen werde. Ortolane gehörten zu den aller seltensten Singvögeln Europas und seien EU-weit streng geschützt. Dies hindere augenscheinlich Herrn Ducasse nicht, Vogelfänger zu animieren, die letzten Vögel dieser Art zu fangen, damit sie "der saubere Herr Ducasse" braten könne. Mich hindere dies nicht, dieses Buch auch noch anzupreisen. Die E-Mail schließt vor den freundlichen Grüßen mit den Worten:
"Ein Skandal."
Dazu zweierlei:
  • Wenn ich jedes Kochbuch, das ich empfehle, komplett durchlesen würde, hätte ich viel zu tun. Umso mehr freue ich mich über Leserkommentare.
  • Es ist in der Tat so, daß Ortolane, eine Art der Familie der Ammern, in der Liste der geschützten Vögel stehen. Mehr darüber im Online-Lexikon Wikipedia: "Ortolan". In diesem Artikel heißt es:
    "Ortolane gelten trotz massiver Fangverbote als Delikatesse in Frankreich und Italien. Bei der klassischen Zubereitung (Fettammer) werden die Vögel in Alkohol ertränkt, dann gerupft und gebraten. Zum Verspeisen legt man sich eine große Stoff-Serviette über den Kopf, um allen Duft im Mund und an der Nase zu halten, um keine Nuance zu versäumen. Man nimmt den ganzen Vogel in den Mund und zerkaut ihn sorgfältig."
In Los Angeles gibt es sogar ein französisches Restaurant, das sich mit dem Namen "Ortolan" schmückt. Siehe dazu auch eine Besprechung: "'Shark' not on the menu", in: USA Today vom 8. November 2006.

Bevor mich irgend welche Natürschützer lynchen: Gegessen habe ich mein Leben lang in der Rubrik Geflügel wissentlich nur Gans, Ente, Taube, Perlhuhn, Pute,Strauß und Huhn. Vorgestern habe ich in der Brauereigaststätte "Max" in Ampferbach sogar die Hähnchen verschmäht, obwohl deren scharf gewürzten, gegrillten Hähnchen Kultstatus genießen und sogar auch in einem Forum englisch sprechender Bierkenner empfohlen werden:
"In any case you have to try the famous "Max-chicken" (order one or two days before). They are very hot and spicy and taste very well."

Neu, limitiert und nur fuer kurze Zeit: "Georg Schneiders 1608".

Flasche Weißbier Georg Schneiders 1608München/Kelheim, 21. April 2008: Mit einem Sondersud feiert Schneider Weisse die 400-jährige Brautradition ihrer Braustätte. Dieses besondere Weissbier ist in der Tradition des bayerischen Weissbierprivilegs gebraut, trägt den Namen "Georg Schneiders 1608" und ist streng limitiert. Braubeginn war am 16. April 2008 - auf den Tag genau 400 Jahre nachdem der allererste Sud unter Herzog Maximilian I. in der Schneider Weisse-Braustätte gesotten wurde. Eine hochwertige Ausstattung mit goldenem Etikett und einzelnummerierten, 0,5 Liter Ale-Flaschen unterstreichen den exklusiven Charakter der hochwertigen Spezialität. Der Sondersud kommt Mitte Mai auf den Markt und ist verfügbar so lange der Vorrat reicht.
"Wir brauen dieses Weissbier sowohl aus tiefem Respekt vor der langen Tradition der Brauerei als auch gegenüber dem Wagemut des Schneider Weisse-Gründers. Mit 'Georg Schneiders 1608' wollen wir genussorientierten und anspruchsvollen Konsumenten ein besonderes und charaktervolles Geschmackserlebnis bereiten"
erklärt Georg VI. Schneider, geschäftsführender Gesellschafter der Privaten Weiss-bierbrauerei G. Schneider & Sohn GmbH. Er führt das Unternehmen seines Ur-Ur-Urgroßvaters inzwischen in sechster Generation.

