Gastgewerbe Gedankensplitter



Sonntag, September 28, 2008

Bayern jagt Rauchverbots-CSU zum Teufel.

Jetzt polemisiere ich schon seit 2002 gegen das damals nur angedachte, mittlerweile in allen Bundesländern beschlossene gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie. Das erste Posting zu diesem Thema vom 16. Juni 2002, als sich in den USA zart angedeutet hat, daß da etwas Ärgerliches auf uns zukommt. Zugegeben manchen Leser hat dies genervt. Man hat mich nicht nur einmal gefragt, ob es denn nur dieses Thema gäbe.

In meinem Beitrag "Rauchverbot als Wahlkampfthema" vom 6. November 2007 habe ich geschrieben:
"Wer genauer hinsieht, erkennt, daß der Widerstand gegen das Rauchverbot in erheblichem Maße auch von Gastronomen mitgetragen wird, die der CSU nahestehen oder angehören. Es geht dabei psychologisch nicht nur um das Rauchverbot. Viele CSUler sind unzufrieden mit der großen Koalition auf Bundesebene und dem dort sichtbaren Trend zu bürokratischer Gängelung."
Bei den bayerischen Kommunalwahlen hat sich angedeutet, daß die CSU wegen des bayerischen Rauchverbots in die Fresse bekommt, auch wenn die abgestraften CSU-Kommunalwahlkämpfer ja gar nicht die direkte politische Verantwortung tragen, sondern nur stellvertretend verprügelt worden sind. Siehe dazu: "Sieg" vom 3. März 2008.

Heute hat die CSU bei den Landtagswahlen die Quittung bekommen. Sie hat fast jeden Dritten ihrer Wähler von früher verloren und muß nun in den sauren Apfel beißen, mit einer der beiden Konkurrenten zu koalieren, die sich vehement gegen das Rauchverbot ausgesprochen haben

Alle Beiträge zum Thema "Bayern" in diesem Blog.

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Samstag, September 27, 2008

Statista.

Wer sich professionell im Gastgewerbe betätigt, wird auf Statistiken nicht verzichten könnnen, sei es, um anhand von Betriebsvergleichen zu überprüfen, wo man im Vergleich zur Branche steht, oder etwa um Standortfaktoren zu bewerten oder Trends im Verbraucherverhalten im Auge zu behalten. Quellen können sein:2007 wurde in Hamburg die Statista GmbH gegründet, um auf der Website www.statista.org einen einfachen Zugang zu derzeit über einer Million Statistiken aus allen Lebensbereichen zu schaffen. Jede Statistik mit der genauen Quelle und Details der jeweiligen Erhebung versehen. Zu den Quellen zählen bislang:
  • das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD),
  • das Statistische Bundesamt,
  • das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW),
  • die Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen e.V. (GESIS)
  • das Burda Community Network.
  • die Spiegel-Gruppe
Das Angebot ist allen Nutzern kostenfrei zugänglich und wird kontinuierlich erweitert.

Die Statistiken können auch in eigene Webseiten eingebunden werden. Neben jeder Statistik finden Sie auf der rechten Seite einen HTML-Code, der Ihnen die Einbindung ermöglicht.

Wenn man sich die Organisationen und Unternehmen anschaut, die bislang Daten via Statista bereit gestellt haben, wird schnell klar, daß man bislang wenig Wirtschaftsstatistiken findet. Für das Suchwort "Gastronomie" finden sich bislang erst sechs Fundstellen, zudem eher Ergebnisse von Umfragen wie zur Frage "Wie wichtig ist es Ihnen, dass es im Krankenhaus ein kleines Restaurant oder Café gibt, wo man gemütlich sitzen kann?". Ich habe das Ergebnis in mein Blog eingebunden, um Ihnen zu zeigen, wie so etwas aussieht:
Auf Statisti bin ich aufmerksam geworden durch den Artikel "Statista - offene Plattform für Statistiken online" von Klaus Patzwaldt, in: at-web.de).

Freitag, September 26, 2008

Wahlkampf auf der Wiesn.

Es sei Tradition auf der Wiesn, dass Wahlkämpfe und parteipolitische Fragen nicht auf das Oktoberfest getragen werden, behauptet Gabriele Weishäupl, Münchener Fremdenverkehrsdirektorin und in dieser Funktion verantwortlich für die Durchführung des Münchner Oktoberfestes. Quelle: "Wiesn bleibt wahlkampffreie Zone", in: tz vom 24. September 2008. Dabei weiß sie:
  • Die CSU hat aus Angst vor den Oktoberfestbesuchern, Oktoberfestwirten und den bayerischen Wählern nach dem CSU-Kommunalwahldebakel im Frühjahr flugs das Raucherdrangssalierungsgesetz für das Oktoberfest 2008 außer Kraft gesetzt.
  • Politiker aller Parteien nutzen das Fest, um politische Sprüche zu klopfen, angefangen vom Münchner Oberbürgermeister beim Bieranstich bis hin zu den Rauchverbots-Deppen von der CSU.
Den großkoalitionären Rauchverbotsfanatikern stinkt es offensichtlich, daß der Gastronom Franz Bergmüller, 1. Vorsitzender des Vereins zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (Vebwk), der für die Freien Wähler bei der bayerischen Landtagswahl kandidiert, Besucher des Oktoberfestes befragt hat, was sie vom Rauchverbot halten: "Abenteuerliche Wahlumfrage im Bierzelt: Wiesn-Chefin stinksauer", in: tz vom 24. September 2008.

Wir dokumentieren die Pressemitteilung des Vebwk zu ihrem sogenannten "Stimmungsbarometer":
"Das politische Stimmungsbarometer des VEBWK

Aktueller Wahltrend durch 110.000 Protestunterschriften gegen CSU bestätigt.

München, 23. September 2008 – Der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur e.V. (VEBWK) hat im Rahmen seiner Umfrageaktion auf bayerischen Volksfesten am vergangenen Wochenende auf dem Oktoberfest in München erneut sein politisches Stimmungsbarometer abgefragt. Wie zuletzt am Rosenheimer Herbstfest drehte sich die Umfrage des VEBWK um Rauch- und Alkoholverbote und stellte abschließend die 'Sonntagsfrage'. Das Ergebnis von München bestätigt den aktuellen Wahltrend: Die CSU wird die absolute Mehrheit in Bayern verlieren. Dieses Ergebnis wird flankiert von einer Unterschriftenaktion des VEBWK gegen eine Wiederwahl der bayerischen CSU als allein regierende Partei im Landtag.

Im Löwenbräuzelt auf dem Oktoberfest in München hat der VEBWK nun bereits zum zweiten Mal sein politisches Stimmungsbarometer abgefragt. 1.000 Besucher des Volksfestes wurden interviewt. Bei der Frage, ob Bayern ein totales oder ein liberales Rauchverbot haben sollte, entschieden sich 73% für die liberale Lösung. Ebenso lehnten 57% die von der Regierung geplante Null-Promille-Grenze ab. Das in Regierungskreisen ebenfalls zur Debatte stehende Verbot vom Alkoholausschank in Gaststätten nach 24 Uhr wurde von nahezu sämtlichen Befragten (82%) zurückgewiesen.

Allein anhand der Reaktionen auf diese drei Fragen kann man sich einen einfachen Reim auf den Ausgang der bayerischen Landtagswahl am 28. September machen. Die CSU zeichnet für die Einführung von Gesetzen verantwortlich, die von der Bevölkerung abgelehnt werden. Die 'Sonntagsfrage' des VEBWK (Welcher Partei würden Sie Ihre Stimme geben, wenn heute Landtagswahl wäre?) verdeutlicht den Verdruss der Bevölkerung: Bei 425 enthaltenen Stimmen (als Nichtwähler gewertet) gaben nur 26% ihre Stimme der CSU. Ein schlechteres Ergebnis hat es für die CSU in Bayern bislang in keiner Umfrage gegeben.

Dass die FDP und die Freien Wähler in München ein derart positives Ergebnis erzielen, dürfte mitunter auch vom politischen Engagement der drei VEBWK-Gründungsmitglieder Franz Bergmüller, Jürgen Koch und Jürgen Lochbihler herrühren. Denn die drei VEBWK-Mitglieder kandidieren um einen Sitz im bayerischen Landtag für die FDP und die Freien Wähler. Die Hauptargumente im Wahlkampf der drei VEBWK-Gründungsmitglieder basieren auf der Forderung nach mehr Eigenverantwortung und der Abkehr von einer Gesellschaft, die durch immer mehr Verbote an ihrer Entfaltung gehindert wird....

Der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur e.V. (VEBWK) hat sich das Ziel gesetzt, die Interessen der bayerischen Gastronomie, deren Partnern und Gästen gegenüber Politik und Gesellschaft zu vertreten. Dies gilt für das seit 1. Januar 2008 geltende Rauchverbot und ebenso für alle anderen, die bayerische Wirtshauskultur betreffenden Angelegenheiten. Der politische und gesellschaftliche Einfluss des VEBWK nimmt dank seiner wachsenden Mitgliederzahl (über 80.000 mit Stand August 2008) laufend zu.

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Catering fuer Kindertageseinrichtungen.

Die stationäre Gastronomie sieht sich in Deutschland mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert, z.B. wird für Speisen und Getränke zum Verzehr an Ort und Stelle der volle Mehrwertsteuersatz fällig, das Rauchverbot vertreibt insbesondere ältere, männliche Stammgäste und die Hauptmahlzeit wird von immer mehr Menschen vom Mittagessen auf den Abend verlagert.

Im Vergleich dazu boomt Catering, nicht zuletzt das Catering für Kindergärten und Schulen wegen des Trends zu Ganztagesschulen und -kindereinrichtungen.

Die Firmengeschichte des ACTIVcafé in Frankfurt am Main illustriert dies deutlich:
  • Im April 2001 eröffnen Florentine & Florian Egle in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts ihr ACTIVcafé als Bistro (stationärer Betrieb).
  • In den Jahren 2002 und 2003 beliefern sie nebenbei Firmenkunden und Kunden auf der Messe Frankfurt.
  • Im April 2004 ziehen sie um und betreiben ein Bistro mit schwäbischen Spezialitäten.
  • Nach der Geburt eines Sohnes stoßen sie auf die Nachfrage nach Catering für Kindertageseinrichtungen und beginnen ab Mai 2007 mit dem Catering für Kindergärten.
  • Im November 2007 schließen sie ihr Bistro abends, ab Januar 2008 ganz und konzentrieren sich voll auf Catering. Damit endet das stationäre Geschäft.
  • Mittlerweile werden 19 Kindertageseinrichtungen beliefert. Geplant ist ein Umzug in Räumlichkeiten mit größerer Küchenkapazität.

