Gastgewerbe Gedankensplitter



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Donnerstag, Februar 26, 2009

Reform des Rauchverbots in Berlin soll am 1. Mai 2009 in Kraft treten.

Der Berliner "Tagesspiegel" veröffentlicht heute Einzelheiten der geplanten, neuen Berliner Regelung des Rauchverbots in der Gastronomie: "In der Eckkneipe darf weiter geraucht werden", in: Tagesspiegel vom 26. Februar 2009. Der Entwuf für das überarbeitete Nichtraucherschutzgesetz, mit dem das bisherige, verfassungswidrige Gesetz reformiert werden soll, soll demnach zum 1. Mai 2009 in Kraft treten (der 1. April wäre ein passenderes Datum).

Ausgenommen vom gestzlichen Rauchverbot davon sind demnach in der Gastronomie Betriebe, die vier folgenden Kriterienn erfüllen:
  • Sie verfügt nicht über einen abgetrennten Nebenraum.
  • Sie verfügen über eine Grundfläche des Gastraumes von maximal 75 Quadratmetern.
  • In der Gaststätte oder Vereinsgaststätte werden keine vor Ort zubereiteten Speisen verabreicht.
  • Der Zutritt zu der Gaststätte oder Vereinsgaststätte wird Personen mit nicht vollendetem 18. Lebensjahr verwehrt.
Ich kann mir die Anmerkung nicht verkneifen, daß diese Ausnahmeregelung gleich mehrere Begriffe enthält, denen es an einer klaren Definition mangelt:Dauerhaft ausgenommen vom Rauchverbot werden auch "Shisha-Lokale", das sind Gaststätten, in denen Wasserpfeifen angeboten werden, wenn weder alkoholische Getränke angeboten werden, nur Erwachsenen der Zutritt erlaubt ist und dies nach außen hin dokumentiert wird. Die Befreiung der Sisha-Bars ist eine alte Forderung nicht nur von mir: "Rauchverbot in Sisha-Bars".

Auch diese Befreiung von Sisha-Bars fordert zur Umgehung aus. So könnten gastronomische Betriebe mit einem Nebenraum auf die naheliegende Idee kommen, den Nebenraum abzutrennen und darin eine "Sisha-Bar" zu etablieren (eine Wasserpfeife kann man für wenig Geld beschaffen und sie dort anbieten, auch wenn keine Nachfrage dafür existiert). Die Gäste könnten sich dann alkoholische Getränke im Hauptraum selbst holen, der, wenn er weniger als 75 Quadratmeter groß ist, auch vom Rauchverbot befreit ist. In Sisha-Bars ist es nicht nur erlaubt, Wasserpfeifen zu rauchen, sondern man kann dort auch Zigaretten, Zigarren oder Pfeife rauchen.

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Kommentare:
Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum es jemandem, der vor oder nach dem Essen rauchen will, vergönnt sein soll, etwas zu essen.
Insbesondere verstehe ich nicht, was das mit Nichtraucherschutz zu tun hat. Es ist als wollte man Raucher vor dem eigenen Passivrauch schützen. Aber der wird nicht weniger, wenn der Raucher nicht essen darf.

Der einzige Zweck dieser Klausel kann doch nur sein, den Rauchern soviel Einschränkungen wie möglich aufzuerlegen und ihnen den Genuss zu vermiesen.
 
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