Schneider Weisse-Braumeister Hans-Peter Drexler hat sich intensiv mit der Geschichte auseinandergesetzt und danach das Rezept für den Jubiläumssud entworfen. Bereits jetzt hat er eine genaue Vorstellung vom Ergebnis:
"Es wird ein kräftiges Weissbier sein, mit goldgelb leuchtender Farbe. Ein malziger Geschmack und ein würziges, typisch obergäriges Aroma von Nelken und Muskat machen den Charakter des Bieres aus. Ganz feine, etwas grasige Hopfennoten werden das Weissbier abrunden."
"Georg Schneiders 1608" wird mit einer Stammwürze von 13,8 % eingebraut und am Ende einen Alkoholgehalt von 5,9 Vol. % alc. aufweisen.

Schneider Weisse führt das Weissbierprivileg fort

Das Bayerische Weissbierprivileg hat seinen Ursprung im Jahr 1548. Von da an war es ausschließlich dem Adelsgeschlecht der Degenberger erlaubt, Weissbier zu brauen. Dieses Privileg fiel 1602 an Herzog Maximilian I., der es weiter ausbaute. Er installierte im ganzen Land Weisse Brauhäuser und fuhr die Produktion hoch. Die Kelheimer Braustätte war seine erste Neugründung. Im Laufe der Zeit nahm die Beliebtheit des obergärigen Bierstils ab. 1798 wurde das Privileg per Gesetz aufgehoben, blieb aber in München erhalten. Georg I. Schneider erwarb als erster Bürgerlicher dieses Weissbierprivileg, also das staatliche Recht dort Weissbier brauen zu dürfen und begann 1872 mit der Produktion von Schneider Weisse. Er gilt als Weissbierpionier, weil er die Weissbierkultur vor ihrem Niedergang rettete und die Kunst des Weissbierbrauens zu neuer Blüte führte.

Weitere Aktivitäten rund um das 400-jährige Weissbier-Braujubiläum

Zahlreiche Aktivitäten begleiten das 400-jährigen Weissbier-Braujubiläum: Neben dem Sondersud "Georg Schneiders 1608" gehören dazu ein offizieller Festakt, historische Brauereiführungen, eine Veröffentlichung zur Geschichte, eine Kunstausstellung in der Galerie "Altes Sudhaus" sowie eine Sonderausstellung im Archäologischen Museum.

Schneider Weisse-Hintergrund

Die Private Weissbierbrauerei G. Schneider & Sohn GmbH wurde 1872 von Georg I. Schneider in München gegründet. Die Kelheimer Braustätte befindet sich seit 1928 im Besitz der Familie Georg Schneider. Sie ist die älteste Weissbierbrauerei Bayerns und seit 1946 Produktions- und Verwaltungssitz von Schneider Weisse. Das Unternehmen hat sich über sechs Generationen die Kompetenz aufgebaut, naturbelassene und charaktervolle Weissbierspezialitäten zu brauen, die in internationalen Bierwettbewerben regelmäßig ausgezeichnet werden. Die Brauerei exportiert ihre Produkte in 27 Länder weltweit. Heute leitet Georg VI. Schneider das unabhängige Familienunternehmen.

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Samstag, April 19, 2008

Steigende Preise fuer Grundnahrungsmittel, z.B. Reis.

Die steigenden Preise für Lebensmittel machen den meisten Gastronomen zu schaffen. Unter dem besonders stark gestiegenen Preis für das asiatische Grundnahrungsmittel Reis leiden besonders diejenigen gastronomischen Konzepte, die sich auf Reisgerichte spezialisiert haben, wie Sushi-Bars: "Sushi-Ketten liegt teurer Reis schwer im Magen", in: Der Standard vom 18. April 2008.

Siehe dazu auch unseren Beitrag "Steigende Lebensmittelpreise in den Griff bekommen".

Vielleicht stocken Sie Ihre Vorräte für Lebensmittel mit langer Mindesthaltbarkeit ein wenig auf?

Diskutieren Sie mit im Netzwerk Gastgewerbe.

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Trends in der amerikanischen Gastronomie 2008.

"2008 Predictions for Restaurant and Food Service Industries" von Orrick Nepomuceno, CPC, Partner der Unternehmenesberatung KAON Consulting, in: Running Restaurants vom 19. April 2008.