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FoodfindR.

FoodfindR ist eine Fast Food Restaurantsuche. Im aktuellem System sind ca. 3500 Restaurants vorzufinden, insbesondere von den großen, überregionalen Ketten (via "FoodfindR", in: Pommes Blog vom 20. September 2008).

FoodfindR wird von Guido Schmechel betrieben und entwickelt, der damit seine Firma little dev bekannt machen will. Er arbeitet als Fachinformatiker Anwendungsentwicklung bei einer Unternehmensberatung.

Siehe dazu auch eine Besprechung: "Foodfindr - schnelles Essen um die Ecke", in: Meinungs-Blog.

Sehr schön ist z.B. eine Google Map mit allen Ikea-Restaurants in Deutschland. Was viele nicht wissen: Die Handelsgastronomie Ikea Gastronomie gehört zu den ganz Großen in der Gastronomie, ist Marktführer bei Frühstücken und war die erste Systemgastronomie-Kette, die sich einer Bio-Zertifizierung unterworfen hat.

Zu einem anderen Ansatz siehe: "Neu in Bamberg: Mit Gustoo.de schnell, unkompliziert und bequem den passenden Lieferservice rund ums Essen & Trinken finden".

Betreiber von Fast Food Restaurants können ihren Betrieb kostenlos eintragen. FoodfindR finanziert sich durch Werbung Dritter.

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Donnerstag, September 25, 2008

Start der ''Vernetzungsstelle Schulverpflegung''.

Ziel der neugeschaffenen 'Vernetzungsstelle Schulverpflegung' ist es, eine gesundheitsförderliche Schulverpflegung fest in den Schulen zu etablieren. Dies betonte Gesundheitsminister Otmar Bernhard in München. Bernhard:
"'Mit der neu geschaffenen 'Vernetzungsstelle Schulverpflegung' optimiert Bayern die Qualität der Schulverpflegung und setzt der Fehlernährung von Kindern ein überzeugendes Maßnahmenpaket entgegen. Kinder müssen spielerisch erfahren und praktisch vorgelebt bekommen, dass gesunde Ernährung nicht nur Über- oder Untergewicht und damit auch Folgeerkrankungen langfristig vorbeugt, sondern auch noch schmeckt. Diese Erfahrungen werden heutzutage zunehmend im Lebensumfeld Schule gewonnen."
Als zentrale Anlaufstelle berät die Vernetzungsstelle Schulen und in einem zweiten Schritt Kindertageseinrichtungen in Bayern kostenneutral bei fachlichen, organisatorischen und logistischen Fragen. Sie unterstützt deren Vernetzung mit allen Akteuren rund um die Verköstigung, wie beispielsweise Kostenträger, Hausmeister, Cateringfirmen oder regionale Handelspartner.
"Als Kultusminister begrüße ich sehr die nun eingerichteten Vernetzungsstellen, die den Schulleitungen, den Eltern, den Sachaufwandsträgern und vor allem unseren Kindern zugute kommen"
betonte Kultusminister Siegfried Schneider.
"Schulbildung wird in Bayern seit jeher ganzheitlich verstanden"
fügte Minister Schneider hinzu.

Die zentrale Kopfstelle am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) soll beispielsweise Strategien, Fortbildungsmaßnahmen und Konzepte erarbeiten, um die Schulverpflegung entweder einzuführen oder deren Qualität sowie Akzeptanz zu verbessern. Die Bezirksregierungen als dezentrale Koordinierungsstellen erhalten je eine neue Projektstelle, die die Aktivitäten im Regierungsbezirk bündelt, Multiplikatoren schult und mit den Schulämtern zusammenarbeitet. Die Vernetzungsstelle ist eine Maßnahme aus dem Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängenden Krankheiten (NAP).

Wissen auf spielerische Art und Weise zu vermitteln, das gelingt dem 'Lernzirkelkoffer Ernährung' der Verbraucherzentrale Bayern. Dieser enthält Unterrichtsmaterialien, die Grundschulkinder in der Ernährungsbildung unterstützen und sie zu mehr Bewegung anregen.
"Die Resonanz auf unsere Koffer ist äußerst positiv, das Konzept überzeugt die Pädagogen und die Kinder haben viel Spaß am praktischen Lernen"
berichtet Marion Breithaupt-Endres, Vorstand der Verbraucherzentrale Bayern. Der entscheidende Grundstein für ein gesundes Leben werde in der Kindheit gelegt. Kindern müsse daher frühzeitig geholfen werden, ein gesundes Ess- und Bewegungsverhalten zu entwickeln, so die Verbraucherzentralen-Chefin. Das Gesundheitsministerium unterstützte Ernährungsprojekte der Verbraucherzentrale Bayern 2008 mit insgesamt 318.000 Euro. 20 weitere Lernzirkelkoffer konnten jetzt produziert werden. Diese können von Grundschulen in ganz Bayern ausgeliehen werden.

(Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz).

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Sponsoring von Barcamps.

Wenn ich mir die Liste der Sponsoren beim übermorgen beginnenden Barcamp Stuttgart anschaue, schießen mir ein paar Gedanken durch den Kopf:
  • Eigentlich ist eine Zusammenkunft von Multiplikatoren (Journalisten, Bloggern, Wissenschaftlern, Geschäftsleuten, Beratern, Studenten usw.) ideal, um vor allem solche Produkte zu bewerben, die entweder unmittelbar mit den Themen des jeweiligen Barcamps zu tun haben oder in den Pausen betrachtet, ausprobiert oder verkostet werden können. Marken von Speisen und Getränke, die auf Mundpropaganda hoffen, sollten sehr gut und/oder ungewöhnlich schmecken und eine Story haben, die man sich merken und weiter erzählen kann. Das trifft wohl auf alle diesbezüglichen Sponsoren zu wie Das Eis, Pure Tea, die Säfte der Saftkelterei Walther's und das Catering-Unternehmen Esskultur Stuttgart von Jens Heubach.
  • Wie schon von mir in Bezug auf die Präsentation von Sponsoren beim Tourismuscamp Eichstätt 2008 bemängelt, genügt es nicht, Getränke und Speisen nur hinzustellen oder von den Veranstaltern hinstellen zu lassen. Die Teilnehmer sind mehr oder weniger Informationsjunkies. Idealerweise sollten die Sponsoren selbst an den Barcamps teilnehmen, um vor Ort ihre Produkte bzw. Ihr Unternehmen erläutern zu können. Ersatzweise kann man in den Pausen vor Ort sein oder gar nur Informationsmaterialien anbieten. Oder man ermöglicht, wenn der Betrieb in der Region beheimatet ist, in der Art eines Rahmenprogramms Betriebsbesichtigungen, Ein Teil der Teilnehmer reist ohnehin von weiter an und ist evtl. bereit, einen Tag vor- oder an das Barcamp anzuhängen. Leider scheinen auch die regionalen Incoming-Agenturen dieses Potential noch nicht erkannt zu haben.

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Trend-Szene-Gastronomie: Mehr als ein Großstadtphaenomen.

Hamburg, 25. September 2008. Was genau ist die Trend-Szene-Gastronomie? Das wird jeder Gast anders beantworten. Aus Unternehmersicht ordnen sich aber insgesamt sich nur rund 20 Prozent aller Gastronomiebetriebe in das flippige Marktsegment ein. Bei den Bars und Bistros jedoch gehören dem ewig jungen Gastronomiesegment schon nahezu 40 Prozent an. Und bei den Diskotheken bezeichnen sich stolze zwei Drittel selbst als Trend-Szene-Location. Das Selbstverständnis des Trendsetters ist aber nicht auf das getränkeorientierte Segment beschränkt.

Auch bei den Restaurants verstehen sich z.B. 49 Prozent der Japaner, Vietnamesen und Thailänder als Trend-Szene-Betrieb. Unter den italienischen Restaurants sind - nach eigener Einschätzung - immer noch rund ein Drittel Trend-Szene-Läden. Von den Foodtempeln mit "neuer deutscher Küche" rechnen sich 18 Prozent zum Segment Trend-Szene. Dies geht aus einer Studie des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert, Scheeßel bei Hamburg, hervor. Ganz anders die Situation in der Beherbergung: bei den Hotels sind es nur fünf Prozent, die besonderen Wert auf Zeitgeistigkeit legen.
"Zum Label Trend Szene gehört nicht nur ein modernes Interior, sondern auch ein entsprechend hochklassiges Angebot an Speisen und Getränken sowie ein USP als Themenlokal oder Eventlocation"
charakterisiert Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert Deutschland, den Fachbegriff. 40 Prozent der befragten Trend-Szene-Gastronomien erwirtschaften einen vergleichsweise hohen Durchschnittsbon von 24 bis 30 Euro pro Gast. Zum Vergleich: Der Durchschnittsbon in (gewöhnlichen) Restaurants beträgt gerade einmal 14,53 Euro.

Trend-Szene-Betriebe arbeiten vor allem in den Medien an einem entsprechenden Ruf. 32 Prozent der Befragten gaben die Imagepflege und gute Pressekontakte als wichtigstes Ziel für ihr Etablissement an.
"Paradebeispiel ist da die 'Sansibar' von Herbert Seckler auf Sylt"
so Lambracht.
"Das Restaurant ist wie ein Network-Treff der Schönen und Reichen, eine Top-Bar und gleichzeitig ein namhafter Weinlieferant für ganz Deutschland."
Trend-Szene-Gastronomiekonzepte zeichnen sich durch einen überdurchschnittlichen Jahresumsatz und Auslastung sowie ein ausgefallenes Einrichtungskonzept aus. 32 Prozent der befragten Betriebe legen gesteigerten Wert auf einzigartige Möblierung und eine besondere Atmosphäre im Innendesign. Zudem bieten Trend-Szene-Betriebe ein beständiges Eventprogramm: 28 Prozent veranstalten regelmäßig Themenabende oder After-Work-Partys. 20 Prozent der Betriebe bieten zudem eine erweiterte Getränkekarte mit Positionen bei Wein, Champagner und Spirituosen, die man nicht in jeder Gastronomie findet.

Über CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift "Wissen und machen!". Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien. Mehr unter: www.chd-expert.de.

(Quelle: Pressemitteilung von CHD Expert).

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Samstag, September 20, 2008

Restaurantbewertungen bei 11880.

Das Auskunftsportal 11880.com hat Gästebewertungen von Restaurant-Kritik.de zu den Suchergebnissen gesellt.

Gästebewertungen dieses Restaurant-Bewertungsportals finden Sie auch bei dem Online-Verzeichnis Goyellow und den Navigationssystmen TomTom und Navigon (via Newsletter von Restaurant-Kritik.de). Suchen Sie doch einfach mal bei 11880.com nach Ihrem Betrieb und schauen Sie, welche Restaurant-Kritiken dort angezeigt werden.

