Gastgewerbe Gedankensplitter



Freitag, Oktober 31, 2008

Portionsgroesse.

Im Qype Blog hat Stephan Mosel mit Fotos von flatsoundz dokumentiert, wie Studenten in der Mensa der Technischen Universität Berlin ausnutzen, daß der Salat dort nicht nach Gewicht abgerechnet werden, sondern pro Teller bzw. Schale: "Warum Uni-Mensen den Salat nach Gewicht abrechnen sollten" vom 31. Oktober 2008.

In der Gastronomie werden Speisen in der Regel nach Portionen bepreist und Getränke nach Volumina. Bei Getränken (ausgenommen sind: Tee, Kaffee und Milchmischgetränke) sind rechtliche Rahmenbedingungen für Ausschankmaße zu achten.

Was eine "Portion" Speise ist, darüber läßt sich streiten. Anhaltspunkte bietet der aid-infodienst mit seiner Aid-Ernähungspyramide mit altersgemäßen Lebensmittelverzehrsmengen und Portionsgrößen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Mit diesen Mengen lassen sich z.B. angemessene Portionsgrößen für das Schul- und Kindertagesstätten-Catering ableiten oder ein Streit schlichten, ob eine Speise ausreichend groß geraten ist.

Üblicherweise wird versucht, mit Begriffen, wie kleine, halbe, mittlere, große Portion oder XXL, Zwischengericht, Vorspeise, Hauptgericht, Angaben wie "für Kinder" oder "für Senioren" usw. einen ungefähren Anhaltspunkt zu bieten, inwieweit eine Speise geeignet ist, einen "normalen" Erwachsenen satt zu machen. Die Größenerwartung hängt auch von der Art der Gaststätte und der Zielgruppe ab. Ein Restaurant, in dem Menüs verspeist werden, wird alle Gänge so aufeinander abstimmen, daß man insgesamt satt wird.

"Preise nach Länge und Gewicht", wie auch ungewöhnliche Maßeinheiten bei Getränken und die Bündelng von Preisen oder eine Mehr-Personen-Preisbildung, helfen die Vergleichbarkeit von Preisen zu verschleiern. Mehr über "Preisangaben".

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BHG-Praesidium begruesst Koalitions-Vereinbarungen von CSU und FDP.

(München) Als positives Signal für einen neuen Aufbruch in Bayern wertet das Präsidium des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes e.V. (BHG) in einer ersten Stellungnahme die erfreulich rasch abgeschlossenen Koalitionsverhandlungen zwischen CSU und FDP. Das klare Bekenntnis, dem "Tourismusland Nummer Eins in Deutschland" und der Gesundheitsregion Bayern "durch ein Paket an Initiativen einen neuen Schub zu geben", stimmten das bayerische Hotel- und Gaststätten­gewerbe optimistisch. Insbesondere die Ankündigung beider Regierungsparteien, bestehende Wettbewerbsverzerrungen abzubauen und sich für einen reduzierten Mehrwertsteuersatz für Hotels und Gaststätten sowie niedrigere Rundfunkgebühren im Gastgewerbe einzusetzen, signalisierten Verständnis für die berechtigten Anliegen der Branche weit über Bayern hinaus. Auch die Unterstützung der Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018 in Bayern werde als "höchst willkommenes und hilfreiches Engagement" gern angenommen.

Auf breites Interesse im Verbandsbereich des von überwiegend mittelständischen Unternehmen getragenen BHG stoßen auch die geplanten Verbesserungen der Rahmenbedingungen für den bayerischen Mittelstand sowie die Förderung der Selbstständigkeit. Wenn wie angekündigt die Regionalförderung "auf hohem Niveau" fortgesetzt werde, könnte in der Tat das Fördergefälle zu den neuen Bundesländern und Tschechien gemildert werden. Wenn zudem die staatlichen Förderprogramme überprüft würden mit dem Ziel, die Verfahren zu vereinfachen, und detaillierte Einzelprogramme durch pauschale Zuweisungen ersetzt würden, sei dies ein "mittelstandspolitischer Quantensprung".

Von der geplanten Novellierung des Nichtraucherschutzgesetzes erhofft sich der BHG kurzfristig die Versachlichung einer "leidvollen Diskussion" und für die nächste Zukunft mehr Planungssicherheit bei den Betrieben des Gastgewerbes.

Generell rechnet der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband mit einer weiterhin guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der neuen Bayerischen Staatsregierung.

(Quelle: Pressemiteilung des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes).

Kommentar:
  • Der bayerische Landtag ist für die Festlegung des Mehrwertsteuersatzes nicht zuständig. Da fällt es den Landespolitikern leicht, so zu tun als wäre man für einen reduzierten Mehrwertsteuersatz für Hotels und Gaststätten. Tatsächlich hat am 4. September der Vertreter Bayerns im Wirtschaftsausschuss des Bundesrates gegen einen entsprechenden Vorschlag des baden-württembergischen Wirtschaftsministers Ernst Pfister von der FDP zugestimmt.
  • Die angeblich "gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit" sah bislang so aus, daß die CSU dem BHG immer wieder leere Versprechungen gemacht und ihn angelogen hat. Dessen Funktionäre haben dies gerne immer wieder geglaubt.

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Fernsehkoeche.

Ferdinand Knauß hat Erklärungsversuche zusammengestellt, warum Kochsendungen so erfolgreich sind: "Köche, Köche, immer wieder Köche", in: Handelsblatt vom 22. Oktober 2008.

Seinen Hinweis:
"Seit Alfred Biolek mit 'Alfredissimo' 1994 die Mutter aller Brutzel-Shows begründete, erleben Kochsendungen einen ungebrochenen Boom."
möchte ich ergänzen. Der erste Fernsehkoch weltweit war meines Wissens Raymond Olivier. Der Küchenchef und Inhaber des "Grand Véfour" in Paris moderierte ab 1953 eine Kochshow mit dem Titel "Kunst und Magie der Küche".

Ebenfalls 1953 startete "Clemens Wilmenrod" seine Kochsendung im deutschen Fernsehen. Er war jedoch kein Koch, sondern insoweit eher ein Hochstapler und Stümper: Er gab einfachen Gerichten hochtrabende Namen (eine dumme Angewohnheit, die man häufiger findet). So verkaufte er seinen Lesern eine Bulette als "arabisches Reiterfleisch".

Werbeverbote fuer Wein.

Mario Scheuermann beklagt "Mangelnde Bloggersolidarität", in: drink tank vom 31. Oktober 2008. Gemeint ist, daß Blogger zu wenig darüber berichten, daß in Frankreich Werbung für Wein im Internet verboten worden ist. Siehe dazu im Blog : Auch in Deutschland und anderen Ländern versucht eine unheilige Allianz von Gutmenschen, Genussmenschen den Genuss von Alkohol, Tabak und kalorienreichem Essen madig zu machen. Siehe dazu etwa: "In Grossbritannien zieht sich die Fastfood-Werbung aus TV zurück", in: Absatzwirtschaft ohne Datum.

Ausgerechnet Internetwerbung zu verbieten, trifft vor allem kleine Anbieter, die auf den direkten Kontakt zu ihren Kunden angewiesen sind, und zementiert die Vormacht indirekter Vertriebskanäle. Aus der Sicht der Gastronomie sind solche hysterischen Verbotsexzesse zwiespältig:
  • Einerseits besteht die Gefahr, daß auch der Gastronomie Steine bei der Vermarktung alkoholischer Produkte (im Internet) in den Weg gelegt werden. Darf man irgendwann nicht einmal mehr seine Wein-, Bier- oder Cocktailkarte online stellen?
  • Andererseits stärkt die Schwächung des Direktvertriebs per Internet stationäre Betriebe. Wenn die Winzer ihre Weine nicht mehr so gut direkt vermarkten können, gewinnt die Präsenz vor Ort im Weinfachhandel, im Einzelhandel und insbesondere in der Gastronomie, wo man Wein in angenehmer Atmosphäre gesellig trinken kann, an Bedeutung.

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Firmen stornieren Weihnachtsfeiern.

Wolfgang Berney hat sich für die "Rheinische Post" bei Düsseldorfer Gastronomen umgehört, wie sie die aktuelle Branchenkonjunktur beurteilen: "Viele Firmen stornieren Weihnachtsfeiern. Wirte fürchten neues Minus" vom 31. Oktober 2008.

Vermutlich sind die Folgen der Wirtschaftskrise in Düsseldorf deutlich spürbarer als in anderen Städten, die nicht so sehr von dem Messegeschäft abhängig sind. Zudem ist Düsseldorf Standort zahlreicher Unternehmen der von der Krise besonders betroffenen Branchen.

Siehe dazu auch:

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CHD Expert: Die Currywurst in der Welt der Imbisse an der Spitze.

Hamburg, 31. Oktober 2008. Die gute alte Currywurst lebt weiter: Was Gourmets spöttisch-liebevoll als "Boudin vom Landschwein an Curry-Tomaten-Coulis" beschreiben, prägt die deutsche Imbisslandschaft. Denn 56 Prozent der insgesamt rund 21.000 Imbisse bieten traditionelle deutsche Fast-Food-Gerichte an. Dies geht aus einer aktuellen Erhebung des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert, Scheeßel bei Hamburg, hervor.
"Currywurst und Pommes rot-weiß finden sich eben nach wie vor am häufigsten auf den Speisekarten der Schnellgastronomie"
so Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH.
"Die Speisenauswahl der über 11.000 Imbisse mit deutschem Küchenschwerpunkt ist überwiegend auf Fleischspeisen wie Currywurst, Bratwurst, Frikadelle oder auch noch Hähnchenschenkel fokussiert."
Die Imbisse stehen im Ranking der Ausgabestellen verzehrfertiger Speisen auf Platz zwei hinter Bäckereien (ca. 51.000) und vor Kiosken (ca. 19.000), Metzgereien (ca.. 18.000) und Tankstellen (ca. 14.500).

Statistik Deutsche Imbisse nach Küchenrichtung

Zweitstärkste Gruppe bei den Imbissen sind Döner-Anbieter. 21 Prozent der Imbisse sind türkisch geprägt und ihr Anteil wächst weiterhin.
"Durch Innovationen wie die Dönertüte und dem Angebot von verschiedenen Fleischsorten haben die türkischen Imbisse nach den Fleischskandalen wieder an Boden gut gemacht"
beobachtet Lambracht.

Besonders in Stadtlagen sind asiatisch geprägte Imbisse (6%) zu finden.
"Gerade bei jungen Leuten und in Szenevierteln sind die Fast-Food-Etablissements mit den gebratenen Nudeln und frittierten Fleisch- und Fischangeboten präsent"
so Lambracht.

Eher unbedeutend ist die Zahl der italienischen Steh-Pizzerien. Mit nur vier Prozent Anteil am Universum der Imbisse sind sie die kleinste Gruppe.
"Pizza allgemein ist zwar weiterhin sehr beliebt, aber als Mini-Pizza auf die Hand nicht der vermutete Spitzenreiter"
sagt Lambracht.

Über CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift "Wissen und machen!". Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien. Mehr unter: www.chd-expert.de.

(Quelle: Pressemitteilung von CDH Expert).

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Donnerstag, Oktober 30, 2008

Konstantes Wachstum auf den Bio-Maerkten weltweit.

Sie ist in den besten Jahren und erfolgreich wie nie: Die BioFach wird 20. Mehr als 2.900 Aussteller informieren zu BioFach und Vivaness, Weltleitmessen für Bio-Produkte, Naturkosmetik und Wellness, die mehr als 46.000 Fachbesucher auf dem Messegelände Nürnberg über die Trends bei Bio-Produkten und Naturkosmetik rund um den Globus. Vom 19. bis 22. Februar 2009 überrascht der Messe-Twen mit einer Vielzahl Geburtstags-Highlights. Die Welt des Bio-Weins präsentiert sich zum zweiten Mal in der Weinhalle 4A , das Who-is-who der Naturkosmetik trifft sich in Halle 7A zur Vivaness und das Land des Jahres Dänemark verleiht der international größten Plattform der Bio-Branche 2009 eine Brise skandinavischen Flairs. Hoch im Kurs stehen 2009 Produkte aus dem fairen Handel, zu sehen auf der Sonderschau Organic + Fair in Halle 3. In der Textil-Area der Halle 7 präsentieren rund 40 Aussteller von Öko-Fashion und Naturtextil ihre aktuellen Kreationen.

