Gastgewerbe Gedankensplitter



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Donnerstag, Januar 29, 2009

Rach, der Restauranttester: "Zum Alten Kloster", Gelsenkirchen.

Am kommenden Montag, 02. Februar 2009, zeigt RTL ab 21.15 Uhr, in seiner Serie "Rach, der Restauranttester", eine neue Episode und zwar aus dem "Zum Alten Kloster" in Gelsenkirchen. RTL schreibt über die Ausgangslage, in der Rach helfend coachen soll:
"Seit 40 Jahren gibt es das Restaurant 'Zum Alten Kloster' in Gelsenkirchen. Geführt wird das alteingesessene Fischlokal von Rainer Plinge. Nach mehreren Jahren als Gastronom in Montreal und Paris, zog es den gelernten Bankkaufmann im letzten Jahr wieder nach Gelsenkirchen. Dort übernahm er nicht nur das Inventar, sondern auch das komplette Personal für mindestens ein Jahr. Die Rechnung des Chefs war einfach: zentrale Lage und ca. 90 Plätze - das sollte reichen, um einen erfolgreichen Betrieb zu führen. Doch so einfach ist es nicht.

Auf den ersten Blick entpuppt sich 'Zum Alten Kloster' für den Sternekoch Christian Rach eher als ein Schnellrestaurant. Der Gastraum verströmt keine Atmosphäre, neu angebrachte Fernseher an den Wänden nerven. Das Essen kommt aus dem Tiefkühlfach, der Laden sieht so aus wie das Fett, in dem der Backfisch frittiert wird - ölig, siffig und klebrig. Mit der Sauberkeit hat Herr Plinge es nicht so. Seine Mitarbeiterinnen bemängeln, dass ihr Chef ihnen zu wenig Zeit zum Aufräumen und putzen lässt. Der neue Dienstplan ist eine große Belastung für die Kolleginnen und sorgt für Unzufriedenheit.

Aber das ist nicht die einzige Sorge im Team - seine Mitarbeiterinnen sind motiviert und wollen Veränderungen. Herr Plinge dagegen kümmert sich um nichts und überlässt sein Team sich selbst.

Für Christian Rach wird von Tag zu Tag deutlicher, dass der wortkarge Möchtegern-Gastronom kein Konzept für sein Restaurant hat. Die Idee des Hamburger Sternekochs ist es, den 40 Jahre alten Laden mit kleinen Veränderungen in die heutige Zeit zu führen. Das Personal ist mit vereinten Kräften dabei, Herrn Plinges Begeisterung hält sich dagegen in Grenzen. Ohne einen guten Koch kann man bekanntlich keine Gourmetküche kochen, aber der Sternekoch will Rainer Plinge und seinem Team neue Lust auf Fisch machen - eben nicht nur auf Fisch aus der Friteuse. Doch Plinge tut sich schwer.... Und: als Gastronom muss man reden - mit seinem Personal, den Gästen und den Lieferanten. Für den Restaurantbetreiber Plinge unvorstellbar. Für den Hamburger Sternekoch Christian Rach keine leichte Aufgabe. Wird es ihm dennoch gelingen, Rainer Plinge aus seiner Lethargie zu holen und damit dem Restaurant zu neuem Aufschwung zu verhelfen?"
Bisherige Folgen der aktuellen vierten Staffel:

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Kommentare:
Christian Rach, der angebliche Restauranttester!
Oder Der engstirnige Sternekoch
Am 2. Februar d. J. erschien wieder eine Folge des Restauranttesters Christian Rach. Wer allerdings eine Show gesehen hat, hat sie im Grunde genommen alle gesehen. Es wird immer dieselbe Masche gestrickt, indem erst einmal alles kritisiert uns schlecht gemacht wird und dann wird gereinigt. Anschließend solle es dann besser laufen. Christian Rach kanzelt erst einmal das Restaurant runter, um dann als großer Retter im hellen Licht zu erscheinen. Hierbei ist hinzuzufügen, daß das „Alte Kloster“ in seinem Charakter nicht zum Konzept von Christian Rach paßt. Es hätte eigentlich, wie er selbst zugeben mußte, gar nicht erst gefilmt werden sollen.

