Gastgewerbe Gedankensplitter



« Home | BVLK zur Pankower Negativliste: So nicht! » | Wie in Koeln das Rauchverbot ausgetrickst wird. » | Berliner Bezirke Spandau, Marzahn-Hellersdorf, Neu... » | Umsatzzahlen Januar 2009: Gastgewerbe weiterhin im... » | Malzhaus, Plauen. » | Whopper Bar. » | Heute nacht fliegt der Twitchhiker nach Neuseeland... » | Abenteueressen in Berlin-Pankow. » | Schoene, neue Welt. » | Flickr-Photos anzeigen. »


Montag, März 23, 2009

Transparenz.

Die Befürworter des "Modellprojekts Pankower Smiley-System für kontrollierte Betriebshygiene" argumentieren, die veröffentlichten Listen der Betriebe (Negativ- bzw. Positivliste) erhöhe die Transparenz der Verbraucher.

Dies ist mitnichten so. Im Berliner Bezirk Pankow gibt es nach Angaben des Bezirks rund 7.000 Betriebe, die Lebensmittel verarbeiten. Nach Angaben der Ordnungsbehörde hat es bei 2.300 immer wieder Beanstandungen gegeben. Von diesen 2.300 Betrieben sind jedoch nur die Namen und Anschriften von ursprünglich 39 Betrieben veröffentlicht worden (mittlerweile ist die Negativliste deutlich geschrumpft). Von den demnach 4.700 Betrieen, die nie oder selten Grund zu Beanstandung geben, wurde nur eine minimale Auswahl (von ein paar Betrieben) in einer Positivliste veröffentlicht.

Wahre Transparenz sieht anders. Meines Erachtens sollte Berlin-Pankow eine durchsuchbare Datenbank veröffentlichen mit
  • sämtlichen Betrieben, die Lebensmittel verarbeiten, mit Namen und Anschrift
  • Dazu die Namen, das Datum, das Beginn und das Ende der Lebensmittelkontrolle mit dem kompletten Untersuchungsergebnis.
  • Die kontrollierten Betriebe sollten die Möglichkeit haben, das Ergebnis der amtlichen Kontrolle zu kommentieren. Umgekehrt sollten aber auch die kritisierten Lebensmittelkontrolleure sich rechtfertigen.
Mithilfe einer solchen Datenbank hätten Kunden und Gäste tatsächlich die Chance, ein klares Bild zu gewinnen von den hygienischen Zuständen in den Betrieben, aber auch von der Effizienz und Sorgfalt der Kontrolleure. Eine solche transparente Arbeitsweise scheuen nur solche Lebensmittelkontrolleure, die für Schmiergelder empfänglich sind. Doch ist dies kein Grund, eine Zufallsauswahl von Betrieben öffentlich fertig zu machen.

Labels: , ,