Der internationale Bio-Markt wächst pro Jahr um circa 5 Mrd. US-Dollar. Sein Volumen überstieg 2007 erstmals 40 Mrd. US-Dollar, berichtet Organic Monitor. Weltweit liegt die ökologisch bewirtschaftete Fläche bei 30,4 Mio. Hektar. Die größte Bio-Anbaufläche befindet sich in Australien mit 12,3 Mio. ha, gefolgt von China (2,3 Mio. ha), Argentinien (2,2 Mio. ha) und den USA (1,6 Mio. ha). Der größte Teil der globalen Bio-Anbaufläche liegt damit in Ozeanien (42 %), gefolgt von Europa (24 %) und Lateinamerika mit 16 %. (The World of Organic Agriculture - Statistics and Emerging Trends 2008).
"Wir gehen davon aus, dass die weltweite Bio-Fläche weiterhin steigt"
so Helga Willer, Forschungsinstitut für Biologischen Landbau, FiBL, Schweiz. Aktuelle Zahlen von Anfang September 2008, die etwa die Hälfte der europäischen Länder einschließen, bestätigen ein Wachstum um circa 7 %. Insgesamt werden in Europa rund 8 Mio. ha biologisch bewirtschaftet. Grössere Zuwächse verzeichnen vor allem Länder Mittel- und Osteuropas.

Europa: Impulse aus dem Handel

Das im Mai 2008 veröffentlichte Handbuch "Specialised Organic Retail Report Europe" weist für alle untersuchten 27 Länder ein klares Wachstum aus“, so Burkhard Schaer, Ecozept. Die positive Entwicklung geht vor allem in den jungen Bio-Märkten in Mittel- und Osteuropa häufig auf engagierte Einzelhändler zurück, die durch die Gründung von Läden in den Ballungszentren wichtige Impulse setzen. Auch internationale Akteure des konventionellen Lebensmitteleinzelhandels (LEH) wie Carrefour stimulieren das Wachstum und bieten ihre unter Eigenmarke geführten Bio-Produkte in nahezu allen Ländern an, heißt es in der Studie.

Deutschland: Zugpferd der europäischen Öko-Branche

Nach mehreren Boomjahren mit jeweils rund 15 % Zuwachs ist der deutsche Markt für Bio-Lebensmittel im ersten Halbjahr 2008 um 10 % auf gewohnt hohem Niveau gewachsen, so die Gesellschaft für Konsumforschung, GfK. Sein Anteil am Gesamtmarkt für Lebensmittel liegt mit 3,2 % nahezu doppelt so hoch wie 2004. Was die jährlichen Zuwächse betrifft, führen Dänemark, das Land des Jahres der BioFach 2009, mit 33 % und Schweden mit 26 % die europäische Statistik an. Bemessen an der Marktgröße in Mrd. EUR liegt Deutschland vorne: 2007 wuchs der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln um 700 Mio. EUR auf insgesamt 5,3 Mrd. EUR. Knapp 79 % des Umsatzwachstums gingen dabei auf das Konto des LEH, so Ulrich Hamm, Uni Kassel, und Markus Rippin, Agromilagro. Konventionelle Handelsketten konnten ihren Marktanteil um 4 % auf 53 % steigern, der Naturkostfachhandel und die landwirtschaftlichen Erzeuger büßten jeweils 1 % ein und erzielten 22 % beziehungsweise 10 % Marktanteil. Auf das Lebensmittelhandwerk – dazu zählen Bio-Bäcker und Bio-Metzger – entfielen erneut 5 %, der Anteil der Reformwarenbranche gab um 1 % auf 4 % nach. Die Gruppe der Sonstigen, zum Beispiel Drogeriemärkte, erreichten 6 %. In absoluten Zahlen stiegen die Umsätze im LEH von 2,25 auf 2,8 Mrd. EUR, im Naturkostfachhandel von 1,08 Mrd. EUR auf 1,18 Mrd. EUR.

Immer mehr Landwirte in Deutschland stellen auf Bio um: Gegenüber dem Vorjahr wuchs die Zahl der Bio-Höfe 2007 um 6,5 % auf 18.703, die Bio-Flächen stiegen um 4,8 % auf 865.000 ha. 5 % der landwirtschaftlichen Unternehmen und 5,1 % der gesamten Landwirtschaftsfläche werden nach Bio-Richtlinien bewirtschaftet. Die Gesamtzahl der im Öko-Sektor tätigen Firmen – dazu zählen sowohl Erzeuger als auch Verarbeiter, Importeure und Händler – ist um rund 12 % auf 26.820 gestiegen. (Zentrale Markt- und Preisberichtstelle, ZMP, Bonn)

Frankreich: 77 % der Franzosen wünschen sich mehr Bio

In den ersten vier Monaten 2008 konnte Frankreich einen Umsatzzuwachs der Bio-Supermärkte von 30 % verzeichnen (Bio Lineaires). 11.978 landwirtschaftliche Bio-Betriebe gab es in Frankreich 2007, 3 % mehr als im Vorjahr. Die Bio-Fläche betrug 557.133 ha oder 2 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche. In Frankreich verarbeiten 5.031 Firmen Bio-Produkte, 1.371 Groß- und Einzelhändler bringen diese zu den Kunden. 77 % der Franzosen wünschen sich mehr Bio, 84 % einen weiteren Ausbau des ökologischen Landbaus. Bislang legt jedoch nur knapp die Hälfte der Bevölkerung (42 %) Bio-Produkte in den Einkaufskorb. Seit fünf Jahren nimmt der Gesamtumsatz mit Bio-Produkten in Frankreich um jeweils 10 % zu und beträgt knapp 2 Mrd. EUR. (Agence Bio) Der Bio-Anteil am gesamten Lebensmittelverbrauch liegt bei 1,8 % - 2 %. Statistisch gesehen gibt jeder Franzose pro Jahr 43 EUR für Bio-Produkte aus. (Specialised Organic Retail Report Europe 2008)

Großbritannien: Marktvolumen erreicht rund 3 Mrd. EUR

2006 erzielte der britische Bio-Markt ein Volumen von knapp 3 Mrd. EUR. Dies entspricht einer Wachstumsrate von 22 % gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der Bio-Fläche liegt bei 3,6 %. Durchschnittlich gaben die Briten 2006 pro Kopf 49 EUR aus. Den weitaus größten Marktanteil erzielt mit 75 % der LEH. Steigende Anteile verbuchen der Naturkost-Fachhandel (13 %) und die Direktvermarktung (12 %). Die größten Zuwachsraten verzeichneten Lebensmittel-Abokisten, Internetbestellungen und andere direkte Vertriebswege. Deren Umsatz wuchs um 53 % auf circa 185 Mio. EUR. 66 % der Bio-Rohprodukte, die durch den Einzelhandel verkauft werden, stammen aus einheimischer Produktion. Hierbei handelt es sich unter anderem um Fleisch (79 %), Milchprodukte und Eier (96 %) sowie Gemüse (73 %).

Tschechien: Bio-Markt wächst bis 2010 auf 260 Mio. EUR

Der Verbrauch an Bio-Lebensmitteln könnte sich in der Tschechischen Republik in den nächsten drei Jahren um durchschnittlich 70 % erhöhen und im Jahre 2010 geschätzte 260 Mio. EUR erreichen. Gegenüber einem Verbrauch in Höhe von 51,6 Mio. EUR im Jahr 2007 könnte sich der Markt bis Ende 2010 verfünffachen. Eine erhöhte Nachfrage der Verbraucher nach Bio-Lebensmitteln wird vor allem durch die Informationskampagne des staatlichen Landwirtschaftsinterventionsfonds "Ökolandbau und Bio-Lebensmittel" unterstützt, für die 1 Mio. EUR budgetiert wurden. Der Marktanteil des LEH am tschechischen Bio-Markt liegt bei 67 %. Die Naturkostfachgeschäfte erzielten 22,5 %, gefolgt von den Apotheken mit circa 5 %. Kleine Lebensmittelläden kamen auf 2,5 %, die Direktvermarktung auf 2 % und die Gastronomie auf etwa 0,5 %. (Green Marketing, Jahrbuch des tschechischen Bio-Lebensmittelmarktes) Auch in Polen und Ungarn hält das Marktwachstum an. Experten prognostizieren Polen eine Marktverdoppelung zwischen 2006 und 2010. In Ungarn erfreuen sich vor allem wöchentliche Ökomärkte wachsender Beliebtheit.

Slowenien: Starke Präsenz von Bio im Einzelhandel

Das Zwei-Millionen-Einwohner-Land Slowenien verfügt über eine Bio-Fläche von knapp 5 %. Der Bio-Markt wird auf unter 4 Mio. EUR geschätzt. (Specialised Organic Retail Report Europe 2008) Slowenien verfügt mit "ekološki" über ein eigenes Bio-Logo. Produkte aus ökologischer Herstellung sind im Handel gut vertreten. Die drei führenden konventionellen Lebensmittel-Handelsketten Mercator, Tuš und Spar führen bereits mehrere hundert Artikel in Bio-Qualität. Auch die Discounter bauen ihr Lebensmittelsortiment entsprechend auf. Der Bio-Supermarkt Kalček in der Hauptstadt Ljubljana zählt mit 2.000 Öko-Artikeln auf 250 m2 Verkaufsfläche zu den am besten sortierten Fachgeschäften.

USA: Starke Zuwachsraten auf hohem Niveau

Schätzungen zufolge betrug in den USA 2007 der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken 20 Mrd. US-Dollar. Einschließlich des Non-Food-Bereichs sind es geschätzte 21,2 Mrd. US-Dollar – ein Zuwachs von 20 % im Vergleich zum Vorjahr. Bio bleibt das am schnellsten wachsende Segment im amerikanischen Lebensmittelmarkt. Der Branchenverband Organic Trade Association, OTA, prognostiziert für 2008 einen Umsatz mit Bio-Produkten von mehr als 25 Mrd. US-Dollar. In den USA wächst nicht nur der Markt, sondern auch die Bio-Fläche deutlich.

US-amerikanische Landwirtschaftsprogramme betonen die Bedeutung des National Organic Program zur Unterstützung des Bio-Anbaus, der Erhebung von Marktdaten, der Forschungsförderung sowie weiterer Maßnahmen. Die Ausgaben für den Bio-Sektor sollen sich gemäß Farm Bill 2008 von 20 Mio. US-Dollar im Jahr 2002 auf 112 Mio. US-Dollar mehr als verfünffachen.

(Quelle: Pressemitteilung der NürnbergMesse GmbH).

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Mittwoch, Oktober 29, 2008

Weinkalkulation im Fachhandel und beim Winzer.

Michael W. Pleitgen, der als "Weinakademie Berlin" Unternehmen der Weinwirtschaft und des Weinhandels berät und trainiert, hat die Kalkulation von Wein im Weinfachhandel und beim Winzer offengelegt: "Zur Debatte: 5 Euro für einen guten Rotwein?!" vom 27. Oktober 2008 (via "Die 5-Euro-Debatte (5): Kalkulationen", in: drink tank vom 28. Oktober 2008).

Er geht dabei 5 Euro brutto für 0,75 Liter aus. In meinem Beitrag "Weine unter 5 Euro", indem ich auf die Weinkalkulation in der Gastronomie eingegangen bin, bin ich von 5 Euro netto je Liter ausgegangen. Siehe dazu auch: "Wein in der Gastronomie verkaufen".

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Frauen haben Bock auf Bockbier.

Nicht selten hört man die Meinung, Frauen würden Bier weniger gern trinken als Männer - sogar von kompetenten Bierkennern wie dem Bierpapst. Siehe etwa: "Warum trinken Frauen weniger Bier?".

Aus diesem Grund präsentieren auch viele Marketingagenturen in der Fernsehwerbung mehr oder weniger junge Frauen, die an einem Fernsehbier nippen. Brauereien tüfteln hektisch an wenig herben Bieren und Biermixgetränken, weil jungen Menschen angeblich die Hopfenbittere nicht mögen. Siehe dazu etwa: "Auf der Suche nach einem Image".

Daß man, wenn man Frauen mit Bier abfüllen will, ganz anders vorgehen muß, zeigen Bilder von Bockbieranstichen im Raum Bamberg. Von der Qualität des neuen Bockbieres überzeugen sich in den Braureigaststätten in und um Bamberg jährlich Abertausende, darunter auch viele jüngere und sehr viele weibliche Gäste. An einem Abend gehen dabei gut und gerne Abertausende "Seidla" (0,5 l-Krüge) über den Tresen. Es geht dabei nicht um das Getränk an sich, sondern um sozialen Kontakt. Frauen und Männer wollen Freunde treffen, flirten und sich berauschen. Und das nicht nur einmal im Jahr. Bockbieranstiche finden von Anfang Oktober bis in den Mai hinein bei vielen der rund 200 oberfränkischen Brauereien statt, so daß sich insgesamt eine dichte Liste von regionalen Bockbieranstichtermine ergibt (die verlinkte Liste umfaßt nur eine kleine Auswahl in und um Bamberg. Mehr über "Bockbieranstiche".

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Wegen Zechprellerei in den Knast.