Eine Übersicht aller Kooperationspartner von 11880.com.

Siehe dazu auch unsere früheren Beiträge "Restaurant-Kritik.de kooperiert mit Gault-Millau" und "Flickr-Bilder auf Restaurant-Kritik.de".

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Freitag, September 19, 2008

Brandneue Website zur Landtagswahl - CSU muss verlieren.

Zum Endspurt des Wahlkampfes in Bayern hat Netzwerk Rauchen die Seite www.bayernwahlen.de online gestellt. Der "Kleine Wahl-Helfer" bietet Informationen zu allen Parteien, die sich bei der Landtagswahl in Bayern am 28. September zur Wahl stellen. Deren Standpunkte werden unter dem Gesichtspunkt ihrer Glaubwürdigkeit untersucht, aus Bayern wieder einen Freistaat im besten Sinne des Wortes zu machen.

Das Projekt soll allen Unentschlossenen und enttäuschten CSU-Wählern Alternativen aufzeigen, welche Partei am ehesten für die bayerische Lebensart "Leben und Leben lassen" eintritt. Der Bundesvorsitzende des Netzwerk Rauchen, Michael Löb, erläutert das Projekt:
"Das erklärte Ziel der Initiative ist ein Wahlergebnis der CSU 50 - X. Wir meinen, nur so kann der Politik deutlich gemacht werden, dass der Wähler Herr im Hause ist und sich von seinen Vertretern nicht wie ein unmündiges Kind behandeln lässt. Die Signalwirkung des angestrebten Ergebnisses wird auch die Bundespolitik und die der anderen Bundesländer nachhaltig beeinflussen. Alle Beteiligten haben viel Zeit und Geld aufgewandt, um die fatale Entwicklung umzukehren, die unsere Freiheit immer mehr einschränkt."
Angesichts der aktuellen Umfrageergebnisse wird die Wahl für die CSU sehr knapp ausfallen. Es kommt daher auf jede einzelne Stimme an. Dazu Löb:
"Gehen Sie auf jeden Fall zur Wahl! Jede nicht abgegebene Stimme befördert weiter den Verbotsstaat."
"Der anständige Bayer", so die Auffassung der Regionalgruppe Bayern des Netzwerk-Rauchen, gibt niemandem seine Stimme, der ihn schikaniert und ihm seine private Lebensführung vorschreibt. "Bayernwahlen.de" ergänzt und begleitet die laufende Informationskampagne des Netzwerks zur Wahl. So wird der vierseitige Aufklärer "Neues vom Schelm" bis zum Wahlsonntag in über 100.000 Exemplaren kostenlos im ganzen Freistaat verteilt. Entwickelt und umgesetzt hat die Kampagne die Regionalgruppe Bayern. Die Finanzierung erfolgt mit Hilfe von Spenden und Sponsoren. Der "Kleine Wahl-Helfer" nimmt die Standpunkte der bayerischen Parteien nicht nur unter die Lupe, sondern trifft auch eine klare Aussage, welche der Etablierten und der neuen Mitspieler "wählbar" sind. Dabei ist die Haltung zu den Rauchverboten Maßstab, welche die CSU entgegen dem Willen der Mehrheit der Bevölkerung von allen Bundesländern in Bayern am kompromisslosesten umgesetzt hat. Dieser Maßstab dient dazu, exemplarisch einschätzen zu können, welche weiteren Einschränkungen und Verbote insbesondere im privaten Bereich von den Kandidaten zu erwarten sind. Da das Bier als nächstes Ziel bereits ins Fadenkreuz der Verbotsfanatiker geraten ist, gilt es, durch die Wahlentscheidung Schlimmeres zu verhindern. Als wählbar erweisen sich nach Ansicht des Netzwerk Rauchen zum Schluss nur drei Alternativen, nämlich die FDP, die Freien Wähler und die Bayernpartei.

Was man sonst noch tun kann, um das Wahlergebnis aktiv zu beeinflussen, erläutert die Rubrik "Aktiv", die unter anderem auf das Faltblatt des VEBWK (Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur) hinweist, der mit gleicher Zielrichtung Aufklärungsarbeit leisten will. Netzwerk Rauchen e.V. ist die führende deutsche Vereinigung von Rauchern und wendet sich über dieses Thema hinaus gegen jede staatliche Bevormundung, insbesondere Eingriffe in die persönliche Lebensführung.

Weiterführende Informationen finden Sie auf folgenden Internetseiten:(Quelle: Pressemitteilung des Netzwerk Rauchen e.V.)

Pizza in der Kantine kostet nur 3,14 Euro.

Hamburg, 19. September 2008. Pizza als Mittagessen ist eine günstige und attraktive Alternative in der Betriebskantine: Der Durchschnittspreis für eine Portion Pizza in der Mitarbeiterverpflegung beträgt 3,14 Euro und liegt damit deutlich unter anderen Lunchangeboten. Dies geht aus der CHD-Studie "Mitarbeiterverpflegung 2008", zu der führende Betriebe (mit Kantinen und mit mehr als 100 Mitarbeitern) befragt wurden. In 40 Prozent der Kantinen mit eigener Pizzastation wird eine Portion Pizza sogar noch günstiger angeboten - zu Preisen zwischen 2,60 und 3,00 Euro. Zum Vergleich: Ein Hauptgericht mit Fleisch kostet in Betriebskantinen durchschnittlich 3,28 Euro und auch eine Hauptmahlzeit mit Fisch ist bei einem Durchschnittspreis von 3,30 Euro klar teurer.

Weitere interessante Zahlen zum Außer-Haus-Markt: www.chd-expert.de/zahl_des_monats.php

Das internationale Marktforschungsinstitut CHD Expert bietet mit dem Strukturreport "Mitarbeiterverpflegung 2008" (74 Seiten, 490 Euro zzgl. MwSt., erhältlich im Foodservice-Shop: http://shop.chd-expert.de) eine Gesamtmarktstudie der betrieblichen Verpflegung bei Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern. Darin enthalten (Auszug): Arten der Betriebsverpflegung, Beschaffungsquellen und Nutzungsintensitäten, Bedeutung von Caterern und Menüservicelieferanten, Speisen- und Getränkeangebote, Bestellmedien.

Über CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift "Wissen und machen!". Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien. Mehr unter: www.chd-expert.de.

(Quelle: Pressemitteilung von CHD Expert).

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Neu in Bamberg: Mit Gustoo.de schnell, unkompliziert und bequem den passenden Lieferservice rund ums Essen & Trinken finden.

Der Kühlschrank ist leer und die Geschäfte haben zu? Mal wieder keine Zeit oder einfach keine Lust selbst zu kochen? Was liegt näher, als einem Lieferservice die Arbeit zu überlassen? Wenn es darum geht, gutes Essen und Trinken in kurzer Zeit und absolut unkompliziert liefern zu lassen, ist www.gustoo.de, Bambergs erstes Online-Lieferdienstportal, ab sofort die erste Wahl. Egal ob Pizza, Sushi, Döner, Schnitzel, Gyros oder Nachos - www.gustoo.de bietet den perfekten Überblick und findet den passenden Lieferservice für jeden Geschmack.

Die Vorteile für die Nutzer des modernen und übersichtlichen Online-Portals liegen auf der Hand: Wenige Klicks genügen, um die kulinarischen Lieferangebote Bambergs zu entdecken und gezielt nach dem persönlichen Lieblingsgericht zu suchen. Dabei ist es egal, ob der User die italienische, die griechische, die deutsche, die chinesische oder die internationale Küche bevorzugt - jeder Wunsch wird erfüllt. Hierbei schaffen die detaillierten, kostenlosen und aktuellen Speisekarten der einzelnen Lieferdienste, die auf www.gustoo.de online eingesehen werden können, einen ersten Überblick und vereinfachen die Entscheidung. Außerdem kann zwischen zahlreichen Selektionsmöglichkeiten gewählt und anschließend, unter Berücksichtigung von Preisen, Lieferdauer, Postleitzahl oder Branche, bestellt werden. Als besonders praktisch erweist sich in diesem Zusammenhang die Anzeigemöglichkeit aller Lieferdienste, die zum jeweils aktuellen Zeitpunkt das Liefern von Speisen anbieten. Auf diese Weise wird immer genau das Angebot gelistet, das aktuell auch wirklich verfügbar ist.

Wenn das Wunschgericht gefunden ist, bedarf es nur noch einiger lieferungsrelevanter Angaben und schon ist die Bestellung so gut wie auf dem Weg zum hungrigen Kunden. Eingehende Aufträge werden nach der Übermittlung der Daten umgehend - per Fax oder per Email - an die Lieferdienste weitergeleitet.

Die Methode der schriftlichen Order bietet - im Gegensatz zu einer telefonischen Bestellung - vor allem den Vorteil, dass Missverständnisse und Fehllieferungen weitestgehend ausgeschlossen werden können. Die Zeiten von Verständigungsproblemen am Telefon sind somit ein für alle mal vorbei und die Lieferdienste können sich ganz auf die Zubereitung der Speisen konzentrieren.

Durch die permanente Online-Präsenz mittels gustoo.de erhalten die Lieferdienste Zugriff auf einen kontinuierlich wachsenden Kundenkreis, wobei das jeweilige Angebot mit wenigen Klicks auf den aktuellsten Stand gebracht werden kann.

Das Online-Portal www.gustoo.de ermöglicht also einen problemlosen Ablauf - von der Bestellung bis zur Lieferung. Gezahlt wird abschließend - ganz traditionell - bar bei Lieferung. In naher Zukunft wird den Usern zusätzlich auch die alternative Zahlungsmöglichkeit per PayPal zur Verfügung stehen. Diese bargeldlose Variante erfreut sich bereits seit geraumer Zeit großer Beliebtheit innerhalb der Internet-Community und wird dementsprechend immer häufiger als Zahlungsmittel akzeptiert. Nach der Lieferung kann die Leistung des jeweiligen Lieferdienstes auf der Homepage von www.gustoo.de bewertet werden. Innerhalb kürzester Zeit werden auf diese Weise zahlreiche Erfahrungswerte gesammelt, die anschließend anderen Usern die Entscheidung erleichtern und Lieferdiensten zeigen, in welchen Bereichen es gegebenenfalls Verbesserungspotential geben könnte. Wenn der Kunde mit dem Service eines Anbieters rundum zufrieden war, kann er den Lieferservice sogar in die persönliche Favoritenliste aufnehmen. Auf diese Weise wird der schnelle Zugriff bei zukünftigen Bestellungen zusätzlich beschleunigt.