Seine Prognosen für die amerikanische Gastronomie in diesem Jahr:
  • Mageres Wachstum in allen Segmenten (casual, quick casual, quick service und fine dining) von 0,9 Prozent. Zwar steigen die Ausgaben der Privaten für Lebensmittel, doch sie geben es seltener in der Gastronomie aus.
  • Steigende Energie- und Lebensmittelkosten sind ungünstig für die Gastronomie sowohl auf der Kostenseite als auch auf der Nachfrageseite, weil die Haushalte mit mittlerem und niedrigen Einkommen mehr für Energie und Lebensmittel ausgeben müssen. Studien haben eine direkte Beziehung zwischen steigenden Benzinpreisen und Ausgaben in der Gastronomie gezeigt. Die Gäste leiden sowohl unter den steigenden Fahrtkosten wie auch unter den steigenden Preisen in der Gastronomie.
  • Der technologische Fortschritt wird sich beschleunigen. Das Internet wird wichtiger, um Kundenbeziehungen zu schaffen und zu halten. Die Gastronomie wird Printmedien und das Fernsehen nutzen, um Kunden mit Sonderangeboten und Gutscheinen auf Websites zu locken. Online-Bestellungen profitieren von mobilen Geräten mit Internetzugang. Auch die Beziehungspflege via sozialen Communities wie Facebook and MySpace wird bedeutsamer.
  • Die Beschäftigung wird nur wenig zunehmen, deshalb verliert die Beschaffung von Arbeitskräften an Bedeutung. Wichtiger wird es, Personalkosten zu sparen.
  • Das Segment der Kaffeebars wird weiter stark wachsen. Überdurchschnittlich wachsen werden auch Snacks und nicht alkoholische Getränke (Kaffee- und Dessertbars).
  • Die Internationalisierung von Zutaten und Rezepten wird zunehmen. Die Portionen werden kleiner. Ethnische Küchen gewinnen an Bedeutung (lateinamerikansiche, mediterrane Küche sowie aus dem mittleren Osten und Südostasien) und damit "nachhaltiger" Fisch, Rindfleisch und Geflügel regionaler Erzeuger.
  • Fett ist nicht "in". Die Amerikaner verlangen gesünderes Essen. Teilweise werden Transfette verboten.
Das kann man wohl so ziemlich auf die Gastronomie in Deutschland übertragen. Bei uns sind noch andere soziale Communities wichtiger und die mittel- und südamerikanische Küche ist nicht so wichtig wie in den USA.

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"Top hotel"-Herausgeber Wolfgang Schmitz mit begehrter Brillat-Savarin-Plakette ausgezeichnet.

Hamburg/Landsberg am Lech, 19. April 2008. Ein Leben für die Hotellerie: Der Verleger Wolfgang Schmitz (55) wurde am 19. April mit einer der höchsten Auszeichnungen im Gastgewerbe für seine unermüdliche journalistische Arbeit geehrt. Der Chefredakteur von "Top hotel" ist aktueller Preisträger der begehrten Brillat Savarin Plakette, die von der FBMA-Stiftung (FBMA: Food & Beverage Management Assoication) verliehen wird. Die Brillat Savarin Plakette wird in Deutschland seit 1955 an erfolgreiche und höchst integre Wirtschaftsführer aus der Hotellerie und der gehobenen Gastronomie verliehen. Unter den Plakettenträgern der vergangenen Jahre sind Branchengrößen wie Kurt Ritter (Rezidor Hotel Group), Thomas Althoff (Althoff Gruppe), Georg Rafael (Rafael Hotel Group) und zahlreiche andere. Die Preisverleihung fand vor rund 200 Festgästen, darunter auch Dehoga-Präsident Ernst Fischer, in Hamburg auf dem Süllberg statt. Gastgeber auf dem Süllberg ist Karlheinz Hauser, der den traditionsreichen Betrieb in Blankenese 2002 übernommen und zu altem Glanz geführt hat.