Für sechs Wirtshausbetrügereien, einen Einmietbetrug, aber auch wegen eines Ladensdiebstahls mit Beleidigung und Bedrohung schickte die 6. Strafkammer beim Landgericht Landshut einen 54-jährigen Frührentner für 21 Monate hinter Gitter: "Zechpreller nun für 21 Monate 'versorgt'", in: Passauer Neue Presse vom 29. Oktober 2008.

Siehe zum Thema "Zechprellerei" auch: "Zechprellerei: Nachtraegliches Zahlen schuetzt vor Strafe nicht".

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Dienstag, Oktober 28, 2008

Delegierte bestaetigen Siegfried Gallus als Praesident des Bayerischen Hotel- und Gaststaettenverbandes.

Das Präsidium des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes e.V. (BHG) wurde bei der 35. Landesdelegiertenversammlung am 27./28. Oktober 2008 in Augsburg turnusgemäß neu gewählt.

Der "alte" und neue Präsident heißt Siegfried Gallus (Minotel Gallus, Beilngries). Als Vizepräsidenten im Amt bestätigt wurden
  • Ulrich N. Brandl (Baby & Kinder Bio-Resort, Zettisch) und
  • Jutta Griess (Hotel Rheinischer Hof, Garmisch-Partenkirchen).
Neuer Schriftführer des Verbandes ist Ralf Barthelmes (Restaurant Martinz, Würzburg), Schatzmeister bleibt Thomas Domani (Gaststättenbetriebe Kurt Lilly GmbH, Nürnberg). Bei den Landesrevisoren gab es keine Veränderungen, hier wurden Rose Marie Wenzel (Ruderhaus, Deggendorf), Stephan Ertl (Hotel Ertl, Kulmbach) sowie Fritz Kühner (Kühner‘s Landhaus, Kissing) wiedergewählt.

(Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands).

Damit hat der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband die Chance auf einen personellen Neubeginn verpatzt (siehe dazu: "BHG-Delegiertenverammlung am 27. und 28. Oktober 2008 in Augsburg").

Mehr über die denkwürdige Landesdelegiertenverammlung: "Nach Streit: Gallus bleibt Gastronomen-Präsident", in: Donaukurier vom 28. Oktober 2008.

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Afro-Amerikaner geben weniger Trinkgeld.

"Ethnic Differences in Tipping: A Matter of Familiarity with Tipping Norms" (PDF) von Michael Lynn.

Michael Lynn, Ph.D., ist Assistenzprofesosor für Marketing an der Cornell University School of Hotel Administration. Er hat sich auf das Thema "Trinkgelder" spezialisiert. Siehe dazu meine früheren BeiträgeSein neuer Aufsatz thematisiert die ethnische Differenzierung bei Trinkgeldern. Afro-Amerikaner geben weniger Trinkgelder, inbesondere weißen Bedienungen. Erklärt wird dies vor allem mit mangelnder Kenntnis des angemessenen Verhaltens in Restaurants.

Er gibt auch Tipps für Gastronomen bzw. Restaurantmanager, wie man für mehr Trinkgelder dieser ethnischen Gruppierung sorgen kann:
"Restaurant managers can inform and remind their customers about the 15- to 20-percent tipping norm by putting appropriate information on menus, table tents, and checks. Recently, many restaurants have started doing this by adding 'suggested tips' to checks and credit-card slips. Although one research study found that providing tipping guidelines had little effect on average tip size, two executives at one restaurant chain have told me that they found this practice helpful. They observed an increase in tipping at their restaurants with largely black clienteles when the managers included tipping guidelines and information about server compensation with the bills given to all customers. At minimum, this is an easy and inexpensive solution that restaurant managers should try."

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Terror in Kreuzberg.

Jungle World ist eine linksradikale Wochenzeitung aus Berlin, in der gelegentlich aber auch Autoren zu Wort kommen, die vermeintlich linke Positionen räumen. Mehr über die Geschichte dieser Zeitung im Wikipedia-Artikel "Jungle World". Wenn man sich über Gewerkschaftskampagnen gegen Kollegen aus dem Gastgewerbe informieren will, ist "Jungle World" eine vorzügliche, wenn auch einseitige Quelle.

In der Ausgabe vom 23. Oktober 2008 wird von Christoph Villinger gegen den Franchisegeber Subway polemisiert: "Wie ein Sandwich dem anderen". Berichtet wird über den jungen Berliner Franchisenehmer und Existenzgründer David B. in Berlin-Kreuzberg, der zur Zeit terrorisiert wird. Statt den Existenzgründer zu loben, der auf eigenes Risiko versucht, Arbeitsplätze zu schaffen, nur billige Polemik:
"Verrechnet hat sich David B. auch mit seinem Plan, andere für sich arbeiten zu lassen."
Mehr darüber: "Hassattacken gegen US-Fastfood-Ketten", in: Die Welt vom 16. Oktober 2008.

Aber was kann man in einem Bezirk, in dem der Anwalt der RAF Hans-Jürgen Ströbele zum Direktkandidaten gewählt worden ist, und ein großer Teil der Bevölkerung in den Tag hinein lebt und sich vom Staat durchfüttern läßt, anderes erwarten? Bleibt zu hoffen, daß sich die Tendenz zur Aufwertung (Gentrification) dieses Bezirks fortsetzt und der Terror gegen Gastronomen nur das letzte Aufbäumen der linksradikalen Szene darstellt. Diese "Yuppisierung" wird in Kreuzberg teils aber auch kritisch beäugt, etwa vom Gentrification Blog.

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Montag, Oktober 27, 2008

Arme Ritter.

"Arme Ritter" einmal historisch und molekulargastronomisch betrachtet: "Powidlpofesen (Arme Ritter mit Zwetschgenmus)", in: "molekularküche" vom 12. September 2006.

Rueckzug der Raucher - Vormarsch der Nichtraucher: Ergebnisse einer Studie der GfK zum Rauchverbot in der Gastronomie.

Nürnberg, 24. Oktober 2008. Auf das Rauchverbot in der Gastronomie, das zwischenzeitlich in allen Bundesländern gilt, reagieren die deutschen Verbraucher sehr unterschiedlich. So besuchen regelmäßige Raucher Kneipen, Diskotheken, Gaststätten und Cafés deutlich seltener als früher. Bei Nichtrauchern fällt der Besucherrückgang dagegen merklich geringer aus.

Seit das Rauchverbot deutschlandweit in Kraft ist, besuchen Raucher vor allem Kneipen (53 Prozent) und Diskotheken (34 Prozent) seltener als früher. Jeder vierte Raucher verbringt auch deutlich weniger Zeit in Gaststätten, Cafés oder Vereinsheimen. Umgekehrt gehen fast ebenso viele Raucher häufiger in so genannte Raucherklubs.

Rund 9 Prozent der Nichtraucher verkehren jetzt häufiger in Kneipen und Bars, in denen nicht mehr geraucht werden darf. Insgesamt 5 Prozent besuchen Gaststätten, Restaurants und Cafés öfter als noch im vergangenen Jahr, 4 Prozent vergnügen sich mehr in Diskotheken und Tanzlokalen als früher. Insgesamt 11 Prozent der Nichtraucher gehen seltener aus als noch im Jahr zuvor. Die große Mehrzahl der Nichtraucher (80 Prozent) hat ihre Gewohnheiten, was den Besuch von Gaststätten, Kneipen, Cafés und Bierzelten angeht, im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Diskotheken besuchen jedoch 20 Prozent der Nichtraucher seltener als im Jahr 2007.

Nichtraucher geben mehr Geld aus.

Vor allem Nichtraucher und ehemalige Raucher geben in diesem Jahr nach eigener Einschätzung eher mehr Geld für den Besuch von Kneipen, Gaststätten und Cafés aus. Dagegen haben die regelmäßigen Raucher ihre Ausgaben in der Gastronomie im Vergleich zum letzten Jahr gesenkt. Berücksichtigt man die tatsächlichen Umsätze in der Gastronomie, so ist davon auszugehen, dass die Mehrausgaben der Nichtraucher die verringerten Ausgaben der Raucher bisher nicht kompensieren können. Die allgemeine Preisentwicklung, vor allem bei Lebensmitteln und Getränken, wirkt ebenfalls dämpfend auf die Konsumfreude.

Mehrheit der Deutschen raucht nicht

Mit insgesamt 63 Prozent Bevölkerungsanteil sind die Nichtraucher in Deutschland klar in der Mehrzahl. Noch nie geraucht zu haben, geben 47 Prozent der über 60-Jährigen und 55 Prozent der Menschen in Ausbildung an. Jeder dritte der älteren Verbraucher gibt an, früher geraucht zu haben. Insgesamt greifen lediglich 29 Prozent der Befragten regelmäßig zur Zigarette. Vergleichsweise hoch ist der Anteil der Raucher der so genannten einfachen Lebenslage bezogen auf Einkommen, Bildung und Status. Sie rauchen zu 44 Prozent regelmäßig. Als gelegentliche Raucher bezeichnen sich insgesamt 8 Prozent der über 14-jährigen Deutschen. Bei den Studenten und den Auszubildenden sind es dagegen 18 Prozent.

Die Nichtraucher stellen auch die Mehrheit der Besucher in Cafés (63 Prozent), Gaststätten und Restaurants (62 Prozent) sowie in Kneipen und Bars (58 Prozent). Nur in Kneipen und Bars, die als spezielle Raucherklubs geführt werden, raucht die Mehrzahl der Besucher (53 Prozent). In Diskotheken und Tanzlokalen ist das Verhältnis zwischen Rauchern und Nichtrauchern ausgeglichen.

Zum GfK-Nürnberg e.V.

Der GfK-Nürnberg e.V. ist ein 1934 gegründeter Verein zur Förderung der Marktforschung, der sich aus rund 600 Firmen und Einzelpersonen zusammensetzt. Zweck des Vereins ist es, Grundlagenforschung durchzuführen, die Aus- und Weiterbildung von Marktforschern zu fördern und regelmäßig Studien in Deutschland und Europa zu erstellen, die den Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden. Mit einem Anteil von 58 Prozent der Aktien ist er Hauptanteilseigner der GfK Aktiengesellschaft.

Die GfK Gruppe, weltweit die Nummer 4 der Marktforschungsunternehmen, ist in den drei Sektoren Custom Research, Retail and Technology und Media aktiv. Insgesamt gehören der GfK Gruppe 115 operative Unternehmen an, die über 100 Länder abdecken. Von den rund 10.000 Beschäftigten (Stand 30. September 2008) arbeiten mehr als 80 Prozent außerhalb Deutschlands. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gfk.com.

(Quelle: Pressemitteilung der GfK).

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Die kreativsten Angebote und originellsten Reiseziele im Deutschlandtourismus.

Zum vierten Mal verleiht der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) den "Deutschen Tourismuspreis". Aus 74 Bewerbungen hat die Jury aus Fachleuten der Tourismusbranche, Wissenschaft und Fachmedien folgende Beiträge nominiert:
  • das "Erste europäische Höhentrainingszentrum in der Hotellerie" der Hotel Bornmühle GmbH & Co. KG,
  • die "ffn-Nordseelagune" der Tourismus-Service Butjadingen GmbH & Co. KG,
  • die "Gute Nacht Geschichten" des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V.,
  • die Kinderferienreise "TOGGO Sommercamp Schwarzwald" der RUF Jugendreisen-Trend Touristik GmbH,
  • die "Pension Spreewelten – Schlafen im Kunstwerk" der Spreewelten GmbH,
  • die "Stammgast-Messe der Ostfriesischen Inseln" der Werbegemeinschaft der Ostfriesischen Inseln sowie
  • "Die Waldaktie" des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern und des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Entscheidend für die Jury war der Innovationsgrad der Bewerbungen. Am 6. November 2008 stellt sie die Nominierten auf dem Deutschen Tourismustag in Kassel ausführlich vor. Aus diesen sieben Nominierten werden der Erst-, Zweit- und Drittplazierten zum Abschluss des Deutschen Tourismustages 2008 im Kongress Palais Kassel geehrt.
"Die Bewerbungen sind ein Zeichen dafür, dass der Deutsche Tourismuspreis die Branche auch in diesem Jahr wieder zu neuen Impulsen und Einfällen stimuliert hat. Trotz der hohen Qualität aller eingereichten Bewerbungen stechen diese sieben Beiträge besonders heraus"
so DTV-Präsident Reinhard Meyer. Wie außergewöhnlich und hervorragend auch die nicht nominierten Beiträge sind, dokumentiert der DTV in diesem Jahr wieder im Innovationsreport. Dieser portraitiert neben den sieben Nominierten 14 weitere kreative touristische Angebote. Neu im Innovationsreport ist, dass der DTV - gemeinsam mit der Unternehmensberatung PROJECT M - die Erfahrungen aus vier Jahren Deutscher Tourismuspreis hinsichtlich der Innovativität im Deutschlandtourismus vorstellt. Ab dem 7. November 2008 steht der Innovationsreport unter www.deutschertourismusverband.de, Rubrik "Deutscher Tourismuspreis", zum Download bereit.