Das Online-Lieferdienstportal gustoo.de zeigt den schnellsten Weg zum perfekten Dinner, verschafft einen umfassenden Blick auf die Bamberger Ausliefergastronomie und übermittelt die eingehenden Bestellungen sofort, bequem und selbstverständlich absolut kostenlos: Mit www.gustoo.de wird die Online-Lieferdienst-Bestellung zum absoluten Kinderspiel.

(Quelle: Pressemitteilung von gustoo.de).

Ein paar Anmerkungen von mir aus der Sicht der Gastronomie:

Wie mir ein Bamberger Lieferservice berichtet hat, verlangt Gustoo.de nach einer kostenlosen dreimonatigen Probezeit eine Gebühr in Höhe von 10 Prozent des Umsatzes, was sicherlich koscher ist. Insoweit solche Vertriebskosten anfallen, stellt sich - genauso wie bei Hotels im Verhältnis zu Online-Buchungsportalen oder Online-Shops bei ihrer Entscheidung, ob sie Shops bei EBay oder Amazon usw. als Dependancen unterhalten - für Gastro-Lieferdienste die strategische Frage, ob man Kunden langfristig an die eigene Website, bei der kein Transaktionsgebühren anfallen, binden will oder kostenpflichtige, alternative Vertriebskanäle nutzt. Die Entscheidung wird von der Bereitschaft und Fähigkeit abhängen, in die eigene Website zu investieren, damit Kunden dort bestellen können. Größere Hotels, Restaurantketten, Online-Shops werden eher in die eigene Website investieren. Kleinere Anbieter werden eher externe Vertriebskanäle nutzen.

Die Entscheidung, kostenpflichtige, externe Vertriebskanäle zu nutzen, hängt auch von der Kostenstruktur des Betriebs ab. Reicht der kalkulierte Deckungsbeitrag aus, die Vetriebsprovision zu begleichen? Stellschrauben der Preispolitik können sein:
  • ein ausreichend hoher Mindestbestellwert.
  • Liefergebühren für den Kunden.
  • Höhere Preise im externen Vertriebskanal, etwa in der versteckten Form, daß Stammkunden, die über die eigene Website bestellen, Rabatte und andere Vorzüge eingeräumt werden.
  • Es wird nur ein Teil des Sortiments im externen Vertriebskanal abgebildet und zwar solche Produkte, die einen besonders hohen Deckungsbeitrag versprechen.
In der Regel wird es vernünftig sein, sowohl externe als auch interne Vertriebskanäle zu nutzen. Über externe Vertriebskanäle kann man neue Kunden finden und anschließend versuchen, diese neuen Kunden dazu zu bewegen, bei Folgeaufträgen auf der eigenen Website zu bestellen.

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Niederlassung, Muenchen.

In meinem Beitrag "Per Blog die Gruendung kommunizieren" propagiere ich, die Entwicklung eines gastronomischen Konzepts, der Gründung oder des Aufbaus eines Betriebs per Blog öffentlich zu kommunizieren, nicht nur als Pre-Opening-Marketing, sondern auch um Ideen der Leser zu gewinnen und Kontakte zu potentiellen Gästen, Mitarbeitern und Lieferanten zu knüpfen und zu halten, und habe einige Beispiele gelistet.

Ein weiteres Beispiel ist das Blog zur geplanten Gründung des Münchener Gaststätte (Café-Bar-Kneipe) "Niederlassung" im Oktober 2008. Gründer ist Alexander Schwarz. Er hat sein Blog im Juli 2008 gestartet, nachdem er seinen Standort gefunden hat: "Das Objekt ist gefunden".

Schwerpunkt des Blogs sind weniger konzeptionelle Überlegungen als vielmehr der Fortschritt des Umbaus, der mit zahlreichen Fotos illustriert wird.

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Mittwoch, September 17, 2008

Tourismuscamp 2009 in Eichstaett.

Am 24. und 25. Januar 2009 findet das Tourismuscamp Eichstätt statt. Das Tourismuscamp 2009 ist nach dem Tourismuscamp Eichstätt 2008 das zweite Barcamp in Deutschland zum Thema Tourismus.

Ziel der Veranstaltung ist es nach dem großen Erfolg des ersten Tourismuscamps, wieder tourismusinteressierte und internetaffine Teilnehmer zu einem Wissensaustausch zusammenzubringen. Themen des Tourismuscamps sind Internet und neue Medien im Tourismus sowie eTourismus.

Ich habe am Tourismuscamp 2008 teilgenommen, werde auch 2009 teilnehmen und kann es nur empfehlen. Die Teilnahme ist kostenlos.

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Kuendigung in der Probezeit bzw. Nichtverlaengerung eines Arbeitsverhaeltnisses: Immer ohne Angabe von Gruenden.

Wenn man ein Arbeitsverhältnis zum Ablauf der vereinbarten Probezeit beenden will, sollte man als Arbeitgeber das Maul halten, wenn man danach gefragt wird, warum man dies tut. Man nimmt einfach das Recht in Anspruch, unter Einhaltung der vereinbarten Kündigungsfrist innerhalb der Probezeit ohne Angaben von Gründen zu kündigen oder ein Probearbeitsverhältnis nicht in ein Dauerarbeitsverhältnis zu überführen. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Einem Arbeitgeber, der gegenüber der Mutter einer Mitarbeiterin stattdessen die Wahrheit gesagt hat, er wolle das Arbeitsverhältnis beenden, weil die Arbeitnehmerin schwanger geworden ist, wurde dies zum Verhängnis: "Schadensersatz wegen diskriminierender Nichtverlängerung des Arbeitsverhältnisses", in: beck-blog Die Experten vom 17. September 2008.

Meines Erachtens sind solche Urteile auf Dauer nicht im Interesse von Arbeitnehmern: Sie führen dazu, daß sie nicht mehr erfahren, warum sie in der Probzeit gekündigt bzw. warum Probearbeitsverhältnisse nicht verlängert werden und können so aus ihrem Scheitern nichts lernen.

Bayern und Baden-Wuerttemberg fordern reduzierte Hotel-Mehrwertsteuer.

Nach Baden-Württemberg fordert jetzt auch Bayern im Bundesrat die Einführung des reduzierten 7-Prozent-Mehrwertsteuersatzes für die deutsche Hotellerie. Wie der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden-Württemberg unter Berufung auf den bayerischen Schwesterverband BHG berichtet, will das bayerische Landeskabinett am kommenden Dienstag den Beschluss fassen, sich einer entsprechenden Bundesratsinitiative Baden-Württembergs anzuschließen, die von Wirtschaftsminister Ernst Pfister am 4. September eingebracht worden war.
"Die Nachricht aus Bayern ist ermutigend, denn damit macht auch die größte Tourismusdestination Deutschlands deutlich, dass die Wettbewerbsnachteile, die unseren Betrieben durch die hohe deutsche Hotel-Mehrwertsteuer entstehen, nicht länger hinnehmbar sind"
erklärte Peter Schmid, Präsident des DEHOGA Baden-Württemberg in Stuttgart.

22 von 27 EU-Staaten, darunter alle deutschen Anrainerstaaten außer Dänemark, gewähren der Hotellerie einen ermäßigten Umsatzsteuersatz an. Während deutsche Hotels 19 Prozent Mehrwertsteuer berechnen müssen, sind es in der Schweiz nur 3,6 Prozent, in Frankreich 5,5 Prozent, in Spanien und Polen 7 Prozent, in den Niederlanden 6 Prozent und in Österreich und Italien jeweils 10 Prozent. Eine Senkung der Hotel-Mehrwertsteuer in Deutschland wäre nach EU-Recht jederzeit möglich, wird aber von der Bundesregierung bislang blockiert.

Peter Schmid:
"Die hohe deutsche Hotelmehrwertsteuer schwächt unsere Wettbewerbsfähikeit als Tourismusland und verhindert die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze im Gastgewerbe. Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung ihre Blockadehaltung in dieser wichtigen Frage aufgibt und endlich für fairen Wettbewerb in Europa sorgt."
Das Gastgewerbe zählt mit mehr als 32.000 Betrieben, 7,5 Milliarden Euro Jahresumsatz und über 90.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zu den großen Dienstleistungsbranchen in Baden-Württemberg. Hotellerie und Gastronomie sind Hauptleistungsträger der Tourismuswirtschaft im Land.

(Quelle: Pressemitteilung des DEHOGA Baden-Württemberg).

Vier Anmerkungen dazu von mir:
  • Wenn die bayerische Staatsregierung solch einen Beschluß nach den Landtagswahlen fassen würde, läge der Eindruck weniger nahe, es ginge nur um den Versuch, dem Gegenwind, der der CSU aus dem Gastgewerbe entgegenfurzt, auszuweichen. Am 4. September hat der Vertreter Bayerns im Wirtschaftsausschuss des Bundesrates noch gegen einen entsprechenden Vorschlag des baden-württembergischen Wirtschaftsministers Ernst Pfister von der FDP zugestimmt.
  • Das Gastgewerbe fordert die Einführung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes für Produkte und Dienstleistungen des gesamten Gastgewerbes, also der Hotellerie und der Gastronomie, und nicht nur des Übernachtungsgewerbes.
  • Für die Gastronomie, die keine Übernachtungen anbietet, ist die Mehrwertsteuerverringerung für Hotel-Dienstleistungen sogar kontraproduktiv:
    • Die Hotellerie steht mit gastronomischen Dienstleistungen im Wettbewerb zu solchen gastgewerblichen Betrieben, die nur gastronomische Leistungen und Produkte anbietet. Die Hotellerie könnte den Steuervorteil bei Übernachtungen nutzen, um bei gastronomischen Produkten und Dienstleistungen mit Dumpingpreisen anzugreifen.
    • Zudem kann die Hotellerie tricksen, etwa Packages aus Übernachtungen und gastronomischen Produkten und Dienstleistugnen, bei denen der steuerermäßigte Anteil bewußt hoch angesetzt wird, um Mehrwertsteuervorteile einzuheimsen.
  • Der Personalkostenanteil von gastronomischen Dienstleistungen ist viel höher als in der Hotellerie. Anders ausgedrückt: Wenn die Politik Arbeitsplätze schaffen und sichern helfen will, sollten vor allem gastronomische Produkte und Dienstleistungen mit einem ermäßtigten Mehrwertsteuersatz gefördert werden und weniger die vergleichsweise kapitalintensiven Dienstleistungen des Übernachtungsgewerbes.

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Volksduemmlich.