Mit der Brillat Savarin Plakette erfährt Wolfgang Schmitz im 25. Jahr der Herausgabe von "Top hotel", dem führenden Fachmagazin für das Hotelmanagement in Deutschland, eine erneute Ehrung. Vor vier Jahren wurde er bereits mit dem international anerkannten "Five Star Diamond Award" der American Academy of Hospitality Sciences in New York aus­gezeichnet.
"Diese hohe Branchenauszeichnung bedeutet für mich neuen Antrieb"
so Wolfgang Schmitz, der den Freizeit-Verlag Landsberg sukzessive international ausbaut.
"Ein gutes Essen ohne Dessert ist wie eine einäugige Schönheit"
Jean Anthèlme Brillat-Savarin (französischer Gastrosoph, 1755 - 1826).

Die Brillat Savarin Plakette ist nach dem französischen Richter und Philosophen Jean Anthèlme Brillat Savarin (1755 – 1826) benannt. Eines seiner bekanntesten Werke ist "La Physiologie du Goût" (Die Physiologie des Geschmacks, 1826 erschienen, 1865 ins Deutsche übersetzt). Zudem war Brillat Savarin für ausgefallene Aphorismen wie zum Beispiel
"Ein echter Feinschmecker, der ein Rebhuhn verspeist hat, kann sagen, auf welchem Bein es zu schlafen pflegte"
bekannt.

Mit der Brillat-Savarin-Plakette werden seit 53 Jahren Persönlichkeiten geehrt, die sich in herausragender Weise um die Gast- und Tafelkultur verdient gemacht haben. Die Initiatorin der Plakette, die Brillat Savarin Stiftung, hatte diese Aufgabe nach 51 Jahren in die Obhut der FBMA-Stiftung übergeben. Mit dieser Nachfolgeregelung wurde sichergestellt, dass damit eine der höchsten Ehrungen im Gastgewerbe in der Tradition fortgeführt wird und von der Basis neue Inspiration erfährt.

"Top hotel" ist - gemessen an Abonnenten und verkauften Anzeigenseiten - die führende Fachzeitschrift für das Hotelmanagement in Deutschland. Das Magazin erscheint zehn Mal im Jahr im Freizeit-Verlag Landsberg, ein Beteiligungsunternehmen der Verlagsgruppe Handelsblatt (VHB). Die verbreitete Auflage beträgt über 19.000 Exemplare. Im Verbund mit dem VHB-Tochterunternehmen Lebensmittel Praxis Verlag (LPV) erscheinen u.a. auch (Quelle: Pressemitteilung von Top hotel).

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Online-Speisekarten.

Thorsten Sommer, der Wolfsburger Speisekarten-Blogger, hat sich die für den Gastro Online Award (GOA) 2008 nominierten Restaurant-Websites hinsichtlich der die von diesen Restaurants online gestellten Speisekarten angeschaut: "Die besten Online-Speisekarten?" vom 17. April 2008. Sein Fazit:
"Ingesamt ein eher ernüchterndes Bild: Es dominieren die halbherzig dahingeschlurten Web-Karten, die wenig Appetit machen und der PDF/Flash-Overkill. Lichtblicke sind sehr selten. Also: Speisekarten im Web – weiterhin Fehlanzeige."
Sie sollten sich seine Détail-Kritik durchlesen und prüfen, ob Ihre Website die gleichen Fehler macht.

Wenn Sie glauben, es besser zu machen oder bessere Lösungen zu kennen, melden Sie sich mal, z.B. per Kommentar.

Sie können sich noch bis zum 25. April 2008 an der Abstimmung über den Gastro Online Award (GOA) 2008 beteiligen.

Frühere Beiträge von Abseits.de über den GOA 2008.

Zu weiteren Kritikpunkten an Restaurant-Websites siehe: "Restaurant-Websites: Maengel-Liste".

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Donnerstag, April 17, 2008

Rauchverbot: Rollback.