Um die Wirtschaftlichkeit seines Restaurants in Gelsenkirchen zu erhöhen hatte Rainer E. Plinge den Sternekoch Christian Rach eingeladen. Er erwartete von ihm in erster Linie eine Beratung im Hinblick auf die Speisekarte und eine möglich Verbesserung des kulinarischen Angebotes - dies im Hinblick darauf, einen breiteren Kundenkreis anzusprechen.

Leider passierte nichts dergleichen. Es trafen sich der angeblich welterfahrene Gastronom Rainer E. Plinge mit dem kleinkarierten lokalerfahrenen Gastronom Christian Rach. Von Anfang an schätzen sich die beiden Männer nicht.

Rainer E. Plinge soll angeblich die Welt nicht verstehen. Es ist eher Christian Rach, der Rainer E. Plinge nicht versteht.

Christian Rach kam plötzlich unangemeldet an einem späten Montag Nachmittag in das „Alte Kloster“ in Gelsenkichen und kritisierte wie üblich alle Speisen. Statt Kostproben anzufordern mußten ganze Essen angerichtet werden, die dann fast gänzlich in der „Schweinetonne“ landeten.

Nachfolgend wurde die Sauberkeit im Restaurant kritisiert. Nichts ist einfacher als das, vor allem gegen Dienstschluß. Im Film fiel auf, daß ein Teil retuschiert wurde, um die Küche schmutziger erscheinen zu lassen als sie ist. Es ist unfair, um es gelinde auszudrücken.

Es wurde auch von Christian Rach eine Marktanalyse angestellt, indem er sich das Umfeld näher ansah. Er kam zurück und meldete: „Die Straße brummt!“ Rainer E. Plinge zieht eher Frequenzzähungen vor. Er weiß, daß täglich 13 000 Menschen die Hauptverkehrsstraße passieren.

Nun sollten die großen Verbesserungen starten. Das Restaurant wurde unter Anleitung von Christian Rach geputzt und irgendwie dekoriert „n´importe quoi“. Dies brachte einen Verdienstausfall von 2 Tagen. Ursprünglich vereinbart war nur 1 Tag. Auch im Nachhinein konnte der Verlust nicht aufgeholt werden. Die Intervention Rachs brachte den schlechtesten Umsatz im November 2008 seit Übernahme.

Christian Rach glaubte festzustellen, daß Rainer E. Plinge nie genug Zeit zum Putzen ließ. Was er nicht erfuhr war, daß Rainer E. Plinge die Ausführung der Arbeiten um die zahlreichen Ziegarettenpausen und den Bierkonsum verkürzt hatte. Erstmalig wird vom Personal Leistung abverlangt, die darin besteht, daß eine Arbeit innerhalb einer bestimmten Zeit zu erfüllen ist.

Christian Rach glaubte ferner, daß die Bedienung zu hart arbeiten müsse. Angeblich qualmten schon die Socken wie er bemerkte. Es wurde auf seine Empfehlung zusätzliches Personal für die Bedienung eingesetzt. Unter Leistung versteht Christian Rach eher Sozialleistung. Das Bedienen ist nun wieder sehr bequem geworden. Es gibt wieder viel Zeit für Ziegarettenpausen - Dank Christian Rach.

Alsdann kam die Verbesserung des kulinarischen Angebots. Die Senfsoße wurde verbessert. Christian Rach produzierte einen Seelachs auf Rattatouille mit 4 kleinen Bambergern. Darüber hinaus wurde eine Art Gurkensalat mit Kartoffeln initiiert.

Die neue Senfsoße war der Hammer! Christian Rach hätte auch versuchen können die Architektur des Kölner Doms zu verbessern. Die Resonanz der Kunden war unverzüglich: „Noch einmal diese Soße und Sie haben uns das letzte Mal gesehen.“

Der Seelachs auf Rattatouille ging wenige Tage und wurde dann nicht mehr nachgefragt. Den Gurkensalat mit Kartoffeln konnte Rainer E. Plinge allein essen. Und damit erschöpfte sich die Verbesserung des Sternekochs.