Wie man mit einem lockeren Spruch auf Kosten anderer sich selbst in die Nesseln setzen kann, erlebt zur Zeit der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein. Eigentlich ist er nur über die Oktoberfestwirte hergezogen, um sich bei den rauchenden und biertrinkenden CSU-Stammwählern, die bei der anstehenden bayerischen Landtagswahl lieber die FDP oder die Freien wählen oder zu Hause bleiben, einzuschleimen. Auf dem Oktoberfest würde so schlecht eingeschenkt werden, daß man nach zwei Maß Bier noch Auto fahren könne. Der Schleim ging nach hinten los:
"Der frühere Innenminister hält seine Bürger nach dem Genuss von zwei Liter Bier also unter Umständen für fahrtüchtig. Die Polizei, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und die Opposition in Bayern reagierten entrüstet."
(Quelle: "Wahlkampf um die Stammtische", in: Focus vom 17. September 2008.)

Mehr über "Schlechtes Einschenken".

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NRW-Gastgewerbe: Umsaetze im Juli unter Vorjahresniveau.

Düsseldorf (LDS NRW). Das nordrhein-westfälische Gastgewerbe setzte im Juli 2008 nominal 2,7 Prozent weniger um als im Juli 2007. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik mitteilt, sanken die Umsätze real, also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, um 5,1 Prozent. Die Beschäftigtenzahl war um 1,6 Prozent niedriger als im Juli 2007.

Wie die Übersicht zeigt, fiel der Umsatzrückgang im Bereich der Gaststätten stärker aus als im Beherbergungsgewerbe.

Tabelle

Für den Zeitraum Januar bis Juli 2008 ermittelten die Statistiker für das Gastgewerbe insgesamt Umsatzrückgänge um 0,1 (nominal) bzw. 2,5 Prozent (real) gegenüber den ersten sieben Monaten des Vorjahres.

(Quelle: Pressemitteilung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen).

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Dienstag, September 16, 2008

Innovative Erfindung für die Gastronomie & Hotellerie.

Täglich werden neue Produkte präsentiert, die ein wenig besser sind als ihre Vorgänger. Hier geht es jedoch um ein Produkt, dass einzigartig und außergewöhnlich ist und darum keinen wirklichen Vorgänger hat.

Vollendete Form, schlichte Eleganz, einfache Technik und trotzdem (oder gerade deswegen) ist es auffallend modern. Weiche Kanten im Kontrast zu hartem Metall mit Zacken - jedoch ist es bis ins letzte Detail aufeinander abgestimmt. Leicht, aber robust durch mattes Plexiglas, hochwertige Verarbeitung der Klemmmechanik und dazu noch die individuelle Gestaltung der eingelegten Karte machen die Clipboard-Speisekarte zu einem edlen Blickfang auf jedem Tisch. Lang und elegant in kompakter Größe, ist sie ideal als Tages-, Wochen-, Saison-, Dessert- oder Frühstückskarte.

Clipboard-Speisekarten

"Jeder verdient seine eigene Speisekarte" ist der Grundsatz des Speisekarten-Kreativshops der Newworks Design Group. Nicht nur die Clipboards werden an Kundenwünsche angepasst - Sonderanfertigungen stehen auf der Tagesordnung und für jeden Kunden wird an einer neuen Idee gearbeitet. So darf man gespannt sein, welche Innovationen den kreativen Köpfen als nächstes entspringen.

Die Newworks Design Group ist eine Designagentur, die sich auf Kommunikationsdesign für die Gastronomie spezialisiert hat. Die Würzburger erstellen seit 2002 hauptsächlich ausgefallene und kundenorientierte Speisekarten für hochrangige Hotels und Restaurants. "Nichts von der Stange" ist das Motto, des Speisekarten-Kreativshops von Alexander H. Carls und Andrew J. Kormanec, nach dem sie Objekte in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz betreuen.

(Quelle: Pressemitteilung der Newworks Design Group, Fotos: Newworks Design Group).

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Montag, September 15, 2008

Imbiss Live.

Lange vor der Erfindung des Mitmach-Webs haben sich Menschen Gedanken gemacht, unter welcher Metapher man Menschen im Internet zusammenführen könne. Da sich Menschen im wirklichen Leben gerne in Kneipen treffen, lag es nahe, auf virtuelle Kneipen zu setzen. Das "Elektronischen Cafés" ElCafé (der Links führt ins Internet Archiv, die Website www.elcafe.com selbst existiert nicht mehr) war von seiner Form her seinerzeit (März 1994) das erste auf dem europäischen Kontinent, zur Zeit online im DOCKS, Hamburg und im TIM BUKTU -ONLINE, Hamburg (betrieben von S. Sefke). Von 1997 bis September 2006 existierte das Café Nirwana (auch dieser Link führt ins Internetarchiv), das sich aus der Mailbox "Villa Maria" seit 1992 entwickelt hat. Diese Box war aufgebaut wie ein virtuelles Häuschen, mit heute vorsintflutlich anmutenden ANSI-Menüs, aber immerhin schon aufgeteilt in Räume wie "Foyer", "Küche", "Der Blaue Salon" etc. Zur ihrem Konzeption des "Café Nirwana" schreibt Olivia Adler:
"Als ich überlegte, wie das Netz in Zukunft aussehen könnte, kam mir ein Ort in den Sinn, ähnlich einem Wiener Kaffeehaus: das 'Café Nirwana'. Ein Ort, an dem sich Menschen aus aller Welt treffen und miteinander reden, ein Ort mit vielen Stammgästen, ein Stück Heimat in den Weiten von Cyberia, der virtuellen Welt... Ich hoffe, daß dieser Platz zu einer virtuellen Heimat werden kann, zu einem Treffpunkt, einem Forum, ein Spiegelbild der Welt und der Menschen da draußen."
Ein Jahrzehnt später tauchte diese Idee wieder auf als Teil von virtuellen Welten wie Second Life: "Gaststaetten-Eroeffnung in Second Life".

Es gab andererseits auch immer schon Versuche, das reale Leben in Kneipen ins Internet zu übertragen, technisch bescheiden realisiert in Form von "Webcams in der Gastronomie".

Neu ist der Versuch, das wirkliche Leben in einer Imbissbude rund um die Uhr ins Internet zu übertragen. Der Fernsehsender kabel eins hat den realen Imbis "Curry 54" in Magdeburg mit acht ferngesteuerten Kamerasystemen und über 20 Mikrofonen ausgestattet. So kann der komplette Alltag in Magdeburg authentisch und live dokumentiert werden: angeregte, tagesaktuelle Gespräche mit den Kunden am Tresen, Arbeitseifer in der Küche und betriebsame Hektik zur Mittagszeit. Die vermeintlichen Höhepunkte des Vortages werden dann im Fernsehen täglich zusammengefaßt, ergänzt durch Live-Schaltungen ins "Curry 54". Die Sendung trägt den Titel "Imbiss Live". Sie wird ab dem 29. September 2008, montags bis freitags um 17.15 Uhr bei kabel eins im Fernsehen ausgetrahlt, aber bereits ab 15. September 2008 rund um die Uhr auf kabeleins.de

Olaf Bernhardt, der Betreiber des "Curry 54" hat auch einen Blog, in dem er täglich das Neuste aus dem "Curry 54" erzählt. In einem Forum können sich die User untereinander über die Geschehnisse im "Curry 54" austauschen. Einen Eindruck von den Räumlichkeiten kann man sich per virtuellem Rundgang machen. Am Ende der Fernsehsendung steht Olaf Bernhardt eine Stunde lang den Usern Rede und Antwort - direkt aus der Pommesbude, während des laufenden Betriebs!

Das Konzept und die Technik für diese Sendung wurde von der earth television network GmbH entwickelt, einem Unternehmen der Telcast Media Group, im Auftrag von kabel eins.

Es stellt sich natürlich die Frage, ob das wirkliche Leben so spannend ist wie Fernsehsendungen, die zwar in Kneipen spielen, aber auf Drehbüchern basieren, wie etwa Dittsche und andere Fernsehkneipen.

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Zitierverbot.

Normalerweise bemühen sich Politiker und Parteien, möglichst oft und ausführlich in den Medien zitiert zu werden. Ausnahmen bestätigen diese Regel.

Wie der Zufall will, ist ein Auszug eines Mitschnitts eines Telefongesprächs zwischen Ypsilantiy und dem Müntefering-Imitator Jochen Krause bei Youtube aufgetaucht. Über die Hintergründe informiert: "Ypsilanti-Ulk bei YouTube aufgetaucht", in: Spiegel vom 15. September 2008.

Die SPD hat wider Erwarten allen Medien, die aus dem Telefongespräch zitieren, angedroht, eine Unterlassungserklärung zu verlangen: "Hessens SPD droht Radiosender mit rechtlichen Schritten", in: Spiegel vom 15. September 2008.

Ist es nicht legitim, wenn Bürger und Wähler erfahren wollen, wenn ein Politiker unter vier Augen etwas anderes sagt als vor dem Publikum, solange es nicht um politische Fragen geht und nicht um persönliche Themen? Was ist von einer Partei zu halten, die dagegen vorgehen will, wenn Äußerungen ihrer Vorsitzenden korrekt wiedergegeben werden?

Wer etwas über die angeblichen Inhalte des Telefongesprächs erfahren will, kann sich einen Artikel der "taz" anschauen: "Der falsche Franz", in: taz vom 15. September 2008. Ob die SPD auch die "taz" verklagen wird?

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Sonntag, September 14, 2008

Alkoholpraevention.