Die Symptome mehren sich, daß es beim gesetzlichen Rauchverbot eine Umkehr gibt. Ein paar Beispiele:
  • Die SPD in Baunatal hat beantragt, in der Gastronomie der Stadthalle dem Pächter zu gestatten, Raucherräume einzurichten: "Raucherräume: Häme für SPD", in: Hessische/Niedersächsische Allgemeine vom 17. April 2008.
  • Einige Abgeordnete verschiedener Fraktionen im Landtag von Sachsen-Anhalt ignorieren das Rauchverbot in ihren Büros: "Rauchverbot im Landtag 'Gesetz gilt ohne Abstriche'", in: Mitteldeutsche Zeitung vom 16. April 2008.
  • Der Berliner SPD-Justizexperte Sven Kohlmeier, Abgeordneter aus Marzahn-Hellersdorfer und Kreisvorsitzender der SPD in Marzahn-Hellersdorf, verlangt eine Aufhebung des gesetzlichen Rauchverbots in inhabergeführten Einraumkneipen. Es verstoße gegen Artikel 12 des Grundgesetzes, der Berufsfreiheit garantiert: "Kneipen auf der schwarzen Liste", in: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung vom 17. April 2008. Bereits am 12. Februar 2008 hatte er die kommunistische Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz befragt ("Mündliche Anfrage: Rheinland-Pfalz-Urteil zum Nichtraucherschutz - Konsequenzen für Berlin?"):

    1. Welche Konsequenzen zieht der Senat aus dem Urteil des Verfassungsgerichts Rheinland-Pfalz, nach welchem das Rauchverbot in Einraumkneipen nicht mit der Verfassung vereinbar ist?
    2. Gibt es Überlegungen des Senats, das Berliner Nichtraucherschutzgesetz in Konsequenz des Urteils zu ändern?

    Er war mit Floskeln abgespeist worden:
    "Der Beschluss des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz ist eine Entscheidung im einstweiligen Rechtsschutz zum Nichtraucherschutzgesetz in Rheinland-Pfalz. Sie betrifft nicht das Nichtraucherschutzgesetz Berlin. Die Entscheidung wird von uns dennoch aufmerksam verfolgt und geprüft. Die abschließende Entscheidung über die Verfassungsmäßigkeit der angegriffenen Norm in Rheinland-Pfalz bleibt dem Hauptsacheverfahren überlassen. Daher können erst nach Ausgang des Hauptsacheverfahrens endgültige Entscheidungen getroffen und ggf. Konsequenzen gezogen werden."

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Checuba Red.

Die v. Nordeck Genusswelt GmbH in Stemwede ist ein laut ihrer Website neu gegründetes Unternehmen zur Vermarktung "hochwertiger Spirituosen, die den Anspruch haben, einzigartig auf ihren jeweiligen Märkten zu sein". Einziges Produkt ist bislang Checuba Red, das sogar mir in der Provinz von meinem Getränkefachgroßhändler angeboten worden ist.

Die v.Nordeck International Holding AG hat ihren Sitz in der Schweiz. Die v. Nordeck-Gruppe entstand 1999 infolge der erbbedingten Teilung des norddeutschen Bahlsen-Konzerns. Das Vermögen speist sich unter anderem aus dem Verkauf der österreichischen Kelly, einem führenden Anbieter von Salzgebäck und Kartoffelchips in Österreich. Inhaber der Gruppe sind die drei Söhne der 1998 verstorbenen Andrea-Bettina v. Nordeck-Bahlsen.