Die gastronomische Verbesserung durch Christian Rach erwies sich als totaler Flop. Das war jedoch das eigentliche Ansinnen von Rainer E. Plinge. Nichts davon wurde nachgehalten. Alles wickelte sich nach dem Konzept von Christian Rach ab, wie Sie es in der Fernsehfolge sehen weren. Wichtig ist ihm nur die Show. Es wurde gänzlich an der Zielsetzung vorbeigesegelt. Offensichtlich leidet Christian Rach unter einem Kommunikationsproblem, zumal er von sich sehr überzeugt ist. Er hätte sich jedoch besser mit Rainer E. Plinge abstimmen sollen.

Während Christian Rach das Restaurant im alten Stil zu verbessern suchte ist Rainer E. Plinge darauf aus, eine Systemgastronomie im Full-Service-Bereich zu entwickeln. Das „Alte Kloster“ ist weder ein Bistro noch ein Gasthaus. Christian Rach hat das leider nicht verstanden.

Es gilt das gastronomische Angebot im Sinne der Systemgastronomie auf ein breiteres Publikum zuzuschneiden. Rainer E. Plinge wird dies ohne Christian Rach bewerkstelligen. Letzerer hat genug Schaden angerichtet.

Die Zielsetzung für 2009 ist, daß das „Alte Kloster“ sowohl Jung wie Alt, Arm wie Reich ansprechen soll. Mittags sitzt der Handwerker im Blaumann neben dem Schlipsträger, der das „Alte Kloster“ schon aus der Jugendzeit kennt.
Eltern sollen es genießen, mit ihren Kindern in ein Restaurant zu gehen, in dem sie nett und
freundlich behandelt werden und keinen entsetzten Blicken begegnen, wenn die Kleinen einmal kurzfristig über die Stränge schlagen sollten.
Senioren schätzen das ebenso abwechslungsreiche wie günstige Mittagstisch-Angebot.
Die Dekoration des „Alten Klosters“ soll so konzipiert werden, daß sie im Gegensatz zu Fastfood-Ketten nicht kalt und steril wirkt, andererseits aber auch keine Hemmschwellen aufbaut, die so manchen Zeitgenossen von dem Betreten eines Restaurants abhalten könnte.



Rainer E. Plinge
www.klosterchipie.de
 
Wenn Herr Plinge das vorab wusste, wieso hat er ausgerechnet Rach und keine anderen Berater gerufen?
 
Ein ärmlicher Kommentar eines ärmlichen Chefs.
Anstatt sich an die eigene Nase zu fassen, haut er auf Rach rum. Klar ist Rach sehr von sich überzeugt, muss er aber auch sein.
Zumindest kann man Rach beim Gehen nicht die Schuhe besohlen, was man von Herrn Plinge nicht behaupten kann.
Nun ja, jeder so, wie er kann... oder will!
 
Herr Plinge wirkte in einer Weise desolat, wie man`s kaum in irgendeiner Koch-Sendung jemals sehen konnte. Der Mann stand völlig neben der Kappe. Alkohol ? Depressionen, bekämpft mit harten Medikamenten ? Man weiß es nicht - es
sah aber so aus. Hier soll niemand beleidigt werden - zumal die Web-Seite des Unternehmens wirklich gut aussieht und das Angebot sehr
preisgünstig wirkt. Wäre ich noch Ruhrgebietler, wie vor vielen Jahren - ich würde kommen und den Laden selbst testen.

Alles Gute wünsche ich -
Grüße aus Hamburg ("Rach-City")
 
Rainer E. Plinge scheint ein von Alkoholproblemen und Faulheit geplagter Mensch zu sein, der unser aller Mitleid verdient. Aber keinesfalls sollte diese arme Kreatur ein Restaurant führen.
 
Ebenso wie ein Messi kein RTL-Team mit Innenarchitektin bestellen würde, um seine Wohnung zu verschönern, sollte man auch keinen Sterne-Koch plus Fernsehteam in eine derartige Lokalität bestellen.

Was soll ein Sterne-Koch einem Koch beibringen, dessen Tätigkeit darin besteht, ein Friteuse zu bedienen und angelieferte Fertigprodukte zu portionieren?

Ganz davon abgesehen, dass die Küche (darf man sowas überhaupt Küche nennen?) einfach nur dreckig war. Sowas dürfte Herrn Rach wohl erstmalig untergekommen sein.

Da sehe ich die Gegendarstellung von Herrn Plinge, mit seinen Argumenten (es war doch schon so spät am späten Montagnachmittag!), ehr als lächerlich an und nun Herrn Rach die Schuld für die gezeigten Zustände zu geben.