Auf seiner Sitzung am 9. Juni 2008 hat der Drogen- und Suchtrat einstimmig Empfehlungen für nationale Aktionsprogramme zur Alkohol- und zur Tabakprävention beschlossen. Diese "Empfehlungen für ein Nationales Aktionsprogramm Alkohol Acrobat-Datei" (PDF), auch bekannt geworden als "Strategiepapier für ein nationales Aktionsprogramm zur Alkoholprävention", sorgen weiter für Empörung. Einige Stellungnahmen:Aus der Sicht der Gastronomie bieten die vorgeschlagenen Maßnahmen - je nach ihrer konkreten Ausgestaltung - nicht nur Risiken, sondern auch Chancen:
  • Problematisch ist die zu Tage tretende Tendenz zur Verteufelung von Alkhohol im Sinne einer "Totalitären Gesundheitskontrolle".
  • Andererseits können sich Beschränkungen von Wettbewerbern positiv für die Gastronomie auswirken. Wenn Produzenten und Distributeure alkoholischer Produkte z.B. kein Geld mehr für Sport- und Kultursponsoring ausgeben dürfen, werden sie vielleicht am Point of Sale investieren, also in den Verkaufsstellen des Getränkefacheinzelhandels, des Einzelhandels und vor allem in der Gastronomie. Siehe dazu auch meinen früheren Beitrag "Werbeverbot für Alkohol".
Die von den Initiatoren angestrebten Erfolge bei der Alkoholprävention werden nicht erreicht:
  • Werbeverbote wirken wie Markteintrittsbarrieren. Sie stabilisieren Marktanteile. Neue Produkte und Anbieter haben es schwer, sich durchzusetzen.
  • Werbeverbote führen zu steigenden Profiten der Marktführer, weil sie kein Geld mehr ausgeben müssen, um ihre hohen Marktanteile zu halten. Jägermeister kann sich 2 Euro Werbung pro Flasche sparen, ohne weniger zu verkaufen.
  • Die in den Ländern mit Werbeverboten etablierten Anbieter können sich dank ihrer hohen Profite auch in den Ländern ohne Werbeverbote durchsetzen. Deutlich ist dies bei Tabakwaren zu ziehen: Die Zigarettenindustrie freut sich über Werbeverbote in den Industrieländern und nutzt ihre dadurch steigenden Profite zur Eroberung der Märkte in Asien und Osteuropa.
Amüsiert habe ich mich im "Nationalen Aktionsprogramm" über folgende Passage (Hervorhebungen von mir):
"Durch das 'Apfelsaftgesetz' wurde im Jahre 2002 festglegt, daß in jeder Lokalität 'mindestens ein alkoholfreies Getränk nicht teuerer zu verbareichen (ist) als das billigste alkoholische Getränk' (GastG§ 6) auch im Verhältnis zur Menge. Es gibt seitdem keinen finanziellen Grund mehr, ein alkoholisches Getränk mehr einem nichtalkoholischen vorzuziehen. Allerdings ist festzustellen, daß das preisgünstigste nichtalkoholische Getränk nicht selten ein unattraktives Getränk ist, so daß ein anderer Grund für die Wahl eines alkoholischen Getränks besteht. Auch wird die gesetzliche Regelung nicht immer eingehalten. Maßnahmen zur Überprüfung der Einhaltung des Gesetzes sind jedoch selten.

Ein wichtiges Signal für den Jugendschutz wurde im Jahre 2004 gesetzt. Durch eine Steuererhöhung auf spirituosenhaltige Mixgetränke konnte der Alcopopkonsum bei Jugendlichen eingedämmt und die durchschnittliche Konsummenge an spirituosenhaltigen Alcopops pro Kopf deutlich reduziert werden. Da sich die jugendlichen Konsumenten und Konsumentinnen jedoch anderen alkoholischen Getränken zuwandten, kam es schließlich wieder zu einem Anstieg der Konsummengen und auch zu vermehrten Alkoholintoxikationen durch den Konsum hochprozentiger Alkohoika."
Daß das "Apfelsaftgesetz" und die Alcopopsteuer unsinnige Maßnahmen gewesen sind, habe ich vorher gesagt. Siehe dazu:Doch statt sich an die eigene Nase zu fassen und sich zu fragen, warum man immer wieder dumme Lösungen vorschlägt, die absehbar in die Irre führen, schlägt der Drogen- und Suchtrat neuen Unsinn vor. Der Drogen- und Suchtrat sollte die bislang von ihm vorgeschlagenen und durchgesetzten Maßnahmen evaluieren, vorschlagen, erfolglose Maßnahmen (wie das "Apfelsaftgesetz" und die Alcopopsteuer) rückgängig zu machen, und sich zu guter Letzt selbst auflösen.

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Noch freie Ausbildungsplaetze im Hotel- und Gaststaettengewerbe.

Stuttgart. Im baden-württembergischen Hotel- und Gaststättengewerbe sind noch zahlreiche Ausbildungsplätze frei. Dies teilt der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA mit.
"Hotellerie und Gastronomie bieten Jugendlichen sehr gute Chancen in interessanten Dienstleistungsberufen. Eine Ausbildung in Hotellerie und Gastronomie ist eine hervorragende Basis für eine sichere berufliche Zukunft – auch deshalb, weil unsere Arbeitsplätze nicht ins Ausland verlagert werden können"
so DEHOGA-Präsident Peter Schmid.

Nach Angaben des Verbandes sind bei den Arbeitsagenturen im Land derzeit noch mehr als 1500 Ausbildungsplätze im Gastgewerbe unbesetzt. Besonders gute Chancen bieten sich Jugendlichen in den Berufen Koch/Köchin und Restaurantfachmann/-frau, aber auch in allen anderen gastgewerblichen Berufen gibt es noch freie Ausbildungsplätze.

Informationen zu Ausbildung und Karrieremöglichkeiten im Hotel- und Gaststättengewerbe finden Interessierte im Internet unter www.big-ausbildung.de. Über die kostenlose Telefon-Hotline 0800-3030505 können interessierte Jugendliche darüber hinaus ein Info-Paket anfordern, das eine Liste mit gastgewerblichen Ausbildungsbetrieben in Baden-Württemberg enthält.

Mit 30.000 Betrieben, über 90.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und ca. 7,5 Milliarden Euro Jahresumsatz zählt das Gastgewerbe als Hauptleistungsträger der Tourismuswirtschaft zu den großen Dienstleistungsbranchen in Baden-Württemberg.

(Quelle: Pressemitteilung des DEHOGA Baden-Württemberg)

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Dienstag, September 09, 2008

"Im Februar der Bauer die Roesslein einspannt ...".

Neumünster. Wir stecken schon mitten im Klimawandel, und die Landwirtschaft spürt das. Das ist das Ergebnis der Fachvorträge auf dem "Tag der offenen Tür" der Gut Rosenkrantz Handelsgesellschaft in Neumünster. Der Meteorologe Dr. Meeno Schrader, Landwirtschaftsberater Gustav Alvermann und Ernst-Friedemann Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Gut Rosenkrantz Handelsgesellschaft, diskutierten am Wochenende mit Bio-Landwirten und Bio-Bäckern über die Auswirkungen des Klimawandels auf Schleswig-Holstein.
"Die Winter in Schleswig-Holstein werden in den nächsten 100 Jahren im Mittel zwei Grad, die Sommer um etwa einen Grad wärmer"
sagte Meterologe Dr. Meeno Schrader. Er stellte eine Studie vor, die die Klimaänderung für Norddeutschland betrachtet. Die Sommer werden trockener. Dabei ist die Veränderung im Binnenland stärker als an den Küsten. Die Winter an der Küste werden sehr nass sein. Dr. Meeno Schrader rechnet mit bis zu 80 Prozent mehr Regen im Winter an Nord- und Ostseeküste.

Warme Winter und trockene Sommer, das bringt der konventionellen Landwirtschaft in Schleswig-Holstein Vorteile, den Bio-Bauern aber nicht. Milde Winter bedeuten auch, dass sich die Vegetationsperiode verlängert. Daraus folgen bessere Wachstumsbedingungen für das Wintergetreide, das im Herbst gesät wird. Ein milder Winter bedeutet auf der einen Seite gute Startbedingungen für den Pflanzenwuchs, auf der anderen Seite aber auch mehr Unkraut, mehr Schädlinge und Pflanzenkrankheiten. Anders als konventionelle Landwirte verwenden Bio-Landwirte keine chemischen Pflanzenschutzmittel.

In naher Zukunft wird der Frühling einen Monat früher in Schleswig-Holstein einziehen als noch vor Jahren.
"In diesem Frühjahr haben wir schon Mitte Februar Hafer gesät"
sagte Ernst-Friedemann Freiherr von Münchhausen, der selbst einen landwirtschaftlichen Betrieb am Nord-Ostsee-Kanal bewirtschaftet.
"Langfristig wird es heißen: Im Februar der Bauer statt im Märzen der Bauer...".
"Das Erntejahr 2008 war schwierig"
sagte Ernst-Friedemann Freiherr von Münchhausen. Die Erträge waren gut, aber die Qualität schwankt stark. Am besten behauptete sich der Dinkel, ein Getreide, das im ökologischen Landbau weit verbreitet ist. Hier sind sowohl Qualität wie Quantität besser als im Entejahr 2007. Das freut Bäcker und Verbraucher, denn im vergangenen Jahr war Bio-Dinkel so knapp, dass viele Bäcker ihre Dinkel-Backwaren aus dem Sortiment genommen hatten.

Die Gut Rosenkrantz Handelsgesellschaft ist Norddeutschlands größte Handelsgesellschaft im Bio-Bereich. Sie handelt 40.000 Tonnen Getreide im Jahr und verarbeitet in Neumünster ein Viertel davon selbst zu Mehl für den Bio-Bäcker.

(Quelle: Pressemitteilung von Gut Rosenkrantz).

Kalte Kueche.

Baden-Württemberg will den Gastronomen von "Eckkneipen" vom gesetzlichen Rauchverbot ausnehmen, wenn sie folgende Bedingungen erfüllen (Quelle:"Wirt von Eckkneipe darf rauchen lassen" von Peter Reinhardt, in: Heilbronner Stimme vom 9. September 2008):
  • nur ein Schankraum. Dies wirft die Frage auf, ob man, wenn man weitere Räume hat, diese anders als Schankraum nutzen kann und dann unter diese Regelung fällt.
  • Die Kneipe darf höchstens 75 Quadratmeter groß sein. Dies wirft die Frage auf, wie man die Größe mißt.
  • neben Getränken darf nur kalte Küche angeboten werden.
    "Die erlaubten Speisen, etwa Frikadellen oder gekochte Eier, sollen im Gesetz beispielhaft aufgezählt werden."
    Eine beispielhafte, also nicht abschließende Aufzählung, schadet nicht. Man kann die Liste dann kreativ erweitern.

    Es stellt sich aber die Frage, was eine kalte von einer warmen Speise unterscheidet. In dem Artikel "Kalte Küche" von Wikipedia heißt es dazu:
    "Als Kalte Küche bezeichnet man in der Gastronomie den Bereich, wo Speisen angerichtet werden, welche vor dem Servieren nicht mehr erhitzt werden. In der Rezeptur werden damit gekühlte, abgekühlte und nicht erwärmte Speisen bezeichnet.

    Die Speisen der Kalten Küche werden allgemein serviert als Frühstück, Imbiss, Zwischenmahlzeit und Abendbrot. Sie bestehen überwiegend aus kalten Saucen, Buttermischungen, Salaten, Vorspeisen, kalten Speisen aus Eiern, Fisch, Gemüse, Fleisch von Schlachtvieh, Geflügel und Wild. Dazu kommen Speisen aus Obst, Käse und anderen Milchprodukten. Die vorbereiteten Zutaten und Rohstoffe werden häufig durch andere Küchenbereiche hergestellt, oder als Halberzeugnisse erworben."
    Nicht zuletzt könnte man sich fragen, wie der Fall zu werten ist, wenn dem Gast eine nicht erwärmte Speise ausgegeben wird und etwa eine Mikrowelle oder ein Grill zur Verfügung steht, sich diese kalte Speise selbst zu erwärmen oder zu grillen.

