Gastgewerbe Gedankensplitter



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Mittwoch, Februar 18, 2009

Wie nachhaltige Produkte den Menschen nahe bringen?

Am Vormittag des zweiten Tages der Nachhaltigkeitskonferenz im Vorfeld der Biofach in Nürnberg stellt sich mir, ausgelöst durch durch einen Vortrag von Daniela Büchel, Head of Corporate Marketing / Sustanaibility der REWE Group, zum Thema "Sustainability - opportunity or pre-condition for business", die Frage, ob der Lebensmitteleinzelhandel wirklich der geeignete Ort ist, um das Thema nachhaltige Produkte (wie auch Bio-Produkte oder fair gehandelte Produkte oder Produkte mit dem Siegel der Raínforrest Alliance, den Menschen näher zu bringen:
  • In den Supermärkten wie auch anderen Formen des Einzelhandels warten Abertausende oder gar Zehntausende Produkte auf Käufer. Die Verkäufer können selbst über ein Teilsortiment nur selten gescheit beraten.
  • Die Kunden haben es häufig sehr eilig.
Wäre es nicht geschickter, Menschen dort mit hintergründigen Produktinformationen zu konfrontieren, sie zu belehren, ihre Fragen zu beantworten, wo sie eher die Muße haben, sich damit zu beschäftigen, so etwa in der Gastronomie (auf Speisekarten, bei Verkostungen, Präsentationen, ergänzend zu Produktproben)?

Dankbar bzw. aufnahmewillig für Hintergrundinformationen zu Produkten sind Menschen auch bei komplexen Entscheidungsprozessen, z.B. wenn sie Gruppenreisen oder Familienfeiern wie Hochzeiten vorbereiten. Wer das Thema Nachhaltigkeit den Menschen näher bringen will, sollte meines Erachtens weniger im Einzelhandel ansetzen als bei Caterern für Familienfeiern, aber auch bei der Mittagsverpflegung in Schulen und Kindertagesstätten und im Social Catering, und bei den Anbietern von gastronomischen Leistungen für Gruppen und als Teil von Reisen.

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Kommentare:
Mmmh, also ich bin immer etwas skeptisch, wenn große Konzerne – hier: REWE – sich einerseits mit Nachhaltigkeit schmücken, andererseits aber regionale Anbieter wie wir bei deren regionalen Kunden wie Karstadt Delikatessa nicht mehr gelistet werden können, weil alles nur noch über die Konzernzentrale in Köln geht. Will sagen: ist es der Nachhaltigkeit förderlich, nach dem 24/7-Prinzip überall jederzeit das gleiche feilzubieten? Ist nicht auch die Möglichkeit der Auswahl in Qualität und Geschmack eine nachhaltig-kulturelle Errungenschaft oder nur romantisierende Posse?
 
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