Die Genehmigung zur Ausstrahlung hätte Herr Plinge untersagen sollen, anstatt sich, seinen Koch (?) und Personal in rosa Söckchen zu präsentieren!

Dieser Schuss ging leider nach hinten los!
 
Ich war da

Nach einem samstäglichen Einkaufsbummel in der Gelsenkirchener Innenstadt sind meine Frau und ich nach langen Jahren wieder einmal in das Fischrestaurant in der Klosterstraße eingekehrt. Das dort der Besitzer gewechselt hatte war schon von aussen am Namen erkennbar. Der Gastraum versprühte den Charme eines Warteraumes eines wenig gepflegten Hauptbahnhofes. Gut, ein Hort der Gemütlichkeit ist dort nie gewesen, aber man konnte in dem Schnellrestaurant für angemessenes Geld ein leckeres Fischgericht essen. Das war uns jedoch dort vorgesetzt wurde war gelinde gesagt eine Zumutung. Es tut mir heute noch leid, dass dafür unschuldige Fische sterben mussten. Wahrscheinlich wäre es den armen Kreaturen, hätten sie die Wahl gehabt, lieber gewesen, zu Dünger oder Fischmehl verarbeiten worden zu sein.

Sehr erstaut war ich, als ich kurz darauf in der Sendung Rach der Restauranttester eine Gestalt wiedererkannte, die in Zeitlupe Fischfilets in dem heissem Fett einer Fritteuse versenkte. Wir verfolgten die Sendung mit wachsendem Interesse. Die Sauberkeit hinter den Kulissen kann ich nicht beurteilen, aber ansonsten hat Herr Rach in keinster Weise übertrieben oder Dinge falsch dargestellt. Bei der Beurteilung der Qualität des Essens der Chefkoch von eigenen Gnaden Rainer E. Plinge noch sehr glimpflich davongekommen. Mein persönliches Urteil wäre deutlicher ausgefallen.

Eigentlich hatten wir uns nach der Sendung vorgenommen, das alte Kloster nochmal zu besuchen, um zu sehen, ob Herr Rach dort wider Erwarten doch nachhaltige Verbesserungen erzielen konnte. Nachdem ich jedoch den Kommentar von Herrn Plinge gelesen habe, steht für mich fest, das dies nicht vor dem nächsten Besitzerwechsel passieren wird.
 
Klickt man die Adresse des alten Klosters an, gelangt man zu der Seite eines Immobilienmaklers!

Hoffentlich ist dies ein Indiez, dass Herr Plinge das "Restaurant" aufgegeben hat und sich anders, hoffentlich außerhalb der Gastronomie orientiert.

Wenn dem so ist: "Herzlichen Glückwunsch Herr Plinge!"

In der Gastronomie haben Sie nichts zu suchen!
 
Wenn Herr Plinge das alte Kloster geschlossen hat, hat er das Niveau der Gastronomie in Gelsekirchen deutlich (!) angehoben.

Ich bewundere aber noch immer seinen Mut, Herrn Rach um Hilfe zu bitten.
 
Ich bin davon überzeugt, dass Herr Rach sich wirklich um die Gastronomen kümmert, die er in seinen Sendung nimmt. Zum Großteil liegt es eben an den Chefs der Restaurants die einfach nicht für den Beruf geschaffen sind. Es ist eben nicht "Wer nix wird wird Wirt". Das war vielleicht mal früher so. Wer kein Bock darauf hat und keine Leidenschaft für Essen und Gastronomie hat, der hat da auch nix zu suchen! Ganz einfach!! Mir tut Rach leid, so viel Geduld, Mühe und wohl auch Geld zu investieren in Menschen, die es dann nicht verdienen. Das merkt man dann wohl erst wenn es zu spät ist. Aber ehrlich gesagt, die Gastwirte, die Rach besucht sind meist immer an der Kippe oder Nahe bankrott. Es wäre wohl besser wenn die undankbaren Gastwirte auch sich mal informieren was denn normalerweise eine Betriebsberatung kostet. Es ist Herrn Rach wohl nicht zu verdenken, dass er das wohl auch über die Einschaltquoten reinholen muss. Und außerdem muss er die Menschen vor einer Lebensmittelvergiftung schützen und aufklären. Solche Zustände mit der Hygiene, damit ist nicht zu spassen!! Da kommt nämlich das Gesundheitsamt und macht den Laden sowieso dicht!
 
