Gastgewerbe Gedankensplitter



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Freitag, März 06, 2009

Erster Betrieb von der Pankower angeblich schmutziger Kuechen gestrichen.

Der von selbst ernannten Verbraucherschützern und dem grünen Stadtrat Jens-Holger Kircher angezettelte Pranger für vermeintlich unhygienische lebensmittelverarbeitende Betriebe in Berlin-Pankow (mehr darüber in unserem Beitrag "Modellprojekt Pankower Smiley-System für kontrollierte Betriebshygiene.) hat eine erste Niederlage erlitten: "Anwalt erreicht Streichung von der Negativliste", in: Berliner Morgenpost vom 6. März 2009.

Die diffamierte SEC Schlüter Event + Catering GmbH hatte den Rechtsanwalt Dr. Philipp Gregor von der Kanzlei Dr.Gregor & Günther in Münster eingeschaltet und der Pankower Bezirksverwaltung mit einer einstweiligen Verfügung gedroht. Daraufhin hat das Pankower Bezirksamt den Schwanz eingekniffen und den diffamierten Betrieb wieder aus der Liste genommen.

Besser wäre es gewesen, die Liste insgesamt vom Netz zu nehmen und sich auf die eigentliche Aufgabe einer effizienten Hygienekontrolle zu konzentrieren. Berlin-Pankow drohen nicht unerhebliche Anwalts- und Gerichtskosten und Schadenersatzforderungen wegen Rufschädigung.

Dr. Philipp Gregor ist unter anderem:
  • Initiator des Münster'sches Lebensmittelrechts-Kolloquium, MLK, Münster
  • Lehrbeauftragter der Rechtsanwaltskammer Hamm für die Ausbildung der Rechtsreferendare an dem Landgericht Münster
  • Vorsitzender der Fachgruppe Mitte der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Lebensmittelrecht (WGL)
  • Gründer des Instituts für Angewandtes Futtermittel- und Lebensmittelrecht – IFAL®, Münster
  • Lehrbeauftragter für Lebensmittelrecht an der University of Applied Sciences, Münster
Es freut mich, daß ein gastronomisches Unternehmen sich einen solch renommierten Anwalt beaufragt hat.

Das wenigste, was ich von dem Berliner Bezirk Pankow erwarte, ist, daß sie nicht nur Gastronomen, die es sich finanziell leisten können, sich zu wehren, von der Liste nimmt, sondern auch die andere Kollegen.

Daß sich ein Betrieb wehrt, der seinen Standort nicht in Berlin-Pankow hat, als erster wehrt, ist vermutlich kein Zufall. Üblicherweise müssen Kollegen, die sich gegen die Lebensmittelaufsicht vor Gericht wehren, damit rechnen, danach kleinlichst drangsaliert zu werden.

Ist es ein Zufall, daß der Berliner Bezirk Pankow, der schnell dabei gewesen ist, die Presse über das Modellprojekt zu informieren, auf seiner Website unter "Aktuelles" bis jetzt noch nichts darüber verlautbart hat, daß man den Schwanz eingezogen hat?

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