Übernommen werden bevorzugt Familienunternehmen mit starken Marken und ohne Nachfolger. Zur v. Nordeck-Holding gehören derzeit (siehe: "von Nordeck-Gruppe sucht neue Kaufgelegenheiten", in: Presse Portal vom 10. April 2008):
  • die NewSource GmbH mit Sitz in Hannover, ein Spezialist für das Rechnungswesen und Controlling grosser mittelständischer Unternehmen.
  • die bis ins Jahr 1318 zurückverfolgbare Hedwigsburger Okermühle im niedersächsischen Kissenbrück, die als einzige Mühle in Deutschland Getreide aus kontrolliertem Vertragsanbau mahlt.
  • die egomedical AG in Martinsried (bei München), ein Unternehmen für biochemische Testsysteme zur effektiven Patienten-Selbstkontrolle.
  • die 1905 gegründete Wernli AG in Trimbach, nach einer Markenanalyse von Advico Young derzeit die beliebteste Marke der jungen Schweizer unter 35.
  • sowie die Zimmerli AG in Aarburg, ein Spezialhersteller für hochwertige Feinwäsche.
Auf der Markenwebsite checuba-red.com wird Checuba Red wie folgt beschrieben:
"CHECUBA RED ist eine neue, 32%ige fruchtig - herbe Spirituose auf Basis eines Zuckerrohrbrandes, verfeinert mit exotischen Frucht - Destillaten. Dieses völlig neuartige Getränk aus der authentischen Welt des kubanischen Freiheitskämpfers Che ist sehr impulsstark gestaltet und hebt sich in seiner innovativen Einzigartigkeit von allen anderen Spirituosen deutlich ab."
Ob Ernesto Che Guevara ein Freiheitskämpfer gewesen ist oder ein Terrorist, darüber läßt sich streiten. Ob es gescheit ist, ein Produkt unter Bezug auf diesen Namen zu vermarkten? Für linke Konsumenten klingt der Bezug zu Che Guevara recht weit hergeholt ("aus der authentischen Welt des kubanischen Freiheitskämpfers"). Konservative Konsumenten werden sich der zahlreichen Opfer unter den politischen Gefangenen erinnern, die Che Guevara zu verantworten hat, an die Menschen, die aufgrund von Urteilen von "Revolutionsgerichten" erschossen oder in den Gulags ("Guanacahabibes") ihrer Freiheit beraubt, gequält und ermordet worden sind.

Mehr Umsatz mit weniger Kunden.

Im Sommer 2005 hat ein pointierter Beitrag von mir teilweise heftige Reaktionen hervorgerufen. Auf einen ebenfalls pointierten Einwand bin ich damals eingegangen. Siehe dazu: "Ich will keine neuen Gaeste: Entgegnung auf eine Erwiderung".

Soll man sich eher um vorhandene Kunden als um neue bemühen? Darum geht es auch in einem neuen Artikel der Fachzeitschrift "Absatzwirtschaft": "Die Stammkunden wandern ab. Schicksal oder Versäumnis?":
"Wir müssen uns darauf konzentrieren, die Kundenabwanderung zu reduzieren, möglichst viele Second Choice Buyer zu First Choice Buyer zu konvertieren, mehr Umsatz mit weniger Kunden zu erzielen und dadurch höhere Deckungsbeiträge und mehr Planungssicherheit und Stabilität herbeizuführen"
werden die Experten einer Studie von Serviceplan.de zitiert.