Das Restaurant "Zum alten Kloster" hat einen neuen Besitzer.
Das Restaurant ist renoviert und wirkt sehr viel heller und freundlicher. Neben Fischspezialitäten werden auch Suppen, vegetarische Speisen, laktosefreie Gerichte, holländische Snacks angeboten. Es kann vorbestellt werden. Öffnungszeiten: Montag- Samstag 10-19 Uhr. Telefonnummer: 0209 97297167.
Ihr seht ich habe gut recherchiert:-) Ich war zweimal essen und sehr beeindruckt. Ich finde es ist eine angenehme Mischung aus Soul Food (holländische Pommes etc) und gehobeneren Gerichten (Rotbarschfilet mit Salzkartoffeln). Auch das Puplikum ist sehr gemischt. Was ich vorallem interssant war, ist die Tatsache, dass eine "Dressingbar" aufgebaut war, vor allem da ich eine laktose Intoleranz habe, konnte ich mir so ein Dressing aussuchen. Außerdem konnt ich mich selbst davon überzeugen, dass wirklich keine Laktose im Dressing enthalten war, da ich auf Nachfrage, einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen konnte.
ALso das lässt hoffen, und bringt meiner Meinung nach, Gelsenkichen bezüglich der Gastronomie einen Schritt nach vorn!
 
Ist mein Vorredner der neue Besitzer des Alten Klosters?

Es hört sich so an!

Rotbarsch mit Salzkartoffel als "gehobenes Gericht" zu bezeichnen, zeugt für mich von einem sehr sehr bescheidenen Anspruch in Punkto Esskultur. Von dem Rest möchte ich erst gar nicht reden!

Vielleicht ist in der (!) Hartz IV-Stadt Gelsenkirchen, in der Fisch nur in Form von Fischstäbchen bekannt sein dürfte, Rotbarsch ein "gehobenes Gericht". Für Herrn Plinge war Rotbarsch aus der Friteuse mit Sicherheit schon ein kulinarisches Highlight, besonders wenn in der Friteuse vorher schon Hähnchen und Schnitzel schwammen.

Anscheinend haftet am "Alten Kloster" ein Fluch, der sich mit dem neuen Besitzer nur fortsetzt.
 
nein, ich bin nicht die neue Besitzerin, sondern eine Durchschnittsstudentin, die unter dem Motto "probieren geht über studieren" dort essen war. Mich hat es überzeugt und ich bezweifel, dass mein Vorredner schon einmal dort war und voller Vorurteile steckt.
Punkto Esskultur, hat mein Vorredner Recht, Gelsenkirchen ist sozialschwach, aber hier stimmt das Preis-Leistungsverhältnis und für mich als Studentin zahle ich hier für die gleichen Gerichte gleicher Qualität 5 bis 6 Euro weniger als woanders. Seeteufel, das ist für mich ein gehobeneres Essen, hab ich dort auch schon gegessen. Ich hab wahrscheinlich die falsche Wortwahl getroffen, ich wollte sagen, dass es mehr als Fast food gibt, und dass die Gerichte frisch zubereitet werden, davon konnte ich mich selbst überzeugen. Des weiteren hab ich durch ein Gespräch mit dem neuen Besitzer erfahren, dass Herr Rach bereits da war, da er ja ein Jahr später nochmals in den Betrieben vorbeischaut. Januar, Februar soll das im Frensehen zu sehen sein, und er soll angenehm überrascht und sehr zufrieden gewesen sein.
 
Schon "großartig", wenn man das Gekritzel des Herrn ExGastronom Plinge hier sieht. Frei nach dem Motto "Schuld sind immer die anderen.... und ich selbst mache ja nichts falsch"! Was für ein bedauernswertes Würstchen.

Ich kann mich an die damalige Sendung noch erinnern und das erste was mich wunderte war, wie dieser Mann überhaupt auch nur irgend etwas in seinem Leben zu Wege bringen konnte, als ich ihn durch seinen Laden schlappen sah.

