Gastgewerbe Gedankensplitter



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Sonntag, März 15, 2009

Casting fuer Speisekarten-Polizei.

Wilfried Blume-Beyerle, der Leiter des Münchener Ordnungsamtes, hat die bayerische Staatsregierung aufgefordert, eine "Speisekarten-Polizei" zu finanzieren. Sie soll ab dem 1. August 2009 die Speisekarten von Ein-Raum-Gaststätten, die das Rauchen erlauben wollen, kontrolieren, ob auch alle darin enthaltenen Speisen leicht zuzubereiten sind: "Rauchverbot: Söder will FDP austricksen", in: tz vom 13. März 2009.

Das bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit hat diese Anregung dankbar aufgegriffen. Man will bayernweit 1.183 Stellen schaffen.

Ein Casting für diese Jobs wurde kurzfristig bereits am 1. April 2009, ab 10.00 Uhr, in der Betriebkantine des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit angesetzt. Reisekosten der Bewerber werden nicht ersetzt.

Anforderungen an die Bewerber:
  • deutsche Staatsangehörigkeit
  • Mindestalter: 21 Jahre, damit Kontrollen auch nachts durchgeführt werden können.
  • einen Body-Mass-Index unter 25. Damit soll vermieden werden, daß die Stelleninhaber, die speisen mitunter auch verkosten müssen, zu fett werden.
  • neben guten deutschen Sprachkenntnissen (Deutschnote wenigstens "befriedigend" beim Hauptschulabschluß) gute Kenntnisse wenigstens einer gastronomie-relevanten Fremdsprache (italienisch, spanisch, griechisch, türkisch, vietnamesisch, chinesisch, russisch).
  • Schwerbehinderte, Frauen und CSU-Mitglieder werden bei sonst gleichen Voraussetzungen bevorzugt eingestellt.
Unterlagen für die Teilnahme am Casting können Sie unter servicestelle@stmugv.bayern.de formlos anfordern.

Wenn Sie sich inhaltlich ein wenig vorbereiten wollen, empfehle ich Ihnen

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Kommentare:
Das ergibt Ausgaben in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Wie leicht ist es doch, das Geld Anderer zu verteilen. Irgendeine Wirkung auf die "Volksgesundheit" ist von diesen Blockwarten nicht zu erwarten.
Vielleicht sollte man diese Spitzel bei der Gelegenheit auch den Salz-, Zucker- und Kaloriengehalt der Speisen überprüfen lassen.

Wie konnten unsere Vorfahren ohne die Gutmenschen in der Politik überhaupt überleben? Wenn ich an das ausgelassene Schweinefett denke, das mir meine Mutter (nach dem Krieg, als Butter noch ein Luxus war) auf das Brot strich und das ich gerne mit etwas Salz noch schmackhafter machte, läuft mir das Wasser im Mund zusammen ...
 
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