Deutscher Tourismuspreis 2008

Mit dem Deutschen Tourismuspreis zeichnet der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) herausragende, zukunftsweisende, innovative und anspruchsvolle touristische Initiativen aus, die neue Maßstäbe hinsichtlich Kreativität und Originalität setzen. Berücksichtigt werden konkret realisierte Angebote und neue Kommunikations- oder Vertriebslösungen von einzelnen Personen, Unternehmen, Vereinen, Verbänden oder Kommunen im und für den deutschen Markt. Im Jahr 2005 wurde der Preis erstmals verliehen. Innovationsgrad, Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit sind die zentralen Bewertungskriterien der Jury aus Tourismusbranche, Wissenschaft und Medien. Die besten Bewerbungen stellt der DTV in seinem Innovationsreport vor, der zur Preisverleihung veröffentlicht wird. Finanziell gefördert wird der Deutsche Tourismuspreis durch das Sparkassen-Tourismusbarometer der Sparkassenverbände aus Niedersachsen, Ostdeutschland, dem Saarland und Schleswig-Holstein. Medienpartner ist die touristische Fachzeitschrift fvw. Verantwortlich für die Organisation und die Durchführung des Deutschen Tourismuspreises 2008 ist die Lüneburger Unternehmensberatung PROJECT M.

(Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Tourismusverbandes).

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Deutscher Tourismustag 2008 stellt Kommunikationsinstrumente der Zukunft vor.

"Vernetzt in alle Ewigkeit!? - Kommunikation im digitalen Zeitalter" so der Leitgedanke des Deutschen Tourismustages 2008. In diesem Jahr findet die touristische Fachtagung des Deutschen Tourismusverbandes e. V. (DTV) am 6. November 2008 in Kassel statt. Mit interessanten Fragestellungen zu modernen Kommunikationsinstrumenten und -methoden greift der Dachverband des Deutschlandtourismus wieder einmal ein tagesaktuelles Thema aus der praktischen Tourismusarbeit auf.
"Aufmerksamkeit zu erzeugen ist für alle Reisedestinationen existenziell - wollen sie doch Kunden für sich interessieren und als Gäste gewinnen"
sagte der Präsident des DTV, Reinhard Meyer.
"Kommunikation ist dabei das Thema der Zukunft."
Erklärtes Ziel der Veranstaltung ist es auch, der Branche die Möglichkeiten digitaler Vertriebswege näher zu bringen. Die veränderte Nutzung und Wahrnehmung des Internets eröffnen insbesondere den Kunden eine neue Position.

Die Frage nach den Macht- und Einflussmöglichkeiten der Kunden wird daher einen Großteil der Konferenz in Anspruch nehmen. Hierzu referieren unter anderem der Internet-Publizist Tim Cole und der Geschäftsführer der schweizerischen HolidayCheck AG, Hakan Öktem.

Der zweite Themenschwerpunkt setzt sich mit den Informationskanälen der Zukunft auseinander. Welche Medien können welche Botschaften am besten transportieren? Der Berliner Medienwissenschaftler Prof. Dr. Norbert Bolz erklärt zudem, welche Informationen wie wahrgenommen werden und im Gedächtnis bleiben. Die Teilnehmer können bei dieser jährlichen Fachtagung ihres Dachverbandes viele Impulse für die konkrete Arbeit vor Ort und in den touristischen Destinationen mitnehmen.
"Ehrliche, verständliche, nachprüfbare Botschaften an die richtige Zielgruppe, die von den Kunden verstanden und angenommen werden, das ist professionelle Kommunikation im Tourismus"
so DTV-Präsident Reinhard Meyer.

(Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Tourismusverbandes).

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Halloween.

Wenn es nach dem Willen der katholischen Mullahs geht, müssen Gäste, die Halloween feiern wollen, Punkt Mitternacht in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November auf Musik verzichten. Siehe dazu: "Warum Hochwürden die Partygemeinde kritisiert", in: Münchener Merkur vom 24. Oktober 2008.

Das Verbot, das Tanzbein zu schwingen, steht nicht in der Scharia, sondern im Bayerischen Feiertagsgesetz. Siehe dazu auch unseren Beitrag zum analogen Thema "Karfreitag".

Die Kritik von Feierwilligen, Veranstaltern und Gastronomen macht sich dabei weniger daran fest, daß Allerheiligen still gefeiert werden soll. Genervt sind sie von der Weltsicht der Sesselfurzer, die auf den formalen Standpunkt beharren, Allerheiligen beginne am 1. November 2008 um Punkt Mitternacht.
"Dem ernsten Charakter des stillen Tages nicht entsprechende Veranstaltungen, die am Vorabend begonnen haben, sind daher mit Beginn des stillen Tages um 0.00 Uhr einzustellen"
heißt es in einer Antwort des Innenministeriums auf die Anfrage des Verbandes der Münchner Kulturveranstalter e.V., der rund zwanzig Münchner Konzertveranstalter und Hallenbetreiber vertritt.

Daß man dies auch anders regeln kann, wenn man will, sieht man an der Silvesternacht. So können umsatzsteuerlich Umsätze, die in dieser Nacht erzielt werden, noch als Umsätze vom 31. Dezember verbucht werden. Dahinter steht die vernünftige Überlegung, daß Menschen üblicherweise Aktivitäten in Nächten, die über Mitternacht andauern, noch dem vorherigen Kalenderdatum zuordnen. Fernsehzeitschriften gliedern Fernsehprogramme ja auch so, daß sie das Programm ab Mitternacht noch dem Vortage zuordnen. Und man muß in Hotels, in denen man übernachtet, ja auch pro Nacht bezahlen und nicht für jede Nacht zwei Tage buchen.

Dies hat der Gesetzgeber bis 2005 auch so gesehen. Bis dahin begann die vorgeschriebene Ruhezeit erst mit der Sperrstunde. Die Änderung erfolgte in Zusammenhang mit der Aufhebung der früheren Sperrzeitenregelungen. Vernünftiger wräe es gewesen, den Beginn auf den Beginn der "Putzstunde" zu legen, also auf 5 Uhr in der Früh.

Im Feiertagsgesetz steht:
"An den stillen Tagen sind öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen nur dann erlaubt, wenn der diesen Tagen entsprechende ernste Charakter gewahrt ist."
Einige Veranstalter wollen diese Regelung umgehen, indem sie ihre Unterhaltungsveranstaltungen als "nicht öffentlich" gestalten. Siehe dazu: "Halloween: Kippt jetzt auch das Tanzverbot?", in: tz vom 9. Oktober 2008.

Rechtlich ist die Chose nicht ganz so einfach zu beurteilen. Siehe dazu auch meinen früheren Beitrag über den schillernden Begriff der Öffentlichkeit: "Gaststaetten sind keine oeffentlichen Raeume".

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Bayern: Koalitionsvertrag laesst Fragen offen beim Rauchverbot in der Gastronomie.

Der Koalitionsvertrag (PDF) zwischen FDP und CSU in Bayern beinhaltet in Bezug auf das Rauchverbot in der Gastronomie folgende Vereinbarung, die Fragen offen läßt (Quelle: "CSU lässt wieder rauchen", in: Die Welt vom 27. Oktober 2008):
  • In Gaststätten mit mehreren Räumen darf ein Raum als Raucherraum eingerichtet werden. Dem Wortlaut nach dürfte demnach auch der Hauptraum, in der sich z.B. die Theke befindet, als Raucherraum ausgewiesen werden. Dann müßten aber alle anderen Räume als Nichtraucherzone eingerichtet werden.
  • In kleineren Einraumgaststätten darf geraucht werden, sofern die Gaststätte als Raucherlokal gekennzeichnet ist. Was "kleineren" bedeutet, ist nicht geklärt. In Spanien liegt die Grenze bei 100 qm Gastraumfläche. In Deutschland wurde verschiedentlich eine Grenze von 75 qm Gastraumfläche diskutiert. Größere Einraumgaststätten könnten dann aber einen kleinen Nebenraum abspalten und im gewonnen Hauptraum das Rauchen erlauben. Dann stellt sich die Frage, welche Anforderungen an einen solchen abgespaltenen Nebenraum zu stellen sind.
  • In Bier-, Wein- und Festzelten, die nur vorübergehend und in der Regel an wechselnden Standorten betrieben werden, ist das Rauchen zulässig. Dies gilt auch für Festhallen auf Volksfesten und vergleichbaren Veranstaltungen. Die Frage ist, was vorübergehend heißt. Gilt dies auch für Zelte, die etwa von Frühjahr bis Herbst aufgestellt werden? Letztlich ist nichts ewig, nicht einmal die gottgegebene absolute Mehrheit der CSU.
  • In Diskotheken und anderen Tanzlokalen ist das Rauchen in einem Nebenraum gestattet, sofern Minderjährige keinen Zutritt haben und sich im Raucherraum keine Tanzfläche befindet. Bezieht sich das Verbot des Zugangs Minderjährige auf die Diskothek im Ganzen oder nur auf den Nebenraum, in dem geraucht werden darf? Was heißt "Nebenraum" in einer modernen Großdiskothek mit einer Vielzahl von Räumen? Bedeutet die Formulierung "in einem Nebenraum" in einem einzigen Nebenraum? Was bedeutet "Tanzfläche"? Ist dies eine Fläche, auf der getanzt wird, oder eine Fläche, die zum Tanzen ausgewiesen ist, etwa durch einen besonderen Fußbodenbelag, eine Markierung, darauf gerichtete Lauptsprecher, den Standort des Discjockeys?

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Sonntag, Oktober 26, 2008

InFranken.de.

Der Markt der Regionalzeitungen konsolidiert:
  • Im Westen versucht die WAZ-Gruppe, in ihren diversen Blätter Kosten zu sparen, Inhalte besser zu verwerten und gemeinsam zu nutzen, statt ähnliche Inhalte in mehreren Redaktionen zu erstellen. Siehe dazu: "WAZ verschärft Sparkurs drastisch", in: Horizont vom 24. Oktober 2008.
  • Ähnliches versuchen David Montgomery mit seiner Zeitungsgruppe rund um die "Berliner Zeitung" (siehe eta: "Sparen beim 'Berliner Kurier': Politikredaktion gestrichen", in: Die Presse vom 20. Oktober 2008) und
  • der Verlag M. Dumont Schaumberg bei der "Frankfurter Rundschau" und weiteren Zeitungen seines Imperiums.
Aber auch kleinere Konglomerate von lokalen Tageszeitungen versuchen zu konsolidieren. Jüngstes Beispiel ist der Launch der Website InFranken.de. Dieses Portal vereint die Tageszeitungen und sonstigen Verlagsprodukte der Fränkischer Tag GmbH & Co. KG in Bamberg, insbesondere drei Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage von zusammen etwa 100.000:
  • Fränkischer Tag (Bamberg)
  • Bayerische Rundschau (Kulmbach)
  • Coburger Tagblatt
Das Medienhaus Fränkischer Tag / Baumann vereint in einer Mediengruppe die Geschäftsfelder Zeitungs- und Anzeigenblattverlage, Rollen- und Bogenoffset-Druck, Buch- und Fachverlage, elektronische Medien sowie Post und Logistik (insgesamt rund 850 Mitarbeiter und 100 Millionen Umsatz per anno).