    Zudem besteht die Möglichkeit, daß sich Gäste mit Einwilligung und freundlicher Unterstüztung des Gastronomen warme Speisen von außerhalb in den Gastraum liefern lassen.
Ich kann mir die Anmerkung nicht verkneifen, daß ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, warum die Ausgabe von warmen Speisen verboten werden soll. Was hat das mit dem Rauchverbot bzw. der Aufhebung des Rauchverbots zu tun? Dies würde nur einen Sinn machen, wenn der Verzehr von warmen Speisen die Aufnahme von gesundheitlich schädlichen Stoffen beim Aktiv- und Passivrauchen fördern sollte. Wollen die Sesselfurzer im Landtag von Baden-Württemberg ernsthaft behaupten, es sei gesünder beim Rauchen eine kalte Frikadelle zu essen als eine heiße?

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IHK kritisiert Aktionsprogramm der Bundesregierung zur Alkoholpraevention - Drastische Auswirkungen auf Handel, Gastronomie und Brauindustrie.

In einem Schreiben an die regionalen Bundes- und Landtagsabgeordneten hat die Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg das von der Bundesregierung vorgesehene Aktionsprogramm zur Alkoholprävention kritisiert.
"Das Strategiepapier sieht eine Verteuerung alkoholischer Getränke durch höhere Steuern, die Einschränkung des Handels sowie Werbeverbote vor. Das würde drastische Auswirkungen auf Handel, Gastronomie und Brauindustrie bedeuten, bis hin zum 'Aus' für viele kleine und mittelständische Unternehmen"
wird in dem Schreiben kritisiert. Den Brief haben unterzeichnet:
  • Friedrich Kalb (Löwenbrauerei Bräunlingen Friedrich Kalb KG, Bräunlingen),
  • Frank Lembke (Hirsch-Brauerei Honer GmbH & Co. KG, Wurmlingen),
  • Heiner Müller (Fürstlich Fürstenbergische Brauerei GmbH & Co. KG, Donaueschingen),
  • Horst Storz (Lammbrauerei Weilheim, Rietheim-Weilheim)
  • sowie von Seiten der IHK Präsident Dieter Teufel und Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez.
Maßnahmen der Preisregulierung durch höhere Steuern seien nicht geeignet, den Alkoholmissbrauch zu bekämpfen, weil sich dadurch das Konsumverhalten in der Bevölkerung nicht ändere. Dies zeige nicht zuletzt der in Schweden zunehmende Alkoholkonsum, obwohl dort die Alkoholpreise deutlich höher seien. Es stelle sich die Frage, ob hier nicht fiskalische Interessen im Vordergrund stünden.

Das vorgesehene Verbot für Alkoholwerbung und Sponsoring sei unverhältnismäßig. Zwar sei der Jugendschutz ohne Zweifel ein legitimes Anliegen, dieser Schutz werde durch die Werbung für alkoholische Getränke aber nicht gefährdet.
"Man muss sich die Frage stellen, wie die Förderung eines Bolzplatzes durch einen örtlichen Brauer zum Alkoholmissbrauch führen soll"
so Thomas Albiez.

Die Untersagung des Alkoholverkaufs für bestimmte Verkaufsstellen, wie Tankstellen und Autobahnraststätten, führe zu Wettbewerbsverzerrungen, helfe aber nicht bei der Prävention. Zudem stehe dies im Widerspruch zur Liberalisierung der Öffnungszeiten durch die Landesgesetzgeber.

Die Maßnahmen seien im Ergebnis nicht geeignet, den Alkoholmissbrauch zu bekämpfen. Letztlich sei das Papier Ausdruck einer widersprüchlichen Politik, die sich auf europäischer und nationaler Ebene eingeschlichen habe.
"In einer Zeit, in der über die Liberalisierung des Arbeitsmarktes und die Freizügigkeit der Bürger diskutiert wird und die Verbraucherrechte ausgedehnt werden, brauchen wir einen mündigen Bürger. Er muss mit seinen Rechten und Pflichten verantwortungsbewusst umgehen und umgehen können. Das wird nicht dadurch erreicht, dass man diese Rechte zugunsten einiger Risikogruppen wieder hinten herum pauschal zusammenstreicht"
bemängelt der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Aufklärungskampagnen, wie sie auch in der Vergangenheit schon durchgeführt wurden, seien erfolgreicher als reine Verbote. Darüber hinaus sollten die Kontrollen, beispielsweise an Kassen und im Straßenverkehr, verschärft und die rechtlichen Möglichkeiten für Sanktionen ausgeschöpft werden.

Montag, September 08, 2008

Phil Vickery.

Aldi hat in Großbritannien Phil Vickery, einen Fernsehkoch der BBC, für zwei Jahre für eine Werbekampagne verpflichtet. Mit seinen Rezepten soll gezeigt werden, daß man mit Produkten einer britischen Aldi-Filiale leckeres Essen zubereiten kann: "Briten entdecken Aldi und Lidl" von Dirk Heilmann, in: Handelsblatt vom 8. September 2008.

Phil Vickery ist spezialisiert auf britische Gerichte und vor allem bekannt für seine Puddings. Darunter versteht man in Großbritannien, anders als in Deutschland, ein aus Brot, Gemüse oder Fleisch bestehendes Gericht, das in einer Form im kochenden Wasserbad zubereitet oder gedämpft wird.

Phil Vickery hat als Küchenchef mehrerer Restaurants Sterne erkocht. Außerdem sind von ihm bereits elf Kochbücher sowie zahlreiche Beiträge in Zeitschriften veröffentlicht worden. BBC zeigt ihn unter anderem in der Sendung "Ready Steady Cook".

Einige Rezepte von Phil Vickery, veröffentlicht von BBC.

Dummerweise ist bislang noch kein deutscher Verlag und keine deutsche Fernsehanstalt auf die Idee gekommen, seine Bücher bzw. Fernsehsendungen ins Deutsche zu übersetzen.

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Sonntag, September 07, 2008

Beck's Resterampe.

Noch nicht erschienen und schon modernes Antiquariat:

Nach dem Putsch gegen Kurt Beck stellt sich nur noch die Frage, wann Doris Ahnen den Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz ablöst.

Der unglückliche Pendo Verlag schreibt über den angeblichen Autor der angeblichen Autobiographie von Kurt Beck, die am 30. September 2008 erscheinen soll:
"Wenn es jemandem gelingen kann, der Partei zu neuer Kraft zu verhelfen und die auseinanderstrebenden Flügel zusammenzuführen, dann ist es Kurt Beck. "

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Hotelier schmeisst Sportler raus.

Eine lehrreiche Geschichte um den Kollegen Heinz Heckendorf, Hotelier von Hotel & Pension Heckendorf in Ratzeburg: "Ratzeburger Hotelier schmeißt Degenfechter raus", in: Lübecker Nachrichten vom 7. September 2008.

Worum geht es? Um besondere Bedürfnisse der Zielgruppe Sportler:
  • Triathleten, die ihre Räder mit auf's Zimmer nehmen wollen, statt es in der hoteleigenen Fahrrad-Garage einzustellen.
  • Sportler, die zum Frühstück Nudeln essen wollen und sehr früh frühstücken wollen.
  • Wettkampfteilnehmer, die nach ihrem vorzeitigen Ausscheiden früher abreisen wollen.
Wie kann man damit umgehen:
  • Man macht es wie Heinz Heckendorf und weigert sich, sich auf diese speziellen Bedürfnisse von Wettkampfsportlern einzustellen. Das macht Sinn, wenn man genügend andere Gäste hat, die ohne zusätzlichen Aufwand bewirtet werden können. Das Hotel & Pension Heckendrof hat sich z.B. gut auf Wanderer und Biker eingestellt.
  • Man stellt sich auf diese besonderen Bedürfnisse ein, macht passende Angebote. Z.B. einen pauschalen Preis für alle Tage des Wettbewerbs incl. der Möglichkeit, zu früher Morgenstunde ein spezielles Sportlerfrühstück einzunehmen. Wer früher weg will, kann das tun, zahlt aber dennoch den vereinbarten Preis, der am besten im Voraus kassiert wird.
Auf alle Fälle sollte man deutlich kommunizieren, welchen Service man bietet und auch welchen nicht. Das Hotel & Pension Heckendorf akzeptiert z.B. aus Kostengründen keine Zahlung mit Kreditkarten und erwartet Barzahlung. Laut Website verfügt das Frühstücksbuffet über folgende Features:
  • Ein Anruf bei einem 24-Stunden-Service genügt und ein Tellerfrühstück wird zum Wunschtermin auf das Zimmer gebracht.
  • Das Frühstücksbuffet umfaßt mehr als 20 Sorten Fleisch, Wurst, Sülzen, Aufschnitt u.a
  • Für Gäste, deren Religion den Verzehr von Schweinefleisch verbietet, erfolgt eine strenge räumliche Trennung der Fleischwaren nach Schweinefleisch, Rindfleisch und Geflügel. Angeboten werden mehr als zehn Sorten Rind- und Geflügelfleisch sowie entspr. Aufschnitt.
  • Mehr als 10 Sorten Konfitüren.
  • Auch der Diabetiker findet seinen Brotaufstrich.
  • Butter, Margarine und Käse in reicher Auswahl und allen Fettstufen
  • frische Brötchen aus eigener Backstation und mehr als 10 Sorten Brot aus den besten Backstuben der Region.
  • Zu einem Preis von 2 Euro je Gast kann ein Lunchpaket zusammengestellt und mitgenommen werden
Und das bei Preisen von nur ab 40 Euro für ein Einzelzimmer incl. Frühstück.

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Samstag, September 06, 2008

Betruegerische Domain-Registrierung.

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr hat Stefan Niemeyer vom Romantik Hotel Schloss Rheinfels einen Anruf von sog. "Internet-Registrierungsfirmen" erhalten, die unter Vortäuschung falscher Tatsachen Domains zu Mondpreisen vekaufen. Lesen Sie seinen Erfahrungsbericht, damit Sie nicht darauf reinfallen: "Betrügerische Domainregistrierung", in: Schloß Blog vom 6. September 2008.

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Freitag, September 05, 2008

Zubehoer fuer Autos und Motorraeder bei Amazon.