Die von den Autoren der Studie vorgeschlagenen Ansätze kann man auf die Gastronomie übertragen:
  • "Von pauschalen Zielgruppendefinitionen zu differenzierten, markenspezifischen Käufer- und Verwendergruppen": Wenn ein gastronomisches Konzept z.B. auf Familien, also Gäste mit Kindern und Jugendliche abzielt, sollte diese Zielgruppe nicht nur altersmäßig genauer festgelegt werden (siehe dazu meinen früheren Beitrag "Gastgewerbe-Marketing: Zielgruppe Kinder und Jugendliche"), sondern auch räumlich (wo finde ich solche Familien im Einzugsgebiet) und sozio-kulturell. Heraus kommen kann dann z.B. so etwas wie die Veranstaltungsreihe "Gottesdienst mit Biss". Zielgruppe waren kinderreiche Familien freier evangelischer Christen.
  • "Mediaplanung auf Basis von Käufergruppen": Wenn Sie als Hotelier z.B. Lesben und/oder Schwule als Zielgruppe anstreben, sollten Sie herausfinden, welche Medien diese Zielgruppen nutzen. Für die Gastronomie sind bei diesen Zielgruppen die Nischenmedien wichtig, die von der Zielgruppe im Einzugsgebiet genutzt werden.
  • "Zweistellige Leistungsverbesserungen im Mediabudget und gleichmäßige und gesicherte Käuferansprache:" Nutzen Sie solche Medien (für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit), die von ihren Zielgruppen genutzt werden. Ein Beispiel: Versuchen Sie herauszufinden, woher Ihre Gäste stammen, wo sie wohnen und von wo sie herkommen, wenn sie Ihre Gaststätte besuchen. Häufig wird die Größe des Einzugsgebiets überschätzt. Wir konzentrieren uns z.B. bei unserem Bamberger Café Abseits bei Flyern auf einen Postzustellbezirk. In den benachbarten Postzustellbezirken sinkt die Rücklaufquote von Gutscheinen auf Flyern dramatisch. Es ist einfach zu teuer, neue Gäste von außerhalb zu gewinnen.
  • "Aufbau eigener Reichweiten:" Sie brauchen einen Datenpool. Siehe dazu meinen früheren Beitrag "Instrumente der Kundenbindung in der Gastronomie: Wie kann man Gästedaten gewinnen?". Erstaunlicherweise bietet die aktuelle Debatte um das gesetzliche Rauchverbot der Gastronomie, die - von Diskotheken abgesehen - kaum Daten Ihrer Individualgäste gesammelt hat, eine Gelegenheit, die Daten ihrer Gäste (Raucherclub-Mitlieder) zu bekommen. Es geht natürlich auch mit einem "Nichtraucher-Club".
Zu dem auch von mir verwendeten Begriff der Zielgruppe hat sich Bernd Röthlingshöfer kritisch geäußert: "Ade Zielgruppenwerbung! 13 Gründe warum Sie nicht mit Zielgruppen, sondern mit Netzwerken planen sollten" vom 9. April 2008. Ich stimme ihm zu, meine aber, daß wenn man ausreichend konkret wird bei der Festlegung der "Zielgruppen" eines gastronomischen Objekts, man nicht umhin kommt, Netzwerke, Gemeinschaften, Vereine usw. aufzuspüren, die oder deren Mitglieder man als Gäste und Kunden gewinnen will.

Ein Beispiel: Mein Bamberger Café Abseits hat als eine "Zielgruppe" Bierkenner und Bierliebhaber. Also schaue ich mich natürlich in den einschlägigen Communities vor Ort (wie z.B. dem Fränkischen Brauereimuseum in Bamberg) und online (wie z.B. Ratebeer.com) um und bin dort aktiv.

Siehe dazu auch: "Zielgruppen nutzlos?", in: Streuverluste vom 9. April 2008.

Hotellerie: Umsatz und Ertrag werden steigen.

Stuttgart/Hamburg, 17. April 2007. Hoteliers in Frühlingslaune: Rund die Hälfte der Betreiber größerer Hotels (vier und fünf Sterne) erwarten eine weitere Steigerung ihrer Belegung und Zimmerrate. Nur knapp zehn Prozent der Tophoteliers gehen von Umsatzverlusten in den nächsten Monaten aus. Das ist das Ergebnis des jüngsten AHGZ-Monitors, den die Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (AHGZ, Stuttgart) in ihrer aktuellen Ausgabe (Nr. 16, 19. April) vorstellt. Befragt wurden in ihrem Auftrag vom internationalen Marktforschungsunternehmen CHD Expert Deutschland (Scheeßel bei Hamburg) rund 5000 Betriebe aus dem Gastgewerbe.
Graphik
(Graphik: CHD Expert)

Hotels der kleinen und mittleren Kategorie, vornehmlich ohne Restaurants, geben sich dagegen etwas zurückhaltender: Nur rund 43 Prozent erwarten eine Steigerung der Belegung und nur 30 Prozent hoffen auf höhere Zimmerraten. Fast 22 Prozent der Hotels ohne Gastronomie befürchten sogar Rückgänge bei der Zimmerrate innerhalb der nächsten Monate.

Dennoch - insgesamt ist die Stimmung gut im Gastgewerbe. Immerhin erwartet fast die Hälfte aller befragten Hoteliers und Gastronomen steigende Umsätze. Dies gilt auch für die Gastronomie, die offenbar Anschluss findet an die gute Entwicklung der Hotellerie.