Auffällig an diesem neuen Portal, wenn auch von technologisch fortgeschritteneren Portalen bereits realisiert, sind folgende Besonderheiten:
  • Die Nachrichten werden mit verwandten Artikeln verknüpft und mit weiterführenden Informationen, Bildern und Videos angereichert. Um das Videoangebot auszuweiten, macht man es anders wie die WAZ, die mit dem WDR kooperiert: Alle freien Mitarbeiter der drei Tageszeitungen sind nunmehr mit Videokameras ausgestattet und gehalten, auch Videos zu liefern.
  • Die Redaktionen der drei Tageszeitungen bleiben erhalten (ob im bisherigen Umfang wird nicht verraten). Ihre Beiträge fließen in InFranken.de ein.
  • Die bisherigen Portale der drei Tageszeitungen verschwinden. Wer z.B. Fraenkische-Tag.de aufruft, wird automatisch auf Infranken.de weitergeleitet. Dies führt sicherlich zu geringeren Wartungskosten im Vergleich zu drei unabhängigen Websites, aber auch zu einem höheren Traffic, der eine bessere Vermarktung von Anzeigen erlaubt, zumindest bei den Inserenten, die große Volumina bevorzugen.
  • Man setzt dummerweise weiterhin auf E-Paper, also ein spezielles Format mit kostenpflichtigen Zugang, mit dem versucht wird, das Erscheinungsbild der Druckausgabe eins zu eins online umzusetzen. Der kostenpflichtige Zugang kostet für Abonnenten der Druckausgabe 2,50 Euro, für ander 17,50 Euro im Monat.
  • Man hört ja gelegentlich den Spruch, im Laufe seines Lebens werde jeder Bürger wenigstens einmal im Leben in einer Tageszeitung im Bild verewigt. Und alle Tageszeitungen versuchen möglichst viele Menschen ihres Verbreitungsgebietes abzubilden. Ideal dafür sind Gruppenfotos aller Art. Wer sich selbst in der Fotodatenbank ("Mediathek") von Infranken.de entdeckt, kann dieses Foto als E-Card versenden oder als Fotoabzug oder auf T-Shirts, Tassen und vielem mehr bestellen.
  • Als Navigationselement des Web 2.0 wird ein "Tagcloud" verwendet (auch wenn sowas selten funktioniert und eigentlich schon wieder "out" ist).
  • User haben die Möglichkeit, ihre Titelseite individuell einzustellen. Man kann Nachrichtenthemen, die persönlich interessieren, mit einem Pfeil "nach oben" an den Anfang stellen, andere "nach unten" wandern lassen. Die Anzahl der Nachrichten uninteressanter Themengebiete kann man vermindern, andere vermehren. Die personalisierten Einstellungen werden per Cookies gespeichert. Alles Features, die etwa Google News seit Jahren besitzt. Geplant ist das Feature individualisierbarer Seiten für angemeldete Mitglieder (ohne Cookies).
  • Es gibt - das 21. Jahrhundert läßt grüßen - sogar einen Blog InFranken.de.
Aus gastronomischer Sicht ist diese Konzentration von Tageszeitungen nicht nur positiv zu sehen. Zwar erhöht sich damit die rechnerische Reichweite. Doch oftmals ist sogar schon die Reichweite kleiner Lokalzeitungen viel größer als das Einzugsgebiet der Gäste. Siehe dazu meinen früheren Beitrag: "Nachbarn als Touristen und Gaeste". Tageszeitungen mit erweiterten Einzugsgebieten kommen deshalb in vielen Fällen als Werbemedium für die Gastronomie nur noch in Frage, wenn sie es zulassen, daß
  • in Teilauflagen der Druckausgabe geworben wird. Traditionel geschieht dies durch Beilagen. Angebote von Tageszeitungen, unterschiedliche Teilauflagen, etwa auf der Ebene von Postzustellbezirken, zu drucken, sind mir nicht bekannt.
  • Online-Inserate auf Teilbereiche der Websites begrenzt oder textsensitive Anzeigen geschaltet schalten werden können oder Anzeigen, die nur erscheinen, wenn Nutzer mit bestimmten, vorausgewählten Eigenheiten dei Seiten nutzen.
Ansonsten sollte man Medien und Werbemittel wählen, deren Verbreitungsgebiet mit dem Zielgebiet übereinstimmen, etwa Stadtteilzeitungen, oder Medien für bestimmte Zielgruppen wie Hochschulzeitungen, Sportvereinsblätter usw. Oder man verteilt Flyer direkt in die Briefkästen des Zielgebiets oder läßt sie verteilen. Siehe dazu meinen früheren Beitrag "Auf gute Nachbarschaft".

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Yovite - Geschenkgutscheine online vertickern.

Was haben Sarah Wiener mit ihren Berliner Restaurants und Marc Kunkel mit seinem "Gasthaus zum Ochsen", dem ältesten Gasthaus Mannheims, gemeinsam? Beide nutzen Yovite. Yovite beschreibt seinen Service aus Sicht des Gastes so:
"Restaurant-Gutscheine mit Ihrer individuellen Grußnachricht jetzt online bestellen und verschenken. Ganz ohne Shopping-Stress, Päckchen packen und Termindruck. Die Gutscheine werden sofort oder zum gewünschten Zeitpunkt versendet - als E-Mail, SMS, Fax oder Gutschein-Grußkarte per Post."
Diese Gutscheine werden mit Gutscheinwerten in Höhe von 20, 30, 50, 75, 100, 150 und 200 Euro angeboten. Welche Kosten fallen an?
  • Für den Gastronomen fallen Gebühren an und zwar in Höhe von 3,50 Euro für Gutscheine im Wert von 20 und 30 Euro, in Höhe von 4,50 Euro für Gutscheine im Wert von 100 und 150 Euro und in Höhe von 6,50 Euro bei einem Gutscheinwert in Höhe von 200 Euro.
  • Für den Kunden, der einen Gutschein bestellt, fallen nur Gebühren an, wenn er sich einen papiernen Gutschein bestellt und zwar 3,20 Euro Versand- und Druckkosten. Läßt er den Gutschein als Fax versenden, werden 0,35 Euro fällig. Per sms kostet es 0,15 Euro. Gutscheine per email sind kostenfrei.
Ich habe Marc Kunkel über seine Erfahrungen mit Yovite gefragt. Er hat seine Antwort in sein Blog eingestellt: "Gutscheine über unsere Homepage…", in: Ochsenblog vom 25. Oktober 2008.

Vorab sollte man sich darüber klar werden, was man will:
  • Will ich vor allem Menschen, die mein Restaurant schon kennen oder meine Website schon gefunden haben, Geschenkgutscheine möglichst ohne viel Arbeitsaufwand zu Festpreisen verkaufen? Dann empfehlen sich Services wie Yovite oder man macht es ganz und gar selbst wie das Hotel Mainfranken an verschiedenen Standorten.
  • Will ich Käufer meiner Gutscheine finden, die meine Gaststätte noch gar nicht kennen, die auf der Suche sind nach irgend einem Geschenk oder einem Gutschein irgend einer Gaststätte, und die dann "zufällig" auf die Idee gebracht werden sollen, meinen Gutschein zu kaufen? Dann empfehlen sich eher Kleinanzeigen etwa bei Google Adwords (kostenpflichtig) oder etwa kijiji (kostenlos).
  • Will ich den Spiel- und Jagdtrieb der Käufer nutzen? Bin ich bereit, Geschenkgutscheine auch unter Wert abzugeben? Dann empfehlen sich Auktionen.
  • Will ich Tickets für Veranstaltungen, etwa eine Silvesterfeier, verkaufen, dann kommt auch Amiando in Frage: "Mundpropaganda fuer Eintrittskarten".
Siehe dazu auch frühere Berichte über ähnliche bzw. alternative Tools:
  • "Vermarktungsservice für Restaurants". Service-Unternehmen, die Gastronomen und Hoteliers die Arbeit abnehmen, Gutscheine selbst bei eBay zu verkaufen. Man kann seine Gutscheine mit mehr oder weniger Arbeitsaufwand natürlich auch selbst bei eBay oder anderen Auktionsplattformen verkaufen.
  • "Positive Erfahrungen mit Gutschein-Auktionen bei Azubo" vom 12. Juni 2004. Azubo ist ein früh und hoffnungsvoll gestarteter, Branchen übergreifender Gutschein-Shop, in dem ich heute aber aktuell keine Gutscheine gefunden habe.
Mehr über "Coupons".

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Samstag, Oktober 25, 2008

Weine unter 5 Euro.

In der Weinblogger-Szene wird heftig diskutiert, ob es einen guten Wein unter 5 Euro gibt: "Die 5-Euro-Debatte (1. Teil)" von Mario Scheuermann, in: drink tank vom 25. Oktober 2008.

Als bieraffiner Gastronom habe ich mehr mit Bieren zu tun, die im Durchschnitt nicht mehr kosten als 1,20 Euro je Liter (im Einkauf, netto). Das zur Zeit teuerste Bier in meinem Café Abseits kostet im Einkauf netto über 3,00 Euro je Liter. Es handelt sich um einen "Aventinus Weizen Eisbock".

Wenn ich unser Kalkulationsschema für Weine anwende, komme ich bei einem Einkaufspreis von 5 Euro netto pro Liter auf einen kalkulierten Verkaufspreis von 3,60 Euro je 0,2 l-Glas. Das ist bei uns schon oberhalb der Grenze, an der sich Weine normalerweise verkaufen lassen. Deshalb ist es für uns unbedingt notwendig, daß es Weine unter der Grenze von 5 Euro je Liter netto gibt, die von unseren Gästen akzeptiert werden. Ob die gut sind? Über ein solch subjektives Urteil kann man streiten. Unser Maßstab ist die Reaktion unserer Gäste.

Unseren zur Zeit teuersten Wein schenken wir aus für 3,20 Euro je 0,2 l-Glas. Es handelt sich um einen fränkischen Portugieser, Qualitätswein, trocken, 2006, 11 Monate holzfassgereift, vom Winzerhof Hermann Höhn aus Nordheim in Franken. Listenpreis für Endverbraucher, ab Hof, 5,50 Euro brutto.

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Zarges von Freyberg Hotel Consulting wird Partner der Luxushotelkooperation The Leading Hotels of the World.

München / New York, Oktober 2008. Zarges von Freyberg Hotel Consulting mit Sitz in München wird auf Grund seiner Ausrichtung auf die gehobene Individualhotellerie als erstes deutsches Beratungsunternehmen in das Leading Services and Products Network aufgenommen. Das Partnernetzwerk der Luxushotelkooperation The Leading Hotels of the World">The Leading Hotels of the World umfasst derzeit 50 Mitglieder weltweit. Nur ausgewählte Dienstleistungs- und Zulieferunternehmen zählen zu dem elitären Kreis.

The Leading Hotels of the World ist eine weltweite Allianz führender Luxushotels. Mit 26 Regionalbüros rund um den Globus repräsentiert sie über 450 Hotels, Resorts und Spas in 80 Ländern unter einem Markendach. Das Leading Services and Products Network vereint ein Portfolio von hoch qualifizierten Partnerunternehmen aus unterschiedlichen Bereichen wie Consulting, Marketing, Ausstattung oder Kosmetik. Diese unterstützen die Mitglieder der Hotelkooperation mit fundiertem Expertenwissen sowie mit maßgeschneiderten Dienstleistungen und Produkten. So sind beispielsweise das Ausstattungshaus Baker Furniture mit seinen handgemachten Möbeln oder das Kosmetikunternehmen Cornelia mit seinen exklusiven Produkten und Day Spas Kooperationspartner. Als besonderen Mehrwert erhalten die angeschlossenen Hotels spezielle Konditionen und Zusatzleistungen. Das Partnernetzwerk wird jährlich überprüft, um zu gewährleisten, dass die Kompatibilität zwischen allen Beteilig-ten gesichert ist.

Seitens der The Leading Hotels of the World wird die neu geschlossene Partnerschaft mit dem Beratungsunternehmen als Bereicherung gesehen.
"Wir freuen uns, Zarges von Freyberg Hotel Consulting zum Leading Services and Products Network zu zählen. Mit seiner frischen, innovativen Perspektive und seinem Fokus auf Umsatzverstärkung ist das Un-ternehmen eine exzellente Ergänzung in unserem Partnerportfolio"
so Kimberly Moffitt Hehir, Vice President Stategic Planning bei The Leading Hotels of the World. Für Zarges von Freyberg Hotel Consulting ist die Kooperation mit der Luxusmarke ein wertvoller Bestandteil in seiner Marktpositionierung. Seit März dieses Jahres führten die Berater Gespräche mit Vertretern aus New York.
"Wir sind sehr stolz, als erstes deutsches Beratungsunternehmen zu dem Kreis der ausgewählten Partner der Leading Hotels of the World zu gehören. Die Aufnahme in das Partnernetzwerk hat uns außerdem in unserer Ausrichtung und in unserem Anspruch an höchste Qualität bestärkt"
kommentiert Stephanie Zarges, Geschäftsführerin von Zarges von Freyberg Hotel Consulting, die Zusammenarbeit.

Die Luxushotelkooperation bringt neben ihrem weltweiten Renommee zahlreiche Vermarktungsmöglichkeiten in die Partnerschaft ein. So werden regelmäßige Mailings an die Mitgliedshotels, gemeinsame Verkaufsreisen oder die Präsentation auf Road Shows und Veranstaltungen angeboten. Zarges von Freyberg Hotel Consulting hilft den angeschlossenen Hotels mit ausgefeilten Positionierungs- und Marketingstrategien, ihre Marktposition auszubauen, zu optimieren oder neu auszurichten. Dabei werden alle Maßnahmen eng auf die vorgegebenen, hohen Qualitätsstandards der The Leading Hotels of the World abgestimmt.

Darüber hinaus unterstützen die Berater neue Hotelentwicklungen im Luxusbereich mit Standort- und Machbarkeitsanalysen. Hier kann eine Mitgliedschaft bei The Leading Hotels of the World bereits in der Planungs- und Konzeptionsphase vorgeschlagen werden.

