Gastgewerbe Gedankensplitter



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Sonntag, Februar 15, 2009

Regionales Marketing per Twitter.

Ein noch gutes Argument gegen den Einsatz von Twitter zur Kundenbindung bei Unternehmen, die fast ausschließlich Kunden im regionalen Umfeld haben, so wie die meisten Gaststätten, ist die geringe Verbreitung. In dem Artikel "Jetzt wollen wir mal einen zwitschern" von Frank Schmiechen, in: Welt am Sonntag vom 15. Februar 2009, schätzt der Autor, daß es in Deutschland insgesamt erst 35.000 Twitter-Nutzer gibt.

Wenn man annimmt, daß auf dem Lande davon nur 1 Promille und in den Großstädten nur 1 Prozent potentielle Gäste einer Gaststätte sind, liegt die Anzahl der ansprechbaren Zielgruppe per Twitter zwischen 35 und 350 Twitter-Nutzern.

Das Tool Twittermap.de erlaubt die Suche nach Twitter-Nutzen im Umkreis von beliebigen Standorten und damit eine genauere Schätzung als meine Pi-mal-Daumen-Schätzung. So habe ich einmal mir anzeigen lassen, wie viele Twitter-Nutzer es im Umkreis um meinen Wohnort Bamberg gibt:
  • 50 Kilometer Umkreis: 416 Twitter-Nutzer.
  • 25 Kilometer Umkreis: 65 Twitter-Nutzer
  • 10 Kilometer Umkreis: 24 Twitter-Nutzer
  • 5 km Umkreis: 20 Twitter-Nutzer
In Hamburg kommt man in einem Umkreis von nur 5 Kilometern schon auf. 1.214 Twitter-Nutzer.

Diese Entfernungen werden von Twittermap optional vorgegeben. Eine genauere Abgrenzung, etwa für nicht kreisförmige Einzugsgebiete, die typisch sind, wenn Bahnlinien, Autobahnen usw. das fußläufige Einzugsgebiet beschneiden, ist nicht möglich. Die Datenbank von Twittermap.de umfaßt nach deren Angaben nur etwas über 23.000 Twitter-Nutzer, also weniger als die oben erwähnten 35.000.

Sicherlich ist etwa für eine Stadtteilneipe wie mein Bamberger Café Abseits im Alltagsbetrieb ein Einzugsgebiet von auch nur 5 Kilometern eher zu hoch gegriffen. Ich habe einmal in einem Versuch herausgefunden, daß eine überwältigende Mehrheit unserer Gäste aus dem Postzustellbezirk kommt, in dem wir liegen, also aus einer fußläufigen Entfernung von ein paar Blöcken. Siehe dazu: "Auf gute Nachbarschaft". Was natürlich im nicht repräsentativen Einzelfall auch nicht ausschließt, daß uns Gäste aus Kalifornien, Finnland oder Österreich besuchen.

Wie kann man nun die mehr oder wenigen Twitter-Nutzer, die im Einzugsgebiet wohnen, per Twitter ansprechen. Zur Zeit noch ist wegen der geringen Verbreitung das Gemeinschaftsgefühl der Twitter-Nutzer noch recht groß. Man freut schon, wenn einem ein Bekannter in der Gemeinschaft der Twitter-Nutzer über den Weg läuft und wenn eine Gaststätte aus der eigenen Region endlich mitmacht. Insoweit wird es vermutlich zur Zeit noch nicht als unerwünschte Werbung angesehen, wenn man seinen Twitter-Account per direkter Nachricht in Twitter vorstellt. Einfacher ist es und regelkonformer, wenn man einfach den Twitter-Account der Raumgenossen abonniert. Die meisten Twitter-Nutzer schauen sich an, wenn sich jemand bei ihnen als "Follower" anmeldet oder haben sogar die Option gewählt, daß sie per E-Mail über neue Follower informiert werden.

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Kommentare:
Interessant! Ich denke, dass Twitter noch eine Weile braucht und auch aufgrund der Schnelligkeit für viele nicht interessant ist.

Warten wir mal ab, wie es sich in .de noch entwickelt. Ich finde Twitter mittlerweile sehr interessant.
 
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