Das Erste was mir dazu einfiel war: Gehen - Schuhe - Besohlen - und absolut null Interesse an auch nur irgend etwas! Und solche Leute kritzeln hinterher auch noch das Internet voll und versuchen die Schuld auf andere abzuwälzen, obwohl das Verhalten dieses Vogels für alle ersichtlich im Fernsehen gesendet wurde! "Tolle Leistung Herr Plinge"!

Habe hier übrigens einen weiteren überaus lesenswerten Artikel gefunden, der es m.E.n. wunderbar auf den Punkt bringt!

http://newstopaktuell.wordpress.com/2012/05/16/was-passierte-mit-den-restaurants-eigentlich-nach-rachs-besuch/
 
DIE ZEIT DANACH

Mittlerweile ist viel Wasser durch den Rhein geflossen. Wie Rainer E. Plinge schon argwöhnte, angesichts des Gehabens von Christian Rach, sollte dieser Fernsehkoch mit seinen Shows nicht dauerhaft überleben. So kam es denn auch.

Nach all den Jahren kann man Bilanz machen, um festzustellen, dass dieser Schaumschläger mehr als die Hälfte der besuchten Restaurants in die Insolvenz getrieben hat. Darunter auch das „Alte Kloster“ in Gelsenkirchen.

Die fachlichen Kenntnisse des sog. Restauranttesters, der sich gern als Berater ausgibt, sind zu limitiert. Selber produziert er kein einziges Gericht. Eher begnügt er sich, andere zu kritisieren. Das ist einfacher.

Seine Beratung besteht also nicht im Erzeugen einer neuen Karte und Ausrichten der vorgefundenen Gastronomie auf die vorhandene und potentiell mögliche Kundschaft. Im Gegenteil: Rach hat von Marketing nicht die geringste Ahnung. Seine Korrekturen in den besuchten Restaurants bestehen lediglich im Putzen. Damit soll ein Wohlfühleffekt erreicht werden. Dreck zu finden und den Gastronomen zu demütigen ist einfach, um alsdann als großer Gastronom darzustehen.

Mit Grauen denke ich an Christian Rach zurück, als er mit seinem jungen und hörigen Fernsehteam im „Alten Kloster“ für RTL drehte. Es wurde eine Show abgezogen, um Inhaber und Belegschaft wie Idioten dastehen lassen. In der nachfolgenden Sendung am Fernsehen waren Szenen verstellt und herausgeschnitten. Eine Authentizität war nicht gegeben.

Ausserdem wurde in der Presse um am Fernsehen damit geworben, dass es sich bei Rach um einen Sternekoch handelt. Der Stern ist längst verflogen. Wer nicht kochen kann, hat Schwierigkeiten seine Auszeichnung zu behalten. Große Köche wie Alain Ducasse oder Paul Bocuse beweisen sich immer wieder und lassen sich ihre Sterne nicht nehmen, auch wenn sie an das Restaurant verliehen werden.

Nachhaltigkeit sieht eben anders aus.

Folglicherweise ließen die Einschaltquoten beim Fernsehen nach. Für Gelsenkirchen beliefen sie sich noch auf 6,5 Mio um sich im Nachhinein auf 2,5 Mio. zu reduzieren. Bei gelegentlichen Interviews im Fernsehen sackte er auf eine Honorar von 250 € ab.

Fernsehsender leben nun mal von Einschaltquoten. Wenn die Leistung nicht erbracht wird, wird die Spreu vom Weizen schnell gesondert. So musste auch Rach das Weite suchen, wenngleich dem dummen Publikum suggeriert wurde, dass Rach die Initiative ergriffen habe.

Auch sein Restaurant das „Tafelhaus“ musste er nach der Mieterhöhung räumen. Es ließ sich nicht mehr aus den Einkünften am Fernsehen hochhalten. Negative Kritik an der Küche Rach s konnte man außerdem schon damals in Fachzeitschriften finden. Auch seine ideale Formel mit der Einstellung von Häftlingen scheiterte erbärmlich.

Zum Glück fand Rach im Hambuger Hotel REICHSHOF Zuflucht. Der REICHSHOF hat 237 Zimmer und bietet reichlich Gelegenheit eine große Anzahl von Frühstücken zuzubereiten. Bei aller Kritik. Das traue ich Chritian Rach zu!

Es grüßt mit höchster Verachtung

Rainer E. Plinge

 
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