Dr. Burkhard von Freyberg, Geschäftsführer von Zarges von Freyberg Hotel Consulting, sieht die Partnerschaft als gewinnbringend für alle Beteiligten:
"Wir sind überzeugt, dass durch die Zusammenarbeit mit den Leading Hotels of the World spannende Projekte entstehen. Wir freuen uns, den angeschlossenen Hotels mit unserer strukturierten und innovativen Vorgehensweise und unserem Know-How in der Luxushotellerie einen klaren Nutzen zu stiften. Außerdem können wir durch die Partnerschaft noch internationaler agieren."
Für die drei Geschäftsführer des Beratungsunternehmens ist die Luxushotellerie ein bekanntes Feld. Stephanie und Dr. Beatrice Zarges sind hier zu Hause und auch Dr. Burkhard von Freyberg blickt auf einen intensiven Erfahrungsschatz zurück. Stephanie Zarges ist durch das familieneigene 5 Sterne Hotel Thurnher's Alpenhof in Zürs am Arlberg in der Luxushotellerie aufgewachsen. Als geschäftsführende Gesellschafterin des Thurnher's Alpenhof verfügt Dr. Beatrice Zarges über eingängige Erfahrung im Management eines der führenden Luxushotels in Österreich. Dr. Burkhard von Freyberg absolvierte die Hotelfachlehre im Hotel Bayerischer Hof in München, einem langjährigen Mitglied der The Leading Hotels of the World.

Zarges von Freyberg Hotel Consulting berät Betreiber und Eigentümer bestehender Hotels und unterstützt Privatpersonen und Unternehmen, die in der Individualhotellerie projektierend, investierend oder finanzierend tätig sind bei neuen Hotelentwicklungen. Dabei wird die gehobene Individualhotellerie im In- und Ausland fokussiert. Der Beratungsansatz von Zarges von Freyberg Hotel Consulting unter-scheidet sich dahingehend von anderen, dass die Umsatzsteigerung und nicht die Kostenreduktion an erster Stelle steht. Der Ansatz umfasst die drei Ebenen Analyse & Strategie, Umsetzung und Controlling. Aufbauend auf einer Analyse der bestehenden Strukturen und der Entwicklung von zielgerichteten Strategien, begleiten die Berater ihre Klienten bei der praktischen Umsetzung maßgeschneiderter Konzepte und bei der Entwicklung von Alleinstellungsmerkmalen. Darüber hinaus übernehmen die Experten das Controlling der betrieblichen Abläufe. Neue Hotelentwicklungen werden mit Standort- und Machbarkeitsanalysen unterstützt.

(Quelle: Pressemitteilung der Zarges von Freyberg GmbH).

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Freitag, Oktober 24, 2008

Auswirkungen der Finanzkrise auf die Tagungs- und Businesshotellerie.

Die Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (AHGZ) hat 24 Vertretern der Tagungshotellerie die Frage "Spüren Sie die Auswirkungen der Finanzkrise?" gestellt. Leidet Deutschlands Tagungs- und Business-Hotellerie bereits unter Stornierungen und geringerer Nachfrage? Was will sie dagegen tun. Das hat die AHGZ in Donaueschingen, Berlin, München, Düsseldorf und im Rhein-Main-Gebiet erfragt. Die Antworten lesen Sie unter "24 Stimmen der Tagungshotellerie zur Finanzkrise".

Siehe auch meinen Beitrag vom 10. Oktober 2008: "Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf das Gastgewerbe".

Die Printausgabe der AHGZ, die offiziell morgen erscheint, aber schon in meinem Briefkasten liegt, legt ihren Schwerpunkt auf die möglichen Folgen der Finanzkrise. Die Titelstory heißt "Finanzkrise trifft Tagungshotels". Ich füge hinzu: Sie wird nicht nur die Tagungshotels treffen.

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Amazon-Geschenkgutscheine zum Selbstausdrucken.

Geschenkgutscheine von Amazon gibt es jetzt auch zum Selbstausdrucken. Bislang gab es sie bereits:
  • per email
  • als Papiergutschein

Weitere Features für die Schenkenden:
  • Kostenloser Versand
  • Erhältlich in jedem Betrag zwischen 5 und 500 Euro
Amazon-Partner wie Abseits.de erhalten eine Provision in Höhe von 6 Prozent des Gutscheinwerts.

Gastronomen und Hoteliers, die auf ihren Websites Geschenkgutscheine und Artikel anbieten, die sich als Geschenk eignen, könnten als Amazon-Affiliate zusätzlich ein Werbemittel für Amazon-Geschenkgutscheine einbinden. Theoretisch besteht dann zwar die Gefahr, daß statt des eigenen Produktes oder Geschenkgutscheins ein Amazon-Geschenkgutschein gekauft wird. Meines Erachtens bietet man eher denjenigen eine Alternative, die unter den eigenen Angeboten nichts Passendes finden. Man kann den Hinweis auf einen Amazon-Geschenkgutschein aber auch hinter einem Link mit der Frage "Nichts Passendes gefunden?" verstecken. Siehe mein Beispiel "Nichts ist so kurz wie die Zeit vor Weihnachten", in: Abseits-Bamberg.de.

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Donnerstag, Oktober 23, 2008

Bavaria blu.

Der bloggende Metzgermeister Ludger Freese soll im Auftrag eines Kunden einen Geschenkkorb mit bayerischen Spezialitäten zusammenstellen und packt Käse der Marke "Bavaria Blu" hinein: "Ein Bayer aus Vilsbek", in: Essen kommen! vom 23. Oktober 2008. Er fragt zudem:
"Jetzt bin ich aber gespannt, was meine bayrischen Kollegen dazu sagen werden…"
Nun, ich bin zwar kein Bayer, sondern ein nach Franken zugewanderter Rheinhesse mit ostfriesischen Wurzeln, aber beim Edelschimmelkäse "Bavaria Blu" komme ich trotz seines Namens nicht unbedingt auf die Idee, es handele sich um eine für Bayern typische Spezialität. Warum heißt "Bavaria Blu" eigentlich so?

1902 gründete ein gewisser Basil Weixler eine kleine Dorfkäserei. In den 20er Jahren entwickelte er einen Käse aus Kuhmilch, der dem damals angesagten französischen Edelschimmelkäse Roquefort (aus Schafsmilch) ähnlich war. Er nannte ihn "bayerischer Gebirgs-Roquefort", was ihm flugs einen Gerichtsprozeß einbrachte, der acht Jahre dauerte. Dieser Prozeß steigerte seine Bekanntheit und die juristiche Niederlage seine Popularität, zumal ein Deutscher, der von den Erbfeinden aus Frankreich verklagt wird, in den damaligen Nachkriegszeiten nicht gerade unbeliebt gewesen ist. Der Käse wurde nach der juristischen Niederlage zuerst in "Bergader Edelpilz" umbenannt und erhielt 1972 die Markenbezeichnung "Bavaria blu". Mehr über die Geschichte der Bergader Privatkäse GmbH: 100 Jahre Bergader - 100 Jahre mit Leib und Seele Privatkäserei .

Als typisch bayerischen Käse bzw. Käsezubereitung hätte Ludger Freese z.B. einen "Obatzten" in den Geschenkkorb legen können.

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Kinder malen fuer die Kinderkarte.

Die Idee, für die inhaltliche Entwicklung von Speisekarten, also des Speisenangebots, für Kinder Kinder einzuspannen, habe ich ihnen schon vorgestellt: "Speisekarte fuer Kinder von Kindern ausgedacht".

Man kann Kinder aber auch dazu gewinnen, beim äußeren Erscheinungsbild einer Speisekarte mitzuwirken. Das Gasthaus Rudolph hat bei seinem ersten Kinderfest einen Malwettbewerb mit einem Clown veranstaltet. Das Bild der Siegerin wurde, mit deren Einwilligung, in der Speisekarte abgebildet. In einer Bildergalerie wurden die weiteren Bilder verewigt. Es ist ja bei Kindern wichtig, keine "Verlierer" ins Abseits zu stellen: "Die neue Speisekarte", in: Gasthaus Rudolph Blog vom 23. Oktober 2008.

So bleibt nur noch, die neue Speisekarte flugs an Thorsten Sommers Speisekarten-Seite.de zu schicken. Der hat sogar schon einmal etwas geschrieben über eine "Kinderkarte für Fortgeschrittene: Babykarte".

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Wenig Hoteliers bei Xing.

Sabine Jarsetz beklagt, daß zu wenige Hoteliers bei Xing mitmachen: "Hotel 2.0 - noch ein langer Weg?", in: gastro experience vom 23. Oktober 2008. Als Beleg hat sie sich angeschaut, wie viele sich in den letzten 30 Tagen in den einzelnen Bundesländern neu angemeldet haben.

Ich habe mir mal angeschaut, wie viele neue Mitglieder in den letzten 3 Tagen in der Branche "Hotel & Gaststätten" in Deutschland hinzu gekommen sind. Es sind 172. Insgesamt sind es 227. Da die Bezeichnung "Hotel & Gaststätten" vermutlich nur von deutsch sprachigen Mitgliedern gewählt werden wird, umfaßt die Differenz von 55 Mitgliedern wohl deutsch sprachige Branchenmitglieder im Ausland.

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Pierre Nierhaus spricht auf Russian Foodservice Forum.

Frankfurt, 20. Oktober 2008 - Beim 1. Russian Foodservice Forum in Moskau hielt Pierre Nierhaus den Vortrag "European concepts of the future" vor 120 russischen Top Gastronomen. Schwerpunkte des Forums waren Konzept, Management und Design. Veranstalter war das russische Partnermedium des deutschen FoodService Magazins.

Nach dem Überblick über europäische Trendsetterkonzepte durch Pierre Nierhaus stellten russische Gastronomen ihre neuen Konzepte vor:
  • Oleg Ionko (Restorator) präsentierte das Casual Grill-Bar Konzept "People's",
  • Zufar Gayazov (Tatinter Restaurants) das auf Tatarenküche basierende Konzept "Alan-Ash" und
  • Maxim Kapitanskiy (Vesta-Center International) das asiatische Nudelkonzept "Menza".
Weitere Redner waren u.a. Simon Threadkell von der Londoner Design Company Fitch sowie Lory Daytner, Rosinter Restaurants (Moskau).

Konzepte und Trends stehen auch bei den zukünftigen Auftritten von Pierre Nierhaus vor internationalem Publikum im Mittelpunkt: Beim Gastro Business Forum in Zagreb stellt Nierhaus weltweite Trends mit Einfluss auf die europäische Gastronomie vor, während er beim Tourismus Forum im Rahmen der Grazer Gastro-Messe Gastronomia 2009 ein Schlaglicht auf die "Gastronomie der Zukunft" werfen wird.

(Quelle: Presssemitteilung von Pierre Nierhaus).

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Auf Abwegen.

Es gibt im Bundestag Ausschüsse, deren Mitglieder mit guten Gründen auf Kosten des Steuerzahlers schöne Tage in allen möglichen Ländern verbringen, die Joe, der Klempner, eher aus touristischen Motiven besuchen würde. Vergleichsweise schlechte Karten haben, würde man meinen, solche Ausschüsse wie der Haushaltsausschuß. Fiskalpolitiker gehören zwar zu den wohl mächstigesten Parlamentarieren. Aber gute Gründe, auf Kosten des Steuerzahlers Urlaub zu machen, lassen sich wohl kaum finden....

Denkste! Eine Delegation des Haushaltsausschusses beginnt heute eine einwöchige Reise ("Dienstreise" genannt) nach Vietnam und Thailand: "Delegation des Haushaltsausschusses zu Gesprächen nach Vietnam und Thailand".

Neben dem Delegationsleiter Georg Schirmbeck (CDU/CSU) erholen sich dort die Abgeordneten Ernst Bahr (SPD) und Jürgen Koppelin (FDP). Nun fragen Sie sich vielleicht, was interessiert Fiskalpolitiker in diesen Urlaubsländern in der dortigen Saison?
  • Projekte im Bereich Ernährung, Landwirtschaft und Forsten,
  • Maßnahmen gegen Geflügelseuchen,
  • illegaler Holzeinschlag und
  • Verbesserungen beim Qualitätsstandard landwirtschaftlicher Produkte
  • Gespräche mit deutschen Importfirmen für Plantagenerzeugnisse
  • Gespräche mit deutschen Exporteuren, die mit massiven Handelshemmnissen Vietnams, z. B. im Schweinemarkt, zu kämpfen haben.
  • der illegale Holzeinschlag in Thailand.
  • Maßnahmen zur Bekämpfung der Vogelgrippe
Unterm Strich ein kunterbuntes Potpourri von Themen, die einen Fiskalpolitiker einen Scheiß angehen und wenig interessieren sollten. Die Themen und Gesprächspartner erwecken bei mir den Eindruck, als habe man sie bemüht zusammen gesucht, um die Reise zu entschuldigen. Wetten, daß daneben noch ein wenig Zeit bleibt zur Erholung?