Die Erwartungshaltung spiegelt die Konjunkturentwicklung in der Hotellerie wider. Die Vier- und Fünf-Sterne-Häuser haben auch im vergangenen Jahr sowohl bei Belegung als auch Zimmerrate einen leichten Zuwachs verzeichnen können: Nach dem WM-Boomjahr stieg 2007 die Zimmerauslastung um fast einen Prozentpunkt auf 64,3 Prozent und die durchschnittliche Zimmerrate wuchs leicht auf 89,12 Euro. Dies legt eine aktuelle Veröffentlichung von Deloitte Deutschland in der Reihe "Hotelbenchmark" offen.

Auch in der Mittelklasse-Hotellerie wurde 2007 ein Plus verzeichnet: Nach Deloitte-Erhebungen stieg die Zimmerauslastung im vergangenen Jahr um 1,3% auf 64,5%. Der durchschnittliche Zimmerpreis wuchs um 0,4% auf 53 Euro.

Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift "Wissen und machen!". Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

(Quelle: Pressemitteilung von CHD Expert Deutschland | Marktplatz Hotel GmbH).

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Mittwoch, April 16, 2008

Rauchverbot: Verwaltungsgericht Muenchen stoppt Freisinger Querulanten.

Fast alle bayerischen Kommunen akzeptieren das bayerische Gesundheitsschutzgesetz und die darin verordnete Möglichkeit, "geschlossenen Gesellschaften" das Rauchen zu erlauben. Zu den wenigen Ausnahmen, die Gastronomen rechtswidrig verfolgen, wenn sie in ihren Räumen Raucherclubs das Rauchen erlauben, gehört die Gemeinde Freising. Dem Kollegen Daniel Christ von "Marcos Sportsbar" wurde unverschämterweise ein Bußgeld in Höhe von 2.000 Euro angedroht, falls er sich nicht beugt: "Kippt ein Wirt das Raucher-Gesetz?", in: Abendzeitung vom 16. April 2008.

Das Bayerische Verwaltungsgericht München hat diesen Querulanten jetzt das Handwerk gelegt: "München: Verwaltungsgericht erlaubt Raucherclubs vorläufig", in: Stadtmagazin München24.info vom 16. April 2008.

Die Pressemitteilung "Raucherclub" (PDF) des Verwaltungsgerichts München:
"Rauchverbot - Verwaltungsgericht München erlaubt Einstweilen das Rauchen im "Club"

Nach der heute bekannt gegebenen Eilentscheidung der 16. Kammer des Bayerischen Verwaltungsgerichts München (Az. 16 S 08.1208) darf ein Wirt in seinem Lokal vorläufig das Rauchen gestatten, wenn er nicht jedermann, sondern nur Gästen, die Mitglieder eines "Clubs" sind, Zutritt gewährt.

Der Antragsteller betreibt in Moosburg eine Gaststätte mit 2 Spielhallen, in denen nur Getränke ausgeschenkt werden. Das Landratsamt Freising ergänzte die Gaststättenerlaubnis um Auflagen zur Durchsetzung des Rauchverbots. So soll der Betreiber etwa die Aschenbecher entfernen und Rauchverbotsschilder anbringen. Dagegen erhob der Wirt Klage und beantragte zugleich einstweiligen Rechtsschutz.

Der Ausgang des Klageverfahrens ist offen. Die heute getroffene Entscheidung beruht daher auf einer Interessenabwägung, die die besondere Situation des Wirts im Hinblick auf Art und Publikum seiner Gaststätte und eine nicht auszuschließende Existenzgefährdung berücksichtigt. Trotz des hohen Stellenwerts des Nichtraucherschutzes erscheint es dem Gericht vertretbar, das Rauchen im "Club" vorläufig, also bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache, zuzulassen.

Im Hauptsacheverfahren wird zu klären sein, nach welchen Kriterien der Wirt seinen Gästen tatsächlich Zutritt gewährt. Ferner ist zu prüfen, inwieweit ein Rauchverbot in die Existenzgrundlage des Gastwirts eingreift. Die Verfassungsmäßigkeit von Gesetzen zum Nichtraucherschutz ist zudem bundesweit sehr umstritten.

Gegen diese Entscheidung kann innerhalb von 2 Wochen Beschwerde zum Bayerischen Verwaltungsgerichtshof München eingelegt werden."

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