Amazon setzt auch in Deutschland sein strategisches Kaufhaus-Konzept (alles unter einem Dach) fort. In einer eigenen Abteilung gibt es nunmehr eine große Auswahl an Tuning Zubehör, Navigationsgeräten, Werkzeugen, Ersatzteilen, Autopflegeprodukten und vieles mehr, auch von führenden Marken wie Black & Decker, Blaupunkt, Bosch, Navigon, Osram, Philips, Pioneer, Schätz, Thule, TomTom und Waeco: "Neu bei Amazon.de: Auto & Motorrad", in: Amazon Affiliate Blog vom 4. September 2008.

Dies eröffnet Gastronomen und Hoteliers, die auf die Zielgruppen Autoreisende und Motorradfahrer setzen, auf ihren Websites solche Produkte anzubieten und mit den erzielten Provisionserlösen einen Teil ihrer Online-Marketingkosten zu refinanzieren. Zudem demonstriert man den Bezug zu Auto bzw. Motorrad.

Kern eines solchen Zusatzangebots sollten meines Erachtens jedoch Produkte sein wie Reiseführer, Kunstreiseführer, Landkarten und Stadtpläne, speziell für die Region um den eigenen Standort. Ich empfehlen zum Beispiel unseren auswärtigen Gästen den Falk Stadtplan Bamberg" und "Freizeitkarten Bamberger Umland".

Weitere Zielgruppen, die sich über Reiseführer, Wanderführer, spezielle Landkarten freuen, sind z.B. Wanderer, Radfahrer und Radwanderer.

Inbesondere für regionale Literatur, Kartenspiele, Musik-CDs usw. kann es sich auch lohnen, sie in einen eigenen Shop vor Ort einzustellen. Z.B. weiten damit viele Brauereigasthöfe ihr Sortiment an eigenen Werbemitteln wie Bierkrügen und Biergläsern, Spirituosen, Bieren, T-Shirts, Trucks usw. an.

Mittwoch, September 03, 2008

Mix mit Milch weiter unter den beliebtesten Drinks in Discos.

(mer) Der Trendmix LICOR 43 mit Milch, Blanco 43, ist in Deutschland stark nachgefragt. Auf Platz 6 der beliebtesten Drinks in Diskotheken, gehört er inzwischen zu den Dauerbrennern in deutschen Discos und Clubs. Mit der "Clubtour Blanco 43", die im März und April bereits Nachtschwärmer begeisterte, bringt die Berentzen-Gruppe im Oktober und November das LICOR 43 Partyfeeling in vier weitere deutsche Städte.

Weiße Lounge-Landschaften und stimmungsvolle Video- und Lichtinstallationen schaffen in Dresden, Leipzig, München und Köln das Ambiente für eine verführerische Party-Nacht mit LICOR 43. Für den richtigen Sound sorgt der als "House Gourmet" gefeierte DJ Francesco Diaz. Mit einer Mischung aus Club House und Cocktail Lounge Vibes legt er Musik auf, die Ibiza Atmosphäre schafft. Die Gäste erwartet an der LICOR 43 Milchbar ein Blanco 43 als Begrüßungsdrink. Zudem können sie dort weitere leckere Drinks mit Spaniens meistverkauftem Likör probieren.

Das Tour-Konzept bindet die Gastronomie an jedem Party-Standort mit ein. Bereits im Vorfeld der Partys können Gastronomiebetriebe durch Pre-Promotions zu den Clubtour-Events profitieren. Jeweils acht Tage vor der eigentlichen Clubtour-Party gibt es in ausgewählten Bars und Lounges der Tour-Städte Blanco 43 zum Spezialpreis, und zum Testen einen Blanco 43-Shot. Sie werden in die Kommunikation der Tour online auf www.licor43.de, auf Flyern, Postern und der Außenwerbung integriert. Zusätzlich zu der Mediaunterstützung erhalten die Gastronomen verkaufsstarke Promotion-Pakete, die sie in ihrer Bar oder Lounge einsetzen können. Die Clubtour-Partys zum Abschluss der Pre-Promotions werden unter anderem durch TV-Spots auf MTV beworben.

Die Termine im Oktober und November:
  • Dresden Puro Club 11.10.2008
  • Leipzig Moritz Bastei 18.10.2008
  • München Volksgarten 25.10.2008
  • Köln Diamonds 01.11.2008
(Quelle: Pressemitteilung von mer / Berentzen-Gruppe AG)

Dienstag, September 02, 2008

Qype Events.

In den letzten Monaten habe ich Ihnen als Beispiel für einen gut gemachten, regionalen Veranstaltungskalender, mit und in dem man als Veranstalter Öffentlichkeit finden und sich die Arbeit erleichtern kann, indem man dort verwaltetete eigene Veranstaltungen wiederum auf der eigenen Website einbinden kann, Frankentipps.de vorgestellt:Seit dem 27. August 2008 verfügt auch das überregionale bzw. multinationale Bewertungsportal Qype über einen Veranstaltungskalender: Qype Events. Mehr darüber: "Qype Events - Veranstaltungskalender für Alle", in: Qype Blog.

Woher die Daten der vielen bereits erfassten Veranstaltungen stammen (Stephan Uhrenbacher spricht von 150.000 Veranstaltungen in Deutschland, England und Frankreich), habe ich nicht herausgefunden. Wichtiger für Gastronomen ist die Möglichkeit, daß man Veranstaltungen selbst kostenlos eintragen kann. Ich habe mir bislang, z.B. für meine Veranstaltung Feierhof, über den fehlenden Veranstaltungskalender hinweg geholfen, indem ich die Veranstaltung als Ort eingetragen habe. Siehe dazu den entsprechenden Qype-Eintrag Feierhof Bamberg.

Bei regelmäßigen Veranstaltungen macht es meines Erachtens weiterhin durchaus Sinn, sowohl den ständigen Veranstaltungsort als Ort wie auch die Veranstaltung mit ihrer zeitlichen Komponente als Veranstaltung einzutragen. In dem Eintrag als Veranstaltungsort kann man solche Daten ablegen, die dauerhaft Bestand haben (z.B. Informationen über die "Wiesn" in München). Der Eintrag der Veranstaltung als Veranstaltung kann dann die spezifischen Daten der konkren Veranstaltung, z.B. das wechselnde Programm, Zeitangaben, Eintrittspreise usw. beinhalten (z.B. das "Oktoberfest 2008"). Bei größeren Veranstaltungen, insbesondere wenn es Sub-Veranstalter gibt, kann es auch Sinn machen, für die Sub-Veranstaltungen eigene Einträge zu erfassen (Beispiel: das Oktoberfest als ganzes und die einzelnen Festzelte als Sub-Veranstaltungen), zumal wenn es sich um verschiedene "Selbstdarsteller" handelt (in der Terminologie von Qype).

Sind verschiedene Veranstalter an einer Veranstaltung beteiligt, sollten sie sich absprechen, wer für welchen Part die Öffentlichkeitsarbeit übernimmt und auch, wer die jeweilige Selbstarstellung bei Qype meistert.

Es kann auch nicht schaden, Veranstaltungsteilnehmer, Mitarbeiter, Partner anzuregen, eigene Bilder und Kommentare zu verfassen und so den Veranstaltungseintrag anzureichern und aufzuwerten.

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Montag, September 01, 2008

Huppendorfer Bierathlon.

Bier und Sport - verträgt sich das? Der alljährliche Huppendorfer Bierathlon der "Söhne Huppendorfs", einem Stammtisch der Brauereigaststätte Grasser in Huppendorf, beweist, daß das Trinken von wenigstens 8 Seidla (also 4 Liter Bier) und eine Wanderung von 15 Kilometer mit zahlreichen Stationen wie BH-Wettschießen, Bierdosen-Weitwerfen, Bierflaschen-Balancieren, Apfelschnappen, Bierfilze-Hochschlagen usw. sich nicht ausschließen: "Rückblick IV. Huppendorfer Bierathlon 2006".

Der 8. Huppendorfer Bierathlon findet statt am Samstag, 20. September 2008. Sie können sich noch anmelden. Die Wanderung beginnt und endet in Huppendorf in der Fränkischen Schweiz. Die Wegstrecke beträgt ca. 15 km und führt durch Wald, Wiesen und Felder.

Zwei Entscheidungen des bayerischen Verfassungsgerichtshofs zum Rauchverbot in der Gastronomie.

Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat am 27. August 2008 den Erlass von einstweiligen Anordnungen zum Nichtraucherschutz in Gaststätten abgelehnt.

Keinen Erfolg hatten im einstweiligen Rechtsschutzverfahren:
  1. der Antrag der Betreiberin einer Kleingaststätte, die eine Ausnahme vom Rauchverbot für inhabergeführte Ein-Raum-Gaststätten erreichen will (Vf. 5-VII-08), sowie
  2. der Antrag u. a. einer Nichtraucherinitiative, die sich gegen die Beschränkung des Rauchverbots auf öffentlich zugängliche Gaststätten wendet (Vf. 7-VII-08).
Zu 1.:

Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung für Ein-Raum-Gaststätten wurde abgewiesen, weil das Verbot, in Innenräumen von Gaststätten zu rauchen, offensichtlich nicht gegen Normen der Bayerischen Verfassung verstößt. Zur Begründung verweist der Verfassungsgerichtshof auf die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts vom 30. Juli 2008 (Az. 1 BvR 3262/07 u. a.) und vom 6. August 2008 (Az. 1 BvR 3198/07 u. a.). Habe sich der Gesetzgeber – wie in Bayern – aufgrund des ihm zukommenden Gestaltungsspielraums für ein striktes Schutzkonzept entschieden, das einer möglichst großen Reichweite und Effizienz des Schutzes vor den Gefahren des Passivrauchens den Vorrang einräume, könne er dem Gesundheitsschutz gegenüber den kollidierenden Freiheitsrechten von Gastwirten und Rauchern den Vorzug geben.

Zu 2.:

Die vorläufige Außervollzugsetzung des Art. 2 Nr. 8 letzter Halbsatz Gesundheitsschutzgesetz (GSG), der die sogenannten "Raucherclubs" betrifft, wurde abgelehnt, weil eine einstweilige Anordnung im öffentlichen Interesse nicht geboten ist. Es könne weder von einer offensichtlichen Aussichtslosigkeit noch von offensichtlichen Erfolgsaussichten der Popularklage ausgegangen werden. Welche Bedeutung dem angegriffenen Zusatz in Art. 2 Nr. 8 letzter Halbsatz GSG ("soweit sie öffentlich zugänglich sind") zukomme, könne im Verfahren der einstweiligen Anordnung offen bleiben. Bis zur endgültigen Entscheidung über die Popularklage bestehe für Gäste, die sich dem Tabakrauch in einem "Raucherclub" nicht aussetzen wollen, die Möglichkeit, sich für den Besuch einer rauchfreien Gaststätte zu entscheiden.

(Quelle: Pressemitteilung zu zwei Entscheidungen des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs vom 27. August 2008)

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