Ob es ein Zufall ist, daß alle drei Abgeordnete älteren Semester sind, möglicherweise dem nächsten Bundestag nicht mehr angehören werden und so Gelegenheit haben, noch einmal Auslandsluft zu schnuppern, um schöne Erinnerungen für ihre Zeit als Rentner zu tanken? Erhard Bahr und Jürgen Koppelin sind Jahrgang 1945, Georg Schirmbeck ist Jahrgang 1949.

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Hotels: Suchmaschinen veraendern das Buchungsverhalten.

Buchungen über die eigene Website werden für Hotels, aber auch für andere Anbieter von Übernachtungen immer wichtiger. Sie werden in Suchmaschinen häufiger gesucht und gefunden. Das ist keine neue Erkenntnis, aber sie wird selten so anschaulich mit Zahlen belegt: "Search Engines are Re-Shaping Hotel Booking Funnels", in: Compete Blog.

Zitat aus obigem Artikel:
"As this trend continues to spread, the role of hotel property pages becomes an increasingly important one. Consumers reaching these pages from search are likely using branded or location-specific keywords and thus are more engaged than casual hotel shoppers. Consequently, hotel marketers would do well to focus on these consumers’ experiences and regard property pages as pivotal landing pages that contribute significantly to a brand’s online strategy.

Under the model of the traditional conversion funnel, interaction with property pages is optional (at some websites) and accordingly analysis of these pages is secondary. However as the search-influenced model becomes more common, applying detailed landing page optimization techniques to hotel property pages is vital to the conversion funnel’s success."
Hoteliers müssen deshalb auf drei Dinge achten:
  • Ihre Website muß für Suchmaschinen optimiert sein.
  • Ihre Website muß transaktionsorientiert sein, Transaktionen (Buchungen) fördern.
  • Die Landing Page, also die Seite auf der Besucher landen, wenn sie z.B. von Suchmaschinen kommen, soll zur Transaktion verführen. Intuition bei der Gestaltung von Websites hilft da wenig. Man muß das Verhalten der User analysieren, z.B. mithilfe von Google Analytics und die Wege von den Landing Pages zur erfolgreichen Buchung optimieren.
  • Die Buchung sollte möglichst einfach sein und alles vermeiden, was zu Abbrüchen führt. Extremstes Beispiel (für User, die bereits einen Account haben) ist das patentierte Ein-Klick-Bestellen von Amazon.

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Mit Busreisegruppen raus aus den Schulden.

Gestern Abend zeigte der Fernsehsender RTL in einer Folge der Serie "Raus aus den Schulden", wie der Schuldnerberater Peter Zwegat einem Gastronomen-Ehepaar den Weg aus ihren Schulden zeigte: "Ein Restaurant kurz vor dem Ruin" (Video der Sendung in RTL-Now).

Seine Tips waren überwiegend Standardware, was aber nicht unbedingt gegen diese Tips spricht, sondern eher dafür, daß die Ursachen von Problemen häufig dieselben sind:
  • Die Krise wird durch Beziehungsprobleme in der Familie oder im Team ausgelöst oder zumindest verstärkt und wechselseitig gesteigert. Wenn es schlecht läuft, liegen die Nerven blank. Streit zwischen den Partnern und im Team spüren auch die Gäste.
  • Der Umfang der Speisekarte ist zu groß. Weniger Speisen anbieten. Wobei dieser Tipp meines Erachtens so nicht ganz richtig ist. Es kommt weniger auf die Anzahl der Gerichte an als auf die Anzahl der Zutaten. Größenvariationen wie kleine Portionen, XXL-Portionen oder auch eine Aufblähung der Karte durch wechselnde Kombinationen der gleichen Komponenten belasten die Beschaffung, die Lagerwirtschaft und die Küche weniger als eine Vielzahl von Speisen aus unterschiedlichen Zutaten.
Konzeptionell wurde aus dem abgelegenen Standort vor den Toren Hamburgs und dem großen Platzangebot abgeleitet, man könne Busreisegruppen bewirten. Siehe dazu auch meinen Beitrag "Busreisen und ihre Bedeutung für die Gastronomie"

Sehr geschickt habe ich empfunden, daß man in das Drehbuch einen Auftritt des Busreiseunternehmers Wilhelm Schmidt eingearbeitet hat, der erläutert, wie die Gastronomie von der Zusammenarbeit mit der Bustouristik profitieren kann. Er ist Vorstand der Gütegemeinschaft Buskomfort e.V., die auch gbk-Sterne für Busse und Chauffeure vergibt. Die Szenenfolge, in der der Gastronom an das Telefon greift anruft und schwupps kommt ein Busreiseunternehmer vorbei, war hingegen ziemlich praxisfern.

Die Fachzeitung "Omnibusrevuer" ist in einem Artikel auf diese Sendung eingegangen: "Mit dem Bus raus aus den Schulden" vom 23. Oktober 2008.

Kritisch möchte ich aus gastronomischer Sicht ergänzen: Busreisegruppen sind nicht für jeden Betrieb geeignet. Ihre potentiellen Nachteile:
  • Es lassen sich unter den Reiseteilnehmern selten Individualgäste generieren. Vor allem wenn die Teilnehmer weit weg wohnen. Bei Tagesausflügen kann es anders aussehen. Deshalb muß sich jede Gruppe für sich rechnen.
  • Busreiseveranstalter legen - nicht immer, aber häufig - auf einen niedrigen Preis Wert. Man kann sich, wenn das Restaurant eher höherpreisig ist, nicht mit seinem üblichen Speisenangebot präsentieren. Man ramponiert eventuell sein Image. Anders sieht es aus, wenn man die Reisegruppen in getrennten Räumen, an freien Tagen oder zu Zeiten bewirtet, in denen wenig Gäste anwesend sind.
  • Man gewöhnt sich und das Team an schlechten Service, der sich aus Zeitdruck, niedrigen Margen und dem Wissen ergibt, daß die einzelnen Teilnehmer selten wieder kommen. Wichtiger wird es, den Reiseveranstalter, den Reiseleiter und den Busfahrer zufrieden zu stellen, sei es per Freiessen und - getränke aber auch durch Bargeld. Maximal ein freies Essen pro 20 Gruppenteilnehmer und kostenlose (alkoholfreie) Getränke für den Busfahrer und Reiseführer) sind branchenüblich.
  • Unter Umständen konkurrieren Reisegruppen mit Stammgästen und anderen Individualgäste, die z.B. keinen Platz mehr bekommen oder auf ihre Bedienung und ihre Speisen und Getränke länger warten müssen.
  • Eventuell nerven die Reiseteilnehmer die Stammgäste auch dadurch, daß sie nicht zu den Stammgästen passen. Bei uns waren z.B. Stammgäste aus der Motorradfahrerszene genervt von einer Reisegruppe aus dem Rheinland. Es war ein gemischter Chor, der zum Brunch objektiv wirklich schön Lieder gesungen hat wie "Warum ist es am Rhein so schön" (in Bamberg!).

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Passivraucherschutz fuer Auszubildende in Oesterreich.

Nicht nur die Gastronomie in Deutschland leidet unter Sesselfurzern. Ihre österreichischen Artgenossen haben dem österreichischen Gastgewerbe ein Gesetz beschert, das vorschreibt, Auszubildende sollten sich überwiegend im Nichtraucherbereich aufhalten: "'Es bleibt ein gewisses Restrisiko'", in: Kleine Zeitung vom 23. Oktober 2008.

Wer nicht völlig lebensfremd ist, ahnt, daß sich sowas kaum justiziabel kontrollieren läßt. Dies möchte ich anhand einiger offenen Fragen zeigen:
  • In Küchen und Lageräumen mit Lebensmittel darf aus hygienischen Gründen nicht geraucht werden. Zählen diese Räume zum Nichtraucherbereich? Wenn nicht, können Koch-Azubis die Norm nicht erfüllen, denn sie halten sich dann überwiegend nicht im Nichtraucherbereich des Gastraums auf.
  • Auszubildende verbringen einen nicht unerheblichen Teil ihrer Ausbildungszeit in Berufsschulen und gelegentlich auch in anderen Stätten der Aus- und Fortbildung. Zählen diese Zeiten, wenn dort nicht geraucht werden darf, als Anwesenheit in Nichtraucherbereichen mit?
  • Wenn Auszubildende außerhalb der Küche arbeiten und sich dabei sowohl in Nichtraucherbereichen aufhalten als auch in Bereichen, in denen geraucht werden darf, von wem und wie sollen dann die jeweiligen Arbeitszeiten erfaßt werden? Wer soll kontrollieren, ob die Norm erfüllt ist?
  • Muß die Norm an jedem einzelnen Arbeitstag, in jedem Monat, jedem Jahr oder bezogen auf die gesamte Ausbidungsdauer erfüllt werden?
  • Wenn ein Auszubildender selbst Raucher ist, sich in einem Raucherbereich der Gaststätte aufhält und währenddessen selbst raucht, zählen diese Zeiten dann auch mit? Das Gesetz soll ja eigentlich nur Passivraucher schützen. Wenn er selbst raucht, ist er jedoch kein Passivraucher, sondern Aktivraucher?
  • Wenn ein Auszubildender in seinen Pausen raucht oder sich in einem Bereich aufhält, wo geraucht wird, zählen dann diese Zeiten mit? Anders ausgedrückt: Ist unter Arbeitszeit die vergütete Arbeitszeit zu verstehen oder die Anwesenheitszeit im Betrieb incl. aller Pausen?
Diese Liste offener Fragen ließe sich lange fortsetzen. So ist es kein Wunder, wenn Gerhard Kienzl von der österreichischen Wirtschaftskammer, auf die Frage, ob sich diese Vorschrift umsetzen läßt, antwortet:
"Es gibt noch keine Praxis dazu. Wir haben keine Erfahrung."
Gastronomen haben aber Wichtigeres zu tun, als sich Gedanken zu machen, wie man nicht praktikable Vorschriften einhalten soll. Mit sowas kann man sich, wenn das Papier, auf dem sie gedruckt sind, weich genug ist, bestenfalls den Arsch abwischen.

Das Nichtraucherschutzgesetz soll ab 2009 in Kraft. Ein Wiener Kollege zieht dagegen vor das Verfassungsgericht: "Wiener Wirt will klagen", in: Wienweb vom 23. Oktober 2008. Der Wiener Kollege geht davon aus, daß Tausende Gastronomen das Gesetz ignorieren. Er kenne noch keinen Kollegen, der sich mit der Umsetzung des Gesetzes beschäftigt habe.

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Gasthaus Rudolph Blog.

Das Gasthaus Rudolph in Liederbach haben wir Ihnen bereits als Apfelweinkelterer vorgestellt: "Apfelwein vom Fass in Hamburg".

Bernhard Batz hat die Website seines Betriebes jetzt um einen Blog ergänzt: . Es gibt darin z.B. ein "Interview mit unserem Koch".

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Mittwoch, Oktober 22, 2008

Wein in der Gastronomie: Was "in" ist und was "out".

Lars Breidenbach, ein auf Wein spezialisierter Journalist und Texter, hat eine Liste erstellt, was nach seiner Meinung in Bezug auf Wein in der Gastronomie in bzw. out sein soll: "Die Weinrallye #16 zu Besuch im Restaurant", in: schreiberswein.

Nicht ganz einverstanden bin ich mit dem Punkt:
"Out: Horrende Preise für einfachste Literware im Ausschank

In: Stimmiges Preis-Genuss-Verhältnis"
Warum? Von Weintrinkern wird gelegentlich beklagt, daß bessere, im Einkauf vergleichsweise teure Weine in der Weinkarte unverhältnismäßig teuer seien. Dies ergibt sich daraus, daß Weine in der Gastronomie häufig mit einem fixen Aufschlagssatz kalkuliert werden. Aus betriebswirtschaftlichen Gründen ist es aber vernünftiger, Weine mit einem fixen Aufschlag (Deckungsbeitrag) zu kalkulieren oder aus einem gemischten Kalkulationsverfahren, bei dem sich der Preis aus dem Wareneinsatz, einem fixen Aufschlag (für die fixen Kosten, die unabhängig sind vom Einkaufspreis des Weins) und einem prozentualen Aufschlag auf den Wareneinsatz (für Bruch, Verlust wegen Korkgeschmack, Lagerhaltungskosten, höherem Beratungsaufwand).

