Gastgewerbe Gedankensplitter



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Donnerstag, März 12, 2009

Erreicht die Krise die Gastronomie?

In der Süddeutschen Zeitung von heute steht ein Artikel, dessen Inhalt ich nicht glauben kann: "Krise erreicht die Gastronomie".

Demnach haben bei einer Umfrage des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes 82 Prozent aller befragten bayerischen Betriebe geantwortet, sie hätten deutliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Von diesen Betrieben mit einem Umsatzrückgang haben einen:
  • Umsatzrückgang bis unter 10 Prozent: 24 %.
  • Umsatzrückgang 10 bis unter 20 Prozent: 36%.
  • Umsatzrückgang 20 bis unter 30 Prozent: 24 %
  • Umsatzrückgang 30 bis unter 40 Prozent: 3 %.
  • Umsatzrückgang 40 bis 50 Prozent: 3 %.
  • Umsatzrückgang über 50 Prozent: 3%.
Ländliche und städtische Betriebe seien gleichermaßen betroffen.

Leider mangelt es der Meldung der Süddeutschen Zeitung an den erforderlichen Angaben, die Relevanz der Umfrageergebnisse einzuschätzen. Weder wird angegeben, wieviele Betriebe befragt und wieviele geantwortet haben, noch, ob es sich um eine halbwegs regional und konzeptionell repräsentative Umfrage gehandelt hat. Und auf welchen Zeitraum und welchen Vergleichszeitraum beziehen sich die angegebenen Umsatzrückgänge?

Auch wenn man sich die vom Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband veröffentlichten Ergebnisse unmittelbar anschaut ("Umfrage zur Wirtschaftskrise" (PDF)) fehlen die zur Einschätzung der Umfrageergebnisse relevanten Angaben. Zu finden ist hier lediglich der Befragungszeitraum (2. bis 4. März 2009) und die geringe Rücklaufquote von nur 18,5 Prozent.

Die Zahlen meines eigenen Betriebs sprechen eine ganz andere Sprache. Wir haben in der Zeit vom 1. Januar bis 11. März 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein deutliches, einstelliges Umsatzplus erzielt. Und auch zwei Bamberger Kollegen, die ich gestern gesprochen habe (eine regionale, kleine Fast-Food-Kette und ein Szene-Gastronom) haben von steigenden Umsätzen berichtet. Bei der Fast-Food-Kette, einem Abhol- und Lieferservice, hat sich zwar der Durchschnittsbon verringert, weil die sparsameren Käufe weniger Getränke ordern, aber eine steigende Anzahl von Kunden hat dies mehr als kompensiert.

Gottseidank gibt es in wenigen Tagen offizielle Zahlen des Statistichen Bundesamtes über die Umsatzentwicklung im Januar 2009.

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