Gastgewerbe Gedankensplitter



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Samstag, Februar 14, 2009

Dentleiner Bio Natur und Dentleiner Bio Emmer.

Das "Dentleiner Bio Natur" der Haufbräu e.K. ist ein würziges, naturtrübes Vollbier, das aus Bioland-Rohstoffen handwerklich gebraut wird. Die vollmundige Geschmacksnote wird durch die feine Hefe noch betont. Trotz einer Stammwürze von knapp 12% und 4,9% Alkohol ist dieses untergärige Bier angenehm leicht beim Trinken.

Das "Dentleiner Bio Emmer" hat einen kräftigen Geschmack mit einer angenehm milden Note Bei einer Stammwürze von 12,3% und einem Alkoholgehalt von über 5% hat es einen ausgesprochenen vollmundigen und aromatischen Charakter. Über ein spezielles Flaschengärverfahren reift die Hefe in der Flasche zum fertigen Bier. Hier lebt die Hefe noch in der Flasche, dadurch sind unsere Biere auch natürlichen Schwankungen ausgesetzt. Dsa Einkorn Emmer zählt zu den Urgetreidesorten und ist eines de ältesten Getreide der Welt.

Die erste urkundliche Erwähnung der Haufbräu e. K., stammt aus dem Jahre 1680. Als Erb-Tabern, so bezeichnete man früher kleine Landgaststätten, wurde es als dem Kloster Sulz dienst- und steuerpflichtig, erwähnt. Der Besitzer hieß Gebweyer. Bis 1826 wechselte das Anwesen mehrmals den Besitzer und damit auch den Namen. Der Familienname Hauf tauchte erstmals 1826 auf. Georg Friedrich Hauf aus Dautenwinden erwarb für 2850 Gulden von Adam Bierlein, das Anwesen "Zu den Linden", bestehend aus Wirtschaft, Schnapsbrennerei, Bäckerei und 30 Tagwerk Landwirtschaft. Bei der heutigen Spezialisierung wäre eine solch breit gefächerte Aufgabenverteilung undenkbar. Damals baute man in der eigenen Landwirtschaft sogar noch die benötigten Rohstoffe selbst an. Neben Braugerste wurde im Ölmühlfeld sogar ein Hopfen angebaut.

Auch ohne technische Hilfsmittel, man denke nur an das dringend erforderliche "kühlen" des edlen Gerstensaftes, stellte man ständig mehr Bier her. Tagsüber wurde gebraut, abgekühlt mit Eiswasser, aus im Winter gewonnenem Natureis, welches im Eisfelsenkeller lagerte. Am Abend, wenn sie die Arbeit in der Landwirtschaft verrichtet hatten, fuhren die Knechte das Bier mit Pferdefuhrwerken in sogenannten Bunzen, in den heute noch als Haufschen-Keller bekannten Felsenkeller im Ölmühlfeld. Dort wurde es vollends abgekühlt und der Gär- und Reifeprozess vollzogen. Wie mühsam und arbeitsaufwendig man früher arbeiten musste zeigt ein Beispiel:

Als 1921 in Krapfenau ein großes Feuerwehrfest gefeiert wurde, musste der benötigte Saft in Holzfässern und mit Pferdefuhrwerken, in einem ganztägigem Pendelverkehr, herangeschafft werden. Heute ersetzen Container diese nostalgischen Biergefäße.

Als 1924 Dentlein elektrischen Strom erhielt, begünstigte dies die weitere Entwicklung der Brauerei sehr. Wie sehr man auf Technik baute und sich dem Fortschritt nicht verschloß, zeigt dass man 1927 in Eigenregie, einen PKW in einen kleinen LKW umbaute. Nachdem man das Dach bis zum Führerhaus kurzerhand angeschnitten hatte, brachte man einfach eine Holzlpritsche an. Im Jahre 1933 wurde das heutige Wohn- und Bürogebäude gebaut. Eingesetzt waren nur Handwerker aus der Umgebung, und da in dieser Zeit große Arbeitslosigkeit herrschte, kam es täglich zu Auseinandersetzungen um einen begehrten Arbeitsplatz. Der Stundenlohn betrug übrigens 28 Pfennige. Bis 1927 wurde Bier nur in Fässern abgefüllt und vertrieben. Die Wirte füllten selbst per Schlauch, in von Hand gereinigte Literflaschen ab.

Seit Ende 1994 stellt die Haufbräu e.K. zu den bisher nur untergärigen Bieren, auch obergäriges Bier – Hefeweizen – mit gutem Erfolg her. Der Ausstoß konnte bereits im ersten Jahr gegenüber der früher bezogenen Handelsware, fast verdreifacht werden. 1999 wurde ein vollautomatisches Sudhaus in Betrieb genommen. Mit guten technischen Voraussetzungen und vor Allem mit Qualitätsbieren, streng nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516 gebraut, hofft der derzeitige Inhaber Hannes Hauf, als kleine mittelständische Brauerei gegen die große Konkurrenz bestehen zu können.

(Quelle: Pressemitteilung der Haufbräu e.K.).

(Biofach Halle 8/8-106).

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