Die Kalkulation mit fixem Deckungsbeitrag und mit einem kombinierten Verfahren macht aber gerade einfache Weine teurer als sie bei einer Kalkulation mit festen Aufschlagssätzen wären. Anders ausgedrückt: In vielen Betrieben sind die einfachsten Literweine zu günstig kalkuliert und die besseren Tropfen zu teuer. Einfache Literweine noch günstiger anzubieten, wie Lars Breidenbach empfiehlt, führt die Gastronomie ins Verderben, weil dann noch mehr dieser Weine getrunken werden, mit denen wenig verdient wird.

Siehe dazu auch:

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FIZZZ Award 2008.

Stuttgart, 20. Oktober 2008. Am Montagabend traf sich das Who's who der deutschen Trend- und Szenen-Gastronomie in der Stuttgarter "Buddha Lounge Red Mandarin", um die Verleihung des FIZZZ Award 2008 zu feiern. Vor rund 700 Top-Gastronomen aus ganz Deutschland wurden zum elften Mal herausragende Konzepte mit dem renommierten Preis der Fachzeitschrift FIZZZ prämiert. Als optisches Highlight des Jahres zeichnete die Jury aus anerkannten Gastro-Experten und Fachjournalisten "nat. Fine Bio Food" aus Hamburg mit dem Preis für das beste Corporate Design aus. Das Bayreuther Gastronomen-Trio Thomas Wenk, Ute Wenk und Andrea Bauernfeind stellen das fitteste Service Team auf die Beine. Für die Entwicklung vom Gastronomiekonzept zur Lifestylemarke erhält die "Sausalitos Holding" aus München den FIZZZ Award für die innovativste Business Idee, die fast 40-jährige Erfolgsgeschichte des Kult-Clubs "Tiffany" aus Mannheim ehrte die Jury als erfolgreichsten Longseller.

Der asiatische Wohlfühltempel "Buddha Lounge Red Mandarin", der beispielhaft für die aufstrebende und vielfältige Gastro-Szene Stuttgarts steht, bot die perfekte Kulisse für den großen Branchentreff. Bis in die frühen Morgenstunden feierten die Gäste bei innovativen Drinks und Snacks die Nacht der Szenen-Gastronomie und nutzten die Gelegenheit, wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Bestes Corporate Design

"nat.", Hamburg - Bio für Trendsetter

Das Hamburger "nat." ist eine Lokal gewordene Sommerwiese. Es ist modern, vielschichtig, sympathisch, originell, erfrischend und hochaktuell: Immer mehr Menschen essen immer häufiger außer Haus. Die Wartezeiten sollen gering sein, gleichzeitig wünschen sie sich hochwertige, ökologische Zutaten und erstklassigen Geschmack. Sie lieben Abwechslung und haben doch Sehnsucht nach regionalen Produkten. Diesen Anspruch an Qualität und schnelle Verfügbarkeit erfüllt "nat." in einem Ambiente, das Maßstäbe setzt, denn jedes Detail folgt einer exakt definierten Corporate Identity: Verschiedene Grün-Töne kombiniert mit Weiß beruhigen das Auge, während das facettenreich gestaltete Ambiente dafür sorgt, dass es dem Betrachter nie langweilig wird. Die offene Küche steht für Transparenz und Frische. Der Schein der kunstvoll integrierten, indirekten Beleuchtung wechselt mit der Tageszeit und taucht das "nat." in ein behagliches Licht. Der Raum bietet dem Gast verschiedene Sitzgelegenheiten vom Barhocker bis zur Lounge-Landschaft und einen Counter für eilige To-go-Kunden. Das Branding ist durchgängig und vielschichtig und reicht vom Service-Knopf am Tisch über den Internet-Auftritt bis hin zu den mit zarten Grashalmen verzierten Namensschildern der Mitarbeiter. "nat." bietet biologisch erzeugte Lebensmittel mit Herstellernachweis. Bio für alle, präsentiert in herausragendem Corporate Design.

Adresse:
nat. Fine Bio Food
Heuberg 1 (Ecke Hohe Bleichen)
20354 Hamburg
Gründer: Jan Rosenkranz
Eröffnung: Dezember 2007

Erfolgreichster Longseller
"Tiffany", Mannheim - vier Jahrzehnte Kult


Als das Model Gi und der Musiker Tom Esselborn in den wilden 70er Jahren den Mannheimer Club "Tiffany" eröffneten, ahnten sie wohl kaum, dass sie die Club-Szene ihrer Heimatregion vier Jahrzehnte lang dominieren würden. Und auch heute noch sagt die Chefin, nach der Ursache des Erfolges gefragt:
Wir sind eigentlich gar keine Gastronomen."
Dabei vereinen sie alle Tugenden, die ein Lokal zu einem Erfolgskonzept machen: Gi Esselborn ist eine umsichtige Gastgeberin und eine Meisterin des Interior Designs. Das bewies sie nicht nur im eigenen Laden, sondern auch in rund 250 anderen Objekten, die sie im Laufe der Jahre ausstattete. Prominentestes Beispiel: das legendäre "Dorian Gray" am Frankfurter Flughafen. Darüber hinaus hat sie ein besonderes Händchen für die Auswahl ihrer Gäste: Seit fast 40 Jahren steht sie am Eingang des "Tiffany" und ist nach eigener Aussage die älteste Türsteherin der Welt. Tom Esselborn ist ein versierter Manager und leidenschaftlicher DJ. In den Anfangsjahren stand er Nacht für Nacht am Plattenteller und führt auch heute noch das Musikkonzept des Clubs mit sicherer Hand.

Das "Tiffany" war und ist Kult. Stars wie Boris Becker und Steffi Graf waren Stammgäste und auch Musiker und Rennfahrer aus aller Welt feierten im sogenannten "Glitzerkeller" - doch die Presse musste stets draußen bleiben, denn an erster Stelle standen immer die Gäste. Für fast vier Jahrzehnte persönliches Engagement und gastronomische Top-Leistung erhalten Gi und Tom Esselborn den FIZZZ Award 2008 als beste Longseller!

Adresse:
Tiffany
O 7, 25 (Vetter Passage)
68161 Mannheim
Inhaber: Gi und Tom Esselborn
Eröffnung: 1969

Business-Idee des Jahres

"Sausalitos" - vom Lokal zur Lifestylemarke

Vom Individualkonzept zum Systembetrieb und schließlich zur erlebnisorientierten Lifestylemarke - der Gewinner des FIZZZ Award 2008 in der Kategorie Business-Idee hat diesen Quantensprung vollzogen und setzt damit neue Maßstäbe in der gastronomischen Markenentwicklung. Wer als Gast zum ersten Mal die Markenwelt von "Sausalitos" betritt, wird Teil einer Community, der ein Spektrum an Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten offen steht.

Dazu gehören die Freizeitgastronomiemarke "Sausalitos", die im November in Köln ihre 25te Filiale eröffnet, das eigene Instore TV als Entertainmentund Werbeplattform, Barmix-Sessions und Cocktail Contests, Reisen, ein Partyboot, ein Lifestyle-Magazin, ein interaktiver Online-Auftritt, mobile tagging, Sport-Sponsoring, ein eigenes Sausalitos Tequila Bier und Werbe-Testimonials, die aus dem Kreis der Gäste gecastet werden.

Das nächste Ziel ist die internationale Expansion. Dieses Mosaik von Ideen ist für die deutsche Gastronomie-Szene einzigartig und Richtung weisend. Zum ersten Mal wurde die Entwicklung von einem Gastronomiebetrieb zur erlebnisorientierten Lifestylemarke vollzogen. Deshalb geht der FIZZZ Award 2008 für die beste Business-Idee an Gunilla und Thomas Hirschberger, Inhaber und Gründer der Sausalitos Holding GmbH.

Adresse:
Sausalitos Holding GmbH
Tassiloplatz 7
81541 München
Inhaber: Thomas und Gunilla Hirschberger
Gründungsjahr: 1994

Team des Jahres

Gastro Concepte, Bayreuth - Netzwerk des Erfolges

Sechs Betriebe, ein Catering-Service, verschiedene Event-Locations, 60 Festangestellte, 150 Aushilfen und insgesamt fast 1.000 Sitzplätze: das ist die Welt von Thomas Wenk, Ute Wenk und Andrea Bauernfeind. Gemeinsam machte das Trio Bayreuth zu seiner gastronomischen Spielwiese.

Beim Public Viewing der Bayreuther Festspiele 2008 verköstigte das Team zusammen mit Kollegen einen Tag lang 40.000 Besucher mit 15 verschiedenen Gerichten, die à la minute zubereitet wurden und bediente 250 Sitzplätze im Fullservice. Doch auch im Alltagsgeschäft läuft das Team zu Höchstleistung auf: Die anonymen Lokaltester der Jury erlebten nicht nur erstklassigen Service, sondern sahen auch durchweg strahlende Gesichter. Fast so, als wären die Getränke der Mitarbeiter mit Glückshormonen versetzt! Zum vielfältigen Gastro-Imperium gehören
  • das zünftige Wirtshaus "Oskar",
  • die italienischen Konzepte "Caffè e Bar Rossi", "pizzaRia" und "pastaRIA",
  • das trendige Bistro "Sinnopoli",
  • der kultige American Diner & Sportsbar "Roxy",
  • die Event-Location "Aktien-Keller" und
  • der Catering Service "Der Rote Bote"
weitere Projekte sind in Planung. Ein starkes Netzwerk und der Mut, große Projekte zu wagen und immer noch einen Schritt weiter zu gehen, machen Thomas Wenk, Ute Wenk, Andrea Bauernfeind und ihre Mitarbeiter zum Team des Jahres 2008!

Kontakt:
Gastro Concepte
Maximilianstr. 35
95444 Bayreuth

Partner: Thomas Wenk, Ute Wenk, Andrea Bauernfeind
Teamwork: seit 1998

Über FIZZZ:

Die Fachzeitschrift FIZZZ aus dem Meininger Verlag bedient die gesamte Bandbreite der jungen Gastrokultur, sowohl flippige Restaurants als auch angesagte Cafés, Bars und Clubs. FIZZZ ist nah dran am Geschehen, spürt mit Hilfe eines internationalen Redaktionsteams die neuesten Trends auf – und setzt selbst welche. FIZZZ ist im deutschsprachigen Raum die führende Fachzeitschrift für die Trend- und Szenen-Gastronomie. Die Zeitschrift erscheint im Meininger Verlag (Neustadt/Weinstraße), der zahlreiche weitere Publikationen zu den Themen Getränke, Wein und Gastronomie herausgibt.

(Quelle: Pressemitteilung des Meiniger Verlags).

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Ideen für mehr Rendite.

Frankfurt, 22. Oktober 2008. Zwei Männer der Ideen, ein Seminar. Erstmals veranstalten Jean-Georges Ploner und Bernd Reutemann gemeinsam ein Tagesseminar für Gastronomen und Hoteliers. Unter dem Titel "Es geht auch anders – Ideen für mehr Rendite" präsentieren die beiden Profis "schwäbisches" Marketing, was nichts anderes als kleines Budget und große Wirkung bedeutet, sowie das Servicedrehbuch als bindendes Szenario für mehr Verkauf durch besseren Service.

Zwei Profis, die Ideen mit Machermentalität verbinden: Service-Trainer Jean Georges, dessen Fachbuch "Reich in der Gastronomie" soeben mit der Silbermedaille der Gastronomischen Akademie Deutschlnd ausgezeichnet wurde, und Bernd Reutemann, Gewinner der Auszeichnung "Dienstleister des Jahres 2008" des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg. Gemeinsam veranstalten die beiden Gastro-Profis am 6. November 2008 in Reutemanns Mindness Hotel Bischofschloss in Markdorf am Bodensee ein Seminar über externes und internes Marketing. Die Zielsetzung ist, den Teilnehmern zu vermitteln, wie mit ungewöhnlichen Maßnahmen mehr Rendite für das Unternehmen erwirtschaftet werden kann.

Bernd Reutemann wird sein Erfolgsrezept der "sexy Angebote und Preise" sowie "schwäbisches" Marketing vorstellen. Jean Ploners Part ist das interne Marketing: 10 Werkzeuge zur Qualitätssicherung, 5 Verkaufstools, die jeder Mitarbeiter im Schlaf beherrschen sollte und schließlich 2 Instrumente für das Führungsteam zur Optimierung von Service und Verkaufsaktivitäten. Als Instrument zur Sicherung erreichter Erfolge stellt Jean Ploner das Servicedrehbuch vor.

Der Preis für die Tagesveranstaltung (9-17 Uhr) beträgt 199 Euro zzgl. MwSt. und beinhaltet das Seminar mit Verpflegung und Unterlagen inklusive des Fachbuchs "Reich in der Gastronomie" von Jean Georges Ploner und Pierre Nierhaus. Das Programm und Anmeldung unter www.kostet-199-euro.de. Unterseite: Es geht auch anders. Information: Pencom Ploner Partner, Tel. + 49-(0)69-13379855, E-Mail: info@ploner-partner.de.

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